Skip to main content

Gegen das Vergessen

Am 9. November 1938 steckten Faschisten Synagogen an, der Auftakt für einen beispiellosen Massenmord. Das Bezirksamt Lichtenberg hatte zur Kranzniederlegung in die Konrad-Wolf-Straße eingeladen. Mit Bürgermeister Michael Grunst und Dagmar Pötzsch von der Stolpersteininitiative. Zum 51. Jahrestag der Novemberpogrome entstand die Idee, an dem vergessenen Ort einen Gedenkstein zu errichten. Übrigens: Erst durch die Forschungen zur jüdischen Geschichte, die in den 1990er Jahren mit der Ausstellung "Juden in Weißensee und Hohenschönhausen" im damaligen Heimatmuseum an die Öffentlichkeit gelangten, kam auch die Synagoge wieder in Erinnerung.

Ein Museum, das zu seiner Geschichte steht

Das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst beging am Freitag, den 3. November feierlich sein 50-jähriges Bestehen. Das ist umso bemerkenswerter, weil es viele Institutionen gibt, die ihre Vorgeschichte komplett ausblenden.

In diesem Monat wird viel Kontroverses anlässlich des 100. Jahrestages der Oktoberrevolution diskutiert.

Zum 50. Jahrestag der Oktoberrevolution wurde in Berlin-Karlshorst „Das Museum der bedingungslosen Kapitulation des faschistischen Deutschland im Großen Vaterländischen Krieg 1941 – 1945“ eröffnet. Ein wahrhaft langer Titel. Heute heißt es kurz Deutsch-Russisches Museum. Es ist die einzige Institution, die von der Bundesrepublik und Russland gemeinsam getragen wird.

Nach der Eröffnung 1967 wandte sich das Museum vor allem an die Westgruppe der Roten Armee – und nicht an die Öffentlichkeit. Aber es kamen immer mehr Interessenten, auch  Angehörige der Armeen der anderen drei Besatzungsmächte Berlins. Bei der Festveranstaltung wurde sehr heiter berichtet, welche Aufregung diese Besuche immer auflösten.

Da ich selbst den Großteil meiner Schulzeit in Karlshorst verbracht habe, besuchte ich mit meiner Klasse dieses Museum.

Am Freitag erinnerte ich mich auch daran, auf welch unwürdige Weise den alliierten Truppen eine gemeinsame Verabschiedung aus Berlin verweigert wurde.

Leider nahm auch an der Festveranstaltung kein Vertreter der Bundesregierung teil. Wie absurd, denn gerade in Zeiten angespannter Beziehungen muss man besonders viel miteinander reden.

Gut wäre, wenn nicht nur viele Berlinerinnen und Berliner, sondern auch Gäste unserer Stadt dieses einzigartige Museum besuchen. Ich werde bei meinen Kolleginnen und Kollegen im Bundestag dafür werden, dass sie mit ihren Besuchergruppen nach Karlshorst fahren.

Jüdische Kulturtage in Berlin

Was war vor 30 Jahren? Berlin wurde 750 Jahre alt. Das wurde groß gefeiert – und zwar in beiden Teilen der damals noch getrennten Stadt. Es gab ein großes Kulturprogramm und einen regen Austausch durch die schon etwas durchlässiger werdende Mauer. Der damalige Westberliner Kultursenator Volker Hassemer (CDU) war Ehrengast bei Kulturveranstaltungen in Ostberlin, damals noch Hauptstadt der DDR. Es war auch eine Zeit der Neugründungen und des kulturellen Aufbruchs. Im Jahr 1987 eröffnete der Vorsitzende der Jüdische Gemeinde Heinz Galinski im Gemeindehaus in der Fasanenstraße erstmals die Jüdischen Kulturtage. Im Osten Berlins fanden erstmals Tage der jiddischen Kultur unter dem Motto „Dos Lid is geblibn“ statt. Anlass war der Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee.

In diesem Jahr wurden die Kulturtage in der prachtvollen Synagoge in der Rykestraße, direkt am Wasserturm in Prenzlauer Berg, eröffnet. Der israelische Sänger David d' Or gab ein fulminantes Konzert. Das Publikum animierte er erfolgreich zum Mitsingen und Mittanzen.

Auch an einem zweiten Höhepunkt dieser Festtage konnten wir teilnehmen. Im bis auf den letzten Platz ausverkauften Wintergarten in der Potsdamer Straße wurde der im vergangenen Jahr verstorbene große Sänger Leonard Cohen von vielen musikalischen Bewunderern wie Meret Becker, Karsten Troyke und Marianne Rosenberg gefeiert.

In solchen Momenten fühle ich mich besonders eins mit meiner Stadt Berlin.

Lesen Sie auch "Gänsehaut pur"

Einweihung der neuen Toranlage des Zentralfriedhofes

Ein Beispiel guter Zusammenarbeit zwischen Bezirk, Land und Bund: Heute wurde am Friedhof der Sozialisten die restaurierte Toranlage eröffnet nach den Entwürfen von Fritz Kühn. Danke an Prof. Jürgen Hofmann für das unermüdliche Engagement. Weitere Informationen hier

Gesine Lötzsch

Martin Luther – ein einfaches Erbe?

Am 31. 10. 2017 war der Reformationstag einmalig Feiertag in allen Bundesländern. Niemand konnte es angesichts der zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen und Verlautbarungen übersehen: Zum 500. Mal jährte sich der Anschlag der 95 Thesen durch Martin Luther an der Tür der Schlosskirche zu Wittenberg.  

Am Reformationstag fand in der Schlosskirche ein – sehr politischer -  Gottesdienst statt. Ein Bürger, der mich bei der Fernsehübertragung entdeckt hatte, rief empört im Büro an und fragte, wie ich denn als ehemalige Parteivorsitzende an einer Kirchenveranstaltung teilnehmen könne.

Dafür gibt es viele Gründe, politische und auch persönliche. Martin Luther hat die deutsche Geschichte stark geprägt. Ein besonderes Verdienst besteht darin, dass er durch seine Übersetzung der Bibel in die Volkssprache das Volk aus der Abhängigkeit von Interpretation dieses Textes durch die Priester befreit hat, also zu Mündigkeit beigetragen hat.

Aber die Geschichte Luthers ist auch eine Geschichte von Widersprüchlichkeit, Aufbegehren gegen die Obrigkeit und gleichzeitig deren Verteidigung.

Wie anders wäre unsere Geschichte verlaufen, hätte sich Luther mit den aufständischen Bauern und ihrem Führer Thomas Müntzer verbündet? Wie anders wäre unsere Geschichte verlaufen, hätte Luther nicht gegen die Juden gehetzt?  

Beim Gottesdienst wurde von der Kanzel herab erklärt, dass die evangelische Kirche bei den Juden um Vergebung gebeten hätte, aber ein offizieller Vertreter zum Beispiel des Zentralrats der Juden konnte nicht begrüßt werden.

Von der Kanzel herab wurde auch deutlich gesagt, dass eine Diskussion um Obergrenzen unseres Landes unwürdig sei.

Für die Ausrichtung des Reformationsjubiläums wurden erhebliche Mittel aus dem Bundeshaushalt zur Verfügung gestellt. Gut, dass der Schwerpunkt in Ostdeutschland lag.

Und das Persönliche: Im Jahr 1983 wurde der 500. Geburtstag von Martin Luther begangen. Ich war damals Studentin an der Humboldt-Universität zu Berlin. Meine Diplomarbeit schrieb ich über Martin Luther und seinen Einfluss auf die muttersprachliche Bildung an den Schulen.

So war das Reformationsjubiläum auch eine Erinnerung an meine Studienzeit.

Beratung für Suizidbetroffene

Martina Kulms (rechts) und Birgül Taner von BeSUBerlin.

1956 war West-Berlin die Stadt mit der höchsten Suizidrate. Im selben Jahr rief in London ein Pfarrer dazu auf, Menschen mit Suizidgedanken sollten sich bei ihm melden, bevor sie ihrem Leben ein Ende setzen. So entstand die Seelsorge auch in Berlin. BeSu sitzt mit der Telefonseelsorge unter einem Dach in der Nansenstraße in Neuköln. Hier wird den Angehörigen von Suizidbetroffenen geholfen. Die Fälle sind schwierig und erfordern ein hohes Maß an Verantwortung. Ehrenamtliche werden eigens für die Beratung ausgebildet. Wie viele Vereine muss sich auch BeSu finanzieren. Das geschah zuletzt aus Lottomitteln. Nun müssen neue Finanzierungssäulen gefunden werden. Die Arbeit ist unbedingt unterstützenswert. Die Beratung findet auch in türkischer Sprache statt. Dafür gibt es eine deutsch-türkisch sprechende Mitarbeiterin. 

Berliner Behördenschikane

Polizei und Bezirksamt attackieren traditionelle Veranstaltung zum Gedenken an Luxemburg und Liebknecht. Angeblich Sicherheitsbedenken.

Als »nicht nachvollziehbar« kritisierte auch die Lichtenberger Bundestagsabgeordnete Gesine Lötzsch (Linke) die neuen Auflagen. Sie sei mit Bezirksbürgermeister Grunst im Gespräch und werde »auch gegenüber dem Senat deutlich machen, dass diese Einschränkungen nicht akzeptabel sind«. 

Zum Artikel

Gegen rechte Hetze und Rassismus im Bundestag.

Frank Schwarz / Alle Rechte vorbehalten
Vor der konstituierenden Sitzung des Bundestag demonstrieren Abgeordnete der Linksfraktion und Bündnispartner verschiedener Bewegungen mit dem Einzug der AfD gegen die Präsenz von Rassisten im Bundestag.
AfD, Demo, Linksfraktion

Gegen rechte Hetze und Rassismus im Bundestag. Unter diesem Motto fand heute eine Demonstration vor der Bundestag statt. In diesem sitzt seit heute erstmals eine Fraktion rechts der CDU. Anlässlich des AfD-Einzuges in den Bundestag hielten die Versammelten Schilder hoch mit den Namen der Opfern rechter Gewalt. Denn Rassismus tötet. 

Eddi an Christian Ehring

Goessinger / Goessinger
der diesjährige Preisträger des "EDDI-Preises", der Düsseldorfer Kabarettist Christian Ehring zwischen Gesine Lötsch(li), Mitglied des Bundestages und Dr.Dagmar Enkelmann, Vorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Der diesjährige Preisträger des EDDI 2017 heißt Christian Ehring. Die Verleihung fand unter der Schirmherrschaft des Bezirks Lichtenberg und dem Deutschen Kabarettarchiv Mainz statt.Peter Kollewe moderierte die Veranstaltung und Senator Klaus Lederer hielt die Laudatio. Der Eddi wird in Berlin seit 1981 verliehen. Diese feste Institution geht auf den Kabarettisten Edgar Külow zurück (1925-2012) und wird vom gleichnamigen Berliner Verein fortgeführt.

Danke

Eine Torte der Bäckerei Rauch durfte auch dieses Mal nicht fehlen
Klein und Groß feierten mit
Ein besonderer Dank richtete sich an Julia Müller, Marina Richter, Hannes Pfeiffer und Robert Schneider
Aufstellung zum Gruppenfoto vor der KULTschule
Alejandro sorgte mit chilenischen Liedern für eine gemütliche Stimmung

Am 8.10. fand in der KULTschule eine Dankeschönveranstaltung für alle Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfer statt. An diesem Vormittag wurde nicht die Wahl ausgewertet, sondern das Engagement unserer vieler Helfer gewürdigt.

2.900 neue Studierende an der HTW

Heute wurden 2.900 neue Studierende für das das Wintersemester an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Berlin) begrüßt, an einem sehr ungewöhnlichen Ort: im Stadion des 1. FC Union Berlin. Hunderte studierende fanden sich zur Immatrikulationsfeier im Stadion ein und saßen auf den roten Ledersitzen der Sitztribüne. Dr. Klaus Semlinger, Präsident der Hochschule begrüßte die Studierenden, aber auch die anwesenden Politikerinnen und Politiker im Stadion mit einführenden Worten und einigen guten Tipps für die kommenden Semester. Außerdem vergab er den Forschungspreis der Hochschule an Frau Prof. Dr. Haffner, aus dem Fachbereich Museumskunde. Eine weitere Auszeichnung gabe es für den besten ausländischen Studierenden vom Deutschen Akadameischen Austauschdienst (DAAD). Begleitet wurde die Zeremonie von der Hochschulband und dem Tonkollektiv HTW. 

Insgesamt studieren 10700 Studierende an der HTW in 5 Fachbereichen und an zwei Standorten: Karlshorst und Oberschöneweide. In Zukunft soll der Campus an der Treskowallee geschlossen werden und ein Campus am Standort Wilhelminenhof entstehen. Derzeit wird geprüft, ob das Gebäude in der Treskowallee anschließend als Schulstandort genutzt werden kann. 

Fluchtgeschichten

Das „Lesen gegen das Vergessen“ am 10. Mai auf dem Bebelplatz kennen Sie als aufmerksame Leser unseres Newsletters ganz bestimmt. Aber wussten Sie schon, dass das Lesen gegen das Vergessen – und zwar schon zum neunten Mal - auch auf dem Lichtenberger Anton-Saefkow-Platz stattfindet? Am 27.9. lud der Bürgerverein Fennpfuhl dazu ein. Schüler des Herder Gymnasiums lasen vor. Im Mittelpunkt standen tragische Fluchtgeschichten. Von Menschen, die auch bei uns ein neues Zuhause gefunden haben. Wie ein junger Mann aus Afghanistan, der vor Verfolgung durch die Taliban flüchtete und nun in Lichtenberg lebt. Auch diese Geschichten dürfen nicht vergessen werden. Wir bedanken uns bei Rainer Bosse und den Trommlern der „batteria brincadera“, die auf die Lesung lautstark und rhythmisch aufmerksam machten.

Danke

Mit deutlichem Abstand zu ihren Mitbewerbern hat Gesine erneut das Direktmandat errungen. 50.942 Lichtenbergerinnen und Lichtenberger haben sie direkt in den Bundestag gewählt. Das sind 34,7 Prozent der Erststimmen. Auch das Zweitstimmenergebnis mit 29,3 Prozent liegt deutlich vor dem anderer Parteien. In Berlin ist DIE LINKE mit 18,8 Prozent der Zweitstimmen zweitstärkste Kraft geworden. Wir bedanken uns bei unseren Wählerinnen und Wählern und allen Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfern. Lichtenberg wird im Bundestag weiterhin mit einer starken Stimme für soziale Gerechtigkeit im Bundestag vertreten sein.

Anika

Podiumsdiskussionen

Gesine stellt sich im Wahlkreis vor

Das Coppi-Gymnasium, die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) oder die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR), alle planen kurz vor der Bundestagswahl am 24. September eine Podiumsdiskussion, um die Direktkandidatinnen und Direktkandidaten vorzustellen und ihnen Fragen zu stellen. Derzeit sind es sehr viele. Die meisten Zuhörerinnen und Zuhörer möchten gerne etwas zum Thema Rente, aber auch zu Bildung oder Gesundheit wissen. Gesine stellt sich jedem Publikum und diskutiert mit den anderen Podiumsgästen. Mit ihrer langjährigen Erfahrung aus dem Bundestag kann sie präzise erklären, wie einzelne aktuelle Gesetze zustande gekommen sind und wie die LINKE einen Politikwechsel herbeiführen möchte. Auch für die U18 Wahl, die am Freitag stattfand, hat Gesine sich Zeit genommen und den unter 18-jährigen einige Fragen beantwortet. Heute hingegen luden Lyra e.V. und die LmDR zum Tag der Vertriebenen ein, wo es insbesondere um die Situation der Russlanddeutschen ging. Die heutige Veranstaltung fand im Nachbarbezirk Marzahn in der Alten Börse statt - auch Petra Pau war da. Zwischendurch untermalten Gesang und Musik das Programm. 

Auch in der nächsten Woche erwarten viele Wählerinnen und Wähler Gesine bei sich in der Schule oder der Begegnungsstätte, um über die letzten vier Jahre, aber auch über die Zukunft zu reden. 

Anika und Julia

Rente und Eis am Sonntag

Unter dem Titel "Rente für den Ruhestand?" habe ich gemeinsam mit meinem Fraktionskollegen und rentenpolitischen Sprecher der Linksfraktion Matthias W. Birkwald das Rentenkonzept der LINKEN vorgestellt. Rund 40 interessierte Bürgerinnen und Bürger lauschten dem Vortrag.
Vieles will DIE LINKE an den Renten verbessert, aber vier Punkte sind uns besonders wichtig: Das Rentenniveau muss wieder auf 53% erhöht werden, die Riester-Rente gehört abgeschafft, die Rente ab 67 soll wieder auf Rente ab 65 zurückgeändert werden und wir wollen eine Mindestrente von 1.050€ im Monat.
Damit alle Menschen eine gerechte Rente bekommen und nicht in Altersarmut leben müssen! Für Renten mit Niveau!

Im anderen Stadtteil des Bezirks gab es in der SchokoLadenEisManufaktur in der Kaskelstr. auf Einladung von Gesine für eine Stunde Eis. Bei strahlendem Sonnenschein, Luftballons und einer Kugel Eis kamen viele Erwachsene und Kinder mit Gesine ins Gespräch. Auch mit dabei waren Michael Grunst, der Bezirksbürgermeister und Hendrikje Klein, Abgeordnete im Abgeordnetenhaus für DIE LINKE

Anika

Einschulung und Drachenbootrennen

Egal wie das Wetter derzeit ist, die Veranstaltungen finden trotzdem statt. Samstag stand  ganz unter dem Zeichen "Einschulung". Wie in jedem Jahr war Gesine Gast in der Randow-Grundschule in Hohenschönhausen und begrüßte die Kinder zu ihrem ersten Tag in der Schule. Die Randow-Schule schulte in diesem Jahr 6 Klassen ein. Das Programm gestalteten hierbei viele Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher, aber auch Schülerinnen und Schüler der oberen Klassenstufen. Neben einer Line-Dance-Gruppe, rappten zwei Schülerinnen den Buddy-Song, in dem es um einen gewaltfreien Schulhof ging. 

Im Anschluss fuhren Gesine und ich zum Wasserfest am Rummelsburger See. Leider kam zu sehr großen Teilen auch Wasser von oben, das schreckte viele Menschen aber nicht ab die verschiedensten Stände auf der Promenade zu besuchen oder am Drachenbootrennen teilzunehmen. Unser Team holte in der Parteienplatzierung des besten Platz und kämpfte tapfer gegen viele starke Gegner. Gesine diskutierte ab 14:30 mit den anderen Bundestagskandidatinnen und - Kandidaten über die aktuelle und zukünftige Situation des Rummelsburger Sees. 

Ehrenamtswoche in Lichtenberg

Auch in Gesines Kalender stand groß EHRENAMTSWOCHE. Aus diesem Anlass besuchten wir den Sozialsupermarkt des Berliner Engel e.V. 

Das Abendblatt berichtete von meinem Besuch. Hier finden Sie weitere Bilder. Dringend gesucht werden vor allem Helferinnen und Helfer mit Führerschein, denn derzeit werden alle Lebensmittel selbst bei den jeweiligen Supermärkten abgeholt. Es ist ein tolles Projekt, welches weiterhin unterstütz werden muss, um den Erhalt zu gewährleisten.

„Dringend Hilfe. Im Sozialsupermarkt des Berliner Engel e.V. nähe Bahnhof Lichtenberg in der Frankfurter Allee 226 war großer Aktionstag. Gesine Loetzsch (Die Linke), Lichtenberger Abgeordnete im Bundestag war zur Besuch und überreichte auch einen Spendenscheck in Höhe von einhundert Euro. Seit sechs Jahren leitet Peter Gnädig die Geschicke des Vereins, der Standorte mit Hilfseinrichtungen in Pankow, Wedding und Lichtenberg unterhält. „Rund 700 Familien führen wir allein in unserer Lichtenberger Kundenliste“, sagt er. Hier können sich Menschen mit einem Einkommen unter 1100 Euro registrieren lassen und zu äußerst günstigen Preisen Lebensmittel einkaufen. Diese bekommt der Verein von Discountern und Supermärkten gespendet. „Ein paar mehr helfende Hände können wir auch in Zukunft dafür gebrauchen." (Berliner Abendblatt)

Voller Erfolg für Berlin

Quelle: fotolia.com

Die letzte Sitzung des Haushaltsausschusses in dieser Wahlperiode endete mit einem vollen Erfolg für Berlin. Der Bundesfinanzminister wollte das bundeseigene Filet-Grundstück der Dragonerhöfe in Kreuzberg meistbietend verkaufen. Dagegen regte sich Widerstand, von der LINKEN, dem Land Berlin und am Ende auch im Bundesrat. Der Verkauf an den Investor wurde rückgängig gemacht, Berlin erhielt den Zuschlag. Trotzdem klagt die BImA weiterhin dagegen, dass Berlin das Areal zum Sanierungsgebiet erklärt und damit für den Investor unrentabel gemacht hatte. Deswegen haben wir in die heutige Sitzung des Haushaltsausschusses einen Antrag eingebracht, diesen Unsinn zu beenden. Nur Minuten vor Beginn der Sitzung wurde ein fast gleichlautender Antrag von CDU und SPD ausgeteilt, der am Ende von allen Fraktionen angenommen wurde. Der anwesende Vertreter des Finanzministeriums sagte zu, den sinnlosen und teuren Rechtsstreit zu beenden. Das bedeutet offensichtlich: Die LINKE wirkt!

 

Den Frieden feiern

Silke Wenk - fotowenkberlin@goog
Silke Wenk - fotowenkberlin@goog

Es waren bestimmt knapp 1000 Menschen, die sich am Sonntag auf dem Anton-Saefkow-Platz auf Einladung der Linken zu einem fröhlichen Friedensfest einfanden. Gregor Gysi, ein linkes Urgestein kam erwartungsgemäß gut an. Ohne Frieden ist alles nix, denn ohne Frieden machen auch alle anderen politischen Forderungen keinen Sinn. Die Künstler Jessy James la Fleur und Tino Eisbrenner waren auch dabei. Als Tino das Lied " Kleine weiße Friedenstaube"  anstimmte, mussten einfach alle mitsingen.

Anika

Seenfest und Volkradstraßenfest

Samstag fand sowohl das 12. Seenfest am Orankesee, als auch das Volkradstraßenfest statt. Trotz einiger Regenwolken ließen sich viele Besucherinnen und Besucher nicht davon abhalten vorbei zu schauen. Auch Gesine und Michael Grunst, der Bezirksbürgermeister, besuchten gemeinsam beide Feste. Am Orankesee stellten sich alle freiwilligen Helferinnen und Helfer vor, es wurde angeregt gesungen und getanzt. Bei einem warmen Cappuccino wärmten wir uns nach einem heftigen Regenschauer wieder auf und tanzten ein bisschen im Sand zum Chor. Auch auf dem Volkradstraßenfest waren zahlreiche Menschen unterwegs. Hier stellten sich zudem viele Organisationen und Vereine vor, die im Bezirk arbeiten. Beide Feste machten gute Laune und boten viel Vergnügen an einem Samstagnachmittag.

Weißkohl und Feuerlöscher als Forschungsobjekte

Besuch im Labor

Mitten im Zentrum, unweit der Charité, befindet sich eine kleine Innenstadtoase. Auf dem Campus der HU befindlich besuchten wir heute das Institut für Stadtökologie und Lebensmitteltechnik, eingebettet von einen schön gestalteten Garten. Zur Zuse-Gemeinschaft gehörend forscht es auf verschiedenen Gebieten. Eines davon lernten wir heute näher kennen. Wussten Sie schon, dass man aus den Oberblättern und dem Strunk eines Weißkohls Naturfasern gewinnen kann? Diese werden in der Lebensmittelindustrie eingesetzt - ihrer besonderen Eigenschaften wegen. So wirken sie zum Beispiel fettbindend. Das Institut finanziert sich unternehmerisch und erhält keine Grundfinanzierung. Es stellt seine Forschungsergebnisse Kleinen und Mittleren Unternehmen zur Verfügung, die selber keine Forschungskapazitäten haben. Neben der Lebensmittelforschung macht es sich auch in der Landwirtschaft verdient. Es hat Schafwollepellets entwickelt, die sich hervorragend als Langzeitdünger eignen wie auch Feuerlöschmittel. Ja, Sie lesen richtig. Der Inhalt eines Feuerlöschers gibt Pflanzen wieder Kraft. Das Institut ist klein, aber in der Forschung ganz groß.

Roman

Krimisommer mit Horst Bosetzky

An diesem Mittwoch, den 30.08., hat Gesine Lötzsch zum zweiten und letzten Teil des vierten Lichtenberger Krimisommers eingeladen. Wie schon beim ersten Termin, war das Wetter der Veranstaltung auch dieses Mal wohlgesonnen und es wurde ein lauer Spätsommerabend für die etwa 55 Gäste, unter denen sich auch der Bezirksbürgermeister Michael Grunst befand. Gelesen hat diesmal der bekannte Krimiautor und emeritierte Soziologieprofessor Horst Bosetzky, der am Beginn seiner Krimikarriere vor allem unter dem Pseudonym -ky schrieb. Bis heute hat Horst Bosetzky weit mehr als 50 Bücher, vornehmlich Krimis, aber auch aus anderen Genres, veröffentlicht. Im Gespräch mit Gesine Lötzsch offenbarte Horst Bosetzky unter anderem sein literarisches Vorbild, Theodor Fontane, von dem er viele Handlungsstränge entlehnte und in neue Kontexte setzte. Viele seiner Werke stattete der Urberliner, ebenso wie dies Fontane tat, mit Bezügen zu seiner Heimat aus. Ein solcher ist auch in seinem neuen Werk Teufelssee zu finden, aus dem Horst Bosetzky am Mittwoch las.

Die Handlung beginnt in den Müggelbergen und verschlägt die in einem Mordfall an einem Förster ermittelnden Hauptpersonen, den pensionierten Kriminalhauptkommissar Hansjürgen Mannhardt und seinen Enkel, den Jurastudenten Orlando, bis in ein Amischdorf inmitten der USA. An vielen Stellen finden sich spannende wissenschaftliche Exkurse, die von der anderen Karriere Horst Bosetzkys als Professor zeugen. Gegen Ende der Veranstaltung stellte sich der Autor den Fragen des Publikums, die unter anderem die profunden Kenntnisse des Westberliners über ostdeutsche Kriminalfälle betrafen.

Es war wieder einmal ein sehr gelungener Abend, und wir würden uns sehr freuen, Horst Bosetzky einmal wieder zu einer Lesung in der Bar am Wasserturm begrüßen zu dürfen.

Hier wird Familien geholfen (Kopie 1)

Stadträtin Katrin Lompscher und Gesine Lötzsch besuchten das Familienbüro

Das Verwaltungsgebäude in der Große-Leege-Straße 103 ist eigentlich kein Ort, an dem lange verweilen möchte. Lange Behördenflure und Verwaltungscharme begegnen einem. Das hat sich mit der Eröffnung des Familienbüros im Erdgeschoss geändert. Eine Krabbelecke für Kleinkinder und eine Wohlfühl-Deko vermitteln sofort das Gefühl, willkommen zu sein. 2 Verwaltungsmitarbeiterinnen und 2 Sozialarbeiterinnen heißen die Kunden willkommen und helfen dabei, sich im Bürokratie-Dschungel zurecht zu finden und z.B. Anträge auszufüllen. Auf eine Idee sind die Mitarbeiterinnen sehr stolz. Sie haben die „Vor der Geburt und nach der Geburt-Wand“ erfunden. Hier sind wichtige Informationen nach Ortsteilen und Themen zusammengestellt. Wo werden Babymassagen bei mir um die Ecke angeboten oder wo erhalte ich einen Familiengutschein. Das und viele andere Dinge, wie Antragsformulare für Eltern- und Kindergeld, werden hier bereitgestellt. Einen Ansturm gibt es derzeit wegen der Änderung des Unterhaltsvorschussgesetzes. Insgesamt kann man festhalten: Das Familienbüro ist eine gute Sache und absolut nachahmenswert. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg!

Anika

Kaffeetafeln im ganzen Bezirk

Bei Kaffee und Kuchen lassen sich politische Gespräche oder private Probleme immer noch am Besten besprechen, oder? Aus diesem Grund hat Gesine an 5 verschiedenen Standorten im Bezirk Kaffeetafeln organisiert, um mit den Anwohnerinnen und Anwohnern in Kontakt zu kommen. 

Mal bei Regen, mal bei Sonnenschein, wurde Kuchen gegessen und heißer Kaffee getrunken. Nebenbei stand Gesine für Fragen und Plaudereien zur Verfügung. Fennpfuhl, Karlshorst, Alt-Hohenschönhausen, Neu-Hohenschönhausen und Frankfurter Allee wurden große Tafeln aufgebaut, dekoriert und mit Informationsmaterial bestückt. Am Donnerstag, den 31.08 ist die letzte der fünf Tafeln in Karlshorst. Schwerpunktthema wird dabei die mögliche Bebauung der Innenhöfe durch die HoWoGe in der Ilsestraße sein. Mit dabei Norman Wolf, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion in der BVV. 

Wir freuen uns, wenn auch Sie auf ein Stück Kuchen vorbei kommen. 

Reiten mit "Kleeblatt"

Auftakt mit dem Vorsitzenden Lutz Nehrlich und der stv. Vorsitzenden Frau Dörrenbächer
Der Vereinsvorsitzende Lutz Nehrlich, Tina Hertel , Andreas Lieske vom Verein – und der Gaul Sir Stalypso (genannt: Sam) beim Turnier

Gesine eröffnete am Wochenende das Reitturnier in Malchow. Der Reitverein Kleeblatt ist eine Institution in Hohenschönhausen. Die Besonderheit: Während das Vereinshaus in Lichtenberg bzw. Hohenschönhausen liegt, befindet sich das Reitgelände in Pankow. Bereits im Jahr 2005 hatte sich unsere damalige Bürgermeisterin Christina Emmrich dafür eingesetzt, dass der Verein dauerhaft auf dem Gelände seiner Arbeit nachgehen kann.

 

Hier wird Familien geholfen

Stadträtin Katrin Lompscher und Gesine Lötzsch besuchten das Familienbüro

Das Verwaltungsgebäude in der Große-Leege-Straße 103 ist eigentlich kein Ort, an dem lange verweilen möchte. Lange Behördenflure und „Verwaltungscharme“ begegnen einem. Das hat sich mit der Eröffnung des Familienbüros im Erdgeschoss geändert. Eine Krabbelecke für Kleinkinder und eine Wohlfühl-Deko vermitteln sofort das Gefühl, willkommen zu sein. 2 Verwaltungsmitarbeiterinnen und 2 Sozialarbeiterinnen heißen die Kunden willkommen und helfen dabei, sich im Bürokratie-Dschungel zurecht zu finden und z.B. Anträge auszufüllen. Auf eine Idee sind die Mitarbeiterinnen sehr stolz. Sie haben die „Vor der Geburt und nach der Geburt-Wand“ erfunden. Hier sind wichtige Informationen nach Ortsteilen und Themen zusammengestellt. Wo werden Babymassagen bei mir um die Ecke angeboten oder wo erhalte ich einen Familiengutschein. Das und viele andere Dinge, wie Antragsformulare für Eltern- und Kindergeld, werden hier bereitgestellt. Einen Ansturm gibt es derzeit wegen der Änderung des Unterhaltsvorschussgesetzes. Insgesamt kann man festhalten: Das Familienbüro ist eine gute Sache und absolut nachahmenswert. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg!

Redaktion

Kaffeetafel-Auftakt

Bei der ersten Kaffeetafel in der Wahlkampfzeit ging es um bezahlbaren Wohnraum. Gesine: "Wir brauchen eine Mietpreisbremse,die wirklich die Mieten bremst. Die Bundesregierung hat versagt." Unsere Abgeordnete Ines Schmidt und Bürgermeister Michael Grunst waren auch dabei. Herzlichen Dank an alle HelferInnen. Auch die zweite Kaffeetafel in Alt-Hohenschönhausen war eine tolle Möglichkeit mit Gesine und Michael Grunst ins Gespräch zu kommen. Bei Kaffee, Kuchen und Sonnenschein konnte in lockerer Atmosphäre geplaudert werden - aber auch alltägliche und politische Themen wurden besprochen.

Norman

Tierheim mit Wasserschaden

Zu Besuch im Tierheim Berlin. Das Tierheim des Tierschutz Berlin hat mit einem enormen Wasserschaden zu kämpfen. Die Bausubstanz hielt dem Starkregen nicht stand. Das Tierheim ist auf Spenden angewiesen. Danke auch an die ehrenamtlichen HelferInnen und Frau Rost für die Führung. Mit  Petra Pau MdB und Bürgermeister Michael Grunst.

Roman

4. Lichtenberger Krimisommer

mit Katharina Peters

Bei angenehmstem Sommerwetter fand an diesem Mittwoch, den 09.08., der vierte Lichtenberger Krimisommer statt. Wie schon in den vergangenen Jahren bot die Bar im Wasserturm in der Waldowstr. 20 am Alt-Hohenschönhausener Obersee das passende Ambiente für eine spannende Lesung. Die Autorin Katharina Peters las aus ihrem neuen Buch „Deichmord“, das den sechsten Teil ihrer Rügen-Krimi-Reihe darstellt. Wie in den anderen Teilen der Reihe auch, ist Kommissarin Romy Beccare die ermittelnde Hauptperson, die es dieses Mal unter anderem mit einer Terrorwarnung und mysteriösen Vermisstenfällen zu tun hat. Im Gespräch mit der Gastgeberin Gesine Lötzsch sprach Katharina Peters unter anderem über ihre beinahe lebenslange Leidenschaft des Schreibens und ihre Vorbereitungen auf das Schreiben von Kriminalromanen. So hat sie beispielsweise mit Polizisten über reale Ermittlungstechniken gesprochen. Deutlich machte sie aber auch den Unterschied zwischen realen Kriminalfällen und fiktiven, wobei ein Hauptunterschied darin liege, dass Kriminalromane in der Regel deutlich spannender als reale Ermittlungen seien.

Wer den ersten Teil des diesjährigen Krimisommers verpasst hat oder Lust auf eine zweite Lesung hat, hat am 30.08. eine weitere Chance, an einer Lesung teilzunehmen. Lesen wird dann der Autor Horst Bosetzky aus seinem neuen Kriminalroman „Teufelssee“. Anmelden können Sie sich unter der Telefonnummer 030 99270725 oder per E-Mail an gesine.loetzsch@bundestag.de. 

Solidarisch fährt es sich besser

Trotz Sommerpause arbeiten viele fleißige Menschen für einen spannenden und spaßigen Wahlkampf. Auch der Bus der Linken Lichtenberg wurde nun beklebt und hilft nicht nur bei der Arbeit, beim Material hin und her fahren, sondern zeigt zudem auch Gesines neues Wahlplakat im ganzen Bezirk herum - Solidarisch geht es besser!

In der Undine auf Augenhöhe

Montagabend bei sommerlichen Temperaturen las Gesine aus ihrem Buch „Immer schön auf Augenhöhe“. Die Undine in der Hagenstraße lud ein und nach und nach füllt sich das Zelt, welche für Regenfälle aufgebaut wurde. Viele bekannte Gesichter, aber auch ganz neue lauschten der Open-Air Lesung. Ob Seenausverkauf im Osten oder die Rüge des Bundestagspräsidenten Lammerts an Frau Merkel, die kurzen Geschichten zauberten jeder anwesenden Person ein Schmunzeln ins Gesicht. Im Anschluss wurden noch Fragen beantwortet. Wie man sich eigentlich täglich motivieren könne in solche einem Ellenbogenumfeld zu arbeiten und auch weiter zu kandidieren? Eigentlich ganz einfach: aktuellstes Beispiel ist wohl die Studienreise mit Zivilcourage vereint nach Polen. Hier traf Gesine auf hochmotivierte, interessierte und engagierte junge Menschen, die einen positiv in die Zukunft blicken lassen. „Immer schön auf Augenhöhe“ wird das nächste Mal in Sachsen vorgelesen. Am 10. August fährt Gesine nach Zittau und Löbau um vor Ort das Buch zu präsentieren. (Anika)

mit Zivilcourage nach Polen

Seit über 12 Jahren schreibt Gesine den antifaschistischen Jugendwettbewerb "Zivilcourage vereint" mit anderen Fraktionskolleginnen und Kollegen aus. In diesem Jahr fuhren acht junge Menschen zwischen 15 und 30 Jahren mit auf die Auszeichnungsreise. In diesem Jahr ging es nach Krakau und Warschau, um die Spuren des antifaschistischen Widerstandes zu erkunden. Aber auch die jüdischen Ghettos beider Städte, sowie ein Besuch der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau standen auf dem Studienplan. 
Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer bewarben sich mit ihrem Engagement gegen Rassismus, Neofaschismus und für Toleranz und Demokratie. Ihr unermüdlicher Einsatz in und neben der Schule sollte mit dieser Fahrt belohnt werden und für die weitere Arbeit motivierenden. Es war eine tolle Erfahrung mit der Gruppe unterwegs zu sein, Zeitzeuginnen kennenzulernen, Gedenkstätten zu besichtigen und viele politisch aktive Menschen zu treffen.

Gemeinsam liefen wir durch die ehemaligen Ghettos Warschaus und Krakaus, verfolgten die Spuren der Widerstandskämpferinnen und -kämpfer. Außerdem und passend zu der aktuellen Lage Polens bekamen wir die Demonstrationen zum 3. Veto mit und trafen junge Aktivisten, die uns über ihre Sorgen und Probleme berichteten. 

Es war eine spannende und aufschlussreiche Reise mit tollen Menschen, die einem Mut machen für die Zukunft, denn sie stehen täglich für Toleranz und gegen das Vergessen ein. Sie waren außerdem wahnsinnig wissbegierig und von den vielen Menschen, die wir getroffen haben, begeistert. Die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau stellte sowohl emotional, als auch inhaltlich einen Höhepunkt der Reise dar. Es ist erschütternd und gleichzeitig unbegreiflich, was an diesem Ort für grauenvolle Taten geschehen sind. Dieser Massenmord ist nicht rational zu erklären, oder zu verstehen und doch müssen wir täglich die Augen offen halten, damit sich das nicht wiederholt. (Anika)

DDR Lehrer könnten besser bezahlt werden

Berliner Zeitung vom 22/23. Juli, S. 12 "Senat könnte DDR-Lehrer besser bezahlen"

"Für Gesine Lötzsch ist der Schlusssatz aus dem gutachten klar. 'Der Senat kann jetzt Gerechtigkeit für die DDR-Pädagogen herstellen. Alles andere wäre 28 Jahre nach dem Mauerfall anachronistisch'"

Dem Gutachten zufolge hätten die Länder weitestgehend Freiheit im Umgang mit dem Laufbahnrecht. Anbei stelle ich Ihnen aus diesem Grund sowohl das Gutachten als auch einen ausführlichen Bericht zur Verfügung: 

 

aus Infolinks (Augustausgabe):

"Ab August erhalten Grundschullehrer genauso viel Geld wie Studienräte am Gymnasium. Das ist nicht nur in Anbetracht des Lehrermangels in Berlin dringend notwendig und eigentlich ein Grund zur Freude. Doch die Freude ist getrübt. 1.500 Lehrer aus dem Ostteil der Stadt sind von dieser Angleichung ausgenommen. Seit 1996 werden Landesbedienstete in Berlin eigentlich gleich bezahlt. Doch jetzt sollen diese Lehrer weniger Geld bekommen als Lehrer, die in den alten Ländern studiert haben. Es geht um Grundschullehrer, die vier Jahre an den DDR-Instituten für Lehrerbildung ausgebildet wurden – und dann als Lehrer, aber auch als Erzieher zum Einsatz kamen und nach der Wende in den Schuldienst übernommen wurden. Sie sollen von der Höherstufung des Grundschullehrergehalts ausgenommen werden. Diese Lehrer, die in der Regel über 30 Jahre Berufserfahrungen haben, sollen nun 500 Euro weniger im Monat bekommen als Kollegen, die gerade die Universität abgeschlossen haben. Das ist ungerecht. Nach der Wende mussten DDR-Lehrer sogenannte Sternchenkurse machen. Sie wurden von der Schulaufsichtsbeamten geprüft und konnten dann in den unteren Klassenstufen unterrichten. Am Institut für Lehrerbildung konnte man auch ohne Abitur studieren. Das wird jetzt als Hindernisgrund für eine Angleichung der Gehälter gesehen. SPD-Vertreter im Berliner Senat verwiesen dabei auf Regelungen des Bundes, die eine Gleichbehandlung der Lehrer unmöglich mache. Ich habe die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages mit einem Gutachten zu diesem Thema beauftragt. Ich wollte wissen, ob ein Bundesland eigenständig eine Angleichung von Lehrergehältern im Grundschulbereich regeln darf. Die Antwort ist ermutigend: „Mit der Föderalismusreform aus dem Jahre 2006 wurde die Gesetzgebungskompetenz für das öffentliche Dienstrecht neu geordnet… Einem Bundesland ist es daher kompetenzrechtlich grundsätzlich möglich, eine Ausgestaltung der laufbahnrechtlichen und der besoldungsrechtlichen Vorgaben für Lehrkräfte vorzunehmen… Für tarifbeschäftigte angestellte Lehrkräfte gelten … die tariflichen Vorgaben. Eine gleiche Bezahlung aller Grundschullehrer kann daher nur im Rahmen dieser Vorgaben erfolgen… Sollten solche Spielräume nicht bestehen, könnte das Bundesland im Rahmen der Tarifverhandlungen eine entsprechende Änderung des tarifvertraglichen Regelwerks anstreben.“ Kurz gesagt, es liegt allein in der Hand des Senats, die 1.500 Lehrer nicht schlechter zu behandeln als alle anderen Lehrer."

 

Kita-Tour

Gesine und ich habe eine kleine Kita-Tour hinter uns. Am Dienstag besuchten wir die Kita Krokofant in Berlin Lichtenberg. Das alte Gebäude erinnerte mich direkt an meine eigene Kitazeit. Wir wurden freundlich von der stellvertretenden Leiterin begrüßt und über die Kita und das Sprachförderprogramm informiert. Die Kita hat Plätze für 166 Kinder und möchte sich in den nächsten Jahren weiter vergrößern. Bis zu 220 Kinder sollen ab 2019 hier unterkommen, um den Bedarf des Bezirkes abdecken zu können. Am Dienstag war zudem Zuckertütenfest. Alle Kinder, die in diesem Jahr in die Schule kommen, wurden mit einer Zuckertüte verabschiedet. Auch ein Garten soll im Hinterhof entstehen, der gemeinsam mit den Kindern und Eltern gestaltet werden soll. Es wimmelte über all von Kindern und Erzieherinnen und Erziehern, die uns mit großen Augen ansahen, als wir die Räume besichtigten. Eine Besonderheit der Kita Krokofant stellt das eigenständige Kochen der Einrichtung dar. Täglich wird frisch gekocht und auch Frühstück wird zusammen eingenommen. Damit werden insbesondere die Eltern entlastet, die ihren Kindern hier nichts mitgeben müssen. 

Mittwoch wohnten wir dem Sommerabschlussfest der Kita Rübchen bei. In diese Kita gehen viele deutsch-russische Kinder und so wurden russische und deutsche Lieder und Gedichte von den Kindern vorgetragen. Das kleine Fest fand im Garten der Kultschule statt und alle Eltern beteiligten sich am Buffet. Es wurde ausgiebig getanzt und gefeiert. Auch hier wurde Kinder mit Zuckertüten beschenkt und sich in angemessenem Rahmen von ihnen verabschiedet. Auf sie wartet nach den Sommerferien die 1. Klasse. 

Heute besuchten wir die Kita Zwergtaucher in Hohenschönhausen. Auch hier guckten uns große Augen an, als wir das Tor zum kleinen Garten öffneten. Die Kita Zwergtaucher ist eine offene Kita, in der es keine Gruppen gibt und jedes Kind selbst entscheiden darf, ob es Mittagsschlaf machen möchte oder nicht. Die Kita ist neu renoviert und besteht seit 2,5 Jahren an diesem Ort. Durch den hohen Migrationsanteil bieten sie auch Sprachförderung an. Gleichzeitig versuchen sie auch Sprachkurse mit den Eltern zu gestalten, um eine breite Integration zu ermöglichen. Neben einem Theaterraum, gibt es auch einen Bewegungsraum und eine Bibliothek für die noch Vorlesepatinnen und Vorlesepaten gesucht werden. 

In allen Kitas werden auch Erzieherinnen und Erzieher gesucht. In den letzten Jahren zeigt sich ein erheblicher Mangel an solchen Fachkräften, was die Öffnungs- und Schließzeiten beeinflusst. 

Wir wünschen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schöne Ferien und bedanken uns bei allen, die sich täglich um unsere Kinder kümmern. (Anika) 

ein Besuch in der Volkshochschule Lichtenberg

An diesem Dienstag, den 18.07., hat Frau Dr. Lötzsch gemeinsam mit dem Bezirksbürgermeister von Lichtenberg, Herrn Grunst, die Margarete-Steffin-Volkshochschule Berlin-Lichtenberg in der Paul-Junius-Straße 71 besucht. Einen herzlichen Empfang bereiteten der kommissarische Leiter Matthias Hartung sowie mehrere Programmbereichsleiterinnen und Programmbereichsleiter.

Mit zehn festen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen werden in der VHS über 36000 Unterrichtseinheiten in etwa 1600 Kursen mit insgesamt 12000 Teilnehmern jährlich abgehalten. Neben einem umfangreichen Fremdsprachenangebot (derzeit 13 Sprachen) werden auch zahlreiche Sportarten und künstlerische Kurse angeboten.

Einen weiteren Schwerpunkt legt die VHS auf die politische Bildung. Zu diesem Zweck gibt es verschiedene Kooperationen, beispielsweise mit dem Deutschen Historischen Museum.

Nicht zuletzt stehen auch berufliche Qualifizierungen von Alphabetisierungskursen bis zu EDV-Schulungen auf der Kursliste.

Schnell wurde deutlich, dass die VHS an ihre Kapazitätsgrenzen stößt und dringend neue Räumlichkeiten sucht. Unter anderem hängt dies auch damit zusammen, dass durch den Flüchtlingszuzug der vergangenen Jahre ein neuer Schwerpunkt in Form von Integrations- und Deutschkursen hinzugekommen ist.

Den Abschluss des Besuches bildete die Besichtigung der frisch renovierten Sporthalle. (Roman)

Erinnerung an die deportierten jüdischen Kinder von Paris

Auf Einladung unserer Freunde Beate und Serge Klarsfeld nahmen Marion, Klaus, Norman und ich am Staatsakt anlässlich des 75. Jahrestages der größten Verhaftungswelle in der französischen Hauptstadt während der Besatzung durch die Hitlerfaschisten im Zweiten Weltkrieg teil. Am 16. und 17. Juli 1942 wurden im Pariser Radrennstadion Velodrome d’Hiver 13000 Jüdinnen und Juden zusammengetrieben, darunter 4000 Kinder. Nach qualvollen Tagen unter dem aufgeheizten Glasdach des Velodroms wurden sie in Vernichtungslager deportiert. Nur wenige überlebten.

In jedem Jahr wird an dieses Ereignis erinnert.  Seit 2000 wird landesweit am Jahrestag der Razzia der „Nationale Erinnerungstag für die Opfer der rassistischen und antisemitischen Verbrechen des französischen Staates“ begangen. In diesem Jahr waren besonders viele Gäste gekommen. Mehr als 800 Menschen hatten es auf die Teilnehmerliste geschafft. In Frankreich herrscht immer noch der Ausnahmezustand und die Sicherheitsvorkehrungen waren hoch. Als Redner wurde der neue französische Präsident Macron erwartet.

Besonders eindrucksvoll während der feierlichen Zeremonie waren für mich die Reden von Überlebenden, eleganten Damen, die von den Verletzungen, Diskriminierungen und Verbrechen aus ihrer Kindheit und Jugend berichteten. 

Beate und Serge Klarsfeld hatten mit ihren Freunden von der Organisation „Söhne und Töchter der Deportierten“ pünktlich zum 75. Jahrestag eine neue Erinnerungsstätte vorbereitet, einen Steingarten mit den Namen und dem Alter der 4000 deportierten Kinder. Jahrelange akribische Forschungsarbeit war dem vorausgegangen.

Präsident Macron bekräftigte aus aktuellem Anlass noch einmal das Schuldbekenntnis, das erstmals 1995 der damalige Präsident Jacques Chirac gegenüber den Opfern abgelegt hatte. An der Verhaftung der Juden waren ausschließlich französische Polizisten beteiligt, mindestens 4500.

Jeder wusste, dass Macron mit diesen Worten sich gegen die Behauptung der Front-National-Chefin Le Pen wandte, dass Frankreichs nichts mit Verfolgungen und Deportationen zu tun gehabt habe.

Nach Ende der Veranstaltung hatten wir noch Gelegenheit, Blumen an der Gedenkmauer niederzulegen.

Ich bewundere Serge und Beate Klarsfeld, immerhin schon 82 und 78 Jahre, für ihre schier unerschöpfliche Energie und ihren Einsatz für ihre Überzeugungen.

Neo-Nazi-Treffen überall in Europa zeigen, wie wichtig und aktuell dieser Kampf ist.

Wie gut, dass wir mit vielen anderen gemeinsam erreichen konnten, dass Beate und Serge 2015 endlich mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurden. 

Ab nach Schweden

Wie in jedem Jahr finanziert Gesine Lötzsch mehrere Ferienplätze für Kinder aus bedürftigen Familien. Dieses Jahr geht es in Kooperation mit dem „Kinderring e.V.“ nach Schweden ins dreiwöchige Zeltlager. Insgesamt hat sie in diesem Jahr 1800 Euro gespendet. Es ist wichtig, Kindern Erholungszeit außerhalb der Stadt zu ermöglichen. Soziale Teilhabe umfasst auch in Gemeinschaft verreisen zu können. Wir wünschen allen Kindern jede Menge Spaß und Erholung.

Wortgewaltiger Jahresempfang

Bürgermeister Michael Grunst im Talk über seine bisherige und zukünftige Arbeit
Gesine Lötzsch, Kerstin Zimmer, Norman Wolf und der langjährige Geschäftsführer Wolfgang Schmidt
Jessy James la Fleur bei ihrem Auftritt
Die Fraktionsvorsitzende Kerstin Zimmer gratuliert Herrn Kulessa zum LILIKO
"Pichy" von Cuba Si brachten kubanisches Flair ins Osteeviertel
Scheckübergabe an das Kaliningrad-Projekt

Die Spoken word Künstlerin Jessy James la Fleur und die kubanische Band Pichy machten den Jahresempfang der BVV-Fraktion zu einem kulturellen Leckerbissen. Beeindruckt von vorgetragenen und wortgewaltigen Geschichten und lateinamerikanischem Flair genossen mehr als 90 Gäste den sommerlichen Abend im Nachbarschaftshaus im Ostseeviertel. Die BVV-Fraktion zeichnete im Rahmen des Empfangs das Sozialkaufhaus mit dem LILIKO, dem Linken Lichtenberger Kommunalpreis, aus. Das Sozialkaufhaus mit dem Leiter, Herrn Kulessa, ist eine Einrichtung, die preiswerte neu hergerichtete Möbel und vieles für den täglichen Gebrauch an Bedürftige verkauft. Einen weiteren Preis überreichte Gesine Lötzsch an das "Kalingrad Art Space Projekt. 500 Euro von der Fraktion DIE LINKE. im ermöglichen  14 Kalingrader Künstlerinnen und Künstler die Teilnahme am Kunstfestival "48 Stunden Neukölln".

Einsam sind wir Töne, gemeinsam sind wir ein Lied!

Am 09. Juli fand der 12. Lichtenberger Chorsommer statt. Noch gut eine Woche später wirkt das musikalische Fest im Karlshorster Kulturhaus nach, melden sich Menschen, die den Chorsommer erlebt haben. Sechs Chöre von denen die Mehrheit ihre Wurzeln in Lichtenberg hat, traten auf. Den Anfang machte der Begegnungschor, der Alt- und Neuberliner, wie es sein Chorleiter Bastian Holze formulierte, vereint. Die Gründungsidee dieses ungewöhnlichen Chores wird ständig gelebt und weiterentwickelt. Jede und Jeder kann Mitglied dieses Chores werden, vorausgesetzt er oder sie bringt einen Geflüchteten mit, zum Kennlernen, zum Reden und schließlich zum gemeinsamen Singen. So bunt wie seine Mitglieder ist auch das Repertoire. Mit „Hallo Nachbar“, dessen Ursprung das tunesische Volkslied „Sidi Mansur ist, stieg der Chor ein und riss die Besucher der Veranstaltung mit. Singen steckt an und so ließen nicht wenige ihren Gefühlen freien Lauf. Sie sangen, mehr oder weniger textssicher mit, klatschten was das Zeug hielt und wurden auf diese Weise Mitwirkende. Yuki Inagawa, die Leiterin des Clara-Schumann-Kinder- und Jugendchors nutzte ihr Pult, um den Kanon „Es tönen die Lieder“ gemeinsam mit dem Publikum und ihrem Chor zu singen.

Manchmal kann ein Lied ein ganzes Leben verändern. Olaf Ruhl wollte eigentlich Pfarrer werden, als er eines Tages das Lied "Donna, Donna“ auf der Gitarre anstimmte. Er wusste damals nicht, dass es eine alte jiddische Weise ist. Jahre später und nach einigen Workshops zu Klezmer und jiddischen Liedern hatte er seine Berufung gefunden. Der Saarländer zog in den Weitlingkiez und trat dort mit jiddischen Liedern gegen Antisemitismus und Rassismus auf. Die Folge: Es fanden sich Gleichgesinnte, die mit ihm Mitte des vergangenen Jahres „Khaloymes“ gründeten.

Canzonetta kam mit seinem Kinder- und Jugendchor schon gut „eingesungen“ ins Kulturhaus, da vor dem Konzert ein Imagevideo im Tierpark gedreht wurde. Die jungen Sängerinnen und Sänger sind nicht nur beim Lichtenberger Chorsommer gern gesehen, sondern werden häufig auch für Rundfunk- und Fernsehsendungen engagiert. Es spricht für die Qualität und das enorme Engagement der Chorleiter, Cornelia Ewald und Joachim Kuipers, die mit viel Zeit und Herzblut die Musikalität jedes Kindes und Jugendlichen fördern. 

Januschka vom Lyra e.V. brillierte am Ende des Konzerts mit russischen und deutschen Volksliedern. Als Yana Afonina, Leiterin des Chores, die erste Takte „Kalinka“ oder die „Berliner Luft“ anstimmte, hielt es niemanden mehr auf den Plätzen. Der 12. Lichtenberger Chorsommer leuchtete in vielen musikalischen Farben. Er war nicht zuletzt auch der Dank aller Beteiligten für die wunderbare Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Kulturhauses Karlshorst. (Marion)

Zu Besuch im Garten und beim Chorsommer

Schneefall in Hohenschönhausen. Gab es am Freitag. Wie schon im letzten Jahr sorgten wir beim Seenfest in Malchow für eine kalte Überraschung. Und damit ist nicht der später einsetzende Regen, sondern der Schnee gemeint, den wir aus der Eishalle am Sportforum zuvor abholten. 

35 Jahre Kleingartenanlage am Außenring. Dieses Jubiläum war Grund genug, in der Astridstraße vorbeizuschauen und mitzufeiern. Gesine gratulierte Herrn Dittmann, dem Vorsitzenden dazu. Herr Dittmann ist übrigens seit 32 Jahren Vorsitzender der Anlage. Ebenso statteten wir der KGA Falkenhöhe Nord einen Besuch ab. Hier findet jedes Jahr der Hohenschönhausener Gartenlauf statt. Wir durften beim Line-Dance die neue Tanzfläche einweihen. Der Empfang war auch hier sehr herzlich. Der Sonntag stand ganz im Zeichen des Chorsommers. Den Auftakt bildete der Begegnungschor. Hier darf jede und jeder mitsingen. Einzige Bedingung: Jeder Teilnehmer bringt einen Geflüchteten mit. Dadurch finden internationale Begegnungen und gemeinsames mehrsprachiges Singen statt. Nahezu Musicalcharakter hatte der Clara-Schumann-Chor. Die Kinder und Jugendlichen haben den Saal gerockt. Herzlichen Dank auch an alle anderen Chöre, die beim 12. Lichtenberger Chorsommer teilgenommen haben.

Zu Besuch bei Matrjoschka

Endlich ist die Kitazeit vorbei. Die bilingualen Kinder des Kindergartens „Matrjoschka“ sind bereit für den Schulanfang. Zu diesem Ereignis präsentierten sie Ihren Eltern und Erziehern ein wundervolles Programm. Hierzu gehörte unter anderem ein Theaterstück mit der Nachricht „Eltern, bitte seid nicht so streng, wir sind doch noch Kinder“. Anschließend wurde gesungen (auf russisch und deutsch), getanzt und Abschiedsgeschenke an alle verteilt. Tränen flossen bei Eltern und Erziehern, die schöne Zeit ist vorbei.  

Zu Gast im Leydicke

Gestern Abend war Gesine zu Gast in der Kiezkneipe Leydicke im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Zunächst las sie aus ihrem Buch "Immer schön auf Augenhöhe". Im Anschluss folgt eine Diskussion u.a. mit Harald Gindra - MdA-Seite über die Situation in der Großgörschen-/Katzlerstraße. Hier wollte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) Wohnhäuser veräußern. Herzlichen Dank an Alexander King für die Einladung. 

Sleevematix - ein Unternehmen in Hohenschönhausen

Heute besuchten Gesine und ich das Unternehmen Sleevematix. Ein komplizierter Begriff, aber dahinter verbirgt sich ein Produkt welches jeder schon einmal gesehen hat und es vielleicht auch täglich nutzt. Es geht um die kleine Hülle um den Kaffebecher to go, der verhindert, dass man sich die Finger morgens auf dem Weg zu Arbeit verbrüht. Doch sleevematix macht eines anders - der Halter ist wiederverwendbar, lokal hergestellt und umweltfreundlich. Dazu kann man ihn auch noch individualisieren lassen. Er sieht also schick aus, ist super praktisch und handlich. Das Ein-Mann-Unternehmen sitzt in Hohenschönhausen und wird von Marco Gräber geführt. Herr Gräber arbeitet mit viel Leidenschaft an der Perfektionierung des Produktes und zeigte uns mit viel Geduld seine Produktionsstätte sowie die Arbeitsabläufe zur Herstellung.

Wir unterhielten uns auch über die finanzielle Situation und die Schwierigkeiten in Berlin Lager- und Werkstatträume zu bekommen. Auch die Beantragung von Finanzmitteln gestaltet sich für kleine Unternehmen, die die Ressourcen nicht haben, sehr schwer. An uns wurde der Wunsch heran getragen, eine Beratungs-und Informationsstelle für Gründer einzuführen, die bei den ersten und bürokratischen Schritten Hilfe anbietet aber auch Hilfe vermittelt. (Anika)

„Vorurteile abbauen Antisemitische Ressentiments bekämpfen“

Die Schüler des „Manfred-von-Ardenne-Gymnasiums“ beschäftigten sich in ihrem Workshop mit dem Thema „Vorurteile abbauen Antisemitische Ressentiments bekämpfen“, wo sie auch praktisch aktiv wurden. Sie entwickelten Plakate, welche sie auch vor einem Publikum vorgestellt haben, in denen es u.a. um Judenhass und Rassismus auf Grund der Hautfarbe ging. Sie präsentierten Bilder mit Malereien, die den Rassismus ausdrücken und in Deutschland gefunden wurden. All dies wurde von Lehrern und Erfahrenen zu diesen Themen geführt, welche ebenfalls ihre Reden hielten. (Dunja) 

Jubiläum und Spendenlauf

Freundlicher Empfang durch den Vereinsvorsitzenden Herrn Pilz (links). Auch Bürgermeister Michael Grunst kam zum Jubiläum.

Am Wochenende fanden eine Reihe von Veranstaltungen statt, wo DIE LINKE Präsenz zeigte. Beim „Run for Help„ liefen wir für eine gute Sache. Die Alexander-Puschkin-Schule unterstützt seit vielen Jahren mit dem Spendenlauf ihre Partnerschule in Mosambik, Maputo. Insgesamt spendeten wir 100 Euro für einen guten Zweck. So wird die Schule z.B. mit Unterrichtsmaterialien unterstützt. Außerdem feierten wir das Jubiläum 100 Jahre Kleingartenanlage Feldtmannsburg. „Vom Kartoffelgarten zum Natur- und Freizeitidyll - 100 Jahre Kleingartenanlage Feldtmannsburg“ hieß auch eine Ausstellung, die dazu gezeigt wurde. Im Weltkriegsjahr 1917 wurde die Anlage durch das Rote Kreuz eingerichtet. Es sollten auf kleinen Parzellen angebaute Kartoffeln den Hunger der ersten Gärtner lindern. Die Anlage wurde auf der Lichtenberger Seite durch einen Bebauungsplan gesichert. Damit steht sie hier unter dauerhaftem Schutz.

Keine Drohnen für die Bundeswehr!

Keine Drohnenanschaffung für die Bundeswehr! Heute habe ich kurz vor der Sitzung des Haushaltsausschusses Unterschriften gegen die Anschaffung von Kampfdrohnen entgegengenommen. Die Anschaffung würde 1 Milliarde Euro (ohne Bewaffnung) kosten. Die Koalition will eine Milliarden-Rüstungspaket durchwinken. Dem werden wir uns entschieden entgegen stellen.

https://www.facebook.com/gesine.loetzsch/photos/pcb.10154911733484983/10154911733399983/?type=3

Fest der Linken

10 Jahre DIE LINKE, 10 Jahre Eintreten für Gerechtigkeit und Frieden. DIE LINKE lud am Wochenende zum Fest der Linken. Zum Auftakt am Freitag stellten die Berliner Kandidaten das frisch gedruckte Wahlprogramm vor. Ziel ist es, alle Direktmandate zu verteidigen und eines mit Pascal Meiser in Friedrichshain-Kreuzberg hinzuzugewinnen. In einer Diskussionsrunde am Samstag stellten sich Gesine Lötzsch und Klaus Ernst in der Volksbühne den Fragen der Besucher. Beide waren von 2010-bis 2012 Parteivorsitzende. Außerdem las Gesine in vollen Räumen der Jungen Welt aus ihrem Buch „Immer schön auf Augenhöhe“ vor. Das waren längst noch nicht alle Termine. Als Schirmherrin eröffnete Gesine Lötzsch am Samstag die Veranstaltung "Jung und Parkinson", schaute beim Münsterlandfest vorbei, besuchte das Weite Theater zum 25-jährigen Jubiläum und begrüßte am Sonntag zusammen mit Petra Pau Neumitglieder. 

Es stellt sich vor: Dunja Arafa

Mein Name ist Dunja Arafa, nach meinem 6-jährigen Aufenthalt in Ägypten bin ich nach Deutschland zurückgekehrt. Mein Abitur mache ich in Form eines Fernstudiums. Um dies verwirklichen zu können absolviere ich die Vorbereitungen für das externe Abitur in Hamburg. Zur Zeit mache ich glücklicherweise ein Praktikum im Parteibüro von Gesine Lötzsch (“Die Linke”). Mit meinen 17 Jahren bin ich sehr reif und ich freue mich auf die Herausforderung meinem Praktikum gewissenhaft nachzukommen. 

"Immer schön auf Augenhöhe".

Gestern fuhren, Gesine, ihr Buch und ich nach Erfurt. Auf Einladung von Bodo Ramelow ging es nach Thüringen, um aus dem Buch zu lesen und mit Bodo über gemeinsame politische Zeiten zu reden. Es war ein sehr familierer Abend, an dem auch ich als Mitarbeiterin viele neue Geschichten der beiden hören durfte und über die Kämpfe und Freuden des politischen Alltags geplaudert wurde. Auch das Publikum diskutierte angeregt über die Themen Gemeindeschwester, Bildung oder Bodos Stand als Ministerpräsident. Wir wurden herzlich aufgenommen und Gesine konnte dem Publikum mit ihren kleinen, aber detailreichen Geschichten oft ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern.

Meister/in von Morgen

Kleine Nachlese zum Parteitag: Petra Pau und ich nutzten unseren Aufenthalt in Hannover, um am Sonntag die Ideenexpo zu besuchen. Wir erzählten von der MMM - der Messe der Meister von Morgen - und fühlten uns verstanden.

Was ist Glück?

Hier meine Rede zur Jugendweihe, die ich am 10. Juni gehalten habe. (Es gilt das gesprochene Wort)

Außerdem habe ich dem Verein, der die Jugendweihe jährlich ausrichtet, einen Scheck unseres Fraktionsvereins überreicht. Das war mir eine große Ehre und Freude zugleich. Denn viele Familien können das Geld für eine Jugendweihefeier und alles was dazu gehört nicht aufbringen. Mit der Unterstützung unseres Vereins konnte vielen Jugendlichen dieses schöne Ereignis in ihrem Leben ermöglicht werden.

REDE

Heute ist ein aufregender Tag für Euch und Eure Verwandten. Tausend Dinge gehen Euch gerade durch den Kopf: Sitzt meine Frisur richtig, ist mein Anzug nicht doch zu eng, werde ich stolperfrei auf die Bühne kommen, beachtet mich das Mädchen aus der Nachbarklasse, wird meine Oma „mein Kleiner“ oder „Moppelchen“ zu mir sagen, wenn neben mir gerade meine neue Freundin aus der Parallelklasse steht? Diese Fragen werden Euch schon morgen nicht mehr beschäftigen. Ich will mit Euch über eine andere Frage sprechen, die Euch ein Leben lang beschäftigen wird. Eine Frage, die häufig gestellt wird, die aber keiner wirklich allgemeingültig beantworten kann.

Die Frage lautet: Was ist Glück? Diese Frage stellt sich jeder Mensch in seinem Leben. Die Frage haben sich schon Generationen vor Euch gestellt und sie ist immer noch nicht erschöpfend beantwortet. Wenn Ihr ins Kino geht, Fernsehen schaut und gleichzeitig im Internet surft, dann bekommt ihr auf diese Frage sehr verschiedene oder gar keine Antworten.

Ist es Geld, was glücklich macht?

Ist es ein Smartphone?

Sind es schnelle Autos?

Eine schöne Freundin?

Ein starker Freund?

Eine große Familie?

Für den einen ist es das größte Glück, bei Günter Jauch eine Million Euro zu gewinnen. Für die andere würde ein Traum in Erfüllung gehen, wenn sie bei  der Heidi-Klum-Show:  "Germany’s Next Topmodel" dabei sein könnte. Es gibt Wissenschaftler, die sich ein Leben lang damit beschäftigen, die Glücksformel zu knacken. Die dicke Bücher darüber geschrieben haben, aber die Frage auch nicht zufrieden stellend beantworten konnten. Jeder von Euch weiß, dass Glück nicht von Dauer ist. Häufig dauert dieses Gefühl nicht länger als einen Augenaufschlag. Aber es ist die schönste Droge der Welt. Dieses Gefühl kann keine Zigarette, kein Bier und kein Joint erzeugen. Das sind alles Ersatzdrogen, die in der Regel auch noch einen schlechten Nachgeschmack haben und unheimliche Kopfschmerzen am nächsten Tag zur Folge haben können.

Oder denkt an den letzten Geburtstag, an die Geschenke auf die ihr ein Jahr gewartet, von denen ihr vielleicht geträumt habt: Ein Fahrrad, Inline Skates oder sogar ein Smartphone. All diese Geschenke haben bei euch vielleicht Glücksgefühle hervorgerufen, doch jetzt gehören sie euch, ihr seid dankbar, aber das Glück ist verflogen.Später, wenn ihr euer eigenes Geld verdient, werdet ihr merken, dass man sich gern eine Freude macht und etwas kauft, was man eigentlich nicht braucht.

Glück stellt sich dabei selten ein. Es sind in der Regel nicht die materiellen Dinge, die uns glücklich machen. Es gibt Menschen, die sind scheinbar glücklich, wenn sie Macht über andere Menschen haben, wenn sich Menschen vor ihnen fürchten. Das sind traurige Gestalten, sie werden zwar gefürchtet, aber nicht geachtet und geliebt. Es sind meistens sehr einsame und unglückliche Menschen.

Was macht mich glücklich?

Ich will Euch von einem Buch erzählen. Es ist in Großbritannien erschienen und heißt: „We are what we do“. Wir sind das, was wir tun. Das Buch wurde auch in die deutsche Sprache übersetzt. Bei uns heißt es: “Einfach die Welt verändern – 50 kleine Ideen mit großer Wirkung“. Das Buch könnte eine Revolution in den Köpfen der Menschen auslösen. Ist es nicht so, dass viele Menschen resignieren und meinen, dass man die Welt nicht ändern könne, dass es nur den Mächtigen vorbehalten sei, die Welt zu ändern. Das stimmt nicht! Auch die Mächtigen, die vielleicht einmal gute Vorsätze hatten, haben oft auf dem langen Weg zur Macht ihre guten Vorsätze vergessen oder aufgegeben, um noch mehr Macht zu gewinnen oder sie nicht zu verlieren. Also wartet nicht, bis ihr mächtig seid, sondern verändert einfach jetzt die Welt mit Euren Mitteln und Möglichkeiten.

Übrigens: die Autoren des Buches haben in der Finanzwelt und der Werbeindustrie Geld verdient und erkannt, dass sie das nicht glücklich macht. Sie haben ihre Jobs aufgegeben und haben dieses Buch geschrieben.

Ich möchte aus dem Vorwort vorlesen:

„Wir leben in merkwürdigen Zeiten. Es gibt mehr Möglichkeiten, miteinander zu kommunizieren, als je zuvor, und doch leben immer mehr Menschen allein… Die Reichen werden reicher, aber erschreckend viele Menschen leben auch bei uns unter der Armutsgrenze. Die meisten von uns haben das Gefühl, dass etwas Wichtiges in ihrem Leben fehlt.“

 

Hier eine Auswahl kleiner Ideen der Autoren:

Aktion 5: Für ein Lächeln brauchst du nur halb so viele Muskeln wie für ein Stirnrunzeln. Und außerdem macht es doppelt so viel Spaß – dir und den anderen. Diese Aktion kann uns weiterhelfen. Bitte nehmt die Aggression und die Gleichgültigkeit aus Euren Gesichtern und vor allem aus Eurer Sprache, wenn ihr am Montag wieder in die Schule geht. Ihr werdet sehen, Ihr fühlt euch besser.

Aktion 23: Studien zeigen, dass Kinder, die gemeinsam mit ihren Eltern essen, deutlich besser mit Angst und Stress umgehen. Einer von vielen guten Gründen für einen kleinen Familienklatsch bei Tellergeklapper. Natürlich sind Familien manchmal unangenehmer als ein Mückenstich am Knöchel. Andererseits: Man kann auch mit niemandem besser lachen.“ Ich habe diese Aktion ausgewählt, weil ich sie für ganz wichtig halte. Es ist ganz leicht mit seinen Freunden stundenlang zu quatschen oder zu chatten, aber es ist schwerer mit seinen Eltern und Großeltern im Gespräch zu bleiben.

Mein Vorschlag: Nächsten Sonntag den Frühstückstisch decken und mal ausführlich mit der Familie ins Gespräch kommen. Nun wird der eine oder andere sagen, das ändert doch nicht die Welt. Wenn ich das mache, werden trotzdem Kinder verhungern oder in sinnlosen Kriegen sterben. Das stimmt. Aber als Erstes geht es darum, dass ihr bereit seid, euch zu ändern. Wenn ihr es tut, werdet ihr stolz auf euch sein, vielleicht auch glücklich – und das ist ansteckend. Andere Menschen werden es merken und eurem Beispiel vielleicht folgen. Natürlich steht es Euch frei, eigene Ideen zu haben, wie die Welt geändert werden kann. Fangt in der Schule damit an. Fragt Eure Eltern, Großeltern, Nachbarn oder Mitschüler was sie glücklich macht? Vielleicht seid Ihr ja die Glücksbringer, vielleicht müsst Ihr nur eine schlechte Gewohnheit abstellen, um ein glückliches Lächeln auf das Gesicht Eurer Mutter oder Eures Vater zu zaubern. Wichtig ist nur, dass Ihr bei allem, was ihr macht drei Grundregeln beachtet: Die Würde des Menschen ist unantastbar. So steht es im Grundgesetz unseres Landes.  Dabei ist es egal, ob andere Menschen deine Auffassungen teilen, eine andere Hautfarbe haben, ob sie an den einen oder anderen Gott glauben oder einer Kultur angehören, die uns völlig fremd ist. Der Zweck heiligt nie die Mittel. Selbst wenn Ihr etwas sehr Gutes wollt, wenn ihr einen Menschen oder die ganze Welt retten wollt, dürfen die Mittel, die Ihr anwendet, niemals der ersten Regel widersprechen; sie dürfen nicht die Würde von Menschen verletzen. Versucht nicht, alle Probleme allein zu lösen. Sucht Euch Gleichgesinnte. Um Hilfe bitten, kostet nichts. Viele Menschen freuen sich sogar, wenn sie um Hilfe gebeten werden. Denn sie haben dann das Gefühl von Euch gebraucht zu werden. Mein Lebensmotto lautet deshalb: Solidarisch geht es besser. Wer diese drei Regeln beachtet, hat die besten Voraussetzungen glücklich zu werden und das wünsche ich heute ganz besonders Euch, Euren Verwandten und Freunden.

Ich wünsche Euch ein erfolgreiches Leben, vor allem ein Leben in Frieden.

Herzlichen Glückwunsch zur Jugendweihe!

 

Ausstellungseröffnung "Der Deutsche Bundestag"

Heute durfte ich die Ausstellung "Der Deutsche Bundestag" im Allee-Center Berlin eröffnen. Es handelt sich dabei um eine Wanderausstellung des Deutschen Bundestages, die den Besucherinnen und Besuchern erklärt und eindrücklich zeigt, wie mein Arbeitsplatz funktioniert und welche Aufgaben ich als Abgeordnete habe. Mein Gast zur Eröffnung war Petra Pau, Vizepräsidentin des Bundestages. Zur Eröffnung erzählte sie von ihren Aufgaben als Vizepräsidentin und von den Schwierigkeiten des sehr neutralen, parteilosen Amtes und dem Status der Abgeordneten der Linksfraktion. Auch ich bin seit 2013 in einer solchen Funktion durch den Vorsitz des Haushaltsausschusses. Nach einem kurzen Gespräch zwischen Petra und mir sowie der Eröffnung durch den Center Manager, schnitten wir bei chilenischen Gitarrenklängen die Bundestagstorte an. 

Wer auch noch etwas über die Arbeitsweise des Deutschen Bundestages lernen möchte, kann noch bis Ende dieser Woche im Allee Center die Ausstellung besuchen. Nebenbei gibt es eine Tombola mit tollen Gewinnen. Gewinnerinnen und Gewinner werden am Donnerstag 16 Uhr zur Lesung meines Buches "Immer schön auf Augenhöhe" gezogen. Sie sind herzlich willkommen.

24. Lichtenberger Sozialtage

Am Donnerstag haben die 24. Lichtenberger Sozialtage im Lindencenter in Hohenschönhausen begonnen. über 20 vereine und Initiativen informieren über das Gesundheits- und Sozialangebot des Bezirks Lichtenberg. Neben Zahnpflege und Intergrationskursen, gab es auch Informationen zu gesunder Ernährung, Patienverfügungen oder Gymnastik. Für Jung und Alt gab es viel zu lesen und zu lernen. Zu Beginn zeichnten Michael Grunst, Katrin Framke und Birgit Montero viele ehrenamtlich Tätigen Lichtenbergerinnen und Lichtenberger und dankten ihnen für den täglichen und unermüdlichen Einsatz. Auch ich bin begeistert über die Vielzahl an Angeboten und Informationsständen und bedenke mich recht herzlich bei allen Helferinnen und Helfern.

Das schwierige Thema der Renten

Dr. Martina Bunge,ehemalige Bundestagsabgeordnete und Beraterin in Rentenfragen lud Gesine am Mittwoch in die KULTschule in der Sewanstraße ein, um mit vielen Menschen über das Thema der Rente im allgemeinen, aber auch über das Thema Ostrenten im spezifischen zu reden. Ich, als sehr junge Mitarbeiterin von Gesine, hatte mich vorab informiert - zum Glück, denn wie sich herausstellte sind Rentenpunkte, Berechnungsgrundlagen, Ost-West-Unterschiede nicht unkompliziert. Martina gabe einen kurzen Überblick über die akteulle Situation und ging im Anschluss auf Fragen des Publikums ein. Gerade die Bereiche Mütterrente oder Ostrenten wurden heiß diskutiert. Auch das Thema in der DDR geschiedene Frauen wurde erläutert. Feststeht, dass noch eine Menge zu tun gibt, um eine Angleichung aller zu erzielen. Doch soweit auch für mich das Thema scheint, ist mir am Mittwoch klar geworden, dass es sich lohnt auch heute schon für gerechte Renten zu kämpfen, um für die jetztige Rentengeneration, aber auch die nachfolgenden etwas zu bewegen. (Anika)

Stolpersteine in der Eitelstr. 27

Zum Andenken an die Familie Kiwi und Drucker wurden am Samstag, den 3. Juni  fünf Stolpersteine  in der Eitelstrasse 27 verlegt. Von hieraus wurden sie 1943 verschleppt und nach Auschwitz deportiert und ermordet. Gunter Demnig, Künstler des Projektes Stolpersteine, verlegte die Steine persönlich. Ein Lied, das ihnen während ihrer Haft Hoffnung gab, wurde zur Velegung gespielt. Stolpersteine erinnern an die Opfer der NS-Herrschaft vor dem letzten, freiwillig gewählten Wohnort. Damit regen sie zum Nachdenken an und zeigen eindrücklich in ganz Europa wie viele Einzelschicksale vernichtet wurden. In Gedanken soll man über sie stolpern, wenn man sie sieht. Drüber laufen darf man trotzdem. Denn die 10x10 cm großen Steine sind aus Messing und bleiben glänzend, wenn sie genutzt werden.

WHITEvoid - Lichtkunst aus Lichtenberg

Heute besuchten Gesine und ich das in Lichtenberg ansässige Unternehmen WHITEvoid. Das Unternehmen, gegründet von Christopher Bauder, sitzt in der Rummelsburger Bucht und entwickelt und baut Lichtinstallationen. Den meisten könnte die Firma durch die Lichtgrenze in Berlin zu 25 Jahre Mauerfall bekannt sein. Damals bildete das Unternehmen die Mauer mit Leuchtballons nach. Heute besteht das Team aus ca. 20 Personen, Ingenieuren, Architekten, Produktdesignern und Software-Programmierern. Gemeinsam arbeiten sie an Lichtkunstwerken für weltweite Veranstaltungen. In Lichtenberg suchen sie eigentlich nach einem geeigneten Ort, um ein neues Lager zu bauen, denn derzeit nutzen sie eines in Tegel – und das ist doch ein bisschen zu weit weg, um regelmäßig hin und her zu fahren. Auch das Beantragen von Fördermitteln ist für eine projektbezogene, kleine Firma sehr schwierig. Sicherheiten und Garantien sind nur sehr schwer vorab zu geben und dadurch fallen sie durch viele Antragsraster. Über solche Probleme der Wirtschaftsförderung, den Bezirk Lichtenberg und Gesine als Abgeordnete wurde in einer sehr netten Atmosphäre gesprochen. Für mich selbst war es ein sehr interessanter und außergewöhnlicher Termin, der die Vielfalt der Lichtenberger Unternehmenslandschaft zeigt. (Anika) 

Im Juli eröffnet ein Familienbüro in der Große-Leege-Straße

Am 1. Juni ist Kindertag. Das haben wir zum Anlass genommen unsere Initiativen vorzustellen. Übrigens: Auch in diesem Jahr verschenke ich wieder Ferienplätze für Kinder aus meinem Wahlkreis. Diesmal drei Wochen nach Schweden vom 19.7.-9.8. Bei Interesse bitte Mail an gesine.loetzsch@bundestag,de oder Nachricht auf fb. Die Berliner Woche berichtet

Besuch in Strausberg

Am heutigen Dienstag wurde ich nach Strausberg eingeladen, um mit Bürgerinnen und Bürgern über verschiedene Anliegen zu reden, mich vorzustellen und auch über die Bundestagswahl einmal persönlich miteinander ins Gespräch zu kommen. Neben meiner Arbeit im Haushaltsausschuss waren die zahlreich erschienenen interessiert daran mehr über das sogenannte 2%-Ziel im Bereich der NATO zu erfahren, fragten aber auch wann denn endlich der Berlin-Bonn-Umzug in Tat umgesetzt und warum das Pflegepersonal so schlecht bezahlt werde. Es war eine sehr herzliche Runde, die mich zu sich ins Haus einlud und mit mir bei Kaffee und Kuchen über aktuelle politische Themen sprach. Viele bedanken sich recht freundlich und sagten auch, dass so ein persönlicher Kontakt mal eine schöne Abwechslung sei - man sehe sich ja sonst doch nur im Fernsehen. (Anika)

Ausstellung von Saskia Wenzel

Saskia Wenzel malte schon an der Seite ihres Vaters, der selbst Maler ist. Hier erlernte sie ihr Handwerk. Saskia Wenzel lebt und arbeitet in Hohenschönhausen. Sie gibt Malkurse an der Jugendkunstschule. Außerdem ist sie Bezirksverordnete. Kunst ist für sie auch immer politisch, was in ihren Werken zum Ausdruck kommt. So malte sie Helmut Kohl in der Gestalt des Froschkönigs, ihm gegenüber sitzt die "kleine DDR". Wer neugierig geworden ist, kann noch bis Oktober ihre Gouachen, Skizzen und Aquarelle im Wahlkreisbüro in der Zingster Straße 12 ansehen.

 

 

100 neue Betten

Rund 100 Betten werden am Standort des Sana-Klinikums bzw. Oskar-Ziethen-Krankenhauses entstehen. Die Eröffnung ist für Mitte 2019 vorgesehen. Damit vollzieht sich eine Verdichtung auf dem Gelände des Klinikums wie im ganzen Bezirk. Das neue Haus G wird vor allem für die Geriatrie und die Palliativmedizin geschaffen. Immer mehr Menschen ziehen nach Lichtenberg und immer mehr Menschen erreichen ein Alter über 80 Jahre. Dieser Entwicklung trägt das Krankenhaus Rechnung. Wir wünschen viel Erfolg dabei!

Menschen statt Profite

Heute ist Tag der Pflege. Weshalb unser Modell der Solidarischen Gesundheits- und Pflegeversicherung, in Verbindung mit einer gerechteren Steuerpolitik, gut für alle ist. Wir protestierten heute für bessere Bedingungen in der Pflege, für eine solidarische Gesundheits- und Pflegeversicherung. Weitere Infos

 

Lesen gegen das Vergessen

Am 10. Mai 1933 ließen die Nationalsozialisten die Werke "undeutscher" Autoren in einer öffentlichen Großveranstaltung verbrennen.

Die Geschichte wird von rechten Parteien jetzt neu erfunden. Dabei spielen historische Fakten immer weniger eine Rolle. Das ist ein gefährlicher Trend. Wer nicht will, dass sich Geschichte wiederholt, der muss die Gegenwart verändern.

Wir wollen mit Ihnen gemeinsam ein Zeichen gegen Geschichtsfälschung setzen. Wir wollen an Schriftstellerinnen und Schriftsteller erinnern, deren Bücher am 10. Mai 1933 in 22 deutschen Universitätsstädten – beginnend auf dem heutigen Bebelplatz in Berlin – öffentlich verbrannt wurden. Das wollen wir nicht vergessen.

Vortrag von Schauspieler*innen vom Theater an der Parkaue Über das Verbrennen von Büchern Ringelnatz: Überall, Heimatlos
Ronald Paris las aus Hans Grundig "Aschermittwoch"
Die Schrifstellerin Gisela Steineckert las aus einem Text über Eva Lippold von Gisela Steineckert —
Nina Kronjäger las aus Tucholsky
Der Sänger Tino Eisbrenner las aus dem Brechtgedicht Friede auf unserer Erde (nach Neruda).
Wolfgang Kohlhasse las aus Anna Seghers: Aufstand der Fischer von St Barbara —
Jutta Wachowiak las aus Stefan Zweig "Die Welt von gestern"
Die Schriftstellerin Marion Brasch las aus einem Brief, den Stefan Zweig am 10. Mai 1933 an Romain Rolland geschrieben hat.
Petra Pau las aus Victor Klemperers Tagebüchern
Der Dramatiker und Erzähler Lothar Trolle las aus Ernst Bloch aus den "Verfremdung"
Der Schauspieler Peter Bause las aus "Flüchtlingsgesprächen“ von Brecht"

Besuch bei der mitHilfe GmbH

 

Am Donnerstag, den 11.05., haben wir die mitHilfe GmbH in der Wustrower Str. 20 in Hohenschönhausen besucht. Neben der Zweigstelle in Hohenschönhausen, die seit September 2016 existiert, gibt es noch Standorte in Neukölln und Friedrichshain.

Die mitHilfe GmbH ist ein gemeinnütziger freier Träger, der verschiedene Formen der Sozialhilfe bereitstellt. Ein Schwerpunkt besteht in der Bereitstellung von Wohnraum an von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen aus dem sozialen Sicherungsnetz gefallen sind (z.B. am Übergang zur Erwerbslosigkeit oder zur Rente, besonders häufig auch infolge von Sanktionsmaßnahmen durch das Jobcenter). Doch nicht nur Wohnraum wird zur Verfügung gestellt, sondern auch umfangreiche Beratungsangebote, wie z.B. zur Schuldenbereinigung.

Einen zweiten Schwerpunkt stellt die Arbeit mit Geflüchteten dar. So betreibt die mitHilfe GmbH  die Flüchtlingsunterkünfte in der Wollenberger Str. (seit Mai) sowie im Hagenower Ring (voraussichtlich ab Juni).

Im Gespräch wurden einige Problemfelder deutlich, mit denen der Träger konfrontiert ist. Das erste betrifft die äußerst angespannte Wohnungssituation in Lichtenberg bei gleichzeitig großer Nachfrage nach gefördertem Wohnraum. Es mangelt trotz reger Bautätigkeit im Bezirk an sozialem Wohnungsbau. So hat die mitHilfe GmbH bei deutlich höherem Bedarf lediglich 30 Wohnungen zur Verfügung.

Ein Weiteres betrifft das Außengelände der Flüchtlingsunterkunft in der Wollenberger Str. So existieren dort bis jetzt kaum Grünflächen oder Spielmöglichkeiten für die dort wohnenden Kinder. (Roman)

 

 

 

Ein Besuch im "Haus Sophie"

Am 10.5 besuchte ich mit Gesine das „Haus Sophie“ des Vereins Merkur e.V. In der Einrichtung in der Wollenberger Straße leben wohnungslose Menschen, die aufgrund von Mietschulden, Wohnungsnot oder anderen schwierigen Ereignissen im Leben keine Unterkunft mehr zum Leben haben. Hier treffen Alt und Jung, Einzelpersonen und Familien auf einander und leben Tür an Tür. Nicht immer friedlich, wie uns der Leiter der Einrichtung, Herr Ettlinger schilderte und trotzdem setzt er sich tagtäglich für die Menschen hier ein. Zwei Ärztinnen kümmern sich bei Krankheitsfall, vor Ort um die Behandlung und auch das naheliegende Königin Elisabeth Herzberge Krankenhaus steht im engen Kontakt mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des „Haus Sophie“. Insgesamt betreut die Einrichtung rund 120 Menschen -  viele bleiben dort, weil der Weg aus der Wohnungslosigkeit oft nicht leicht ist. Andere finden Arbeit, aber aufgrund der schwierigen Wohnungssituation trotzdem keine Wohnung. Das „Haus Sophie“ ist auch Partnerin der Kältehilfe und gewährt Obdachlosen von November bis März ab 22 Uhr eine warme Unterkunft, sowie sanitäre Einrichtungen und eine Mahlzeit. Es ist eine wichtige Initiative die sich vor fast 20 Jahren gegründet hat und seit dem Menschen betreut, die Hilfe und ein Dach über dem Kopf brauchen. (Anika)

Tag der Befreiung

An verschiedenen Orten im Bezirk fanden gestern Gedenkveranstaltungen zum 72. Jahrestages der Befreiung statt. Traditionell legten wir am Vormittag an der Bersarin-Birke Blumen nieder. Hier verunglückte der Stadtkommandant Nikolai Bersarin tödlich. Ihm war es zu verdanken, dass viele Berliner in den Nachkriegsjahren mit Lebensmittel versorgt wurden und die Energieversorgung wieder in Betrieb genommen wurde. Am Mahnmal des Friedens im Krankenhaus Herzberge wurde die Gedenkzeremonie musikalisch begleitet. Die Rednerin erinnerte daran, dass unter dem Naziregime auch von hier aus Menschen verschleppt und getötet wurden, die als lebensunwert galten. In der Ribnitzer Straße fand auf Initiative der langjährigen Bürgermeisterin Christina Emmrich ein bewegendes Treffen mit sowjetischen Generälen statt. Diese waren auch bei der zentralen Gedenkveranstaltung in der Küstriner Straße zugegen und hoben die Bedeutung der deutsch-russischen Verbundenheit hervor. Höhepunkt war wieder das traditionelle Gedenken am Deutsch-Russischen Museum. Platzregen konnten uns nicht daran hindern, den 8. Mai zu feiern und uns Nazis, die erneut eine Demonstration abhielten, in den Weg zu stellen. Es bleibt ein Skandal, dass Nazi-Demos vor einem solch geschichtsträchtigen Ort nicht verboten werden.

Terrorismus stoppen - Panzerdeal verhindern

Kampfjets der türkischen Luftwaffe haben am frühen Dienstagmorgen ein Hauptquartier der Kurdenmiliz YPG in Syrien angegriffen. Erdogan führt Krieg gegen Kurden und unterstützt damit den Islamischen Staat. Rheinmetall unterstützt mit dem Fabrikexport indirekt den Terrorismus. Für den Aktienkurs von Rheinmetall ist das gut. UBS Aktienanalysten empfehlen den Kauf der Aktie. Geld darf nicht länger die Welt regieren. Wir fordern von der Bundesregierung eine politische Entscheidung. Sie muss diesen Fabrikexport verhindern.

Die Bundesregierung beruft sich auf die politischen Grundsätzen der Bundesregierung aus dem Jahr 2000: Danach sind Export von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern in Länder der Nato, der EU sowie in gleichgestellte Staaten grundsätzlich nicht zu beschränken. Es sei denn, "dass aus besonderen politischen Gründen in Einzelfällen eine Beschränkung geboten ist". Es liegen besondere politische Gründe vor! Die Bundesregierung muss jetzt handeln! Erdogan führt Krieg gegen Kurden und unterstützt den Islamischen Staat.

Der Druck auf Rheinmetall muss erhöht werden. Rheinmetall gehört auf die schwarze Liste der Unternehmen, die Terroristen unterstützen. Deutsche Aufträge für Rheinmetall müssen storniert werden. Die Koalition will 136 Kampfpanzer Leopard 2 bestellen. Rheinmetall würde als Unterauftragnehmer 110 Mio. Euro kassieren. Dagegen werden wir im Bundestag unsere Stimme erheben. Heute habe ich an einer Campact Protestaktion teilgenommen. Insgesamt haben wir 200.000 Unterschriften entgegengenommen. Die Unterzeichner fordern zurecht, dass der Panzerdeal mit verhindert wird.

 

 

Ostermarsch für den Frieden

Am Samstag, dem 15.04. haben wir am diesjährigen Berliner Ostermarsch teilgenommen. Dieser ist seit vielen Jahren eine feste Institution und wird von der Friedenskoordination Berlin (FRIKO), bestehend aus einer Vielzahl zivilgesellschaftlicher Gruppen, organisiert. Das Motto des diesjährigen Ostermarsches war „Abrüsten“. Zu diesem Thema sprachen Anne Rieger, Co-Sprecherin des Bundesausschuss Friedensratschlag, Dr. Alexander Rosen, Kinderarzt und stellvertretendes Vorstandsmitglied der deutschen Sektion von IPPNW (Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs - Ärzte in sozialer Verantwortung) sowie Dr. h.c. Jürgen Graesslin, Sprecher der Kampagne "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel" und Bundessprecher der DFG-VK Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsdienstgegner. Besondere Beachtung fanden aus gegebenem Anlass die steigenden deutschen Rüstungsexporte auch an autokratisch regierte Länder, der Krieg in Syrien sowie die dringend notwendige atomare Abrüstung und die gleichzeitige Weigerung der Bundesregierung, die UN-Verhandlungen über die Ächtung von Atomwaffen zu unterstützen.

Trotz regnerischen Wetters und Temperaturen um die acht Grad sind rund 1000 Menschen dem Aufruf gefolgt. Die Auftaktkundgebung erfolgte um 12 Uhr am Kaiser-Wilhelm-Platz, wo um 14 Uhr auch die Abschlusskundgebung stattfand. (Roman)

Geschwisterprojekt

Am 12. April hat Gesine Lötzsch stellvertretend für den Fraktionsverein der Fraktion Die LINKE im Bundestag eine Spende an den Verein „KINDERHILFE; Hilfe für krebs- und schwerkranke Kinder e.V.“ in Höhe von 600€ übergeben.

Der Verein KINDERHILFE e.V. berät und unterstützt seit mehr als 30 Jahren Familien mit krebs- und schwerkranken Kindern. Nach oft monatelangen Behandlungen und Therapien werden die Kinder zwar aus den Krankenhäusern entlassen, aber es bleibt ein langwieriger Prozess bis zum neuen Alltag und Normalität. Oft werden die Familien allein gelassen, viele Elternteile müssen ab der Diagnose an ihre Berufstätigkeit einstellen. Nicht selten bleiben die Geschwister auf der Strecke. Die Spende vom Fraktionsverein soll für ein „Geschwisterprojekt“ verwendet werden, bei dem das Selbstbewusstsein der Geschwisterkinder gestärkt und ebendiese in den Mittelpunkt gestellt werden sollen. Damit auch die Geschwister nicht mit der Bewältigung ihrer Probleme und der herausfordernden Situation allein gelassen werden. Ein tolles Projekt! (Julia)

Lesung im Literaturforum im Brechthaus

Alfred Eichhorn, freier Journalist, führte in den Abend im Literaturforum im Brechthaus mit einer kleinen Zeitreise in Gesines Geburtsjahr ein. Danach folgten Fragen zu dem politischen, aber auch dem privaten Leben von Gesine, die passend dazu gerne eine kurze Sequenz ihres neuen Buches „Immer schön auf Augenhöhe“ vorlas. Viele Menschen zog es an diesem Abend nicht in das Literaturforum, aber alle lauschten gespannt dem sehr interessanten Dialog zwischen Eichhorn und Lötzsch.

Angefangen bei der Diplomarbeit von Gesine, über ihren Niederlandeaufenthalt mit dem eigenen Fahrrad bis zur Frage der heutigen Spielregeln und Machtkämpfe im Deutschen Bundestag wurden viele Themen angesprochen, vertieft oder diskutiert. So führte Frau Merkels Plauderei mit Volker Kauder im letzten Jahr zu erheblicher Aufruhr in den Medien und innerhalb der Gesellschaft: Sie drehte sich weg und unterhielt sich gemütlich mit Kauder, während Gesine am Redepult stand und die Auffassung der Opposition darstellen wollte. Von Zuhören und einer Akzeptanz anderer Meinungen war an diesem Tag nicht viel zu sehen. Eine Situation, die einer linken Politikerin selten erspart bleibt. Doch bis heute arbeitet Gesine im Bundestag, ist Vorsitzende des Haushaltsausschusses und direkt gewählt in Lichtenberg.

Mich persönlich hat besonders die Geschichte aus Griechenland bewegt. Manolis Glezos holte, mit mehreren anderen Widerstandskämpferinnen und –kämpfern eine Gruppe Jugendliche in Begleitung von Gesine 2008 am Athener Flughafen ab. Da die Gruppe mit großer Verspätung anreiste, wartet die Gruppe in bewundernswertem Alter am Terminal und begrüßten jungen Reiseteilnehmer. Diese Reise steht exemplarisch für Gesines Arbeit – der im Parlament und das tägliche politische Engagement verbindet. Rückforderungen der griechischen Regierung an Deutschland sind seit Jahren ein großes Streitthema bilateraler Politik. Gemeinsam mit der Linksfraktion streitet Gesine seit Jahren für die Anerkennung der Folgen des Hitlerfaschismus in Griechenland, insbesondere finanziell.

Das Buch zeigt eindrücklich, dass streiten ein wichtiger Teil unserer Demokratie ist, den es zu schützen gilt. (Anika) 

15 Jahre Tierparkmitgliedschaft

Seit 15 Jahren bin ich mittlerweile Mitglied im Förderverein von Tierpark und Zoo. Aus diesem Anlass wurde mir heute vom Vereinsvorsitzenden Herrn Ziolko eine Urkunde verliehen. Auf die nächsten 15 Jahre!
Wer auch Mitglied im Förderverein werden will und damit Tierpark und Zoo unterstützen möchte, kann das unter: http://www.freunde-hauptstadtzoos.de/wp/mitglied-werden/ tun.

"Immer schön auf Augenhöhe" in Magdeburg

Es ging nach Magdeburg, in die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts. "Immer schön auf Augenhöhe" war nicht nur der Titel des Buches, sondern auch das Motto der Veranstaltung. Rund 60 Besucherinnen und Besucher lauschten in der Stadtbibliothek Magdeburg Gesines Lesung und stellten im Anschluss Fragen zum Alltag einer Politikerin, dem Verteidigungsetat oder der geplanten Einheitswippe. Gesine las Geschichten über tierische Neujahrkarte, die erste Rede im Bundestag oder den Katzentisch, den sie sich mit Petra Pau 2002 teilte, vor und erzählte nebenbei die skurrilsten Geschichten aus dem Bundestag und ihrem Wahlkreis Berlin Lichtenberg. Herr Dr. Hattenhorst, zuständig für Veranstaltungen in der Stadtbibliothek, moderierte durch den Abend und sprach diverse Themen der vielen letzten Jahre als direkt gewählte Abgeordnete an. 

Eingeladen hatte die Rosa Luxemburg Stiftung Sachsen-Anhalt. Gabriele Henschke, die Regionalleiterin in Magdeburg, sammelte fleißig alle Fragen aus dem Publikum. Es war ein gelungener Abend. Die Lesung hat dem Publikum sichtlich Spaß gemacht und das Team Lötzsch hofft sehr, dass auch beim Lesen des Buches zuhause noch viel gelernt und geschmunzelt wird. (Anika) 

Wir trauern um die Opfer von St. Petersburg

Ökotopia GmbH in Lichtenberg

Im Rahmen unseres heutigen Besuches bei der Ökotopia GmbH in der Coppistraße 5 in 10365 Berlin wurde uns von der Geschäftsführerin Franziska Geyer sowie ihren Mitarbeitern ein sehr herzlicher Empfang bereitet. Auf einem Rundgang durch das Unternehmen, das seine Wurzeln in der Umweltbewegung sowie in der Solidaritätsbewegung mit den Tee- und Kaffeeproduzierenden Ländern v.a. Mittel- und Südamerikas und Asiens hat, bekamen wir unter anderem die Räumlichkeiten der Teeabfüllung und die große Lagerhalle gezeigt. Besonders beeindruckend waren die großzügigen  und so geschmackvoll wie gemütlich eingerichteten Sozialräume, in denen die zwanzig Mitarbeiter des Unternehmens beispielsweise täglich ihr eigenes Mittagessen zubereiten und japanische Teezeremonien durchführen können.

Die Ökotopia GmbH wurde als Pionier der Öko- und Fairtradebewegung im Jahre 1980 gegründet und vertreibt seitdem eine große Auswahl an hochwertigen Tee- und Kaffeesorten. Sowohl der Tee als auch der Kaffee stammen aus kleinbäuerlichen Kooperativen mit höchsten Fairtrade- und Ökologiestandards. Dazu gehört beispielsweise, dass der Kaffee anders als in Fairtradeproduktionen konventioneller Handelsketten innerhalb von Misch- statt in Monokulturen angebaut wird. Die Ökotopia GmbH vertreibt ihre Produkte vor allem in Bio- und Weltläden und auch in größeren Naturkostketten wie denn's oder BIO COMPANY. Regionale Schwerpunkte bilden große Städte wie Berlin oder Hamburg und Teile des süddeutschen Raumes. Daneben existiert ein Onlinevertrieb.

Das in Berlin-Kreuzberg gegründete Unternehmen zog im Jahre 2008 aus Platzgründen nach Treptow und ist seit einem weiteren Umzug nun in der Lichtenberger Coppistraße ansässig. Mit der Lage im Bezirk Lichtenberg ist das Unternehmen, das zur Zeit in gemieteten Räumlichkeiten zu Hause ist, sehr zufrieden und könnte sich für die Zukunft sogar den Ankauf einer eigenen Immobilie in der Nähe vorstellen. (Roman)

1900 neue Studierende an der HTW

Montag wurden rund 1900 neue Studierende für das Sommersemester 2017 begrüßt.Prof. Dr. Semlinger begrüßte die vielen neuen Gesichter in der Aula des Gebäudes, aber auch per Livestream in der Mensa und im Zelt auf dem Hinterhof. Er betonte insbesondere die interdiszipläneren Studiengänge und auch den internationalen Fokus der Hochschule an den Standorten Karlshorst und Schöneweide. Im Vorgespräch mit einigen Vertretern der Hochschule wurde klar, dss es viel zu tun gibt. Neben einer Ur-Abstimmung bezüglich des Semestertickets, soll ein neuer Standort der HTW entstehen, um beide Campusse zusammenzulegen. Auch die wachsende Studierendenanzahl stellt die Hochschule vor viele Herausforderungen. Frauen waren im Vorgespräch leider nicht anwesend, was die Hochschullandschaft sehr gut wiederspiegelt. Frauen sind oft sehr gut in der Ebene der Hilfsmitarbeiterinnen vertreten oder im organisatorischen Apparat einer Uni/Hochschule - doch in den oberen Posten mangelt es an Frauen. Auch in den technischen Berufen sind eher selten Frauen vertreten. Hier muss sich sowohl gesellschaftlich als auch politisch in den nächsten Jahren dringend etwas ändern. Gerade die akademische Laufbahn muss auch ein Arbeitsumfeld werden, in dem Familie und Beruf zusammenpassen. Für musikalische Unterhaltung sorgte die hochschuleigene Jazzband. (Anika)

Kein Kapitalismus ist auch eine Lösung

Der Titel „ Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung“ hat einige Linke irritiert. Doch nach dem gestrigen Vortrag von Ulrike Herrmann ist klar: Kein Kapitalismus ist auch eine Lösung. Kapitalismus funktioniert nur mit wirtschaftlichen Wachstum. Doch unsere Ressourcen sind auf unserer Erde begrenzt. Wir brauchen eine andere Lösung. Ulrike Herrmann legte ein Geständnis ab: Sie liebt die drei Männer – Smith, Marx und Keynes. Leider haben die herrschenden Ökonomen in unserem Land die Theorien dieser Männer zur Seite gelegt, obwohl alle neoliberalen Theorien immer wieder versagen.

Politisch Verfolgte genießen Asylrecht

Auf Fragen von Berliner Schülern zur AfD habe ich wie folgt geantwortet:

1. Sind Sie der Meinung, dass die asylpolitischen Ansichten der AfD grundgesetzkonform sind und zur Lösung des Asylproblems beitragen?

Das Asylrecht gründet direkt auf Artikel 1 unserer Verfassung: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Der Artikel 16a (1) lautet: „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.“ Die Würde des Menschen endet für die AfD an den deutschen Grenzen. Die Forderung von AfD-Spitzenpolitikern nach Schusswaffengebrauch an den Grenzen gegen Flüchtlinge ist ein empörendes Beispiel.

Deutschland hat aus gutem Grund die Genfer Flüchtlingskonvention unterzeichnet, die Kriegsflüchtlingen Schutz bietet.

Deutschland ist eines der reichsten Staaten der Erde und hat damit die Kraft Geflüchteten zu helfen. Das „Asylproblem“ kann nur gelöst werden, wenn wir die eigentlichen Probleme lösen. Wir müssen die Fluchtursachen bekämpfen. Ein Hauptgrund ist Krieg. Deutschland ist einer der ganz großen Waffenexporteure in der Welt. Wir fordern das Verbot von Waffenexporten. Das wäre ein erster Beitrag gegen den Krieg. Wir setzen uns für eine gerechte Weltwirtschaftsordnung ein. Ein erster Schritt ist die Entschuldung von Staaten, die in einer Schuldenfalle sitzen und diese allein nicht mehr verlassen können.

Die Geflüchteten sollten wir nicht als Problem, sondern als Chance sehen. Unsere Gesellschaft wird immer älter. Das Statistische Bundesamt schätzt, dass wir jedes Jahr 400.000 Zuwanderer und Zuwanderinnen brauchen, um dem demografischen Wandel entgegenzusteuern. Von diesen Zahlen sind wir noch weit entfernt. Alle diese Fragen will die AfD nicht zur Kenntnis nehmen. Das ist Realitätsverweigerung.

2. Wie bewerten Sie das Auftreten von wichtigen Vertretern der AfD bei öffentlichen Auftritten?

Alexander Gauland (AfD-Stellvertreter) fordert im Zeitmagazin: „Wir müssen die Grenzen dicht machen und dann die grausamen Bilder aushalten“, man könne sich nicht von Kinderaugen erpressen lassen. Danach vergleicht er Schutzsuchende mit einem Wasserrohrbruch. Den würde man auch abdichten.

Doch es geht schlimmer: Nachdem Frauke Petry (AfD-Chefin) vorgeschlagen hat, deutsche Grenzen notfalls mit „Schusswaffengebrauch“ gegen Flüchtlinge zu schützen, legt AfD-Stellvertreterin Beatrix von Storch zunächst nach: auch auf Frauen mit Kindern dürfe geschossen werden. Dann ruderte sie zurück – nicht auf Kinder, aber auf Frauen und Männer.

Offensichtlich hat das AfD-Spitzenpersonal nichts aus der deutschen Geschichte gelernt. Der Thüringer AfD-Politiker Björn Höcke sagte: "Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat." Er meint damit das Holocaust-Denkmal. Er fordert eine 180-Grad-Wende in der Geschichtsaufarbeitung. Das kann ja nur heißen, dass er statt Antifaschismus lieber Faschismus verbreiten will. Nach dieser Rede sollte Höcke aus der Partei ausgeschlossen werden. Bis jetzt ist er immer noch AfD-Mitglied. 

3.Haben Sie den Eindruck, dass die Ziele der AfD den Begriff „demokratische Volkspartei“ rechtfertigen?

Die AfD ist keine demokratische Volkspartei. Eine Partei ist nicht deshalb demokratisch, weil sie auf demokratischen Weg gewählt wurde. Entscheidend ist die Programmatik und wie diese Partei ihre Politik lebt. Die genannten Beispiele zeigen, dass diese Partei nicht nur ein Demokratieproblem hat, sondern auch Menschenrechte mit Füßen tritt. 

Ehrung der Märzgefallenen

Ehrung der Märzgefallenen - Spartakusaufstand 1919. Dank an VVN/BdA für die alljährliche Ausrichtung. Dank an die Schülerinnen und Schüler der Schule am Rathaus für ihre Gedanken zur Frage, ob sie etwas mit diesen Ereignissen zu tun haben. Die Märzgefallenen kämpften für Demokratie- und Freiheitsrechte. Also Werte, die auch heute mehr denn je verteidigt werden müssen. Hier geht es nicht um Heldentum, resümierten die Schüler, aber um Erinnerung an Menschen, deren Namen und Wirken sonst in Vergessenheit gerieten. 

Bericht geDRUCKtes vom 28.02. – Mit Vera Friedländer

Brauner Salamander?

Am 28.02. fand wieder „geDRUCKtes“ von und mit Gesine Lötzsch statt. Dieses Mal war Vera Friedländer zu Gast, welche ihr Buch mit dem Titel „Ich war Zwangsarbeiterin bei Salamander“ vorstellte.  

Salamander (-Schuhverkaufsgesellschaft mbH, heute Salamander GmbH) ist ein bekannter, großer Schuhhersteller in Deutschland. 1905 gegründet, behauptete sich das Unternehmen auch während der Weltwirtschaftskrise Ende der 1920er Jahre. Oft wird vergessen: während des Nationalsozialismus beschäftigte Salamander mehrere Tausend Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter für die Herstellung und Qualitätskontrolle der Schuhe. Über 21 Nationalitäten konnten ermittelt werden, die für Salamander tätig waren. Darunter auch die, von den Nazis als „Halbjüdin“ klassifizierte, deutsche Schriftstellerin Vera Friedländer.

In ihrem neuesten Buch „Ich war Zwangsarbeiterin bei Salamander“ beschreibt sie die Erlebnisse und Erfahrungen aus ihrer Zeit und Arbeit für das Unternehmen. Im Gespräch berichtet sie über die Arbeitsbedingungen, die „Schuhprüfstrecke“ im KZ Sachsenhausen (von der Salamander nicht nur Kenntnis hatte, sondern diese auch unterstützte) und die nicht erfolgte Verurteilung der damaligen Direktoren und Täter.

Viele der Unternehmen, die zur Zeit des Nationalsozialismus Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter beschäftigten, räumen ihre Vergangenheit bis heute nicht ein. So auch Salamander nicht. Dabei wäre ein kritischer und aufklärerischer Umgang mit der Geschichte etwas, dass gerade in der jetzigen Zeit dringend gebraucht wird. Um zu erinnern und zu mahnen und es besser zu machen.

Und solange es noch so viele gibt, die zu der Vergangenheit schweigen, ist die Relevanz um Vera Friedländer ungebrochen.  (Julia Müller)

 

„Der junge Karl Marx“ – Kommunismus im Kino

Der Auftakt für den Film über den jungen Karl Marx und die Anfänge seiner lebenslangen Freundschaft mit Friedrich Engels war während der Berlinale - mit rotem Teppich, langen Kleidern und allem, was zu einer großen Premiere gehört.

Am 2. März war der offizielle Kinostart in der gesamten Republik. Der Filmverleih „Neue Visionen“ hatte die Idee, Paten über den Kinostart zu gewinnen. So konnte ich den Film im CineMotion in meinem Wahlkreis, im Ortsteil Hohenschönhausen präsentieren. Eingangs erinnerte ich an Buch und Film „Mohr und die Raben von London“, erschienen und gedreht Ende der 1960er Jahre. Als ich das erwähnte, ging ein Raunen durch den Saal. Viele erinnerten sich.

Im kommenden Jahr begehen wir den 200. Geburtstag von Karl Marx.

Wie aktuell ist er noch?

Nach der Finanzkrise 2008 explodierte der Verkauf des „Kapitals“. In vielen Buchhandlungen war das Buch ausverkauft. Es musste nachgedruckt und nachbestellt werden. Viele Menschen wollten wissen, wie der Kapitalismus funktioniert oder eben nicht funktioniert. Sie wussten, dass die ökonomischen Theorien, die heute an den Universitäten gelehrt werden, den Kapitalismus nicht erklären können oder wollen. Auch nach der akuten Finanzkrise gibt es kaum Ökonomen, die ihre gescheiterten Theorien hinterfragen. Sie können die Krisen nicht erklären.

Die Finanzkrise ist nicht durch Spekulanten ausgelöst worden, auch wenn sie ihren Anteil an der Krise hatten. Die Krise ist auch nicht allein durch eine falsche Politik zu erklären, auch wenn sie ihren Anteil an der Krise hat. Finanzkrisen gehören zum Kapitalismus. Das wusste Marx und er hat die Ursachen für diese Krisen in seinem Buch „Das Kapital“ analysiert und begründet. Deshalb ist das Buch hochaktuell.

Es werden viele Irrtümer über Karl Marx verbreitet

1.   Norbert Blüm sagte nach dem Zusammenbruch des Sozialismus in Europa: „Marx ist tot, Jesus lebt“. Im September dieses Jahres feiern wir den 150. Jahrestag des Erscheinens des ersten Bandes des Kapitals von Karl Marx. In einer Zeit, in der Nachrichten im Sekundentakt durch das Internet rasen und Fakten von gestern heute schon keinen mehr interessieren, sollten wir uns öfter mit diesem Buch beschäftigen, dass die grundlegende Funktionsweise des Kapitalismus beschreibt. Marx ist nach der Finanzkrise lebendiger als je zuvor.

2.   Karl Marx wird immer wieder für das Scheitern des Sozialismus verantwortlich gemacht. Das ist unfair. Er hat nie behauptet, ein wissenschaftliches Konzept für eine neue Gesellschaft entwickelt zu haben, weder für den Sozialismus noch für den Kommunismus. Er hat nur nachgewiesen, dass der Kapitalismus seine eigenen Grundlagen untergräbt. Das erleben wir heute. Der Kapitalismus zerstört die Umwelt und schlimmer noch, sie zerstören Menschen. Selbst Papst Franziskus stellte fest: Diese Wirtschaft tötet. Das erleben wir verdeckt in Europa, aber wir können es in Afrika und Asien in aller  Brutalität sehen. Viele Menschen müssen unter lebensbedrohlichen Bedingungen arbeiten. Der Jenenser Sozialphilosoph Hartmut Rosa hat kürzlich eine Minimaldefinition des klassisch marxistischen Entfremdungsbegriffs vorgeschlagen, die unsere gegenwärtige Situation recht gut trifft: Jeder, der sich auf dem kapitalistischen Markt bewegt, fühlt sich für sein Überleben zu etwas gezwungen, das er jenseits des Marktes niemals anstreben würde. Niemand will die Umwelt zerstören, aber die Notwendigkeit, Produktionskosten zu senken, zwingt ihn dazu; jeder will, dass den Verlierern der Gesellschaft geholfen wird, aber die Notwendigkeiten, Sozialkosten zu senken, bringt den Staat dazu, sie auszugrenzen; alle leiden unter der hysterischen Abfolge technologischer Neuerungen, aber der Wettbewerb zwingt die Produzenten dazu, ständig neue Waren herzustellen. Aus diesem Teufelskreis wollen viele Menschen ausbrechen.

3.   Der Hauptdarsteller August Diehl spielt den jungen Marx. Er hat der Berliner Zeitung ein schönes Interview gegeben  (25/26.2.2017). Er hat das Manifest gelesen, aber nicht das Kapital. Ich kann nur allen Zuschauern empfehlen, beide Bücher zu lesen. Für das Kapital empfehle ich ein Seminar bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung. August Diehl formuliert die These, dass man an den Kommunismus glauben musste, nicht aber an den Kapitalismus, der reguliere sich immer wieder selbst. Das ist eine Legende. Marx war ein Wissenschaftler und kein gläubiger Mensch. Er hat auch keinen Glauben propagiert. Er war auch mit Prognosen sehr vorsichtig. Es ist auch ein Irrtum, dass der Kapitalismus sich selbst reguliert. Gerade die Finanzkrise hat gezeigt, dass Milliarden aufgebracht werden müssten, um den Kapitalismus zu retten und ihn vor sich selbst zu schützen. Und natürlich glauben die meisten Menschen an den Kapitalismus und können sich gar nicht vorstellen, dass er untergehen könnte. Der Philosoph Slavoj Zizek meinte, es sei erstaunlich, dass die Menschen sich den Untergang der Welt vorstellen können, aber nicht das Verschwinden des Kapitalismus.

Filme sind teuer. Geldgeber müssen gewonnen werden. „Der junge Karl Marx“ ist eine Gemeinschaftsproduktion von Frankreich, Belgien und Deutschland. Die Förderzusage aus Deutschland ließ am längsten auf sich warten. Der Regisseur Raoul Peck sagte dazu: „In Deutschland will man nicht, dass jemand anders etwas über  ihn macht, aber gleichzeitig macht man nichts….Übrigens hat Eurimages, der Förderfonds des Europarats, den Film mit den Worten abgelehnt, da könnten sie auch einen über Stalin fördern. Das habe ich schriftlich.“ (jw vom 2. 3. 2017) 

Der Regisseur Raoul Peck ist in Haiti geboren und in Zaire, USA und Frankreich aufgewachsen. Er war 1996 und 1997 Kulturminister auf Haiti. Er hat Filmwissenschaften in Berlin studiert.

Ich hoffe, dass der Film besonders beim jungen Publikum gut ankommt. Vielleicht gibt es den Effekt wie bei dem Film „Amadeos“. Viele junge Menschen interessierten  sich erst nach diesem Film für Musik von Mozart.

 

 

Die Gemeindeschwester in der Containerklinik

Seit vielen Jahren werbe ich für das Modell der Gemeindeschwester. In einigen Bundesländern gibt es Modellprojekte, die erfolgreich laufen. Aber immer wieder gibt es Streit um die Finanzierung. Im deutschen Gesundheitssystem gibt es jede Menge Interessen und Interessenvertreter. Nicht immer setzt sich die beste und vernünftigste Idee durch, denn es geht auch immer um die Verteilung des Geldes.  Im deutschen Gesundheitssystem handelt es sich dabei um immerhin über 11 Prozent des Bruttoinlandproduktes, also über 340 Milliarden Euro. Das ist mehr als ein gesamter Bundeshaushalt.

Als ich Ende Februar mit einer kleinen Delegation des Haushaltsausschusses Südafrika besuchte, interessierten wir uns vor allem für die Frage, wie es gelingt, HIV/Aids zu bändigen. Da ich bereits im Jahr 2006 in Südafrika war, konnte ich riesige Fortschritte im offiziellen Herangehen erkennen. Unter dem Vorgänger von Präsident Zuma wurde die Ansteckungsgefahr heruntergespielt. Man könne sich doch duschen – das erklärte der Vorgänger gern öffentlich. Inzwischen ist der Umgang völlig anders. Laut UNAIDS hat Südafrika mittlerweile eine Vorreiterrolle im Kampf gegen HIV/AIDS. Es wird offensiv aufgeklärt. Überall gibt es unentgeltlich Kondome. Infizierte erhalten Medikamente. Trotzdem ist es ein schwerer Kampf. Die Zahl der Neuinfektionen ist hoch. Betroffen seien vor allem junge Mädchen und Frauen, die sich von der Beziehung mit einem älteren Mann soziale Sicherheit erhoffen. Diese Hoffnung ist oft trügerisch, aber die Infektion bleibt. Die Verantwortlichen im Parlament und in den Gesundheitsbehörden erzählten uns, dass es sehr schwer wäre, diese Risikogruppe zu erreichen. Ärzten – sofern erreichbar – würden sie sich nicht anvertrauen. Und hier kommt die Gemeindeschwester ins Spiel. Speziell ausgebildete Schwestern arbeiten mit einem kleinen Team in sogenannten „Unjani Containerkliniken“. Diese Kliniken werden in Gebieten aufgestellt, wo es keine Arztpraxen gibt. Wird die Klinik an einem anderen Ort gebraucht, kann die Schwester mit ihr umziehen. Für ein geringes Entgelt – die Schwester passt die Preise eigenverantwortlich der Umgebung an – werden Untersuchungen und Gesundheitsleistungen angeboten. Die Schwestern genießen ein hohes Ansehen und die Menschen haben großes Vertrauen in sie.

Südafrika ist mehr als drei Mal so groß wie Deutschland. Selbst in unserem dicht besiedelten Land wird es immer schwieriger Ärzte zu gewinnen, sich auf dem Land niederzulassen. Noch dramatischer ist die Situation in Südafrika. Und immer noch funktioniert der „brain drain“ : frisch ausgebildete Ärzte gehen nach Australien, Großbritannien oder in die USA. Aber auch Menschen, die in der Nähe der großen Städte leben, haben oft riesige Strecken zurückzulegen, um ihren Arbeitsplatz zu erreichen. Viele Schwarze leben immer noch in Townships, in den die Wellblechhütten nach und nach gemauerten Häusern weichen. Da bleibt wenig Zeit für den Gang zum Arzt oder in eine Apotheke. Um diese Menschen trotzdem mit Medikamente zu versorgen, gibt es in einigen Einkaufszentren automatisierte Medikamentenausgabestellen für chronisch Kranke. Mit Rezept und PIN funktionieren sie nach dem Prinzip eines Geldautomaten. Über Video können die Patienten mit einem Apotheker sprechen. Für deutsche Apotheker, die sich entschieden gegen den Versand von Arzneimitteln zur Wehr setzen, sicher eine Horrorvorstellung.

In Südafrika ist es für viele die einzige Möglichkeit, überhaupt an Medikamente zu gelangen. In der Verfassung von Südafrika ist verankert, dass jeder Zugang zum Gesundheitssystem haben muss. Das ist ein sehr anspruchsvolles Ziel. Auch über 20 Jahre nach dem Ende der Apartheid gibt es noch riesige Unterschiede. Für viele Menschen, die aus anderen afrikanischen Ländern fliehen, ist Südafrika das Land der großen Hoffnung. Über 3 Millionen Flüchtlinge leben im Land. Südafrika ist ein wichtiger Partner für Deutschland. Viele Organisationen der der Entwicklungszusammenarbeit sind dort aktiv. Wenn man vor Ort die gewaltigen Unterschiede in den Lebensverhältnissen der Menschen erlebt, kann man die riesige Leistung von Nelson Mandela und seinen politischen Partnern erahnen, die den Übergang zur Regenbogennation friedlich gestaltet haben. Es grenzt an ein Wunder.

 

Red Hand Day

Seit über 10 Jahren gibt es jetzt die Aktion und den Red Hand Day am 12. Februar, den internationalen Gedenktag an das Schicksal von Kindersoldaten. Hunderttausende rote Handabdrücke wurden schon in über 50 Ländern gesammelt und an Politiker und Verantwortliche übergeben. Auch ich habe heute wieder meinen Handabdruck hinterlassen.

 

Glücksbringer Schildkröte

Vor Freude über den Preis in unserem Neujahrsgewinnspiel hat sich der Preisträger gleich den Hut vom jungen Marx aufgesetzt. Aber Scherz beiseite. Diese beiden Lichtenberger haben erfolgreich an unserem Neujahrsgewinnspiel teilgenommen und jeweils eine Jahreskarte für den Tierpark Berlin gewonnen. Sie wussten die richtige Antwort auf unser Preisrätsel: Schildkröteneier sind so groß wie Goldbälle. Herzlichen Glückwunsch!

 

Eisbären-Patenschaft

Die Manfred-von-Ardenne-Schule ist schon seit 2008 Schule mit Courage, ohne Rassismus . Ab heute übernehmen die Eisbären Berlin die offizielle Patenschaft. In gemeinsamer Arbeit hat sie sich schon bewährt. Viel Erfolg weiterhin!

128 Stimmen für Christoph Butterwegge

Glückwunsch an unseren Bundespräsidenten-Kandidaten Christoph Butterwegge! 128 Stimmen hat er bekommen. 34 mehr als die LINKE Delegierte hat. Zu Gast war auch Beate Klarsfeld, bekannt geworden als Nazijägerin. Dank ihrer Arbeit und der ihres Mannes Serge konnten hochrangige Nazis ihrer Strafe zugeführt werden. Vor einigen Jahren war sie selbst Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin.

Neue Ausstellung im Wahlkreisbüro

„Am 02.02. wurde im Rahmen einer Vernissage die neue Kunstausstellung der Künstlerin Anne Purath im Wahlkreisbüro von Gesine Lötzsch feierlich eröffnet. Zu sehen sind verschiedene Techniken, wie Acryl- oder Öl-Farben und Malerei, sowie verschiedene Kunststile. Kommen Sie gerne vorbei und schauen Sie sich ihre Bilder an – es lohnt sich. Ort: Zingster Straße 12, 13051 Berlin, Montag-Donnerstag von 10-16 Uhr. 

Vietnam gehört zu Lichtenberg

Die Kindertanzgruppe eröffnete den kulturellen Teil des Neujahrsfestes.

Den vietnamesischen Vertragsarbeitern der DDR wurde erst 1997 ein langfristiges Bleiberecht zugebilligt. U.a. setzte sich die PDS für den dauerhaften Aufenthalt der Vietnamesinnen und Vietnamesen ein. Und so konnte deren Integration richtig beginnen. Nun hatten sie eine Perspektive. In der KULTschule sorgt die Vereinigung der Vietnamesen zusammen mit dem Verein Lyra e.V. für ein  internationales Flair in Lichtenberg.  Dazu gehört auch das Feiern des Tetfests, mit dem am 2. Februar das neue Jahr eingeleitet wurde. Und so taucht man eine in eine Welt, die einerseits weit weg ist aber gleichzeitig doch so nah.

Gesine Lötzsch erneut als Direktkandidatin für den Bundestag nominiert

Am Sonntag, den 29.1.2017 wurde Dr. Gesine Lötzsch als Bundestags-Direktkandidatin erneut für den Wahlkreis Lichtenberg nominiert. 91,8 Prozent der Delegierten sprachen ihr das Vertrauen aus. Am 24. September will Gesine Lötzsch ihr Direktmandat verteidigen. Das Land braucht gerade jetzt eine starke Linke. Dafür kämpfen wir. Unter den Gästen waren ihre Vorgängerin Prof. Christa Luft, die Vizepräsidentin des Bundestages, Petra Pau,  der Präsident der Volkssolidarität, Dr. Wolfram Friedersdorff sowie die Landesvorsitzende der Berliner Linken, Katina Schubert. 

"Die Benjamins- eine deutsche Familie"

Am 24.01. fand wieder „geDRUCKtes“ von und mit Gesine Lötzsch statt. Dieses Mal war Uwe-Karsten Heye zu Gast, welcher sein Buch mit dem Titel „Die Benjamins: Eine deutsche Familie“ vorstellte.  

Der Autor plante zunächst ein Buch allein über Hilde Benjamin zu schreiben. Erst durch seine umfangreiche Recherche wurde ihm deutlich bewusst, welche tragenden, aber vor allem tragischen Rollen auf die weiteren Familienmitglieder und –angehörigen zukamen. Im Buch finden die Geschichten rund um die Geschwister Georg, Walter und Dora Benjamin ihren Platz.

In seinen Recherchen griff er unter anderem auf Tagebücher und Gedenkstätten zurück. Auch besuchte er historische Orte, aber eine ganz besondere Hilfe war ihm die Schwiegertochter von Georg und Hilde, Ursula Benjamin. Durch ihre Hilfe wurden die Intimität der Briefe und die Persönlichkeiten greifbarer. Auch deswegen war es etwas ganz besonderes, sie auch an diesem Abend im Publikum vor zu finden.

Heye fasst es kurz zusammen: „Wofür steht die Familie Benjamin? Sie wurden verfolgt, gedemütigt und blieben standhaft.“. Und es braucht Zivilcourage. Eine wichtige Eigenschaft, die in Zeiten der Politikverdrossenheit und Demokratiemüdigkeit, in denen Menschen in nationale Ideologien verfallen, immer weiter an Bedeutung gewinnt.

Hoffnung auf eine bessere Zukunft – die Familie Benjamin hat sie nie verloren. (Julia Müller)

 



Ausstellungseröffnung „Wir sind viele“

Heute, am 17. Januar, wurde im Paul-Löbe-Haus die Ausstellung „Wir sind viele“ eröffnet. Gemeinsam mit dem Fotografen Jim Rakete zeigen die von Bodelschwinghschen Stiftungen, „50 Porträts – 50 Menschen – 50 Leben“

Jim Rakete fotografierte Menschen mit Epilepsie, körperlicher und psychischer Behinderung und Personen mit Suchterfahrungen. Eben jene, die in unserer Gesellschaft „weniger präsent sind“. Zur Ausstellungseröffnung erschienen viele Interessierte. Nach einer einführenden Rede von Ulla Schmidt ergriff Pastor Ulrich Pohl das Wort. Auch Jim Rakete und eine der Porträtierten, Angelika Schmidt, sprachen vor den Besuchern. Der Höhepunkt der Eröffnung war der Auftritt der Band „Oder so!“ aus Bethel. Die sechs Sänger, zwei Gitarristen und der Cajonist zogen mit ihren Liedern „Taschen voll Gold“ und „Nur nicht in meinem Kopf“ die Zuhörer in ihren Bann. Es wurde begeistert geklatscht und im Takt mitgewippt, denn die gute Laune der Gruppe war ansteckend. (Anne)

 

 

Mit Überschuss Solidarität stärken!

Quelle: fotolia.com

Die Beiträge für die die Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung werden steigen. Diese Entwicklung kann die Bundesregierung verlangsamen.

 

Finanzminister Schäuble hat seine schwarze Null nur realisiert, weil er die Solidarsystem geschwächt hat. Mütterrente, Ost-West-Rentenangleichung, Finanzierung der Krankenkassenbeiträge für Arbeitslose, das sind alles Dinge die mit Steuern finanziert werden müssen und nicht den Beitragszahlern allein aufgebürdet werden dürfen.

Wir müssen den Anstieg der Sozialbeiträge verringern. Das wäre ein besserer Schritt als die Senkung der Steuern. Vor allem Menschen mit geringen Einkommen und hohen Sozialbeiträgen könnten so entlastet werden. Das wäre ein Beitrag für mehr Solidarität.

 

Schülerpraktikantin Anne Pewestorff stellt sich vor

Hallo, mein Name ist Anne Pewestorff. Ich bin 14 Jahre alt und besuche die Evangelische Schule in Köpenick. Derzeit absolviere ich ein drei wöchiges Schülerpraktikum bei Frau Dr. Gesine Lötzsch und ihrem Team im Bundestagsbüro. Obwohl ich am ersten Tag die denkbar langweiligste Aufgabe bekam, 650 Briefe einzutüten, freute ich mich sehr auf die kommenden Tage. Bisher lernte ich den Büroalltag der Mitarbeiter kennen: Sie planen wichtige Veranstaltungen, telefonieren viel, beantworten die wichtigen Mails und Briefe und entsorge die unwichtigen. 

Das Spannende an dem Praktikum im Bundestagsbüro ist, dass man eben nicht nur im Bundestagsbüro ist. Ob nun Neujahrskarten verteilen, die Planung einer Ausstellung oder das Zuhören beim Haushaltsausschuss, es wird nie langweilig.

Otto von Bismarck hat mal gesagt: „Je weniger die Leute davon wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie.“ Gut, vielleicht möchte ich hier nicht lernen wie man Würste herstellt, aber die Gesetze sind doch etwas Spannendes. Wahrscheinlich bin daher so gespannt darauf, als Besucher am Haushaltsausschuss teilnehmen zu dürfen. 

11 interessante und lehrreiche Arbeitstage liegen noch vor mir und ich bin gespannt auf das, was noch alles Neues auf mich zukommt. 


Lesung in Magdeburg