Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Wiedersehen mit Gojko Mitić

Am Mittwoch zeigte das hofkino.berlin den DEFA-Film „Weiße Wölfe“. Gojko Mitić spielt die Hauptrolle „Weitspähender Falke“. Am Ende des Films stirbt der Häuptling im Kugelhagel. Gojko erzählte, dass es daraufhin körbeweise Protestbriefe an die DEFA gab. Der sympathische Schauspieler steht auch heute noch vor der Kamera und auf der Bühne. Der Film „Weiße Wölfe“ wurde erstmals vor 50 Jahren aufgeführt. - Das Hofkino befindet sich am Franz-Mehring-Platz 1. Partner sind u. a. die Rosa-Luxemburg-Stiftung, das neues deutschland und die DEFA-Stiftung. Es werden Kopfhörer ausgegeben, so dass die Menschen in den benachbarten Häusern früh schlafen können.

Geld für eine Kühltruhe

Der Verein der Bundestagsfraktion DIE LINKE e.V. unterstützt regelmäßig mit den Spenden der Abgeordneten soziale und kulturelle Projekte. Heute konnte ich im Norden meines Wahlkreises, im Ortsteil Hohenschönhausen, einen Scheck an „Menschen helfen Menschen“ übergeben. Ich kenne die Arbeit des Vereins schon lange und schätze sie sehr. Die Spende soll helfen, eine neue Kühltruhe anzuschaffen.

Quantenphysik und Stadtentwicklung

Das Thema des zweiten Teils der Dienstreise des Haushaltsausschusses - jetzt in Kanada BC, Vancouver- war vor allem Quantenphysik, Isotopenforschung und - Anwendung, aber auch Stadtentwicklung. Vancouver ist Boomcity, hat eine hohe Lebensqualität- für die, die es geschafft haben. Die Kehrseite, die uns sehr engagiert von der Architekturhistorikerin Dr. Ulduz Maschaykh nahe gebracht wurde: Gentrifizierung, auch Obdachlosigkeit. Ermutigend, dass es Initiativen wie die Mole Hill Community Housing Society gibt. Historische Gebäude wurden vor dem Abriss gerettet und sind jetzt preisgünstige Wohnungen.

Profil: Beate Klarsfeld

Von Nadia Pantel (aus: Süddeutsche Zeitung, Online-Ausgabe) 

Bei ihrem letzten Besuch im Deutsch-Französischen Jugendwerk kam die Polizei. Es war der Mai 1968, und Beate Klarsfeld nutzte die revolutionäre Stimmung in der Stadt, um das Pariser Büro der binationalen Organisation zwei Tage lang zu besetzen. 51 Jahre später warten auf Klarsfeld nicht die Ordnungshüter, sondern ein Blumenstrauß - und eine lange ausstehende Entschuldigung.

Klarsfeld wurde berühmt, weil sie im November 1968 auf einem CDU-Parteitag den Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger ohrfeigte. "Es war die Ohrfeige der Tochter für den Vater", sagt Klarsfeld heute. 29 Jahre war Klarsfeld alt, als sie die Hand gegen Kiesinger erhob, um die selbstgerechte Trägheit zu beenden, mit der die Bundesrepublik einen früheren Unterstützer des Nationalsozialismus als Regierungschef akzeptierte. "Ich bin 1939 geboren, aber trotzdem spüre ich als Deutsche eine Verantwortung", sagt Klarsfeld: eine Verantwortung aufzuklären. Wegen genau dieses Gefühls einer moralischen Zuständigkeit griff Klarsfeld nicht nur zum Mittel der Ohrfeige, sie verlor auch ihren Job.

Von 1964 an war Klarsfeld beim Deutsch-Französischen Jugendwerk als Sekretärin beschäftigt. Am 29. August 1967 wurde ihr gekündigt, weil sie "gegen das Personalstatut der Treuepflicht" verstoßen habe. Ihr Vergehen: Sie hatte im Juli 1967 einen Artikel in der französischen Zeitschrift Combat veröffentlicht, in dem sie über den Kanzler Kiesinger schrieb, er habe sich "in den Reihen der Braunhemden einen ebenso guten Ruf erarbeitet wie in denen der Christdemokraten". Eine unzulässige politische Einmischung, urteilte das Jugendwerk und warf die Frau hinaus, die heute als moralische Instanz gilt. Als eine der Personen, die Deutschland dazu gezwungen haben, sich mit den Verbrechen und Verbrechern der Nazizeit auseinanderzusetzen.

"Sie sind für uns heute ein Vorbild", sagt Tobias Bütow, Generalsekretär des Deutsch-Französischen Jugendwerks, am Montag, als er vor versammelter Belegschaft Beate Klarsfeld um Entschuldigung bittet. Klarsfeld sitzt höflich lächelnd zwischen Bütow und ihrem Mann Serge Klarsfeld und beschreibt dann die Reaktionen auf ihren Rauswurf. "Wir waren einsam, einsam, einsam", sagt Klarsfeld. Die Kollegen hätten ihr den Rücken zugedreht, statt sich von ihr zu verabschieden. "Wir waren unfassbar wütend", sagt Serge Klarsfeld, "der Rauswurf war für uns der Beginn unserer Kampagne gegen Kiesinger, die dann zur Ohrfeige führte."

Die Geschichte der Klarsfelds ist auch die Geschichte einer gemeinsamen Politisierung. Die Deutsche kam 1960 als Au-pair-Mädchen nach Paris und lernte dort Serge Klarsfeld kennen, einen jüdischen Franzosen, der sich als Kind vor den Nationalsozialisten hatte verstecken müssen und dessen Vater in Auschwitz ermordet worden war. "Unsere Hochzeit war unser erster Triumph über die Nazis", sagt Serge Klarsfeld. Beate Klarsfeld erzählt, wie der Standesbeamte, der sie 1964 in Paris traute, sie aufforderte, "etwas Herausragendes" aus der Ehe zu machen, "wenn schon eine Deutsche und ein französischer Jude heiraten".

Die Klarsfelds haben sich daran gehalten. Seit mehr als einem halben Jahrhundert kämpfen sie dafür, dass NS-Verbrecher bestraft werden und die Erinnerung an die Opfer des Holocaust nicht verblasst. 2015 wurde das Ehepaar mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, an diesem Mittwoch wird den beiden der deutsch-französische Medienpreis verliehen. Die Klarsfelds seien ein "Symbol der Aussöhnung zwischen den Völkern", stellt die Jury fest. Doch so wie das Paar heute auftritt, wirken sie nicht wie Versöhnte, eher wie zwei, die staunen, wie satt und zufrieden die Welt geworden ist. Sie beobachten, wie die Europäer von rechten "Demagogen", wie Serge Klarsfeld sagt, verführt werden "Die heutige Jugend ist vielleicht zu optimistisch, was ihre politische Situation betrifft", sagt Beate Klarsfeld.

Nadia Pantel

============

Nadia Pantel ist gebürtige Hamburgerin und hat im Süden, im Osten und noch weiter im Osten Geschichte und Literatur studiert. Sie arbeitet seit Oktober 2012 bei der Süddeutschen Zeitung, seit 2018 als Korrespondentin in Paris.

 

Erholsame Ferien!

Neben 10 Ferienplätzen in Ahlbeck an der Ostsee habe ich in diesen Sommerferien auch 24 Ferienpässe an Lichtenberger Kinder verschenkt. Heute holte sich der Vater von Anna (links im Bild) den Ferienpass für seine Tochter ab. Wir wünschen allen Kindern unbeschwerte und erholsame Ferien! 

Die Schattenseiten des HighTech Booms

Treffen mit dem Vizebürgermeister von Seattle. Er erläuterte uns die Schattenseiten des HighTech Booms. Der Verkehr ist überlastet und es fehlen Wohnungen. Die Idee einer Head Tax (Obdachlosensteuer) ist am Widerstand der Konzerne gescheitert. - Mittags trafen wir Gewerkschaftsvertreter, die eindrucksvoll von ihrem Kampf um die Interessenvertretung berichteten, insbesondere wie sie versuchen, die Niedriglöhner mit den gut bezahlten Digitals zu verbinden.

"Lest we Forget"

Eine Delegation des Haushaltsausschusses ist gerade in Seattle. Heute trafen wir den Fotografen Luigi Toscano. Für sein Projekt „Lest we Forget“ hat er Holocaust-Überlebende porträtiert. Im Goethe Pop up trafen wir nicht nur den Fotografen, sondern auch Überlebende. Sehr beeindruckend! - Übrigens trafen wir auch Lenin in Seattle.

Zwei spannende Tage im Wahlkreis

Am Dienstag und Mittwoch waren wir wieder in unserem Wahlkreis unterwegs. Los ging es bei hochsommerlichen Temperaturen am Dienstag in Wartenberg. Direkt am S-Bahnhof befindet sich das Mädchen*sportzentrum Pia Olymp. Seit 20 Jahren finden Mädchen* dort einen Treffpunkt, in dem sie unter sich sein, austauschen und gemeinsam Sport treiben können. Neben zwei Sporträumen gibt es auch einen schönen Garten mit Trampolin. Die pädagogischen Betreuer*innen stehen auch für Rat in allen Fragen, die sich Mädchen* stellen, zur Seite. In den Ferien finden viele Aktivitäten statt, u.a. auch eine Sommerfahrt und Ausflüge, die von den Mädchen* selbst organisiert werden. Weitere Informationen gibt es hier: http://piaolymp.kietz-fuer-kids-freizeitsport.de/

Im Anschluss ging es in den Weitlingkiez. Dort befindet sich der Verein Handiclapped - Kultur barrierefrei e.V., der seit 11 Jahren aktiv ist und sein Büro seit einem Jahr in Lichtenberg hat. Der Verein organisiert Konzerte und Parties für Menschen mit Behinderung. Auch wenn sich mittlerweile viele Veranstalter und Locations Barrierefreiheit auf die Fahnen schreiben, sieht die Umsetzung von Inklusion in die Realität nach wie vor prekär aus. Oft mangelt es nicht nur an baulichen Gegebenheiten, sondern auch schon an Fragen der Uhrzeit, der Erreichbarkeit und vielem mehr. Auch sind Menschen mit Behinderung nicht nur vor sondern auch auf der Bühne momentan sehr stark unterrepräsentiert. Handiclapped versteht sich deshalb auch als ein Netzwerk Musiker*innen mit und ohne Behinderungen zusammenzubringen. Handiclapped wird deshalb u.a. am Popkultur Festival im August teilnehmen und im Herbst am 2. Fachkongress "Livemusik und Inklusion" in Lichtenberg. Mehr Informationen gibt es hier: https://www.handiclapped-berlin.de/wp/

Am Mittwoch trafen wir unsere neuen Nachbar*innen vom Förderverein der Gehörlosen/Hörbehinderten e.V., die nur zwei Hausnummern weiter von unserem Wahlkreisbüro ihr Büro haben. Nach mehreren Jahrzehnten musste der Verein wegen Mieterhöhungen seinen Standort in der Kulturbrauerei im Prenzlauer Berg aufgeben. Für dieses Jahr ist die offizielle Eröffnung der neuen Räumlichkeiten in der Zingster Straße 8 geplant. Doch auch bei unserem Besuch herrschte schon rege Betriebsamkeit durch die Beratungen, die dort stattfinden. Der Verein hilft gehörlosen/hörbehinderten Menschen dabei den Alltag zu meistern und stellt den Kontakt untereinander her. Regelmäßig werden Ausflüge und Veranstaltungen für alle Altersgruppen organisiert. Im November findet zudem das 4. Leipziger Künstler*innentreffen statt, welches ebenfalls vom Verein organisiert wird. Weitere Information gibt es auf der Website: http://foerderverein-gehoerlos.de/

Zu Besuch in Japan

Kurzer Rückblick auf die Delegationsreise des Haushaltsausschusses nach Japan: Die Verantwortlichen für den Einzelplan 04 (Kanzleramt, insbesondere Kultur) informierten sich in Tokio, Kobe, Kyōto und Osaka über die allgemeine Situation im Land, insbesondere aber über Kultur und Kulturfinanzierung. Ständig müsste ich an den Satz von Andreas Dresen denken: In Japan ist alles so gut organisiert wie in Deutschland, nur besser. - Es gibt auch viele praktische Lösungen im Alltag, von denen wir lernen könnten. Nicht nur, dass die Züge auf die Sekunde pünktlich sind. Auch Mütter können ihr Kind in Ruhe auf der Toilette absetzen...Das größte Problem - so sagte man uns - ist die rapide Alterung der Bevölkerung und der Bevölkerungsrückgang. Angesichts der vielen Jungen auf den Straßen mag man es sich kaum vorstellen. Aber die Alten sieht man nicht. - Sehr emotional war für mich das Läuten der Glocke in Kyōto. Ich musste an die Friedensglocke in Friedrichshain denken. Wir sehen uns am 6. August. - Übrigens: Sake aus der blauen Flasche wird getrunken, wenn ein Japaner den Nobelpreis gewonnen hat.

Der Stellarator von Greifswald

Am 17. Juni besuchten Gesine und ihr Team die Forschungsanlage Wendelstein X-7 des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik in Greifswald. Professor Sibylle Günter, Beate Kemnitz und Professor Thomas Klinger erläuterten engagiert und verständlich die Arbeitsweise dieses sogenannten Stellarators: Fünfzig Magnetspulen erzeugen Magnetfelder, in denen Wasserstoffplasmen bei sehr hohen Temperaturen eingeschlossen und untersucht werden. Das Ziel: Um das Jahr 2050 soll auf Grundlage der Plasmaphysik hocheffizient und in großen Mengen Energie erzeugt werden. Die Expertinnen und Experten versichern: Aus physikalischen Gründen ist dabei ein Unfall mit katastrophalen Folgen unmöglich. Klimaschädliche Emissionen gibt es keine.

Unterwegs mit der Pfingstgesellschaft

Am Wochenende traf sich die LINKE Pfingstgesellschaft in Luhme.  Für alleinerziehende Mütter und ihre Kinder hatte ich einen Platz ausgeblobt,  den ich an Familie Nitzsche vergeben habe. Das Pfingswochenende fand bei schönstem Wetter in einer malerischen Umgebung statt und auch das Programm konnte sich sehen lassen. Dieses kleine Erinnerungsfoto ist dabei entstanden. 

Es stellt sich vor: Tobias Jäger

Ich heiße Tobias, bin 16 Jahre alt und wohne in Berlin-Reinickendorf. Momentan besuche ich die 10. Klasse eines Gymnasiums, welches sich ebenso in Reinickendorf befindet. In den nächsten 3 Wochen werde ich ein Schülerpraktikum bei Gesine Lötzsch absolvieren.

 Politisch interessiert bin ich schon ziemlich lange, doch wirklich aktiv bin ich erst seit rund einem halben Jahr in der Linksjugend [‘Solid], also der Jugendorganisation von Die Linke. Dort treffe ich mich wöchentlich mit Ausnahmen zum Plenum mit meiner Basisgruppe. Außerdem beteilige ich mich gerne an Demonstrationen und Aktionen zu Themen, die mir besonders wichtig erscheinen. Beispielsweise sind das Soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz, aber auch Demos gegen Neonazis oder den Rechtsruck in dieser Gesellschaft. Außerhalb meiner politischen Tätigkeiten fahre ich gerne Mountainbike, gehe klettern oder treffe mich einfach mit meinen Freunden.

Ich hoffe, dass mir mein dreiwöchiges Praktikum einen kleinen Einblick in die Aufgaben einer Politiker*in, aber auch in die Arbeit, die andere Menschen in diesem Rahmen absolvieren, verschaffen wird.

Es stellt sich vor: Tobias Präkels

rechts im Bild: Tobias Präkels

Hallo, mein Name ist Tobias Präkels, ich bin 18 Jahre alt und absolviere in der Zeit vom 03.06.19 bis zum 14.06.19 ein Schülerpraktikum im Büro von Dr. Gesine Lötzsch. Mein Wohnort ist „Lawitz“, ein kleines Dorf zwischen Eisenhüttenstadt und Neuzelle, nahe der Oder. Zurzeit besuche ich die 12. Klasse der Gesamtschule 3 mit gymnasialer Oberstufe und absolviere dort im nächsten Schuljahr mein Abitur. Meine Lieblingsfächer sind Biologie, Geografie und politische Bildung, die im Laufe der Jahre dazu geführt haben, mich politisch zu engagieren. So bin ich seit ca. einem Jahr Mitglied der Linkspartei, wo ich für die Öffentlichkeitsarbeit (Facebook) des Ortsverbands und den Kontakt mit den Genossen zu den Mitgliedern von SODI (Solidaritätshilfe international e.V.)  zuständig bin. An den inhaltlichen Debatten beteilige ich mich hauptsächlich in den Bereichen Ernährung und Landwirtschaft, Verkehr- und Infrastruktur sowie Natur- und Umweltschutz. Abschließend möchte ich in meinem Praktikum mehr über die Arbeit einer Abgeordneten und des Bundestages erfahren. An meinem ersten Tag wurde ich sehr nett aufgenommen und freue mich auf die kommenden Tage.

 

Fridays for Future

Gegen 11 Uhr ertönten die ersten Demorufe vor unserem Bundestagsbüro. Die jungen Klimaschützer waren wieder auf der Straße, um zu demonstrieren mit dem Ziel die Politik unter Druck zu setzen und etwas zu tun. Passanten sahen interessiert zu und zückten auch sofort ihr Handy, um Fotos von den tausenden Demonstranten zu machen. Demorufe wie: „Reiht euch in die Demo ein!“ machten die Demo weit hörbar. Plakatsprüche wie „mummy, daddy wake up! the world is burning up!!!“ machten die Ziele dieser Demo klar. Eine Reihe von Studenten aus der Charité war auch dabei. Weiter so! (Raffaele)

Eastgate und Wahlkreisbesuch

Am Nachmittag diskutierte ich an anlässlich der Bundestagsausstellung im EASTGATE mit meiner Kollegin Petra Pau über gestern, heute und morgen. Ich erzählte, dass unser Protest gegen die Hartz-Gesetze Anlass für unsere jährliche Tomatenaktion ist. Petra berichtete, warum sie einmal „gottlose Type“ im Bundestag genannt wurde. Vorher hatte ich zwei soziale Projekte in Lichtenberg besucht. Karuna Sozialgenossenschaft unterstützt Jugendliche und junge Erwachsene beim Weg ins Leben, berät zum Thema Drogen und weist Wege zu Hilfsangebote. Mit Frederik Rühmann, dem Projektleiter. Dann habe ich am Rodeliusplatz mein Fotoprojekt zum Thema Kunst im öffentlichen Raum fortgesetzt. Danach informierte ich mich über die Arbeit des Begegnungszentrums Begegnungszentrum aufatmen in der Schottstraße 2.
Nach den vielen guten Gesprächen im EASTGATE geht es jetzt noch zu Über Kunst. Ins Gespräch. Eine Veranstaltung im Rahmen des alljährlichen Hauptstadtkongresses Gesundheit. Da werde ich wieder für die Gemeindeschwester werben.

Christian

Hilfe vor Ort und international

Heute waren wir wieder in Lichtenberg unterwegs und haben zwei Einrichtungen besucht. Zuerst trafen wir uns in einer Einrichtung der Sozialgenossenschaft Karuna e.V. in der Münsterlandstraße in der Nähe des S-Bahnhofs Nöldnerplatz. In den wunderschönen Räumlichkeiten direkt am Bahndamm befindet sich seit 2014 eine Tageseinrichtung für suchtgefährdete und drogenabhängige Jugendliche, die dort in den Früh- und Mittagsstunden vorbeikommen können um Essen, Kleidung und Beratung zu erhalten und soziale Kontakte zu pflegen. Frederik Rühmann, Projektleiter vor Ort, berichtete uns von der Arbeit mit den meist obdachlosen Jugendlichen. Die aktuellen Probleme des Berliner Wohnungsmarktes wurden auch hier deutlich, denn es wird immer schwieriger Unterkünfte für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu finden, um ihnen darauf aufbauend weitere Hilfe anbieten zu können. Ein kleines Atelier ist an die Einrichtung angeschlossen, in dem die Jugendlichen zusammen mit Modedesigner*innen selbst Kleidungsstücke entwerfen, die unter dem Label people berlin vertrieben werden. Weitere Infos zu der Einrichtung gibt es unter: https://www.komma-vorbei.de/

Im Anschluss besuchten wir das interkulturelle Begegnungszentrum "aufatmen" in der Schottstraße. Seit Herbst 2017 befindet sich das Eckcafe am Roedeliusplatz. Dort gibt es einen Second-Hand-Laden für Baby- und Kinderkleidung, ein Cafe und diverse Angebote wie Krabbelgruppen, Elternfrühstück, Tanz- und Sprachkurse und sogar ein Kosmetikstübchen. Das "aufatmen" steht allen Menschen offen und ist ein Ort an dem sich Alt- und Neuberliner*innen begegnen. Träger des Treffs ist die ora Kinderhilfe, ein christliches Kinderhilfswerk, das in u.a. afrikanischen Ländern und Osteuropa aktiv ist. Das Büro befindet sich gleich über dem "aufatmen" und wir konnten uns somit neben der lokalen auch über die internationale Arbeit von ora informieren. Weitere Infos gibt es hier: https://www.aufatmen-lichtenberg.de/ und hier: https://www.ora-kinderhilfe.de/

 

Es stellt sich vor: Schülerpraktikant Raffaele Gianni

Hallo, ich bin Raffaele und mache in der Zeit vom 20.05.2019 bis zum 31.05.2019 ein Schülerpraktikum im Büro von Dr. Gesine Lötzsch. Derzeit besuche ich die  9.Klasse der George-Orwell-Oberschule in Friedrichsfelde. Kennengelernt habe ich Frau Lötzsch bei einer Exkursion, bei der wir eine Unterhaltung und im Anschluss eine Führung durch den Bundestag hatten. Ich erhoffe mir vom Praktikum spannende Einblicke in die Arbeit einer Politikerin und mit gestärkten Bürokenntnissen aus dem Praktikum zu kommen. Meinen Berufsweg sehe ich auch im Bürobereich. Man fühlt sich schon direkt am ersten Tag wohl, denn man wird hier sehr offen aufgenommen. Auf die kommende Praktikumszeit freue ich mich sehr!

Für ein solidarisches Europa

Am Sonntag ging es erst zur Demonstration für ein solidarisches Europa auf den Alexanderplatz. Danach lud ich zum Kinderfest auf den Anton-Saefkow-Platz ein. Vielen Dank allen engagierten Helferinnen und Helfern. Ich habe festgestellt, dass ich eine reiche Frau bin. Ich bin stolze Besitzerin einer Hüpfburg, einer Zuckerwattemaschine, zweier Tretautos und weiterer Utensilien, die zum „Kinderfest aus der Kiste“ gehören.

Wir retten uns selbst, wenn wir die Welt retten

Donnerstag hatte das Aktionsbündnis gegen AIDS zum parlamentarischen Frühstück eingeladen. Anlass war die Wiederauffüllungskonferenz für den Globalen Fonds zur Bekämpfung zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria unter der Schirmherrschaft des G7-Gastgebers Frankreich. Der Anspruch des Globalen  Fonds besteht darin, 16 Millionen Menschenleben zu retten. Dafür werden 14 Milliarden US-Dollar benötigt. Nun ist es beim Globalen Fonds leider so wie bei vielen anderen internationalen Organisationen. Seit der Präsidentschaft von Trump zieht sich die USA aus vielen internationalen Organisationen zurück, reduziert die Finanzierung oder stellt sie ganz ein. Darauf gibt es zwei Reaktionsmuster. Entweder denken die anderen Geber auch über die Reduzierung ihrer Mittel nach oder sie versuchen, die fehlenden Mittel auszugleichen. Letzteres ist der vernünftige Weg. Ich habe im Gespräch darauf hingewiesen, dass man allen Skeptikern sagen muss: Wir retten uns selbst, wenn wir die Welt retten. Der Sieg über gefährliche Krankheiten ist nicht nur ein Gebot der Menschlichkeit, sondern auch Selbstschutz. Ich war einmal – ich glaube mit 16 Jahren – zur Tuberkulose-Reihenuntersuchung. In der DDR war diese gefährliche Krankheit ausgerottet. Jetzt haben wir wieder Tuberkulosefälle in Deutschland. In meinem Wahlkreis befindet sich die zentrale Untersuchungsstelle für Berlin.

Wir stehen als Abgeordnete jetzt vor einer großen Herausforderung. Die Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit will SPD-Finanzminister Olaf Scholz kürzen. Ich habe gestern versprochen, dass ich in den kommenden Haushaltsberatungen dafür kämpfen werde, den Einzelplan 23 zu erhöhen und die Mittel für den Globalen Fonds zu sichern.

Lesen gegen das Vergessen

Olaf Krostitz / Olaf Krostitz
Oliver Ruhnert ( 1. FC Union)
Olaf Krostitz / Olaf Krostitz
Olaf Krostitz / Olaf Krostitz
Nikolás Rodrigo Miquea
Olaf Krostitz / Olaf Krostitz
Beate und Serge Klarsfeld
Olaf Krostitz / Olaf Krostitz
Olaf Krostitz / Olaf Krostitz
Olaf Krostitz / Olaf Krostitz
Petra Pau und Klaus Lederer
Olaf Krostitz / Olaf Krostitz
Olaf Krostitz / Olaf Krostitz
Olaf Krostitz / Olaf Krostitz
Anika Taschke
Olaf Krostitz / Olaf Krostitz
Olaf Krostitz / Olaf Krostitz

»Die Ereignisse von 1933 bis 1945 hätten spätestens 1928 bekämpft werden müssen. Später war es zu spät. Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird.« 
Erich Kästner - Über das Verbrennen von Büchern. Hier finden Sie Eindrücke vom Lesen gegen das Vergessen. Gelesen haben:

"Nazijägerin" Beate Klarsfeld, der Schauspieler Christian Grashof, Kultursenator Klaus Lederer, Vizepräsidentin des Bundestages Petra Pau, Geschäftsführere 1. FC Union Oliver Ruhnert, Schauspieler Ingo Schulze, Deutsches Mauthausen-Komitee Anika Taschke, Historiker Hermann Simon, Intendantin "Theater im Palais" Gabriele Streichhahn

 

 

Wer nicht feiert, hat verloren (Verlosung)

Die Band  "Der Singende Tresen" mit Manja Präkels  entführte uns gestern in die Zeit Erich Mühsams. In dem Buch von Markus Liske "Sechs Tag eim April", heißt es: "Nur sechs Tage lang , vom 7. bis zum frühen Morgen des 13. April 1919, währte die "Bairische Räterepublik", die auch als Dichterrepublik in die Geschichte einging und deren wichtigstes Sprachrohr der Anarchist Erich Mühsam war." Unterhaltsam und lehrreich, geistreich und würdig begingen wir so den Vorabend des 8. Mai, den Tag der Befreiung vom deutschen Hitler-Faschismus. Wer nicht feiert, hat verloren. Zugleich verlosen wir das Buch von Markus Liske. 

Wer dieses haben möchte, schreibt eine Mail an: gesine.loetzsch@bundestag.de

Feierliche Amtsübergabe

htw - Hochschule für Technik und Wirtschaft, am Standort Berlin Karlshorst. Heute war die feierliche Amtsübergabe von Prof. Klaus Semlinger an Prof. Carsten Busch. Busch zitierte in seiner Antrittsrede Rosa Luxemburg und sprach darüber, dass die Freiheit des Andersdenkenden nicht nur in der Politik, sondern auch in der Wissenschaft zu respektieren sei. Mit dabei die Bürgermeister von Lichtenberg, Michael Grunst und Oliver Igel aus Treptow-Köpenick. Wie immer habe ich auch den griechischen Freiheitskämpfer, dessen Statue auf dem Hochschulgelände steht, besucht.

Was ist Glück?

Jugendweihe! Ich durfte wieder die Festrede halten. Ich habe u.a. deutlich gemacht, dass man sein Glück nicht nur im Materiellen findet und dass man auch mit kleinen Schritten die Welt verändern kann. Ich wünsche den Jugendlichen das Beste für die Zukunft und dass sie in Frieden leben können.

Raus am 1. Mai!

Bei zwei großen Volksfesten feierten wir den 1. Mai und gingen auf die Straße. Für gerechte Löhne, Solidarität und gegen prekäre Beschäftigung. DIE LINKE fordert einen Mindestlohn in Höhe von 12 Euro. Bei der "Bunten Platte" und am Rathaus Lichtenberg verschenkten wir traditionell unsere Tomatenpflanzen der Sorte Harzfeuer. Getreu dem Motto wir machen Har(t)z IV Feuer waren die Pflanzen im Nu verteilt. Als die Hartz IV-Gesetze beschlossen wurden, stand ich mit Petra Pau allein vor dem Bundestag und protestierte gegen diese Armutsgesetze. Armut ist in unserem reichen Land kein Fremdwort mehr. Besonders junge Mütter und alte Menschen leben in Armut. Das wollen wir ändern! DIE LINKE will die arm machenden Hartz-Gesetze abschaffen. Jetzt muss die SPD ihren Ankündigungen Taten folgen lassen.

Die BVV-Fraktion verband ihre Verteilaktion mit der Forderung, alle städtischen Kleingärten zu erhalten, getreu dem Motto "Jeder Garten verträgt etwas rot".

Kennedy ist erschossen worden!

Christian Grashof war gestern Gast bei „gedrucktes“ im Karl-Liebknecht-Haus. Jeder Stuhl war im Rosa-Luxemburg-Saal besetzt. Grashof ist nicht nur ein großartiger Schauspieler, sondern auch ein wunderbarer Anekdotenerzähler. Eine will ich hier zum Besten geben: „ Eine Legende im Deutschen Theater war Gertraut Last, Listine genannt, fast fünfunddreißig Jahre lang Herrscherin über das Künstlerische Betriebsbüro. Eines Tages stürzt jemand zur Tür herein: Kennedy ist erschossen worden!“ Lastine als Organisatorin funktionierender Spielpläne sprang wie elektrisiert hoch, kramte sofort in Papieren und fragte: „Was? In welchem Stück ist der denn drin?“ Das Publikum bedankte sich für die lustigen, traurigen und ernsten Lebensgeschichten mit viel Applaus.

Meinungsvielfalt pur

Der gestrige Tag in Jerusalem begann mit einer eindrucksvollen Führung durch das Zentrum der Altstadt von Jerusalem, dem Zentrum der großen Weltreligionen. Danke an die deutsche evangelische Pfarrerin Petra Heldt, die in Berlin studiert hat.  Im Beth El Kibbuz erfuhren wir Details über Katastrophenschutz und nachhaltige Landwirtschaft, eine interessante Verbindung. Der Kibbuz wurde vor 60 Jahren von einer christlichen Gemeinschaft aus Deutschland gegründet.Danach ging es nach Netanya, zu Sixgill, einem Cyber Security Startup. Zurück in Jerusalem dann Gespräche mit Politikern und Journalisten - Meinungsvielfalt pur. Beeindruckend, dass wir überall sehr offene Gesprächspartner finden. 

Stoppt den Krieg in Gaza

Gespräch mit Dr. Saeb Eraket, seit vielen Chefunterhändler der palästinensischen Autonomiebehörde. Er war bereits am Friedenprozess von Oslo 1996 beteiligt. Die Politik von US-Präsident Trump zerstört alles bisher Erreichte. Er bangt um die Zukunft seiner Enkel. Das dritte Bild ist aus der heutigen Zeitung, die ich im Hotel in Tel Aviv gelesen habe: Haaretz, der führenden Tageszeitung. Mittagessen mit Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft.

Mein Name ist David Flecken. Ich bin 15 Jahre alt. Ich komme aus Siemensstadt/Spandau. Ich gehe in die 9. Klasse auf die Schule an der Jungfernheide, und das Fach Politik hat mein Interesse geweckt. Im 2.Halbjahr musste ich mir einen Praktikumsplatz suchen und habe mich dazu entschieden ein Praktikum bei den Linken im Bundestag zu machen. Der Grund ist einfach: ich möchte gerne wissen, wie es ist  für eine Partei im Bundestag zu arbeiten, welche Aufgaben man bekommt und was man wissen sollte um hier anzufangen. Und noch vieles mehr. Die Fragen werden hoffentlich während meines dreiwöchigen Praktikums beantwortet. Es ist für mich eine Ehre einen Einblick in den Alltag der Linken zu bekommen und hoffe auf eine gute Zusammenarbeit in diesen drei Wochen.   

Tom

Solidarität global

Am Dienstagmorgen war Gesine zu Besuch beim Solidaritätsdienst International e.V., dessen Geschäftsstelle sich in Lichtenberg befindet. Der Solidaritätsdienst wurde im Jahr 1990 gegründet und schloss an die Arbeit des Solidaritätkomitees der DDR an. Ein zentrales Ziel von SODI ist es, Menschen in benachteiligten Regionen Selbsthilfe zu ermöglichen. Dabei gibt es zahlreiche Kooperationen mit zivilgesellschaftlichen Initiativen und Organisationen. SODI fördert beispielsweise Länderübergreifende Projekte im südlichen Afrika und in Ländern wie dem Kosovo, Albanien und Serbien im Balkan. Doch auch in Deutschland gibt es viele Projekte, die von SODI ins Leben gerufen wurden. Da wäre zum Beispiel die TV-Werkstatt, die jungen Erwachsenen ermöglicht, sich kritisch mit Medienarbeit auseinanderzusetzen, Inhalte zu erarbeiten und entwicklungspolitische Themen stärker in die Öffentlichkeit zu bringen. Auch mit Schulen gibt es eine regelmäßige Zusammenarbeit. Gerade Bildungsarbeit ist wichtig, um zu zeigen, wie die wirtschaftliche Situation von armen und reichen Ländern in einer globalisierten zusammenhängt und um Veränderungsprozesse für ein solidarisches und gerechtes Handeln anzustoßen. Finanziert wird SODI zum einen durch Gelder vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie von zahlreichen privaten Spenderinnen und Spendern. Gerade in Zeiten, in denen rechte Bewegungen immer mehr Zulauf finden, ist es umso wichtiger zu zeigen, dass unsere Solidarität auch Menschen in benachteiligten Ländern gilt und dass nur durch eine nachhaltige internationale Entwicklungszusammenarbeit eine effektive Bekämpfung von Fluchtursachen erfolgen kann. Wir bedanken uns beim Solidaritätsdienst International e.V. und wünschen ihnen alles Gute für die weitere Arbeit.

Christian

Afrikanischer Wels und Bananen aus Lichtenberg

Mitten in Lichtenberg, im Landschaftspark Herzberge, befindet sich seit 2017 die größte gläserne Stadtfarm Europas. Heute trafen wir uns mit der Geschäftsführerin Anne-Kathrin Kuhlemann und ließen uns durch die Gewächshäuser führen, in denen Salat, Kräuter, Tomaten, Gurken und, man glaubt es kaum, auch Bananen und Maracuja angebaut werden. Auch verarbeitete Produkte wie Honig von lokalen Bienenstöcken findet man hier. Die Stadtfarm ist unter der Woche täglich geöffnet, am Freitag und Samstag wird zudem frischer Fisch angeboten, der ebenfalls vor Ort gezüchtet wird. Das Besondere daran: der Fisch ist in einer AquaTerraPonik-Anlage in den Kreislauf der gesamten Farm integriert. Die Ausscheidungen der Fische werden durch Bakterien und Regenwürmer zersetzt und dienen als Nährstoffe für die Pflanzen, die in der Stadtfarm angebaut werden. Somit ist die Stadtfarm ein Modellprojekt für eine nachhaltige urbane Landwirtschaft.

Spende für Sri Lanka

Auch in diesem Jahr habe ich die Arbeit von Herrn Ziesemer mit einer Spende von 100€ unterstützt. Er setzt sich für Kinder in Sri Lanka ein und unterstützt Schulen mit Material.

Vielen Dank für das langjährige Engagement und weiterhin viel Spaß, Erfolg und Tatendrang.

Tom

Geld für krebskranke Kinder

Am Freitagvormittag besuchte Gesine den Verein Kinderhilfe e.V. um eine Spende von 500€  im Namen der Bundestagsfraktion zu überreichen. Der Verein setzt sich seit 1983 für Kinder mit Krebs oder anderen schweren Erkrankungen ein und hat es sich zum Ziel gesetzt, erkrankte Kinder in ihrem Leben zu unterstützen. So gibt es beispielsweise umfangreiche Beratungs- und Informationsangebote für Betroffene, finanzielle Unterstützung für Therapiemaßnahmen, die von der Krankenversicherung nicht abgedeckt werden und Betreuungsangebote für die Kinder und Jugendlichen. Ein wichtiges Ziel dabei ist, die Arbeit nicht nur auf die betroffenen Kinder zu beschränken, sondern besonders auch die Familien zu stärken und zu entlasten, für die die meist sehr überraschende Diagnose ihrer Kinder einen heftigen Einschnitt in ihr Leben bedeutet. Auch für die Geschwister, die von der Situation mitgenommen sind und aufgrund der Erkrankung ihrer Geschwister weniger Aufmerksamkeit erhalten, gibt es zahlreiche Angebote. So bietet der Geschwistertreff „Und ICH?!“ die Möglichkeit, sich regelmäßig mit Gleichaltrigen in einer ähnlichen Situation auszutauschen, Kraft zu schöpfen und selbst mal wieder im Mittelpunkt zu stehen. Mit der Spende möchte die Bundestagsfraktion DIE LINKE die Arbeit der Kinderhilfe unterstützen und insbesondere das regelmäßige gemeinsame Frühstück von Kindern und Eltern ermöglichen, welches für die Kinder stets ein Highlight am Morgen vor Therapiebeginn ist und den Eltern die Möglichkeit gibt, sich auszutauschen und Unterstützung zu erhalten. Darüber hinaus hat Gesine die Geschwistergruppe bei dieser Gelegenheit herzlich eingeladen, sie bei einem ihrer Ausflüge besuchen zu kommen und sie durch den Bundestag zu führen. Wir bedanken uns beim Verein Kinderhilfe e.V. für die unermüdliche und kostbare Arbeit und hoffen, mit dieser Spende einen  Beitrag zur Unterstützung der Kinder zu leisten. 

Tom

Ab ins Grüne

Zu Besuch im Umwelt

Am Donnerstag war Gesine zu Gast beim Umweltbüro Lichtenberg. Das Büro ist der zentrale Anlaufpunkt für alle Bürgerinnen und Bürger Lichtenbergs, die sich zu Themen der Umwelt und Artenvielfalt rund um Lichtenberg informieren wollen und bietet darüber hinaus eine Vielzahl verschiedener Natur- und Umweltaktivitäten an. So gibt es mittlerweile eine vielseitige Sammlung verschiedener Wanderkarten, die die Möglichkeit bieten, Lichtenberg und Umgebung aus einer ganz neuen Perspektive zu entdecken. Auf der Website des Umweltbüros findet man außerdem das Onlinemagazin „UmweltBewusst“ mit spannenden Artikeln zu aktuellen Themen. Jährlich erscheint überdies auch der Jahreskalender zum Thema Umwelt in Lichtenberg, der seine diesjährige Ausgabe dem Schmetterling widmet. Nachdem sich der Kalender 2017 mit den Alleen in Lichtenberg beschäftigte, entstand der Wunsch, diese Begrünung, die als Biotop auch für viele Tiere eine hohe Bedeutung haben, im Stadtbereich stärker zu schützen. So versucht das Umweltbüro momentan, erste Alleen nach Berliner Recht als geschützte Landschaftsbestandteile auszuweisen und damit zu ermöglichen, dass diese auch in Zukunft dem Lichtenberger Stadtbild erhalten bleiben. Im Interesse aller Lichtenbergerinnen und Lichtenberger ist es uns ein großes Anliegen, Umwelt und Natur in und um das Stadtgebiet zu erhalten und sichtbar zu machen. Es freut uns, dass das Umweltbüro Lichtenberg so zahlreiche Führungen und Informationsangebote zur Verfügung stellt und bedanken uns für die Arbeit, diese Angebote auch in Zukunft zu erhalten und sich für Natur und Umwelt in Lichtenberg stark zu machen

jung&kritisch: USA mehr als Trump!

Zeit für jung&kritisch: ZU Gast war Ines Schwerdtner zum Thema USA. Sie ist Chefredakteurin des Schwestermagazin vom Jacobin und Politikwissenschaftlerin. Bei gemütlicher Kneipenatmosphäre sprachen Gesine und Ines über die erneute Kandidatur von Bernie Sanders, demokratische Sozialist*innen in den USA und soziale Bewegungen, wie Black Lives Matters oder Womens March aber auch über Occupy Wallstreet. Denn seit Trump Präsident der USA ist, hat sich vieles verändert - mehr Frauen stellen sich auf demokratischer Seite zur Wahl, das Wort socialist ist wieder salonfähig geworden und viele Demonstrationen mit über 1000 Menschen finden allerorts statt. Doch auch schon zur Präsidentschaft Obamas gingen viele Menschen auf die Straße und über diese Phänomene und Entwicklungen sprachen die beiden Frauen in der Kneipe Zum alten Rathaus im Kaskelkiez. Im Anschluss konnte und wurde noch heftig über die nächsten Wahlen und deren Ausgang diskutiert. Auch wenn es noch eine Weile hin ist, bis der/die nächste Präsident*in der USA gewählt wird, wir bleiben gespannt!

 

Anika

George-Orwell-Schule wird bunt

Im November besuchte Irmela Mensah-Schramm, eine engagierte und couragierte Frau, die George-Orwell-Schule in Lichtenberg. Dort zeigte sie über mehrere Wochen ihre Ausstellung "mit bunten Farben gegen Hassbotschaften" und führte Workshops in den 9. und 10. Klassen durch. Dabei sind viele Bilder für Toleranz und eine weltoffene Gesellschaft entstanden - die nun auch aufgehangen werden können. Gesine überreichte am frühen Morgen 20 Bilderrahmen. Eine schnelle und unkomplizierte Unterstützung der Schule. 
Außerdem konnten die Schulleiterin und der betreuende Lehrer Sorgen und Probleme an Gesine herantragen und Informationen zum Digitalpakt erhalten. Danke für den täglichen Einsatz an den Schulen!

 

Zu Besuch im Deutschen Bundestag

Das Büro im Bundestag bietet jeder Klasse die Gelegenheit Gesine zu besuchen und die Arbeit einer Abgeordneten kennenzulernen, Fragen zu stellen und die Häuser des großen Parlamentes zu besichtigen. Dienstag und Donnerstag besuchten 4. Klassen der Bürgermeister-Ziethen-Grundschule den Bundestag. Vielen Dank für die vielen Fragen und die tolle Erfahrung. Wer an einem solchen Besuch interessiert ist, kann sich gerne jederzeit im Büro melden. 

Familie Leyser erhält Denkmal - Stolpersteine erinnern

Am Donnerstag den 21. Februar wurden vor der Konrad-Wolf-Straße 114 zwei Stolpersteine für das Ehepaar Ellen und Fritz Leyser verlegt. Verlegt wurden die Steine von Gunter Demnig, der 1992 das Stolperstein-Projekt begründet hat, welches mittlerweile schon an über 70.000 ermordete Jüdinnen und Juden erinnert. Musikalisch begleitet wurde die Zeremonie durch das Orchester des Barnim Gymnasiums. Nach einer Rede von Dagmar Poetsch berichteten zwei der Schüler*innen, welche der Biografie des Ehepaars Leyser nachgegangen waren, über das Leben der beiden Hohenschönhausener. Ellen Leyer arbeitete als Dentistin und leitete die zu ihrer Zeit einzige zahnärztliche Praxis in Hohenschönhausen, bis ihr 1938 die Zulassung entzogen wurde. Ihr Ehemann Fritz Leyser arbeitete den Akten zufolge als Kaufmann, wobei seine genaue Tätigkeit nicht überliefert ist. Im Jahre 1940 musste das Ehepaar ihre Wohnung räumen und bei einer Bekannten, Magarte Haym, unterkommen. Im Jahr 1942 kamen sie schließlich in die Sammelstelle in der Großen Hamburger Straße 26 und wurden nur sechs Tage später nach Auschwitz deportiert und ermordet. Nun gibt es zwei Stolpersteine, die an das Leben der beiden im Zentrum Hohenschönhausens erinnert. Wir bedanken uns für das Engagement aller beteiligten, die dafür sorgen, dass die unschuldigen Opfer des Nationalsozialismus nicht vergessen werden.

Die ausführliche Biografische Darstellung wird bald unter stolpersteine-berlin.de verfügbar sein.

Ein Frauentag im Jahr reicht nicht

Debatte um den §219a

Der 45. deutsche Ärztetag stellte 1926 fest, dass die Zahl der jährlichen Abtreibungen in Deutschland auf 500.000 bis 800.000 geschätzt wird, darunter etwa 10.000 Todesfälle. Diese Fälle geschahen, bedingt durch Paragraph 218 des Reichsstrafgesetzbuchs, in der Illegalität. Der Schriftsteller und Arzt Friedrich Wolf schrieb zum Thema das Stück „Cyankali, das das erfolgreichste deutschsprachige Schauspiel der Spielzeit 1929/30 war. 1972 beschloss die DDR-Volkskammer das Gesetz "über die Unterbrechung der Schwangerschaft". Erstmals durften Frauen in den ersten zwölf Wochen nun selbst über einen Abbruch entscheiden. In der BRD konnten Frauen vier Jahre später unter bestimmten Voraussetzungen straffrei abtreiben. Das war ein großer Erfolg der Frauenbewegung. Können sich junge Frauen darauf verlassen, dass dieser Erfolg Bestand hat? Nein. Wir erleben einen Angriff von sogenannten Lebensschützern, unterstützt von CDU und CSU, die nichts unversucht lassen, um das Selbstbestimmungsrecht von Frauen einzuschränken. Der Paragraph 219a des Strafgesetzbuches verbietet die „Werbung für den Schwangerschaftsabbruch“. Die Ärztin Kristina Hänel wurde zu einer Geldstrafe von 6000 Euro verurteilt, weil sie auf ihrer Internetseite darüber informierte, dass sie Schwangerschaftsabbrüche vornimmt. Das ist absurd!

DIE LINKE fordert die Abschaffung des 219a. CDU/CSU und SPD wollten von einer Streichung nichts wissen. Sie wollen, dass nicht die Ärzte informieren dürfen, sondern nur anerkannte Beratungsstellen. Was soll dieses Misstrauen gegen Ärzte? Doch die Beratung ist nur ein Problem, schlimmer ist, dass die Zahl der Praxen und Kliniken, die Abbrüche durchführen, nach Berechnung des Statistischen Bundesamtes seit 2003 um 40 Prozent gesunken sind. So gibt es in Trier - einer Stadt mit 115.000 Einwohnern - keinen einzigen Arzt, der Schwangerschaftsabbrüche durchführt. Dem Druck von fanatischen Lebensschützern wollen sich immer weniger Ärzte aussetzen. Unterstützt werden diese Fundamentalisten vom Bundesgesundheitsminister Herr Spahn, der eine 5-Mio.-Euro-Studie durchführen lassen will, in der die Auswirkungen von Abtreibungen auf die Psyche untersucht werden sollen. Abgesehen davon, dass es dazu bereits viele Studien gibt, soll der Eindruck vermittelt werden, dass Frauen sich unzureichend mit den Folgen von Abtreibung beschäftigen.

Der gleiche Minister tut nichts gegen die massenhafte Schließung von Geburtskliniken. Seit 1991 sind in Deutschland 40 Prozent aller Geburtsstationen geschlossen worden. Die Zahl der Geburten ging im gleichen Zeitraum aber nur um elf Prozent zurück. Das ist Politik gegen Frauen!

Wenn ich gefragt werde, ob der Frauentag eigentlich noch ein Kampftag sein muss, dann erinnere ich an Friedrich Wolf, der für seine Forderung nach einem Abtreibungsrecht vor 87 Jahren eingesperrt wurde. Ein Kampftag im Jahr reicht offensichtlich nicht aus, um die erkämpften Rechte der Frauen zu sichern.

 

 

  

    

 

Bonner Parteitag 2019 – Europaparteitag

Die 2. Tagung des 6. Parteitages der Partei DIE LINKE fand am 22. und 23. Februar 2019 in Bonn statt. Der Parteitag hat das Europawahlprogramm beraten und beschossen. Am 23. und 24. Februar 2019 wählten die Vertreterinnen- und Vertreterversammlung die Liste der Kandidatinnen und Kandidaten der LINKEN für die Europawahl. die-linke.de

Wir brauchen keine weiteren Schlösser und Festungen in der Stadt!

Berliner Zeitung, 22.02.2019: Die geplante Erweiterung des Bundeskanzleramts im Parlaments- und Regierungsviertel kommt die Steuerzahler teuer zu stehen. Pro Quadratmeter Nutzfläche soll der Bürobau 17 968 Euro kosten – und damit teurer werden als der aktuelle Dienstsitz des deutschen Regierungsoberhaupts. Sogar das neue Stadtschloss wird – bezogen auf den Quadratmeterpreis – nicht annähernd so teuer wie die Erweiterung der Regierungszentrale.

Das geht aus einem Bericht des Bundeskanzleramts hervor, den die Berliner Bundestagsabgeordnete Die Linken-Abgeordnete Gesine Lötzsch (Linke) angefordert hat. Der Bericht liegt der Berliner Zeitung vor. Lötzsch übt Kritik: „Es sollte ein Erweiterungsbau des Bundeskanzleramtes werden, doch die Kosten lassen vermuten, dass es ein zweites Schloss werden wird“, sagt sie. „Diese Planungen zeigen deutlich, wie weit sich die Regierenden schon vom Volk entfernt haben“, so Lötzsch. „Wir brauchen keine weiteren Schlösser und Festungen in Berlin.“ Weiterlesen....

Red Hand Day

Red Hand Day - internationaler Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten. Eine Aktion der Kinderkommission des Bundestages. Unserer Forderung: Keine Werbung für die Bundeswehr in den Schulen. Keine Minderjährigen in die Bundeswehr. Frieden für alle.

Bürgerdialog in 4 Gängen

Bürgerdialog in 4 Gängen. Auftakt zu den Stadtteildialogen Nord in der Keizspinne. Jede Menge los. Mit Sebastian Schlüsselburg (MdA), dem Bezirksbürgermeister Michael Grunst, Kerstin Zimmer und Norman Wolf.

Fontane kam auch nach Malchow

Kirchenruine auf dem Friedhof Malchow
Alexander Bandilla liest Fontane

Alle 15 Jahre brennt ein großes Theater ab – das las der Schauspieler Alexander Bandilla vor der stimmungsvoll beleuchteten Kirchenruine auf dem Friedhof Malchow vor. Fontane tröstete sich mit dieser Erkenntnis, nachdem ihn der Lehrer in Malchow äußerst unfreundlich hatte abblitzen lassen. Im Umkehrschluss heißt das ja, dass 15 Jahre eben kein Theater abbrennt. Und wie zur Bestätigung fand Fontane dann auch äußerst freundliche Aufnahme im Pfarrhaus von Malchow. Das ist alles nachzulesen in den Wanderungen durch die Mark Brandenburg – Kapitel 302 – Malchow – Eine Weihnachtswanderung. Mir war gar nicht erinnerlich, wie heiter diese Beschreibungen doch sind. Also unbedingt mal wieder zum Buch greifen.

Anlass für Lesung und anschließende gemeinsame Expedition in die Geschichte waren zwei Jubiläen. Vor 675 Jahren wurde das Dorf Malchow erstmals urkundlich erwähnt und vor 10 Jahren wurde der Bürgerverein „Wir für Malchow e.V.“ gegründet.

Mit Albrecht Hoffmann, ehemaliger Pfarrer von Malchow, und Prof. Jürgen Homann, Historiker und seit vielen Jahren engagierter Kommunalpolitiker der LINKEN, war garantiert, dass alle mit vielen neuen Kenntnissen, Erkenntnissen und heiteren Geschichten Malchow verlassen würden – nach Hause, nicht gen Berlin. Denn Malchow gehört zu Lichtenberg und Berlin – darauf legt der Vorsitzende des Fördervereins, Karsten Günther großen Wert. Zu Recht! Danke für die Einladung und vor allem großer Dank für die ehrenamtliche Arbeit.

Die neue infolinks ist da und wir haben sie heute Früh an verschiedenen S-Bahnhöfen des Bezirks an die Frau und den Mann gebracht. Wer keine Druckausgabe bekommen hat, kann die Ausgabe auch online nachlesen. 

 Titel: Dass ihr mir niemanden abweist

• Marktschwärmerei in Lichtenberg (Seite 2)

• Wölfe, Wildschweine und Menschen (Seite 3)

• Beate wird 80 (Seite 4)

Vorgestellt: Tom Knuf

Mein Name ist Tom Knuf. Ich bin 23 Jahre alt, komme ursprünglich aus Kassel und studiere momentan Politikwissenschaft an der Universität Bremen. Für mich war es schon immer ein großes Anliegen mich politisch einzubringen und sich für eine gerechtere Gesellschaft einzusetzen. Schon seit meiner Schulzeit setze ich mich für eine bessere Bildungspolitik ein und wünsche mir eine Klimapolitik, die auch kommenden Generationen ermöglicht, ein gutes Leben zu führen. Ich finde es besonders wichtig, dass sich DIE LINKE für bessere Bildung, Geschlechtergerechtigkeit und eine gerechtere Verteilung von Einkommen einsetzt. In meinem Praktikum bin ich  interessiert, wie diese Ziele im parlamentarischen Alltag umgesetzt werden und möchte die Abläufe hinter den Kulissen verstehen. Ich freue mich sehr, für die nächsten 2 Monate die Möglichkeit zu haben, die Arbeit im Bundestagsbüro kennenzulernen und zu unterstützen.

Beate und Serge Klarsfeld zu Besuch

Serge und Beate Klarsfeld berichteten von einer Ausstellung des Auschwitz-Überlebenden David Olère, der mit 70 Zeichnungen dokumentierte, was in den Krematorien geschah. Es wäre gut, wenn die Ausstellung auch im Deutschland gezeigt werden könnte. Zu diesem Anlass traf ich Beate und Serge Klarsfeld heute im Bundestag, zusammen mit meinem Kollegn Jan Korte.

Einige waren Nachbarn

Seit 1996 erinnert der Deutsche Bundestag jährlich an die Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee. Heute hatte sich der 1932 geborene Saul Friedländer entschlossen der Einladung des Bundestages zu folgen und die Festrede zu halten. Ja, er habe gezögert, ob es gut und richtig sei und ob sein Deutsch, das er Jahrzehnte nicht gesprochen hatte, ausreiche. Ich glaube, fast alle Mitglieder des Bundestages waren dankbar und ergriffen. Er schilderte zum einen seine persönliche Lebensgeschichte und wies zum anderen aber auch anhand historischer Dokumente nach, wie früh die Deutschen von den Kriegsverbrechen und der systematischen Vernichtung der Juden gewusst haben. Musikalisch wurde die Gedenkstunde vom 1999 in Prag gegründeten Bennewitz-Quartett begleitet. Dieses Streichquartett hat es sich zur Aufgabe gemacht, Musik von Komponisten, die von den Nazis verfemt wurden, zu spielen, diesmal von Erwin Schulhoff und Viktor Ullmann. Nach der Feierstunde wurde im Paul-Löbe-Haus eine Ausstellung des United States Memorial Museum eröffnet. Einige waren Nachbarn: Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand während des Holocaust. Besonders gefreut hat mich, dass das Engagement meiner Kollegin Petra Pau für diese Ausstellung öffentlich gewürdigt wurde. Wie in jedem Jahr konnte unsere Fraktion auch wieder Gäste einladen. Ich habe mich gefreut, dass unserer Einladung unter anderem die Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora, Günter Knebel vom Bundesverband Opfer der NS-Mitlitärjustiz und Jörg Morre, Direktor des Deutsch-Russischen Museums Karlshorst gefolgt sind. Weitere Infos

 

Weg mit §218 und §219a

Am Samstag demonstrierten hunderte Menschen am Rosa-Luxemburg-Platz für die Abschaffung der Paragrafen 218 und 219a - für eine Entkriminalisierung von Ärzt*innen, die Informationen zu Abtreibungen auf ihrer Website veröffentlichen. Außerdem forderte das Bündnis endlich Selbstbestimmung: "my body, my choice, raise your voice" wurde von allen Seiten gerufen. Frauenärzt*innen erhalten horende Strafen dafür, dass sie auf ihren Internetseiten Informationen über mögliche Schwangerschaftsabbrüche zur Verfügung stellen. Frauen haben durch den §219a Schwierigkeiten sich über einen solchen Vorgang zu informieren - Hemmschwellen werden nur noch höher, obwohl es ein sensibles und emotionales Thema ist. Deswegen fordert DIE LINKE. im Bundestag die Abschaffung des §219a und gerne auch gleich §218 mit. Für DIE LINKE. sprach am Samstag Katja Kipping. 

100 Jahre Karl Liebknecht im Elstal

Karl Liebknecht wurde am 15. Januar 1919 ermordet und seine Leiche in den Landwehrkanal geworfen. Seit Freitag informieren 30 Ausstellungstafeln über das Leben und Wirken von Karl Liebknecht - im Elstal. Der Historiker und Kommunalpolitiker Tobias Bank kuratierte die Ausstellung: "Elstal, besser Wustermark, gehörte 1919 zu Karl Liebknechts Wahlkreis. Deswegen finde ich es wichtig, dass auch in Brandenburg an sein Lebenswerk erinnert wird.", so Tobias. 

Die Ausstellung ist noch bis Ende Februar im Begegnungszentrum Elstal, am Karl-Liebknecht-Platz 2e, zu besichtigen. 

Nicht vergessen: Die Opfer der Januarkämpfe

Anfang Januar 1919 wurde der Berliner Polizeipräsident Emil Eichhorn, Mitglied der USPD, vom preußischen Innenminister seines Amtes enthoben. Dies löste Massenproteste und Streiks aus. Die Auseinandersetzungen steigerten sich zu bewaffneten Kämpfen, die von Regierungstruppen niedergeschlagen wurden. Prof. Jürgen Hofmann, Historiker und Mitglied unserer BVV-Fraktion hatte die Idee, auf dem Friedhof der Sozialisten eine temporäre Installation für Opfer der Januarkämpfe einzurichten. Heute, am 25.1. 2019, also genau 100 Jahre nachdem die Opfer hier zu Grabe getragen wurden, unter ihnen auch Karl-Liebknecht (für Rosa-Luxemburg, die ebenfalls von Mitgliedern eines Freikorps ermordet wurde, konnte zu diesem Zeitpunkt nur ein leerer Sarg mitgeführt werden, da ihr Leichnam noch verschollen war), fand eine Gedenkstunde statt. Insgesamt 32 Opfer wurden hier bestattet, darunter u.a. ein zehnjähriger Junge, der durch einen Kopfschuss umkam, eine 22-Jährige, die wie es hieß einer verirrten Kugel zum Opfer fiel und auch Jugendliche im Alter von 15, 16 und 17 Jahren. Die meisten Opfer waren übrigens von Beruf Handwerker, darunter Schlosser und Werkzeugmacher. Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht bildeten mit ihrer akademischen Ausbildung eine Ausnahme. Ein Besuch ist sehr zu empfehlen. Im Frühjahr wird hier ebenso eine Nachbildung des Revolutionsdenkmals aufgestellt. Das Revolutionsdenkmal wurde im Sommer 1926 feierlich eröffnet und im Januar 1935 von den Nazis zusammen mit den meisten umliegenden Grabsteinen zerstört. Zuvor gedachten wir im Rathaus Lichtenberg der von den Nazis verfolgten Bezirks- und Stadtverordneten. Mehrere Inhaftierte überlebten die Haft nicht.

Frauen, kämpft!

Neujahrsempfang der Einstein Stiftung Berlin. Gleichzeitig war es der 10. Geburtstag der Stiftung, die von SPD und LINKE gemeinsam ins Leben gerufen wurde. Exzellente Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus aller Welt werden gewonnen und gefördert, um gemeinsam zu forschen und die Wissenschaftsstadt Berlin noch anziehender zu machen. Den diesjährigen Preis erhielt die Berliner Graduiertenschule für Integrative Onkologie, die an der Universitätsmedizin der Charité angesiedelt ist. www.bsio-cancerschool.de 
Auf dem Bild sind zwei Junge Wissenschaftlerinnen. Der Direktor Prof. Dr. Clemens A. Schmitt sowie Tobias Schulze aus der Linksfraktion des Berliner Abgeordnetenhauses zu sehen. Der Neujahrsempfang fand im traditionsreichen Meistersaal in der Köthener Straße statt.  Kleiner Wermutstropfen: Die Wissenschaft wird immer noch von den Männern dominiert. Frauen, kämpft! Mehr Infos www.einsteinfoundation.de

Neujahrsrempfang der Stadtmission

Kälte kann obdachlosen Menschen das Leben kosten. Die Berliner Stadtmission hilft dabei, genau das zu verhindern. Gestern fand der Neujahrsempfang statt, der das ehrenamtliche Engagement der vielen Helferinnen und Helfer in den Mittelpunkt rückte. Ein wichtiger Bestandteil der Hilfe sind Kältebusse. Im vergangenen Winter wurde z.B. ein Bus aus dem Fuhrpark des Senats zum Kältebus umfunktioniert.

Auf dem Foto: Stadtmissionsvorstände Martin Zwick und Joachim Lenz und Kollegin Kerstin Griese.

Würde Alexander von Humboldt heute twittern?

Neujahrsempfang der Alexander von Humboldt Stiftung. Der Präsident Prof. Hans-Christian Pape in seiner Rede: Humboldt war rastlos, er liebte das Abenteuer. Er ging uns Risiko und wagte Unvernünftiges. ....Wer würde ihn heute finanzieren? Es war wieder mal ein Abend, der gut für den Kopf war.Zur Humboldt-Stiftung mehr Infos hier.

Machen wir den nächsten Schritt!

Jocelyn B. Smith ermutigte zum gemeinsamen Singen
Die Schauspielerin Esther Schweins zitierte aus der Rede von Marie Juchacz

Einhundert Jahre Frauenwahlrecht. Auch der Bundestag würdigte das in einer Feierstunde.

Am Vorabend hatte die Präsidentin der Parlamentarischen Gesellschaft eingeladen – nur Frauen. Das stieß im Vorfeld – so wurde berichtet – auf Widerstand einiger Männer. Aber ich finde, Frauen müssen sich gegenseitig stärken und unterstützen. Auch Frauensolidarität will erlernt und eingeübt werden. Jocelyn B. Smith ermutigte zum gemeinsamen Singen und sagte: Ihr müsst auf Euer Herz hören und Euch unterstützen. Die Schauspielerin Esther Schweins zitierte aus der Rede von Marie Juchacz am 19. Februar 1919 vor der Nationalversammlung. Einhellige Meinung war: Vieles hätte man heute genauso sagen und fordern müssen.

Wie ist der Befund? Lediglich ein Drittel der Abgeordneten sind weiblich. Dabei sind mehr als die Hälfte der Bevölkerung Frauen. Die Festrednerinnen im Bundestag Rita Süssmuth von der CDU und Christine Bergmann forderten eindringlich, der Erreichte nicht für selbstverständlich zu halten, es zu verteidigen und auszubauen. Gut gefallen hat mir, dass Christine Bergmann, die selbst aus der DDR stammt, darauf hingewiesen hat, wie selbstverständlich dort die Erwerbstätigkeit der Frauen war und wie hoch ihr Anteil in technischen Berufen. Die Frauen waren ökonomisch unabhängig. Das stärkte sie in jeder Hinsicht.

Der Frauenanteil im französischen Parlament liegt bei 40 Prozent. Das muss für Deutschland Vorbild sein.  Der deutsche Frauenrat hat nun eine Kampagne gestartet, dass die Parteien dafür zu sorgen haben, dass Frauen und Männer je zur Hälfte die Parlamentsmandate innehaben. Ich finde: Es schadet – auch im Sinne der historischen Gerechtigkeit – nicht, wenn es mal mehr Frauen als Männer sind. Wichtig ist nur, dass die Frauen dann ihre Möglichkeiten auch nutzen. Macht – oder Einfluss -, den man nicht sinnvoll nutzt, verliert man schnell wieder. Frauenrechte sind Menschenrechte. Frauenrechte sind also gut für alle.

Potsdam - Stadt voller Widersprüche

Vor und in einem privaten Museum, dem Palais Barberini, wird Kunst aus der DDR gezeigt. Der Jahrhundertschritt von Mattheuer und ein Gemälde von Kippenberger. Staatliche Museen sind da- naja - zurückhaltender. Und: Das Zentrum wird zur Puppenstube bereinigt. Alles, was an die DDR-Moderne erinnert, ist schon abgerissen oder soll es noch werden. Stadtentwicklung als Klassenkampf von oben.

Schafft sichere Häfen!

 

Noch immer sind gerettete Menschen auf Schiffen im Mittelmeer und haben keine Möglichkeit an Land zu gehen. Es wird Zeit, dass sich das ändert. Die Seebrücke Berlin macht darauf aufmerksam! Berlin hat sich bereit erklärt die Menschen aufzunehmen. Nun muss das aktiv umgesetzt werden.

Silvester-Besuch

Ich danke allen Menschen, die heute für uns arbeiten, uns helfen oder gemeinsam mit uns und anderen feiern. Deshalb war ich auch heute wieder unterwegs, um den Straßenbahnfahrerinnen, der Polizei, in Krankenhäusern und bei der Feuerwehr danke zu sagen! Allen ein gesundes neues Jahr - aber vor allem ein friedliches und solidarisches 2019.