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Mein Name ist David Flecken. Ich bin 15 Jahre alt. Ich komme aus Siemensstadt/Spandau. Ich gehe in die 9. Klasse auf die Schule an der Jungfernheide, und das Fach Politik hat mein Interesse geweckt. Im 2.Halbjahr musste ich mir einen Praktikumsplatz suchen und habe mich dazu entschieden ein Praktikum bei den Linken im Bundestag zu machen. Der Grund ist einfach: ich möchte gerne wissen, wie es ist  für eine Partei im Bundestag zu arbeiten, welche Aufgaben man bekommt und was man wissen sollte um hier anzufangen. Und noch vieles mehr. Die Fragen werden hoffentlich während meines dreiwöchigen Praktikums beantwortet. Es ist für mich eine Ehre einen Einblick in den Alltag der Linken zu bekommen und hoffe auf eine gute Zusammenarbeit in diesen drei Wochen.   

Tom

Solidarität global

Am Dienstagmorgen war Gesine zu Besuch beim Solidaritätsdienst International e.V., dessen Geschäftsstelle sich in Lichtenberg befindet. Der Solidaritätsdienst wurde im Jahr 1990 gegründet und schloss an die Arbeit des Solidaritätkomitees der DDR an. Ein zentrales Ziel von SODI ist es, Menschen in benachteiligten Regionen Selbsthilfe zu ermöglichen. Dabei gibt es zahlreiche Kooperationen mit zivilgesellschaftlichen Initiativen und Organisationen. SODI fördert beispielsweise Länderübergreifende Projekte im südlichen Afrika und in Ländern wie dem Kosovo, Albanien und Serbien im Balkan. Doch auch in Deutschland gibt es viele Projekte, die von SODI ins Leben gerufen wurden. Da wäre zum Beispiel die TV-Werkstatt, die jungen Erwachsenen ermöglicht, sich kritisch mit Medienarbeit auseinanderzusetzen, Inhalte zu erarbeiten und entwicklungspolitische Themen stärker in die Öffentlichkeit zu bringen. Auch mit Schulen gibt es eine regelmäßige Zusammenarbeit. Gerade Bildungsarbeit ist wichtig, um zu zeigen, wie die wirtschaftliche Situation von armen und reichen Ländern in einer globalisierten zusammenhängt und um Veränderungsprozesse für ein solidarisches und gerechtes Handeln anzustoßen. Finanziert wird SODI zum einen durch Gelder vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie von zahlreichen privaten Spenderinnen und Spendern. Gerade in Zeiten, in denen rechte Bewegungen immer mehr Zulauf finden, ist es umso wichtiger zu zeigen, dass unsere Solidarität auch Menschen in benachteiligten Ländern gilt und dass nur durch eine nachhaltige internationale Entwicklungszusammenarbeit eine effektive Bekämpfung von Fluchtursachen erfolgen kann. Wir bedanken uns beim Solidaritätsdienst International e.V. und wünschen ihnen alles Gute für die weitere Arbeit.

Christian

Afrikanischer Wels und Bananen aus Lichtenberg

Mitten in Lichtenberg, im Landschaftspark Herzberge, befindet sich seit 2017 die größte gläserne Stadtfarm Europas. Heute trafen wir uns mit der Geschäftsführerin Anne-Kathrin Kuhlemann und ließen uns durch die Gewächshäuser führen, in denen Salat, Kräuter, Tomaten, Gurken und, man glaubt es kaum, auch Bananen und Maracuja angebaut werden. Auch verarbeitete Produkte wie Honig von lokalen Bienenstöcken findet man hier. Die Stadtfarm ist unter der Woche täglich geöffnet, am Freitag und Samstag wird zudem frischer Fisch angeboten, der ebenfalls vor Ort gezüchtet wird. Das Besondere daran: der Fisch ist in einer AquaTerraPonik-Anlage in den Kreislauf der gesamten Farm integriert. Die Ausscheidungen der Fische werden durch Bakterien und Regenwürmer zersetzt und dienen als Nährstoffe für die Pflanzen, die in der Stadtfarm angebaut werden. Somit ist die Stadtfarm ein Modellprojekt für eine nachhaltige urbane Landwirtschaft.

Spende für Sri Lanka

Auch in diesem Jahr habe ich die Arbeit von Herrn Ziesemer mit einer Spende von 100€ unterstützt. Er setzt sich für Kinder in Sri Lanka ein und unterstützt Schulen mit Material.

Vielen Dank für das langjährige Engagement und weiterhin viel Spaß, Erfolg und Tatendrang.

Tom

Geld für krebskranke Kinder

Am Freitagvormittag besuchte Gesine den Verein Kinderhilfe e.V. um eine Spende von 500€  im Namen der Bundestagsfraktion zu überreichen. Der Verein setzt sich seit 1983 für Kinder mit Krebs oder anderen schweren Erkrankungen ein und hat es sich zum Ziel gesetzt, erkrankte Kinder in ihrem Leben zu unterstützen. So gibt es beispielsweise umfangreiche Beratungs- und Informationsangebote für Betroffene, finanzielle Unterstützung für Therapiemaßnahmen, die von der Krankenversicherung nicht abgedeckt werden und Betreuungsangebote für die Kinder und Jugendlichen. Ein wichtiges Ziel dabei ist, die Arbeit nicht nur auf die betroffenen Kinder zu beschränken, sondern besonders auch die Familien zu stärken und zu entlasten, für die die meist sehr überraschende Diagnose ihrer Kinder einen heftigen Einschnitt in ihr Leben bedeutet. Auch für die Geschwister, die von der Situation mitgenommen sind und aufgrund der Erkrankung ihrer Geschwister weniger Aufmerksamkeit erhalten, gibt es zahlreiche Angebote. So bietet der Geschwistertreff „Und ICH?!“ die Möglichkeit, sich regelmäßig mit Gleichaltrigen in einer ähnlichen Situation auszutauschen, Kraft zu schöpfen und selbst mal wieder im Mittelpunkt zu stehen. Mit der Spende möchte die Bundestagsfraktion DIE LINKE die Arbeit der Kinderhilfe unterstützen und insbesondere das regelmäßige gemeinsame Frühstück von Kindern und Eltern ermöglichen, welches für die Kinder stets ein Highlight am Morgen vor Therapiebeginn ist und den Eltern die Möglichkeit gibt, sich auszutauschen und Unterstützung zu erhalten. Darüber hinaus hat Gesine die Geschwistergruppe bei dieser Gelegenheit herzlich eingeladen, sie bei einem ihrer Ausflüge besuchen zu kommen und sie durch den Bundestag zu führen. Wir bedanken uns beim Verein Kinderhilfe e.V. für die unermüdliche und kostbare Arbeit und hoffen, mit dieser Spende einen  Beitrag zur Unterstützung der Kinder zu leisten. 

Tom

Ab ins Grüne

Zu Besuch im Umwelt

Am Donnerstag war Gesine zu Gast beim Umweltbüro Lichtenberg. Das Büro ist der zentrale Anlaufpunkt für alle Bürgerinnen und Bürger Lichtenbergs, die sich zu Themen der Umwelt und Artenvielfalt rund um Lichtenberg informieren wollen und bietet darüber hinaus eine Vielzahl verschiedener Natur- und Umweltaktivitäten an. So gibt es mittlerweile eine vielseitige Sammlung verschiedener Wanderkarten, die die Möglichkeit bieten, Lichtenberg und Umgebung aus einer ganz neuen Perspektive zu entdecken. Auf der Website des Umweltbüros findet man außerdem das Onlinemagazin „UmweltBewusst“ mit spannenden Artikeln zu aktuellen Themen. Jährlich erscheint überdies auch der Jahreskalender zum Thema Umwelt in Lichtenberg, der seine diesjährige Ausgabe dem Schmetterling widmet. Nachdem sich der Kalender 2017 mit den Alleen in Lichtenberg beschäftigte, entstand der Wunsch, diese Begrünung, die als Biotop auch für viele Tiere eine hohe Bedeutung haben, im Stadtbereich stärker zu schützen. So versucht das Umweltbüro momentan, erste Alleen nach Berliner Recht als geschützte Landschaftsbestandteile auszuweisen und damit zu ermöglichen, dass diese auch in Zukunft dem Lichtenberger Stadtbild erhalten bleiben. Im Interesse aller Lichtenbergerinnen und Lichtenberger ist es uns ein großes Anliegen, Umwelt und Natur in und um das Stadtgebiet zu erhalten und sichtbar zu machen. Es freut uns, dass das Umweltbüro Lichtenberg so zahlreiche Führungen und Informationsangebote zur Verfügung stellt und bedanken uns für die Arbeit, diese Angebote auch in Zukunft zu erhalten und sich für Natur und Umwelt in Lichtenberg stark zu machen

jung&kritisch: USA mehr als Trump!

Zeit für jung&kritisch: ZU Gast war Ines Schwerdtner zum Thema USA. Sie ist Chefredakteurin des Schwestermagazin vom Jacobin und Politikwissenschaftlerin. Bei gemütlicher Kneipenatmosphäre sprachen Gesine und Ines über die erneute Kandidatur von Bernie Sanders, demokratische Sozialist*innen in den USA und soziale Bewegungen, wie Black Lives Matters oder Womens March aber auch über Occupy Wallstreet. Denn seit Trump Präsident der USA ist, hat sich vieles verändert - mehr Frauen stellen sich auf demokratischer Seite zur Wahl, das Wort socialist ist wieder salonfähig geworden und viele Demonstrationen mit über 1000 Menschen finden allerorts statt. Doch auch schon zur Präsidentschaft Obamas gingen viele Menschen auf die Straße und über diese Phänomene und Entwicklungen sprachen die beiden Frauen in der Kneipe Zum alten Rathaus im Kaskelkiez. Im Anschluss konnte und wurde noch heftig über die nächsten Wahlen und deren Ausgang diskutiert. Auch wenn es noch eine Weile hin ist, bis der/die nächste Präsident*in der USA gewählt wird, wir bleiben gespannt!

 

Anika

George-Orwell-Schule wird bunt

Im November besuchte Irmela Mensah-Schramm, eine engagierte und couragierte Frau, die George-Orwell-Schule in Lichtenberg. Dort zeigte sie über mehrere Wochen ihre Ausstellung "mit bunten Farben gegen Hassbotschaften" und führte Workshops in den 9. und 10. Klassen durch. Dabei sind viele Bilder für Toleranz und eine weltoffene Gesellschaft entstanden - die nun auch aufgehangen werden können. Gesine überreichte am frühen Morgen 20 Bilderrahmen. Eine schnelle und unkomplizierte Unterstützung der Schule. 
Außerdem konnten die Schulleiterin und der betreuende Lehrer Sorgen und Probleme an Gesine herantragen und Informationen zum Digitalpakt erhalten. Danke für den täglichen Einsatz an den Schulen!

 

Zu Besuch im Deutschen Bundestag

Das Büro im Bundestag bietet jeder Klasse die Gelegenheit Gesine zu besuchen und die Arbeit einer Abgeordneten kennenzulernen, Fragen zu stellen und die Häuser des großen Parlamentes zu besichtigen. Dienstag und Donnerstag besuchten 4. Klassen der Bürgermeister-Ziethen-Grundschule den Bundestag. Vielen Dank für die vielen Fragen und die tolle Erfahrung. Wer an einem solchen Besuch interessiert ist, kann sich gerne jederzeit im Büro melden. 

Familie Leyser erhält Denkmal - Stolpersteine erinnern

Am Donnerstag den 21. Februar wurden vor der Konrad-Wolf-Straße 114 zwei Stolpersteine für das Ehepaar Ellen und Fritz Leyser verlegt. Verlegt wurden die Steine von Gunter Demnig, der 1992 das Stolperstein-Projekt begründet hat, welches mittlerweile schon an über 70.000 ermordete Jüdinnen und Juden erinnert. Musikalisch begleitet wurde die Zeremonie durch das Orchester des Barnim Gymnasiums. Nach einer Rede von Dagmar Poetsch berichteten zwei der Schüler*innen, welche der Biografie des Ehepaars Leyser nachgegangen waren, über das Leben der beiden Hohenschönhausener. Ellen Leyer arbeitete als Dentistin und leitete die zu ihrer Zeit einzige zahnärztliche Praxis in Hohenschönhausen, bis ihr 1938 die Zulassung entzogen wurde. Ihr Ehemann Fritz Leyser arbeitete den Akten zufolge als Kaufmann, wobei seine genaue Tätigkeit nicht überliefert ist. Im Jahre 1940 musste das Ehepaar ihre Wohnung räumen und bei einer Bekannten, Magarte Haym, unterkommen. Im Jahr 1942 kamen sie schließlich in die Sammelstelle in der Großen Hamburger Straße 26 und wurden nur sechs Tage später nach Auschwitz deportiert und ermordet. Nun gibt es zwei Stolpersteine, die an das Leben der beiden im Zentrum Hohenschönhausens erinnert. Wir bedanken uns für das Engagement aller beteiligten, die dafür sorgen, dass die unschuldigen Opfer des Nationalsozialismus nicht vergessen werden.

Die ausführliche Biografische Darstellung wird bald unter stolpersteine-berlin.de verfügbar sein.

Ein Frauentag im Jahr reicht nicht

Debatte um den §219a

Der 45. deutsche Ärztetag stellte 1926 fest, dass die Zahl der jährlichen Abtreibungen in Deutschland auf 500.000 bis 800.000 geschätzt wird, darunter etwa 10.000 Todesfälle. Diese Fälle geschahen, bedingt durch Paragraph 218 des Reichsstrafgesetzbuchs, in der Illegalität. Der Schriftsteller und Arzt Friedrich Wolf schrieb zum Thema das Stück „Cyankali, das das erfolgreichste deutschsprachige Schauspiel der Spielzeit 1929/30 war. 1972 beschloss die DDR-Volkskammer das Gesetz "über die Unterbrechung der Schwangerschaft". Erstmals durften Frauen in den ersten zwölf Wochen nun selbst über einen Abbruch entscheiden. In der BRD konnten Frauen vier Jahre später unter bestimmten Voraussetzungen straffrei abtreiben. Das war ein großer Erfolg der Frauenbewegung. Können sich junge Frauen darauf verlassen, dass dieser Erfolg Bestand hat? Nein. Wir erleben einen Angriff von sogenannten Lebensschützern, unterstützt von CDU und CSU, die nichts unversucht lassen, um das Selbstbestimmungsrecht von Frauen einzuschränken. Der Paragraph 219a des Strafgesetzbuches verbietet die „Werbung für den Schwangerschaftsabbruch“. Die Ärztin Kristina Hänel wurde zu einer Geldstrafe von 6000 Euro verurteilt, weil sie auf ihrer Internetseite darüber informierte, dass sie Schwangerschaftsabbrüche vornimmt. Das ist absurd!

DIE LINKE fordert die Abschaffung des 219a. CDU/CSU und SPD wollten von einer Streichung nichts wissen. Sie wollen, dass nicht die Ärzte informieren dürfen, sondern nur anerkannte Beratungsstellen. Was soll dieses Misstrauen gegen Ärzte? Doch die Beratung ist nur ein Problem, schlimmer ist, dass die Zahl der Praxen und Kliniken, die Abbrüche durchführen, nach Berechnung des Statistischen Bundesamtes seit 2003 um 40 Prozent gesunken sind. So gibt es in Trier - einer Stadt mit 115.000 Einwohnern - keinen einzigen Arzt, der Schwangerschaftsabbrüche durchführt. Dem Druck von fanatischen Lebensschützern wollen sich immer weniger Ärzte aussetzen. Unterstützt werden diese Fundamentalisten vom Bundesgesundheitsminister Herr Spahn, der eine 5-Mio.-Euro-Studie durchführen lassen will, in der die Auswirkungen von Abtreibungen auf die Psyche untersucht werden sollen. Abgesehen davon, dass es dazu bereits viele Studien gibt, soll der Eindruck vermittelt werden, dass Frauen sich unzureichend mit den Folgen von Abtreibung beschäftigen.

Der gleiche Minister tut nichts gegen die massenhafte Schließung von Geburtskliniken. Seit 1991 sind in Deutschland 40 Prozent aller Geburtsstationen geschlossen worden. Die Zahl der Geburten ging im gleichen Zeitraum aber nur um elf Prozent zurück. Das ist Politik gegen Frauen!

Wenn ich gefragt werde, ob der Frauentag eigentlich noch ein Kampftag sein muss, dann erinnere ich an Friedrich Wolf, der für seine Forderung nach einem Abtreibungsrecht vor 87 Jahren eingesperrt wurde. Ein Kampftag im Jahr reicht offensichtlich nicht aus, um die erkämpften Rechte der Frauen zu sichern.

 

 

  

    

 

Bonner Parteitag 2019 – Europaparteitag

Die 2. Tagung des 6. Parteitages der Partei DIE LINKE fand am 22. und 23. Februar 2019 in Bonn statt. Der Parteitag hat das Europawahlprogramm beraten und beschossen. Am 23. und 24. Februar 2019 wählten die Vertreterinnen- und Vertreterversammlung die Liste der Kandidatinnen und Kandidaten der LINKEN für die Europawahl. die-linke.de

Wir brauchen keine weiteren Schlösser und Festungen in der Stadt!

Berliner Zeitung, 22.02.2019: Die geplante Erweiterung des Bundeskanzleramts im Parlaments- und Regierungsviertel kommt die Steuerzahler teuer zu stehen. Pro Quadratmeter Nutzfläche soll der Bürobau 17 968 Euro kosten – und damit teurer werden als der aktuelle Dienstsitz des deutschen Regierungsoberhaupts. Sogar das neue Stadtschloss wird – bezogen auf den Quadratmeterpreis – nicht annähernd so teuer wie die Erweiterung der Regierungszentrale.

Das geht aus einem Bericht des Bundeskanzleramts hervor, den die Berliner Bundestagsabgeordnete Die Linken-Abgeordnete Gesine Lötzsch (Linke) angefordert hat. Der Bericht liegt der Berliner Zeitung vor. Lötzsch übt Kritik: „Es sollte ein Erweiterungsbau des Bundeskanzleramtes werden, doch die Kosten lassen vermuten, dass es ein zweites Schloss werden wird“, sagt sie. „Diese Planungen zeigen deutlich, wie weit sich die Regierenden schon vom Volk entfernt haben“, so Lötzsch. „Wir brauchen keine weiteren Schlösser und Festungen in Berlin.“ Weiterlesen....

Red Hand Day

Red Hand Day - internationaler Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten. Eine Aktion der Kinderkommission des Bundestages. Unserer Forderung: Keine Werbung für die Bundeswehr in den Schulen. Keine Minderjährigen in die Bundeswehr. Frieden für alle.

Bürgerdialog in 4 Gängen

Bürgerdialog in 4 Gängen. Auftakt zu den Stadtteildialogen Nord in der Keizspinne. Jede Menge los. Mit Sebastian Schlüsselburg (MdA), dem Bezirksbürgermeister Michael Grunst, Kerstin Zimmer und Norman Wolf.

Fontane kam auch nach Malchow

Kirchenruine auf dem Friedhof Malchow
Alexander Bandilla liest Fontane

Alle 15 Jahre brennt ein großes Theater ab – das las der Schauspieler Alexander Bandilla vor der stimmungsvoll beleuchteten Kirchenruine auf dem Friedhof Malchow vor. Fontane tröstete sich mit dieser Erkenntnis, nachdem ihn der Lehrer in Malchow äußerst unfreundlich hatte abblitzen lassen. Im Umkehrschluss heißt das ja, dass 15 Jahre eben kein Theater abbrennt. Und wie zur Bestätigung fand Fontane dann auch äußerst freundliche Aufnahme im Pfarrhaus von Malchow. Das ist alles nachzulesen in den Wanderungen durch die Mark Brandenburg – Kapitel 302 – Malchow – Eine Weihnachtswanderung. Mir war gar nicht erinnerlich, wie heiter diese Beschreibungen doch sind. Also unbedingt mal wieder zum Buch greifen.

Anlass für Lesung und anschließende gemeinsame Expedition in die Geschichte waren zwei Jubiläen. Vor 675 Jahren wurde das Dorf Malchow erstmals urkundlich erwähnt und vor 10 Jahren wurde der Bürgerverein „Wir für Malchow e.V.“ gegründet.

Mit Albrecht Hoffmann, ehemaliger Pfarrer von Malchow, und Prof. Jürgen Homann, Historiker und seit vielen Jahren engagierter Kommunalpolitiker der LINKEN, war garantiert, dass alle mit vielen neuen Kenntnissen, Erkenntnissen und heiteren Geschichten Malchow verlassen würden – nach Hause, nicht gen Berlin. Denn Malchow gehört zu Lichtenberg und Berlin – darauf legt der Vorsitzende des Fördervereins, Karsten Günther großen Wert. Zu Recht! Danke für die Einladung und vor allem großer Dank für die ehrenamtliche Arbeit.

Die neue infolinks ist da und wir haben sie heute Früh an verschiedenen S-Bahnhöfen des Bezirks an die Frau und den Mann gebracht. Wer keine Druckausgabe bekommen hat, kann die Ausgabe auch online nachlesen. 

 Titel: Dass ihr mir niemanden abweist

• Marktschwärmerei in Lichtenberg (Seite 2)

• Wölfe, Wildschweine und Menschen (Seite 3)

• Beate wird 80 (Seite 4)

Vorgestellt: Tom Knuf

Mein Name ist Tom Knuf. Ich bin 23 Jahre alt, komme ursprünglich aus Kassel und studiere momentan Politikwissenschaft an der Universität Bremen. Für mich war es schon immer ein großes Anliegen mich politisch einzubringen und sich für eine gerechtere Gesellschaft einzusetzen. Schon seit meiner Schulzeit setze ich mich für eine bessere Bildungspolitik ein und wünsche mir eine Klimapolitik, die auch kommenden Generationen ermöglicht, ein gutes Leben zu führen. Ich finde es besonders wichtig, dass sich DIE LINKE für bessere Bildung, Geschlechtergerechtigkeit und eine gerechtere Verteilung von Einkommen einsetzt. In meinem Praktikum bin ich  interessiert, wie diese Ziele im parlamentarischen Alltag umgesetzt werden und möchte die Abläufe hinter den Kulissen verstehen. Ich freue mich sehr, für die nächsten 2 Monate die Möglichkeit zu haben, die Arbeit im Bundestagsbüro kennenzulernen und zu unterstützen.

Beate und Serge Klarsfeld zu Besuch

Serge und Beate Klarsfeld berichteten von einer Ausstellung des Auschwitz-Überlebenden David Olère, der mit 70 Zeichnungen dokumentierte, was in den Krematorien geschah. Es wäre gut, wenn die Ausstellung auch im Deutschland gezeigt werden könnte. Zu diesem Anlass traf ich Beate und Serge Klarsfeld heute im Bundestag, zusammen mit meinem Kollegn Jan Korte.

Einige waren Nachbarn

Seit 1996 erinnert der Deutsche Bundestag jährlich an die Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee. Heute hatte sich der 1932 geborene Saul Friedländer entschlossen der Einladung des Bundestages zu folgen und die Festrede zu halten. Ja, er habe gezögert, ob es gut und richtig sei und ob sein Deutsch, das er Jahrzehnte nicht gesprochen hatte, ausreiche. Ich glaube, fast alle Mitglieder des Bundestages waren dankbar und ergriffen. Er schilderte zum einen seine persönliche Lebensgeschichte und wies zum anderen aber auch anhand historischer Dokumente nach, wie früh die Deutschen von den Kriegsverbrechen und der systematischen Vernichtung der Juden gewusst haben. Musikalisch wurde die Gedenkstunde vom 1999 in Prag gegründeten Bennewitz-Quartett begleitet. Dieses Streichquartett hat es sich zur Aufgabe gemacht, Musik von Komponisten, die von den Nazis verfemt wurden, zu spielen, diesmal von Erwin Schulhoff und Viktor Ullmann. Nach der Feierstunde wurde im Paul-Löbe-Haus eine Ausstellung des United States Memorial Museum eröffnet. Einige waren Nachbarn: Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand während des Holocaust. Besonders gefreut hat mich, dass das Engagement meiner Kollegin Petra Pau für diese Ausstellung öffentlich gewürdigt wurde. Wie in jedem Jahr konnte unsere Fraktion auch wieder Gäste einladen. Ich habe mich gefreut, dass unserer Einladung unter anderem die Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora, Günter Knebel vom Bundesverband Opfer der NS-Mitlitärjustiz und Jörg Morre, Direktor des Deutsch-Russischen Museums Karlshorst gefolgt sind. Weitere Infos

 

Weg mit §218 und §219a

Am Samstag demonstrierten hunderte Menschen am Rosa-Luxemburg-Platz für die Abschaffung der Paragrafen 218 und 219a - für eine Entkriminalisierung von Ärzt*innen, die Informationen zu Abtreibungen auf ihrer Website veröffentlichen. Außerdem forderte das Bündnis endlich Selbstbestimmung: "my body, my choice, raise your voice" wurde von allen Seiten gerufen. Frauenärzt*innen erhalten horende Strafen dafür, dass sie auf ihren Internetseiten Informationen über mögliche Schwangerschaftsabbrüche zur Verfügung stellen. Frauen haben durch den §219a Schwierigkeiten sich über einen solchen Vorgang zu informieren - Hemmschwellen werden nur noch höher, obwohl es ein sensibles und emotionales Thema ist. Deswegen fordert DIE LINKE. im Bundestag die Abschaffung des §219a und gerne auch gleich §218 mit. Für DIE LINKE. sprach am Samstag Katja Kipping. 

100 Jahre Karl Liebknecht im Elstal

Karl Liebknecht wurde am 15. Januar 1919 ermordet und seine Leiche in den Landwehrkanal geworfen. Seit Freitag informieren 30 Ausstellungstafeln über das Leben und Wirken von Karl Liebknecht - im Elstal. Der Historiker und Kommunalpolitiker Tobias Bank kuratierte die Ausstellung: "Elstal, besser Wustermark, gehörte 1919 zu Karl Liebknechts Wahlkreis. Deswegen finde ich es wichtig, dass auch in Brandenburg an sein Lebenswerk erinnert wird.", so Tobias. 

Die Ausstellung ist noch bis Ende Februar im Begegnungszentrum Elstal, am Karl-Liebknecht-Platz 2e, zu besichtigen. 

Nicht vergessen: Die Opfer der Januarkämpfe

Anfang Januar 1919 wurde der Berliner Polizeipräsident Emil Eichhorn, Mitglied der USPD, vom preußischen Innenminister seines Amtes enthoben. Dies löste Massenproteste und Streiks aus. Die Auseinandersetzungen steigerten sich zu bewaffneten Kämpfen, die von Regierungstruppen niedergeschlagen wurden. Prof. Jürgen Hofmann, Historiker und Mitglied unserer BVV-Fraktion hatte die Idee, auf dem Friedhof der Sozialisten eine temporäre Installation für Opfer der Januarkämpfe einzurichten. Heute, am 25.1. 2019, also genau 100 Jahre nachdem die Opfer hier zu Grabe getragen wurden, unter ihnen auch Karl-Liebknecht (für Rosa-Luxemburg, die ebenfalls von Mitgliedern eines Freikorps ermordet wurde, konnte zu diesem Zeitpunkt nur ein leerer Sarg mitgeführt werden, da ihr Leichnam noch verschollen war), fand eine Gedenkstunde statt. Insgesamt 32 Opfer wurden hier bestattet, darunter u.a. ein zehnjähriger Junge, der durch einen Kopfschuss umkam, eine 22-Jährige, die wie es hieß einer verirrten Kugel zum Opfer fiel und auch Jugendliche im Alter von 15, 16 und 17 Jahren. Die meisten Opfer waren übrigens von Beruf Handwerker, darunter Schlosser und Werkzeugmacher. Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht bildeten mit ihrer akademischen Ausbildung eine Ausnahme. Ein Besuch ist sehr zu empfehlen. Im Frühjahr wird hier ebenso eine Nachbildung des Revolutionsdenkmals aufgestellt. Das Revolutionsdenkmal wurde im Sommer 1926 feierlich eröffnet und im Januar 1935 von den Nazis zusammen mit den meisten umliegenden Grabsteinen zerstört. Zuvor gedachten wir im Rathaus Lichtenberg der von den Nazis verfolgten Bezirks- und Stadtverordneten. Mehrere Inhaftierte überlebten die Haft nicht.

Frauen, kämpft!

Neujahrsempfang der Einstein Stiftung Berlin. Gleichzeitig war es der 10. Geburtstag der Stiftung, die von SPD und LINKE gemeinsam ins Leben gerufen wurde. Exzellente Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus aller Welt werden gewonnen und gefördert, um gemeinsam zu forschen und die Wissenschaftsstadt Berlin noch anziehender zu machen. Den diesjährigen Preis erhielt die Berliner Graduiertenschule für Integrative Onkologie, die an der Universitätsmedizin der Charité angesiedelt ist. www.bsio-cancerschool.de 
Auf dem Bild sind zwei Junge Wissenschaftlerinnen. Der Direktor Prof. Dr. Clemens A. Schmitt sowie Tobias Schulze aus der Linksfraktion des Berliner Abgeordnetenhauses zu sehen. Der Neujahrsempfang fand im traditionsreichen Meistersaal in der Köthener Straße statt.  Kleiner Wermutstropfen: Die Wissenschaft wird immer noch von den Männern dominiert. Frauen, kämpft! Mehr Infos www.einsteinfoundation.de

Neujahrsrempfang der Stadtmission

Kälte kann obdachlosen Menschen das Leben kosten. Die Berliner Stadtmission hilft dabei, genau das zu verhindern. Gestern fand der Neujahrsempfang statt, der das ehrenamtliche Engagement der vielen Helferinnen und Helfer in den Mittelpunkt rückte. Ein wichtiger Bestandteil der Hilfe sind Kältebusse. Im vergangenen Winter wurde z.B. ein Bus aus dem Fuhrpark des Senats zum Kältebus umfunktioniert.

Auf dem Foto: Stadtmissionsvorstände Martin Zwick und Joachim Lenz und Kollegin Kerstin Griese.

Würde Alexander von Humboldt heute twittern?

Neujahrsempfang der Alexander von Humboldt Stiftung. Der Präsident Prof. Hans-Christian Pape in seiner Rede: Humboldt war rastlos, er liebte das Abenteuer. Er ging uns Risiko und wagte Unvernünftiges. ....Wer würde ihn heute finanzieren? Es war wieder mal ein Abend, der gut für den Kopf war.Zur Humboldt-Stiftung mehr Infos hier.

Machen wir den nächsten Schritt!

Jocelyn B. Smith ermutigte zum gemeinsamen Singen
Die Schauspielerin Esther Schweins zitierte aus der Rede von Marie Juchacz

Einhundert Jahre Frauenwahlrecht. Auch der Bundestag würdigte das in einer Feierstunde.

Am Vorabend hatte die Präsidentin der Parlamentarischen Gesellschaft eingeladen – nur Frauen. Das stieß im Vorfeld – so wurde berichtet – auf Widerstand einiger Männer. Aber ich finde, Frauen müssen sich gegenseitig stärken und unterstützen. Auch Frauensolidarität will erlernt und eingeübt werden. Jocelyn B. Smith ermutigte zum gemeinsamen Singen und sagte: Ihr müsst auf Euer Herz hören und Euch unterstützen. Die Schauspielerin Esther Schweins zitierte aus der Rede von Marie Juchacz am 19. Februar 1919 vor der Nationalversammlung. Einhellige Meinung war: Vieles hätte man heute genauso sagen und fordern müssen.

Wie ist der Befund? Lediglich ein Drittel der Abgeordneten sind weiblich. Dabei sind mehr als die Hälfte der Bevölkerung Frauen. Die Festrednerinnen im Bundestag Rita Süssmuth von der CDU und Christine Bergmann forderten eindringlich, der Erreichte nicht für selbstverständlich zu halten, es zu verteidigen und auszubauen. Gut gefallen hat mir, dass Christine Bergmann, die selbst aus der DDR stammt, darauf hingewiesen hat, wie selbstverständlich dort die Erwerbstätigkeit der Frauen war und wie hoch ihr Anteil in technischen Berufen. Die Frauen waren ökonomisch unabhängig. Das stärkte sie in jeder Hinsicht.

Der Frauenanteil im französischen Parlament liegt bei 40 Prozent. Das muss für Deutschland Vorbild sein.  Der deutsche Frauenrat hat nun eine Kampagne gestartet, dass die Parteien dafür zu sorgen haben, dass Frauen und Männer je zur Hälfte die Parlamentsmandate innehaben. Ich finde: Es schadet – auch im Sinne der historischen Gerechtigkeit – nicht, wenn es mal mehr Frauen als Männer sind. Wichtig ist nur, dass die Frauen dann ihre Möglichkeiten auch nutzen. Macht – oder Einfluss -, den man nicht sinnvoll nutzt, verliert man schnell wieder. Frauenrechte sind Menschenrechte. Frauenrechte sind also gut für alle.

Potsdam - Stadt voller Widersprüche

Vor und in einem privaten Museum, dem Palais Barberini, wird Kunst aus der DDR gezeigt. Der Jahrhundertschritt von Mattheuer und ein Gemälde von Kippenberger. Staatliche Museen sind da- naja - zurückhaltender. Und: Das Zentrum wird zur Puppenstube bereinigt. Alles, was an die DDR-Moderne erinnert, ist schon abgerissen oder soll es noch werden. Stadtentwicklung als Klassenkampf von oben.

Schafft sichere Häfen!

 

Noch immer sind gerettete Menschen auf Schiffen im Mittelmeer und haben keine Möglichkeit an Land zu gehen. Es wird Zeit, dass sich das ändert. Die Seebrücke Berlin macht darauf aufmerksam! Berlin hat sich bereit erklärt die Menschen aufzunehmen. Nun muss das aktiv umgesetzt werden.

Silvester-Besuch

Ich danke allen Menschen, die heute für uns arbeiten, uns helfen oder gemeinsam mit uns und anderen feiern. Deshalb war ich auch heute wieder unterwegs, um den Straßenbahnfahrerinnen, der Polizei, in Krankenhäusern und bei der Feuerwehr danke zu sagen! Allen ein gesundes neues Jahr - aber vor allem ein friedliches und solidarisches 2019.