"Small Things Like These"

Der Eröffnungsfilm "Small Things Like These" ist ein unglaublich ruhiger, aber ausdrucksstarker Film. Cillian Murphy - er hat auch die Hauptrolle in „Oppenheimer“ gespielt - ist in dem Film von Tim Mielants ein wortkarger irischer Kohlehändler. Er wird mit der unmenschlichen Brutalität einer kirchlichen Einrichtung konfrontiert. Jahrzehntelang wurde junge Frauen in Magdalenen-Heimen auf brutale Weise umerzogen. Laut Schätzungen lebten zwischen 1922 und 1996 mehr als 10.000 Frauen in den Einrichtungen, die als Heime für „gefallene Mädchen" von vier irischen Frauenorden betrieben wurden. Die Geschichte wurde schon in anderen Filmen erzählt. Bemerkenswert an der Verfilmung ist, dass ein Kohlehändler seine moralischen Vorstellungen verletzt sieht und moralisch handelt. Er rettet eine junge, schwangere Frau aus den Fängen herzloser, unmenschlicher Ordensschwestern. Der Film ist ein harter Kontrast zur heutigen Realität. Wir werden förmlich überschwemmt von moralischen Reden, die in Dauerschleife gehalten werden, ohne dass moralisch gehandelt wird. Bemerkenswert ist, dass der Held des Films kein aufgeklärter, hochgebildeter Vertreter des Bildungsbürgertums ist, der die Gesellschaft geistig durchdrungen hat und dann moralisch handelt. Der Held ist ein einfacher Mann aus der Unterschicht, der seine moralischen Vorstellungen lebt. Er zeigt, dass jeder Mensch die Möglichkeit hat, moralisch zu handeln.

Abschied von Jordi Banque de Doz

Am Mittwoch, den 14. 2., nahmen Familie, Freunde, Weggefährten, Genossen auf dem Friedhof Friedrichsfelde Abschied von einem ganz besonderen Menschen: Jordi. Er ist bereits im vergangenen Jahr verstorben, aber der Wunsch der Familie war es, ihn in Friedrichsfelde zu beerdigen. Hier ruht er in der Nähe seiner Eltern, in der Nähe des Ehrenhains für die antifaschistischen Widerstandskämpfer. Das Leben von Jordi ist beeindruckend. Als Kind spanisch-katalanischer Eltern, die vor dem Faschisten Franco nach Frankreich geflohen waren, wurde er 1944 geboren. Dort war der Familie aber nur eine kurze ruhige Zeit vergönnt. Die französische Polizei - quasi als Hilfstruppe des spanischen Franco-Regimes - holte 1950 in einer nächtlichen Polizeiaktion den Vater ab. Nur die Kinder durften sich von ihren Vätern verabschieden. Dem Vater gelang es. seinem kleinen Sohn noch einen Brief zuzustecken. Diesen Brief legte Jordis Schwester in sein Grab. Der Vater wurde später in Handschellen an die spanische Grenze gebracht und in die DDR abgeschoben. 1951 durfte die Mutter mit den Kindern in die DDR ausreisen. In Dresden erlebte Jordi eine glückliche Kindheit. Berührend: Seine damalige Pionierleiterin, inzwischen weit über 90 Jahre alt, war zur Beisetzung gekommen. Sie erzählte, dass Jordi ein lebhaftes, fröhliches Kind gewesen war. So habe ich ihn dann auch als erwachsenen Mann kennengelernt. Wahrscheinlich hat ihn der Schock seiner Kindheit gelehrt, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Mehrfach hat uns Jordi auf unseren antifaschistischen Jugendreisen mit dem Verein "Zivilcourage vereint" begleitet. Wir waren in Katalonien - im spanischen und im französischen Teil - auf den Spuren der Spanienkämpfer unterwegs, die sich von 1936 bis 1939 dem Faschisten Franco entgegenstellten. Damals gab es eine große internationale Bewegung zur Verteidigung der Spanischen Republik. Einige der Spanienkämpfer wie Kurt Julius Goldstein und Fritz Teppich habe ich noch persönlich kennengelernt. Inzwischen sind alle tot. In Spanien und Frankreich waren wir auf den Spuren der Partisanen unterwegs. Eine Geschichte hat mich besonders beeindruckt: Wenn die Partisanen Pause hatten, stritten sie, wenn sie kämpften, waren sie einig!

Die Jugendlichen waren immer beeindruckt und begeistert von Jordi. Er hatte ein großes Wissen, er sprach mindestens fünf Sprachen, konnte singen und kochen und war überaus sportlich. Nie hat er jemanden agitiert oder belehrt, sondern immer versucht, die Menschen zu gewinnen.

Eigentlich wollten wir noch gemeinsam eine Reise ins Baskenland unternehmen. Corona hat das verhindert. Jetzt ist es zu spät. Danke, Jordi! Du hast mein Leben bereichert. Aber in Friedrichsfelde kann ich Dich regelmäßig besuchen.

 

 

 

Wieder eine rote Tafel

Gestern waren wir mit unserer roten Tafel wieder am S-Bhf Lichtenberg. Auch wenn der Wind manchmal die Tee-Becher umkippte oder den Grill auspustete, hatten wir einen tollen Nachmittag mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort. Wir führten interessante Gespräche und konnten vielen eine Freude mit einer Feierabend-Bratwurst oder einem wärmenden Heißgetränk machen. Gleichzeitig konnten wir daran erinnern, dass einige Bürgerinnen und Bürger am übernächsten Sonntag nochmal wählen können. Die Richtung ist klar: Nach der Ampel links!

Neben Gesine war auch die Bundestagsabgeordnete Clara Bünger zur Unterstützung dabei. Außerdem unterstützte uns auch wieder Ines Schwerdtner, unsere Kandidatin für die Europawahl, tatkräftig.

Von meinem iPhone gesendet

So war mein Praktikum

Ich bin Emil und habe vor knapp drei Wochen einen Bericht geschrieben, dass ich bei Dr. Gesine Lötzsch ein Praktikum beginne. In diesem Bericht möchte ich kurz meine 3 Wochen Praktikum zusammenfassen und bewerten. Ich konnte einen Einblick in die Arbeit des Bundestages und der Abgeordneten gewinnen.  Für mich war die Zeit im Bundestag und Wahlkreisbüro eine gute Zeit. Ich war früh immer motiviert, zu meinem Praktikum zu gehen, denn alle Aufgaben haben mir Spaß gemacht. Meine Aufgaben bestanden u.a. aus der Recherche zu Wirtschaftsthemen, der Organisation von Veranstaltungen und Flyer stecken. Meine Kollegen habe ich dabei immer unterstützt. Die Aufgaben waren herausfordernd, aber auch nicht zu schwer. Natürlich lief nicht alles direkt beim ersten Mal, aber mir wurde immer geholfen sobald ich etwas nicht wusste. Alle Leute, die ich kennengelernt habe, finde ich sehr nett. Dadurch fiel es mir um einiges leichter, mich zurechtzufinden. Ich habe echt viel dazugelernt und neue coole Sachen erlebt und wenn ich ehrlich bin, würde ich auch gerne noch etwas länger bleiben. Ich bedanke mich bei allen Kollegen für die Zeit.  Ich bin echt glücklich, dass ich hier mein Praktikum gemacht habe und nicht woanders.

Mein Praktikum

Ich habe hier mein 4-wöchiges Praktikum am 08.01 angefangen und war mir anfangs noch unsicher, ob das was für mich ist. Doch jetzt im Nachhinein war ich sehr zufrieden mit meinem Praktikumsplatz. Ich konnte hier viel lernen und auch viel neues erleben. Es gab viele tolle Höhepunkte wie z.B.  ein Besuch im Plenum oder im Haushaltsausschuss. Es war fast nie langweilig und es gab immer was zu tun. Meine Aufgaben bestanden größtenteils aus Recherche. Es hat sich auf jeden Fall mehr als gelohnt mein Praktikum hier zu machen.

Die Linke ruft ihre Mitglieder an.

Die Linke ruft ihre Mitglieder an. 100 000 Anrufe sind geplant. Ich halte das für eine sehr gute Idee. Darum habe ich mich auch am Donnerstag an der Aktion beteiligt. Von den Berliner Genossinnen und Genossen, die mir das Computerprogramm vorschlug, kannte ich etliche. So waren manche Gespräche auch ein schönes "Wiedersehen". Was machst Du gerade, wie denkst Du über die politische Situation, was können wir besser machen? - Jede Organisation, natürlich und gerade auch eine Partei wie unsere lebt vom menschlichen Zusammenhalt. Diesen Zusammenhalt müssen wir festigen, um unsere Ziele zu erreichen. Ich strebe nach einer Gesellschaft, in der Freie und Gleiche in Würde und Solidarität zusammenleben. Und ich sage: Jeder Mensch hat das Recht auf ein gutes Leben.

Besuch der Baustelle für das Straßenkinderhaus „BUTZE“

Direkt am Bahnhof Lichtenberg, entsteht das Straßenkinderhaus „BUTZE“. Bis zum nächsten Frühjahr 2025 soll es fertig gebaut sein. Gesine, ihre Mitarbeiterin Lena und ich (Praktikant) waren heute (23.01.2024) mit Sozialarbeiter und Stiftungsmanager Eckhard Baumann verabredet. Wir waren vor Ort um uns zu informieren, ein paar Fragen zu stellen und alles mitzuerleben. Über 1000 Kinder leben momentan auf den Straßen Berlins. Der Verein Straßenkinder e.V. holt jährlich ca. 50-60 Kinder von der Straße. Wenn das Straßenkinderhaus BUTZE fertig gestellt ist, soll es nicht nur Notübernachtungen geben, sondern auch Werkstätten, Mikroapartments, Großküchen und Veranstaltungsräume. Die meisten Jugendlichen sind zwischen 14 und 24 Jahre alt. Der Grund, warum Kinder auf der Straße leben, ist nicht immer ausschließlich Armut. Oftmals sind es auch familiäre Gründe, manchmal werden auch Kinder so sehr gemobbt, dass sie von ihrem Wohnort weggehen müssen. Straßenkinder e.V. ergreift immer Partei für die Kinder und Jugendlichen. Das bedeutet, sie zwingen die Kinder nicht wieder zu ihren Eltern zu ziehen und unterstützen sie in ihrem Lebensalltag. Dadurch werden so gut wie es geht die Kinder vorübergehend von der Straße geholt und es wird ihnen geholfen. Die EU hat das Ziel, bis 2030 die Obdachlosigkeit zu besiegen. Ein sehr wichtiges Ziel in meinen Augen. Ich hoffe, dass dieses Ziel auch erreicht wird und meinen Respekt an jeden, der dazu einen Teil beiträgt. Ich bedanke mich für diesen Besuch. (Emil)

Winterwahlkampf in Lichtenberg

Heute richteten Genossinnen und Genossen eine rote Tafel am S-Bahnhof Lichtenberg aus. Bei Schnee und Minus-Temperaturen kam echte Winterwahlkampf-Stimmung auf. Wir konnten mit vielen Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen. Dabei wurde auch gerne eine Bratwurst zum Feierabend gegessen und sich bei einem Becher Tee ein wenig aufgewärmt.
Aufgrund der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses konnte Gesine heute leider nicht persönlich dabei sein. Sie wurde jedoch von Kolleginnen aus dem Bundestag gut vertreten. Daher gilt unser besonderer Dank den MdBs Heidi Reichinnek, mit ihrem Mitarbeiter Felix, Susanne Ferschl und dem Mitarbeiter von Ina Latendorf, Felix, die uns heute tatkräftig unterstützten. (Lena)

Mein Praktikum

Ich heiße Emil Felix Lysander Köppler. Ich wurde im Februar 2009 geboren, momentan bin ich noch 14 Jahre alt. Ich bin seit 2 Tagen Praktikant bei Dr. Gesine Lötzsch, und bin dies insgesamt für drei Wochen. Dass mir hier eine Chance auf einen Praktikumsbesuch gegeben wurde, schätze ich sehr. Ich habe mich über die Jahre 2022/2023 mit Politik auseinandergesetzt, da ich älter wurde und langsam gemerkt habe, dass Politik eine große Rolle in unserem Leben spielt. Ich habe mich schlussendlich für das Praktikum bei „DIE LINKE“ entschieden, da ich viele Sachen im Wahlprogramm sehr gut finde. Ein weiterer Grund ist, dass ich mich noch nicht so viel mit DIE LINKE auseinandergesetzt habe und ich durch das Praktikum herausfinden kann, welche Parteien ich gut finde und welche nicht.  Neben Politik interessiere ich mich noch für Sport, dass mir Spaß macht seitdem ich ein kleines Kind bin. Respektvoll diskutieren macht mir auch meist spaß, was aber vom Thema abhängig ist. Ich bin ein sehr neugieriger Mensch, dazu auch etwas zielstrebig. Ich denke öfter  über gewisse Sachen z.B. Politik länger nach, und versuche diese dann zu verstehen. Dazu würde ich noch sagen, dass ich eine nette Einstellung habe.  Ich hoffe , dass ich durch diesen Praktikumsbesuch einen noch besseren Einblick in den Alltag und das politische Leben im Bundestag bekomme. Dies funktionierte schon am ersten Tag. Ich fand meinen ersten Tag sehr interessant und großartig. Die Leute sind nett und dazu wurde mir, wie ich mir erhofft habe, ein großer Einblick in den Bundestagalltag ermöglicht. Ich habe dazu noch eine große Auswahl an Aufgaben, die mir Spaß machen. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich freue mich schon im Voraus auf die kommenden Tage und hoffe, dass ich noch viel Erfahrungen sammeln werde.

 

Schönes Treffen im Bundestag

Seit über 20 Jahren unterstützen Krystyna und Volkmar Menschen in Sri Lanka. Mit Spenden haben sie Schulen errichtet und unterstützen Kinder und Lehrer. Meine Hochachtung! Darum unterstütze ich auch gern ihre Arbeit. Jetzt wünsche ich erstmal einen guten Flug.

Praktikant Richard Sobanski stellt sich vor 

Ich gehe aktuell auf die Best-Sabel Oberschule Köpenick, in die 9. Klasse und verbringe mein 4-wöchiges Schülerpraktikum im Bundestag. Ich erhoffe mir hier viele neue Dinge zu lernen. Durch meine Familie interessiere ich mich schon etwas länger für Politik.  Als ich die E-Mail mit dem freien Praktikumsplatz gelesen habe, habe ich mich gleich beworben. Ich freue mich schon auf die Zeit im Büro.