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Reden


Weltfriedenstag als europäischen Feiertag begehen

Rede im Deutschen Bundestag

Es gibt in Europa keinen gemeinsamen Feiertag. Einen Tag, an dem sich Menschen aus ganz Europa treffen können, um sich kennenzulernen, sich auszutauschen und Ideen für ein gutes Leben in Europa zu entwickeln. Das können wir gemeinsam mit unserem Antrag ändern. 

Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union ist ein Paukenschlag. Er  macht den Niedergang der EU deutlich. Der Kontinent ist in Ost und West, Nord und Süd  gespalten. Krieg, Sanktionen, Rentenkürzungen und Entsolidarisierung prägen Europa. Das politische Personal der Europäischen Union ist mit der Krise völlig überfordert und reagiert kopflos. Kommissionspräsident Juncker ist nicht in der Lage, gemeinsame europäische Lösungen zu finden.

Die Regierungen der EU-Mitgliedsländer haben einen entscheidenden Anteil an der Krise. Insbesondere die Bundesregierung hat mit ihrer Kürzungspolitik großen Schaden angerichtet. Griechenland ist in einer dramatischen Dauerkrise. Spanien, Portugal, Italien und Frankreich haben mit hohen Staatsschulden und Jugendarbeitslosigkeit zu kämpfen. Das Europa der Regierungen und EU-Institutionen funktioniert nicht mehr.

Gespräche finden heute in der Regel zwischen Regierungsvertretern und EU-Beamten statt, weniger zwischen Bürgerinnen und Bürgern. Das muss sich ändern!

Europa braucht  Impulse von Europäerinnen und Europäern, die ein Europa mit menschlichen Antlitz wollen.

Ein Europa von unten kann entstehen, wenn die Menschen miteinander ins Gespräch kommen und Ideen für ein friedliches und solidarisches Europa austauschen.

Deshalb schlagen wir vor, den Weltfriedenstag als europäischen Feiertag zu begehen.

Ein gemeinsamer europäischer Feiertag bietet den Menschen die Möglichkeit, grenzüberschreitend vielfältige spontane und organisierte Begegnungen zu erleben.

Der Weltfriedenstag, der 1. September, ist ein geeignetes Datum für einen europäischen Feiertag.

Trotz aller Differenzen in Europa will die Mehrheit der Menschen ein friedliches Miteinander.

Der 1. September, der Weltfriedenstag, erinnert uns an den Beginn des schrecklichsten Krieges in der Geschichte der Menschheit – den 2. Weltkrieg, der von deutschen Boden ausging.

Es wäre eine zivilisatorische Leistung, wenn es gelingen würde, viele Menschen aus anderen Ländern zu überzeugen, einen europäischen Feiertag zu beschließen. Dabei soll sich dieser Feiertag nicht nur auf die EU-Mitglieder beschränken. Einen wirklichen europäischen Feiertag gibt es nur, wenn sich möglichst alle Staaten Europas dieser Initiative anschließen.

Zum Antrag