Lesung in Magdeburg

 
20. Juli 2017

Kita-Tour

Gesine und ich habe eine kleine Kita-Tour hinter uns. Am Dienstag besuchten wir die Kita Krokofant in Berlin Lichtenberg. Das alte Gebäude erinnerte mich direkt an meine eigene Kitazeit. Wir wurden freundlich von der stellvertretenden Leiterin begrüßt und über die Kita und das Sprachförderprogramm informiert. Die Kita hat Plätze für 166 Kinder und möchte sich in den nächsten Jahren weiter vergrößern. Bis zu 220 Kinder sollen ab 2019 hier unterkommen, um den Bedarf des Bezirkes abdecken zu können. Am Dienstag war zudem Zuckertütenfest. Alle Kinder, die in diesem Jahr in die Schule kommen, wurden mit einer Zuckertüte verabschiedet. Auch ein Garten soll im Hinterhof entstehen, der gemeinsam mit den Kindern und Eltern gestaltet werden soll. Es wimmelte über all von Kindern und Erzieherinnen und Erziehern, die uns mit großen Augen ansahen, als wir die Räume besichtigten. Eine Besonderheit der Kita Krokofant stellt das eigenständige Kochen der Einrichtung dar. Täglich wird frisch gekocht und auch Frühstück wird zusammen eingenommen. Damit werden insbesondere die Eltern entlastet, die ihren Kindern hier nichts mitgeben müssen. 

Mittwoch wohnten wir dem Sommerabschlussfest der Kita Rübchen bei. In diese Kita gehen viele deutsch-russische Kinder und so wurden russische und deutsche Lieder und Gedichte von den Kindern vorgetragen. Das kleine Fest fand im Garten der Kultschule statt und alle Eltern beteiligten sich am Buffet. Es wurde ausgiebig getanzt und gefeiert. Auch hier wurde Kinder mit Zuckertüten beschenkt und sich in angemessenem Rahmen von ihnen verabschiedet. Auf sie wartet nach den Sommerferien die 1. Klasse. 

Heute besuchten wir die Kita Zwergtaucher in Hohenschönhausen. Auch hier guckten uns große Augen an, als wir das Tor zum kleinen Garten öffneten. Die Kita Zwergtaucher ist eine offene Kita, in der es keine Gruppen gibt und jedes Kind selbst entscheiden darf, ob es Mittagsschlaf machen möchte oder nicht. Die Kita ist neu renoviert und besteht seit 2,5 Jahren an diesem Ort. Durch den hohen Migrationsanteil bieten sie auch Sprachförderung an. Gleichzeitig versuchen sie auch Sprachkurse mit den Eltern zu gestalten, um eine breite Integration zu ermöglichen. Neben einem Theaterraum, gibt es auch einen Bewegungsraum und eine Bibliothek für die noch Vorlesepatinnen und Vorlesepaten gesucht werden. 

In allen Kitas werden auch Erzieherinnen und Erzieher gesucht. In den letzten Jahren zeigt sich ein erheblicher Mangel an solchen Fachkräften, was die Öffnungs- und Schließzeiten beeinflusst. 

Wir wünschen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schöne Ferien und bedanken uns bei allen, die sich täglich um unsere Kinder kümmern. (Anika) 

18. Juli 2017

ein Besuch in der Volkshochschule Lichtenberg

An diesem Dienstag, den 18.07., hat Frau Dr. Lötzsch gemeinsam mit dem Bezirksbürgermeister von Lichtenberg, Herrn Grunst, die Margarete-Steffin-Volkshochschule Berlin-Lichtenberg in der Paul-Junius-Straße 71 besucht. Einen herzlichen Empfang bereiteten der kommissarische Leiter Matthias Hartung sowie mehrere Programmbereichsleiterinnen und Programmbereichsleiter.

Mit zehn festen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen werden in der VHS über 36000 Unterrichtseinheiten in etwa 1600 Kursen mit insgesamt 12000 Teilnehmern jährlich abgehalten. Neben einem umfangreichen Fremdsprachenangebot (derzeit 13 Sprachen) werden auch zahlreiche Sportarten und künstlerische Kurse angeboten.

Einen weiteren Schwerpunkt legt die VHS auf die politische Bildung. Zu diesem Zweck gibt es verschiedene Kooperationen, beispielsweise mit dem Deutschen Historischen Museum.

Nicht zuletzt stehen auch berufliche Qualifizierungen von Alphabetisierungskursen bis zu EDV-Schulungen auf der Kursliste.

Schnell wurde deutlich, dass die VHS an ihre Kapazitätsgrenzen stößt und dringend neue Räumlichkeiten sucht. Unter anderem hängt dies auch damit zusammen, dass durch den Flüchtlingszuzug der vergangenen Jahre ein neuer Schwerpunkt in Form von Integrations- und Deutschkursen hinzugekommen ist.

Den Abschluss des Besuches bildete die Besichtigung der frisch renovierten Sporthalle. (Roman)

16. Juli 2017

Erinnerung an die deportierten jüdischen Kinder von Paris

Auf Einladung unserer Freunde Beate und Serge Klarsfeld nahmen Marion, Klaus, Norman und ich am Staatsakt anlässlich des 75. Jahrestages der größten Verhaftungswelle in der französischen Hauptstadt während der Besatzung durch die Hitlerfaschisten im Zweiten Weltkrieg teil. Am 16. und 17. Juli 1942 wurden im Pariser Radrennstadion Velodrome d’Hiver 13000 Jüdinnen und Juden zusammengetrieben, darunter 4000 Kinder. Nach qualvollen Tagen unter dem aufgeheizten Glasdach des Velodroms wurden sie in Vernichtungslager deportiert. Nur wenige überlebten.

In jedem Jahr wird an dieses Ereignis erinnert.  Seit 2000 wird landesweit am Jahrestag der Razzia der „Nationale Erinnerungstag für die Opfer der rassistischen und antisemitischen Verbrechen des französischen Staates“ begangen. In diesem Jahr waren besonders viele Gäste gekommen. Mehr als 800 Menschen hatten es auf die Teilnehmerliste geschafft. In Frankreich herrscht immer noch der Ausnahmezustand und die Sicherheitsvorkehrungen waren hoch. Als Redner wurde der neue französische Präsident Macron erwartet.

Besonders eindrucksvoll während der feierlichen Zeremonie waren für mich die Reden von Überlebenden, eleganten Damen, die von den Verletzungen, Diskriminierungen und Verbrechen aus ihrer Kindheit und Jugend berichteten. 

Beate und Serge Klarsfeld hatten mit ihren Freunden von der Organisation „Söhne und Töchter der Deportierten“ pünktlich zum 75. Jahrestag eine neue Erinnerungsstätte vorbereitet, einen Steingarten mit den Namen und dem Alter der 4000 deportierten Kinder. Jahrelange akribische Forschungsarbeit war dem vorausgegangen.

Präsident Macron bekräftigte aus aktuellem Anlass noch einmal das Schuldbekenntnis, das erstmals 1995 der damalige Präsident Jacques Chirac gegenüber den Opfern abgelegt hatte. An der Verhaftung der Juden waren ausschließlich französische Polizisten beteiligt, mindestens 4500.

Jeder wusste, dass Macron mit diesen Worten sich gegen die Behauptung der Front-National-Chefin Le Pen wandte, dass Frankreichs nichts mit Verfolgungen und Deportationen zu tun gehabt habe.

Nach Ende der Veranstaltung hatten wir noch Gelegenheit, Blumen an der Gedenkmauer niederzulegen.

Ich bewundere Serge und Beate Klarsfeld, immerhin schon 82 und 78 Jahre, für ihre schier unerschöpfliche Energie und ihren Einsatz für ihre Überzeugungen.

Neo-Nazi-Treffen überall in Europa zeigen, wie wichtig und aktuell dieser Kampf ist.

Wie gut, dass wir mit vielen anderen gemeinsam erreichen konnten, dass Beate und Serge 2015 endlich mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurden. 

14. Juli 2017

Ab nach Schweden

Wie in jedem Jahr finanziert Gesine Lötzsch mehrere Ferienplätze für Kinder aus bedürftigen Familien. Dieses Jahr geht es in Kooperation mit dem „Kinderring e.V.“ nach Schweden ins dreiwöchige Zeltlager. Insgesamt hat sie in diesem Jahr 1800 Euro gespendet. Es ist wichtig, Kindern Erholungszeit außerhalb der Stadt zu ermöglichen. Soziale Teilhabe umfasst auch in Gemeinschaft verreisen zu können. Wir wünschen allen Kindern jede Menge Spaß und Erholung.

14. Juli 2017

Wortgewaltiger Jahresempfang

Bürgermeister Michael Grunst im Talk über seine bisherige und zukünftige Arbeit
Gesine Lötzsch, Kerstin Zimmer, Norman Wolf und der langjährige Geschäftsführer Wolfgang Schmidt
Jessy James la Fleur bei ihrem Auftritt
Die Fraktionsvorsitzende Kerstin Zimmer gratuliert Herrn Kulessa zum LILIKO
"Pichy" von Cuba Si brachten kubanisches Flair ins Osteeviertel
Scheckübergabe an das Kaliningrad-Projekt

Die Spoken word Künstlerin Jessy James la Fleur und die kubanische Band Pichy machten den Jahresempfang der BVV-Fraktion zu einem kulturellen Leckerbissen. Beeindruckt von vorgetragenen und wortgewaltigen Geschichten und lateinamerikanischem Flair genossen mehr als 90 Gäste den sommerlichen Abend im Nachbarschaftshaus im Ostseeviertel. Die BVV-Fraktion zeichnete im Rahmen des Empfangs das Sozialkaufhaus mit dem LILIKO, dem Linken Lichtenberger Kommunalpreis, aus. Das Sozialkaufhaus mit dem Leiter, Herrn Kulessa, ist eine Einrichtung, die preiswerte neu hergerichtete Möbel und vieles für den täglichen Gebrauch an Bedürftige verkauft. Einen weiteren Preis überreichte Gesine Lötzsch an das "Kalingrad Art Space Projekt. 500 Euro von der Fraktion DIE LINKE. im ermöglichen  14 Kalingrader Künstlerinnen und Künstler die Teilnahme am Kunstfestival "48 Stunden Neukölln".

9. Juli 2017

Einsam sind wir Töne, gemeinsam sind wir ein Lied!

Am 09. Juli fand der 12. Lichtenberger Chorsommer statt. Noch gut eine Woche später wirkt das musikalische Fest im Karlshorster Kulturhaus nach, melden sich Menschen, die den Chorsommer erlebt haben. Sechs Chöre von denen die Mehrheit ihre Wurzeln in Lichtenberg hat, traten auf. Den Anfang machte der Begegnungschor, der Alt- und Neuberliner, wie es sein Chorleiter Bastian Holze formulierte, vereint. Die Gründungsidee dieses ungewöhnlichen Chores wird ständig gelebt und weiterentwickelt. Jede und Jeder kann Mitglied dieses Chores werden, vorausgesetzt er oder sie bringt einen Geflüchteten mit, zum Kennlernen, zum Reden und schließlich zum gemeinsamen Singen. So bunt wie seine Mitglieder ist auch das Repertoire. Mit „Hallo Nachbar“, dessen Ursprung das tunesische Volkslied „Sidi Mansur ist, stieg der Chor ein und riss die Besucher der Veranstaltung mit. Singen steckt an und so ließen nicht wenige ihren Gefühlen freien Lauf. Sie sangen, mehr oder weniger textssicher mit, klatschten was das Zeug hielt und wurden auf diese Weise Mitwirkende. Yuki Inagawa, die Leiterin des Clara-Schumann-Kinder- und Jugendchors nutzte ihr Pult, um den Kanon „Es tönen die Lieder“ gemeinsam mit dem Publikum und ihrem Chor zu singen.

Manchmal kann ein Lied ein ganzes Leben verändern. Olaf Ruhl wollte eigentlich Pfarrer werden, als er eines Tages das Lied "Donna, Donna“ auf der Gitarre anstimmte. Er wusste damals nicht, dass es eine alte jiddische Weise ist. Jahre später und nach einigen Workshops zu Klezmer und jiddischen Liedern hatte er seine Berufung gefunden. Der Saarländer zog in den Weitlingkiez und trat dort mit jiddischen Liedern gegen Antisemitismus und Rassismus auf. Die Folge: Es fanden sich Gleichgesinnte, die mit ihm Mitte des vergangenen Jahres „Khaloymes“ gründeten.

Canzonetta kam mit seinem Kinder- und Jugendchor schon gut „eingesungen“ ins Kulturhaus, da vor dem Konzert ein Imagevideo im Tierpark gedreht wurde. Die jungen Sängerinnen und Sänger sind nicht nur beim Lichtenberger Chorsommer gern gesehen, sondern werden häufig auch für Rundfunk- und Fernsehsendungen engagiert. Es spricht für die Qualität und das enorme Engagement der Chorleiter, Cornelia Ewald und Joachim Kuipers, die mit viel Zeit und Herzblut die Musikalität jedes Kindes und Jugendlichen fördern. 

Januschka vom Lyra e.V. brillierte am Ende des Konzerts mit russischen und deutschen Volksliedern. Als Yana Afonina, Leiterin des Chores, die erste Takte „Kalinka“ oder die „Berliner Luft“ anstimmte, hielt es niemanden mehr auf den Plätzen. Der 12. Lichtenberger Chorsommer leuchtete in vielen musikalischen Farben. Er war nicht zuletzt auch der Dank aller Beteiligten für die wunderbare Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Kulturhauses Karlshorst. (Marion)

10. Juli 2017

Zu Besuch im Garten und beim Chorsommer

Schneefall in Hohenschönhausen. Gab es am Freitag. Wie schon im letzten Jahr sorgten wir beim Seenfest in Malchow für eine kalte Überraschung. Und damit ist nicht der später einsetzende Regen, sondern der Schnee gemeint, den wir aus der Eishalle am Sportforum zuvor abholten. 

35 Jahre Kleingartenanlage am Außenring. Dieses Jubiläum war Grund genug, in der Astridstraße vorbeizuschauen und mitzufeiern. Gesine gratulierte Herrn Dittmann, dem Vorsitzenden dazu. Herr Dittmann ist übrigens seit 32 Jahren Vorsitzender der Anlage. Ebenso statteten wir der KGA Falkenhöhe Nord einen Besuch ab. Hier findet jedes Jahr der Hohenschönhausener Gartenlauf statt. Wir durften beim Line-Dance die neue Tanzfläche einweihen. Der Empfang war auch hier sehr herzlich. Der Sonntag stand ganz im Zeichen des Chorsommers. Den Auftakt bildete der Begegnungschor. Hier darf jede und jeder mitsingen. Einzige Bedingung: Jeder Teilnehmer bringt einen Geflüchteten mit. Dadurch finden internationale Begegnungen und gemeinsames mehrsprachiges Singen statt. Nahezu Musicalcharakter hatte der Clara-Schumann-Chor. Die Kinder und Jugendlichen haben den Saal gerockt. Herzlichen Dank auch an alle anderen Chöre, die beim 12. Lichtenberger Chorsommer teilgenommen haben.

5. Juli 2017

Zu Besuch bei Matrjoschka

Endlich ist die Kitazeit vorbei. Die bilingualen Kinder des Kindergartens „Matrjoschka“ sind bereit für den Schulanfang. Zu diesem Ereignis präsentierten sie Ihren Eltern und Erziehern ein wundervolles Programm. Hierzu gehörte unter anderem ein Theaterstück mit der Nachricht „Eltern, bitte seid nicht so streng, wir sind doch noch Kinder“. Anschließend wurde gesungen (auf russisch und deutsch), getanzt und Abschiedsgeschenke an alle verteilt. Tränen flossen bei Eltern und Erziehern, die schöne Zeit ist vorbei.  

28. Juni 2017

Zu Gast im Leydicke

Gestern Abend war Gesine zu Gast in der Kiezkneipe Leydicke im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Zunächst las sie aus ihrem Buch "Immer schön auf Augenhöhe". Im Anschluss folgt eine Diskussion u.a. mit Harald Gindra - MdA-Seite über die Situation in der Großgörschen-/Katzlerstraße. Hier wollte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) Wohnhäuser veräußern. Herzlichen Dank an Alexander King für die Einladung. 

26. Juni 2017

Sleevematix - ein Unternehmen in Hohenschönhausen

Heute besuchten Gesine und ich das Unternehmen Sleevematix. Ein komplizierter Begriff, aber dahinter verbirgt sich ein Produkt welches jeder schon einmal gesehen hat und es vielleicht auch täglich nutzt. Es geht um die kleine Hülle um den Kaffebecher to go, der verhindert, dass man sich die Finger morgens auf dem Weg zu Arbeit verbrüht. Doch sleevematix macht eines anders - der Halter ist wiederverwendbar, lokal hergestellt und umweltfreundlich. Dazu kann man ihn auch noch individualisieren lassen. Er sieht also schick aus, ist super praktisch und handlich. Das Ein-Mann-Unternehmen sitzt in Hohenschönhausen und wird von Marco Gräber geführt. Herr Gräber arbeitet mit viel Leidenschaft an der Perfektionierung des Produktes und zeigte uns mit viel Geduld seine Produktionsstätte sowie die Arbeitsabläufe zur Herstellung.

Wir unterhielten uns auch über die finanzielle Situation und die Schwierigkeiten in Berlin Lager- und Werkstatträume zu bekommen. Auch die Beantragung von Finanzmitteln gestaltet sich für kleine Unternehmen, die die Ressourcen nicht haben, sehr schwer. An uns wurde der Wunsch heran getragen, eine Beratungs-und Informationsstelle für Gründer einzuführen, die bei den ersten und bürokratischen Schritten Hilfe anbietet aber auch Hilfe vermittelt. (Anika)

24. Juni 2017

„Vorurteile abbauen Antisemitische Ressentiments bekämpfen“

Die Schüler des „Manfred-von-Ardenne-Gymnasiums“ beschäftigten sich in ihrem Workshop mit dem Thema „Vorurteile abbauen Antisemitische Ressentiments bekämpfen“, wo sie auch praktisch aktiv wurden. Sie entwickelten Plakate, welche sie auch vor einem Publikum vorgestellt haben, in denen es u.a. um Judenhass und Rassismus auf Grund der Hautfarbe ging. Sie präsentierten Bilder mit Malereien, die den Rassismus ausdrücken und in Deutschland gefunden wurden. All dies wurde von Lehrern und Erfahrenen zu diesen Themen geführt, welche ebenfalls ihre Reden hielten. (Dunja) 

24. Juni 2017

Jubiläum und Spendenlauf

Freundlicher Empfang durch den Vereinsvorsitzenden Herrn Pilz (links). Auch Bürgermeister Michael Grunst kam zum Jubiläum.

Am Wochenende fanden eine Reihe von Veranstaltungen statt, wo DIE LINKE Präsenz zeigte. Beim „Run for Help„ liefen wir für eine gute Sache. Die Alexander-Puschkin-Schule unterstützt seit vielen Jahren mit dem Spendenlauf ihre Partnerschule in Mosambik, Maputo. Insgesamt spendeten wir 100 Euro für einen guten Zweck. So wird die Schule z.B. mit Unterrichtsmaterialien unterstützt. Außerdem feierten wir das Jubiläum 100 Jahre Kleingartenanlage Feldtmannsburg. „Vom Kartoffelgarten zum Natur- und Freizeitidyll - 100 Jahre Kleingartenanlage Feldtmannsburg“ hieß auch eine Ausstellung, die dazu gezeigt wurde. Im Weltkriegsjahr 1917 wurde die Anlage durch das Rote Kreuz eingerichtet. Es sollten auf kleinen Parzellen angebaute Kartoffeln den Hunger der ersten Gärtner lindern. Die Anlage wurde auf der Lichtenberger Seite durch einen Bebauungsplan gesichert. Damit steht sie hier unter dauerhaftem Schutz.

21. Juni 2017

Keine Drohnen für die Bundeswehr!

Keine Drohnenanschaffung für die Bundeswehr! Heute habe ich kurz vor der Sitzung des Haushaltsausschusses Unterschriften gegen die Anschaffung von Kampfdrohnen entgegengenommen. Die Anschaffung würde 1 Milliarde Euro (ohne Bewaffnung) kosten. Die Koalition will eine Milliarden-Rüstungspaket durchwinken. Dem werden wir uns entschieden entgegen stellen.

19. Juni 2017

Fest der Linken

10 Jahre DIE LINKE, 10 Jahre Eintreten für Gerechtigkeit und Frieden. DIE LINKE lud am Wochenende zum Fest der Linken. Zum Auftakt am Freitag stellten die Berliner Kandidaten das frisch gedruckte Wahlprogramm vor. Ziel ist es, alle Direktmandate zu verteidigen und eines mit Pascal Meiser in Friedrichshain-Kreuzberg hinzuzugewinnen. In einer Diskussionsrunde am Samstag stellten sich Gesine Lötzsch und Klaus Ernst in der Volksbühne den Fragen der Besucher. Beide waren von 2010-bis 2012 Parteivorsitzende. Außerdem las Gesine in vollen Räumen der Jungen Welt aus ihrem Buch „Immer schön auf Augenhöhe“ vor. Das waren längst noch nicht alle Termine. Als Schirmherrin eröffnete Gesine Lötzsch am Samstag die Veranstaltung "Jung und Parkinson", schaute beim Münsterlandfest vorbei, besuchte das Weite Theater zum 25-jährigen Jubiläum und begrüßte am Sonntag zusammen mit Petra Pau Neumitglieder. 

15. Juni 2017

Es stellt sich vor: Dunja Arafa

Mein Name ist Dunja Arafa, nach meinem 6-jährigen Aufenthalt in Ägypten bin ich nach Deutschland zurückgekehrt. Mein Abitur mache ich in Form eines Fernstudiums. Um dies verwirklichen zu können absolviere ich die Vorbereitungen für das externe Abitur in Hamburg. Zur Zeit mache ich glücklicherweise ein Praktikum im Parteibüro von Gesine Lötzsch (“Die Linke”). Mit meinen 17 Jahren bin ich sehr reif und ich freue mich auf die Herausforderung meinem Praktikum gewissenhaft nachzukommen. 

14. Juni 2017

"Immer schön auf Augenhöhe".

Gestern fuhren, Gesine, ihr Buch und ich nach Erfurt. Auf Einladung von Bodo Ramelow ging es nach Thüringen, um aus dem Buch zu lesen und mit Bodo über gemeinsame politische Zeiten zu reden. Es war ein sehr familierer Abend, an dem auch ich als Mitarbeiterin viele neue Geschichten der beiden hören durfte und über die Kämpfe und Freuden des politischen Alltags geplaudert wurde. Auch das Publikum diskutierte angeregt über die Themen Gemeindeschwester, Bildung oder Bodos Stand als Ministerpräsident. Wir wurden herzlich aufgenommen und Gesine konnte dem Publikum mit ihren kleinen, aber detailreichen Geschichten oft ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern.

11. Juni 2017

Meister/in von Morgen

Kleine Nachlese zum Parteitag: Petra Pau und ich nutzten unseren Aufenthalt in Hannover, um am Sonntag die Ideenexpo zu besuchen. Wir erzählten von der MMM - der Messe der Meister von Morgen - und fühlten uns verstanden.

13. Juni 2017

Was ist Glück?

Hier meine Rede zur Jugendweihe, die ich am 10. Juni gehalten habe. (Es gilt das gesprochene Wort)

Außerdem habe ich dem Verein, der die Jugendweihe jährlich ausrichtet, einen Scheck unseres Fraktionsvereins überreicht. Das war mir eine große Ehre und Freude zugleich. Denn viele Familien können das Geld für eine Jugendweihefeier und alles was dazu gehört nicht aufbringen. Mit der Unterstützung unseres Vereins konnte vielen Jugendlichen dieses schöne Ereignis in ihrem Leben ermöglicht werden.

REDE

Heute ist ein aufregender Tag für Euch und Eure Verwandten. Tausend Dinge gehen Euch gerade durch den Kopf: Sitzt meine Frisur richtig, ist mein Anzug nicht doch zu eng, werde ich stolperfrei auf die Bühne kommen, beachtet mich das Mädchen aus der Nachbarklasse, wird meine Oma „mein Kleiner“ oder „Moppelchen“ zu mir sagen, wenn neben mir gerade meine neue Freundin aus der Parallelklasse steht? Diese Fragen werden Euch schon morgen nicht mehr beschäftigen. Ich will mit Euch über eine andere Frage sprechen, die Euch ein Leben lang beschäftigen wird. Eine Frage, die häufig gestellt wird, die aber keiner wirklich allgemeingültig beantworten kann.

Die Frage lautet: Was ist Glück? Diese Frage stellt sich jeder Mensch in seinem Leben. Die Frage haben sich schon Generationen vor Euch gestellt und sie ist immer noch nicht erschöpfend beantwortet. Wenn Ihr ins Kino geht, Fernsehen schaut und gleichzeitig im Internet surft, dann bekommt ihr auf diese Frage sehr verschiedene oder gar keine Antworten.

Ist es Geld, was glücklich macht?

Ist es ein Smartphone?

Sind es schnelle Autos?

Eine schöne Freundin?

Ein starker Freund?

Eine große Familie?

Für den einen ist es das größte Glück, bei Günter Jauch eine Million Euro zu gewinnen. Für die andere würde ein Traum in Erfüllung gehen, wenn sie bei  der Heidi-Klum-Show:  "Germany’s Next Topmodel" dabei sein könnte. Es gibt Wissenschaftler, die sich ein Leben lang damit beschäftigen, die Glücksformel zu knacken. Die dicke Bücher darüber geschrieben haben, aber die Frage auch nicht zufrieden stellend beantworten konnten. Jeder von Euch weiß, dass Glück nicht von Dauer ist. Häufig dauert dieses Gefühl nicht länger als einen Augenaufschlag. Aber es ist die schönste Droge der Welt. Dieses Gefühl kann keine Zigarette, kein Bier und kein Joint erzeugen. Das sind alles Ersatzdrogen, die in der Regel auch noch einen schlechten Nachgeschmack haben und unheimliche Kopfschmerzen am nächsten Tag zur Folge haben können.

Oder denkt an den letzten Geburtstag, an die Geschenke auf die ihr ein Jahr gewartet, von denen ihr vielleicht geträumt habt: Ein Fahrrad, Inline Skates oder sogar ein Smartphone. All diese Geschenke haben bei euch vielleicht Glücksgefühle hervorgerufen, doch jetzt gehören sie euch, ihr seid dankbar, aber das Glück ist verflogen.Später, wenn ihr euer eigenes Geld verdient, werdet ihr merken, dass man sich gern eine Freude macht und etwas kauft, was man eigentlich nicht braucht.

Glück stellt sich dabei selten ein. Es sind in der Regel nicht die materiellen Dinge, die uns glücklich machen. Es gibt Menschen, die sind scheinbar glücklich, wenn sie Macht über andere Menschen haben, wenn sich Menschen vor ihnen fürchten. Das sind traurige Gestalten, sie werden zwar gefürchtet, aber nicht geachtet und geliebt. Es sind meistens sehr einsame und unglückliche Menschen.

Was macht mich glücklich?

Ich will Euch von einem Buch erzählen. Es ist in Großbritannien erschienen und heißt: „We are what we do“. Wir sind das, was wir tun. Das Buch wurde auch in die deutsche Sprache übersetzt. Bei uns heißt es: “Einfach die Welt verändern – 50 kleine Ideen mit großer Wirkung“. Das Buch könnte eine Revolution in den Köpfen der Menschen auslösen. Ist es nicht so, dass viele Menschen resignieren und meinen, dass man die Welt nicht ändern könne, dass es nur den Mächtigen vorbehalten sei, die Welt zu ändern. Das stimmt nicht! Auch die Mächtigen, die vielleicht einmal gute Vorsätze hatten, haben oft auf dem langen Weg zur Macht ihre guten Vorsätze vergessen oder aufgegeben, um noch mehr Macht zu gewinnen oder sie nicht zu verlieren. Also wartet nicht, bis ihr mächtig seid, sondern verändert einfach jetzt die Welt mit Euren Mitteln und Möglichkeiten.

Übrigens: die Autoren des Buches haben in der Finanzwelt und der Werbeindustrie Geld verdient und erkannt, dass sie das nicht glücklich macht. Sie haben ihre Jobs aufgegeben und haben dieses Buch geschrieben.

Ich möchte aus dem Vorwort vorlesen:

„Wir leben in merkwürdigen Zeiten. Es gibt mehr Möglichkeiten, miteinander zu kommunizieren, als je zuvor, und doch leben immer mehr Menschen allein… Die Reichen werden reicher, aber erschreckend viele Menschen leben auch bei uns unter der Armutsgrenze. Die meisten von uns haben das Gefühl, dass etwas Wichtiges in ihrem Leben fehlt.“

 

Hier eine Auswahl kleiner Ideen der Autoren:

Aktion 5: Für ein Lächeln brauchst du nur halb so viele Muskeln wie für ein Stirnrunzeln. Und außerdem macht es doppelt so viel Spaß – dir und den anderen. Diese Aktion kann uns weiterhelfen. Bitte nehmt die Aggression und die Gleichgültigkeit aus Euren Gesichtern und vor allem aus Eurer Sprache, wenn ihr am Montag wieder in die Schule geht. Ihr werdet sehen, Ihr fühlt euch besser.

Aktion 23: Studien zeigen, dass Kinder, die gemeinsam mit ihren Eltern essen, deutlich besser mit Angst und Stress umgehen. Einer von vielen guten Gründen für einen kleinen Familienklatsch bei Tellergeklapper. Natürlich sind Familien manchmal unangenehmer als ein Mückenstich am Knöchel. Andererseits: Man kann auch mit niemandem besser lachen.“ Ich habe diese Aktion ausgewählt, weil ich sie für ganz wichtig halte. Es ist ganz leicht mit seinen Freunden stundenlang zu quatschen oder zu chatten, aber es ist schwerer mit seinen Eltern und Großeltern im Gespräch zu bleiben.

Mein Vorschlag: Nächsten Sonntag den Frühstückstisch decken und mal ausführlich mit der Familie ins Gespräch kommen. Nun wird der eine oder andere sagen, das ändert doch nicht die Welt. Wenn ich das mache, werden trotzdem Kinder verhungern oder in sinnlosen Kriegen sterben. Das stimmt. Aber als Erstes geht es darum, dass ihr bereit seid, euch zu ändern. Wenn ihr es tut, werdet ihr stolz auf euch sein, vielleicht auch glücklich – und das ist ansteckend. Andere Menschen werden es merken und eurem Beispiel vielleicht folgen. Natürlich steht es Euch frei, eigene Ideen zu haben, wie die Welt geändert werden kann. Fangt in der Schule damit an. Fragt Eure Eltern, Großeltern, Nachbarn oder Mitschüler was sie glücklich macht? Vielleicht seid Ihr ja die Glücksbringer, vielleicht müsst Ihr nur eine schlechte Gewohnheit abstellen, um ein glückliches Lächeln auf das Gesicht Eurer Mutter oder Eures Vater zu zaubern. Wichtig ist nur, dass Ihr bei allem, was ihr macht drei Grundregeln beachtet: Die Würde des Menschen ist unantastbar. So steht es im Grundgesetz unseres Landes.  Dabei ist es egal, ob andere Menschen deine Auffassungen teilen, eine andere Hautfarbe haben, ob sie an den einen oder anderen Gott glauben oder einer Kultur angehören, die uns völlig fremd ist. Der Zweck heiligt nie die Mittel. Selbst wenn Ihr etwas sehr Gutes wollt, wenn ihr einen Menschen oder die ganze Welt retten wollt, dürfen die Mittel, die Ihr anwendet, niemals der ersten Regel widersprechen; sie dürfen nicht die Würde von Menschen verletzen. Versucht nicht, alle Probleme allein zu lösen. Sucht Euch Gleichgesinnte. Um Hilfe bitten, kostet nichts. Viele Menschen freuen sich sogar, wenn sie um Hilfe gebeten werden. Denn sie haben dann das Gefühl von Euch gebraucht zu werden. Mein Lebensmotto lautet deshalb: Solidarisch geht es besser. Wer diese drei Regeln beachtet, hat die besten Voraussetzungen glücklich zu werden und das wünsche ich heute ganz besonders Euch, Euren Verwandten und Freunden.

Ich wünsche Euch ein erfolgreiches Leben, vor allem ein Leben in Frieden.

Herzlichen Glückwunsch zur Jugendweihe!

 

 

12. Juni 2017

Ausstellungseröffnung "Der Deutsche Bundestag"

Heute durfte ich die Ausstellung "Der Deutsche Bundestag" im Allee-Center Berlin eröffnen. Es handelt sich dabei um eine Wanderausstellung des Deutschen Bundestages, die den Besucherinnen und Besuchern erklärt und eindrücklich zeigt, wie mein Arbeitsplatz funktioniert und welche Aufgaben ich als Abgeordnete habe. Mein Gast zur Eröffnung war Petra Pau, Vizepräsidentin des Bundestages. Zur Eröffnung erzählte sie von ihren Aufgaben als Vizepräsidentin und von den Schwierigkeiten des sehr neutralen, parteilosen Amtes und dem Status der Abgeordneten der Linksfraktion. Auch ich bin seit 2013 in einer solchen Funktion durch den Vorsitz des Haushaltsausschusses. Nach einem kurzen Gespräch zwischen Petra und mir sowie der Eröffnung durch den Center Manager, schnitten wir bei chilenischen Gitarrenklängen die Bundestagstorte an. 

Wer auch noch etwas über die Arbeitsweise des Deutschen Bundestages lernen möchte, kann noch bis Ende dieser Woche im Allee Center die Ausstellung besuchen. Nebenbei gibt es eine Tombola mit tollen Gewinnen. Gewinnerinnen und Gewinner werden am Donnerstag 16 Uhr zur Lesung meines Buches "Immer schön auf Augenhöhe" gezogen. Sie sind herzlich willkommen.

8. Juni 2017

24. Lichtenberger Sozialtage

Am Donnerstag haben die 24. Lichtenberger Sozialtage im Lindencenter in Hohenschönhausen begonnen. über 20 vereine und Initiativen informieren über das Gesundheits- und Sozialangebot des Bezirks Lichtenberg. Neben Zahnpflege und Intergrationskursen, gab es auch Informationen zu gesunder Ernährung, Patienverfügungen oder Gymnastik. Für Jung und Alt gab es viel zu lesen und zu lernen. Zu Beginn zeichnten Michael Grunst, Katrin Framke und Birgit Montero viele ehrenamtlich Tätigen Lichtenbergerinnen und Lichtenberger und dankten ihnen für den täglichen und unermüdlichen Einsatz. Auch ich bin begeistert über die Vielzahl an Angeboten und Informationsständen und bedenke mich recht herzlich bei allen Helferinnen und Helfern.

7. Juni 2017

Das schwierige Thema der Renten

Dr. Martina Bunge,ehemalige Bundestagsabgeordnete und Beraterin in Rentenfragen lud Gesine am Mittwoch in die KULTschule in der Sewanstraße ein, um mit vielen Menschen über das Thema der Rente im allgemeinen, aber auch über das Thema Ostrenten im spezifischen zu reden. Ich, als sehr junge Mitarbeiterin von Gesine, hatte mich vorab informiert - zum Glück, denn wie sich herausstellte sind Rentenpunkte, Berechnungsgrundlagen, Ost-West-Unterschiede nicht unkompliziert. Martina gabe einen kurzen Überblick über die akteulle Situation und ging im Anschluss auf Fragen des Publikums ein. Gerade die Bereiche Mütterrente oder Ostrenten wurden heiß diskutiert. Auch das Thema in der DDR geschiedene Frauen wurde erläutert. Feststeht, dass noch eine Menge zu tun gibt, um eine Angleichung aller zu erzielen. Doch soweit auch für mich das Thema scheint, ist mir am Mittwoch klar geworden, dass es sich lohnt auch heute schon für gerechte Renten zu kämpfen, um für die jetztige Rentengeneration, aber auch die nachfolgenden etwas zu bewegen. (Anika)

3. Juni 2017

Stolpersteine in der Eitelstr. 27

Zum Andenken an die Familie Kiwi und Drucker wurden am Samstag, den 3. Juni  fünf Stolpersteine  in der Eitelstrasse 27 verlegt. Von hieraus wurden sie 1943 verschleppt und nach Auschwitz deportiert und ermordet. Gunter Demnig, Künstler des Projektes Stolpersteine, verlegte die Steine persönlich. Ein Lied, das ihnen während ihrer Haft Hoffnung gab, wurde zur Velegung gespielt. Stolpersteine erinnern an die Opfer der NS-Herrschaft vor dem letzten, freiwillig gewählten Wohnort. Damit regen sie zum Nachdenken an und zeigen eindrücklich in ganz Europa wie viele Einzelschicksale vernichtet wurden. In Gedanken soll man über sie stolpern, wenn man sie sieht. Drüber laufen darf man trotzdem. Denn die 10x10 cm großen Steine sind aus Messing und bleiben glänzend, wenn sie genutzt werden.

29. Mai 2017

WHITEvoid - Lichtkunst aus Lichtenberg

Heute besuchten Gesine und ich das in Lichtenberg ansässige Unternehmen WHITEvoid. Das Unternehmen, gegründet von Christopher Bauder, sitzt in der Rummelsburger Bucht und entwickelt und baut Lichtinstallationen. Den meisten könnte die Firma durch die Lichtgrenze in Berlin zu 25 Jahre Mauerfall bekannt sein. Damals bildete das Unternehmen die Mauer mit Leuchtballons nach. Heute besteht das Team aus ca. 20 Personen, Ingenieuren, Architekten, Produktdesignern und Software-Programmierern. Gemeinsam arbeiten sie an Lichtkunstwerken für weltweite Veranstaltungen. In Lichtenberg suchen sie eigentlich nach einem geeigneten Ort, um ein neues Lager zu bauen, denn derzeit nutzen sie eines in Tegel – und das ist doch ein bisschen zu weit weg, um regelmäßig hin und her zu fahren. Auch das Beantragen von Fördermitteln ist für eine projektbezogene, kleine Firma sehr schwierig. Sicherheiten und Garantien sind nur sehr schwer vorab zu geben und dadurch fallen sie durch viele Antragsraster. Über solche Probleme der Wirtschaftsförderung, den Bezirk Lichtenberg und Gesine als Abgeordnete wurde in einer sehr netten Atmosphäre gesprochen. Für mich selbst war es ein sehr interessanter und außergewöhnlicher Termin, der die Vielfalt der Lichtenberger Unternehmenslandschaft zeigt. (Anika) 

24. Mai 2017

Im Juli eröffnet ein Familienbüro in der Große-Leege-Straße

Am 1. Juni ist Kindertag. Das haben wir zum Anlass genommen unsere Initiativen vorzustellen. Übrigens: Auch in diesem Jahr verschenke ich wieder Ferienplätze für Kinder aus meinem Wahlkreis. Diesmal drei Wochen nach Schweden vom 19.7.-9.8. Bei Interesse bitte Mail an gesine.loetzsch@bundestag,de oder Nachricht auf fb. Die Berliner Woche berichtet

23. Mai 2017

Besuch in Strausberg

Am heutigen Dienstag wurde ich nach Strausberg eingeladen, um mit Bürgerinnen und Bürgern über verschiedene Anliegen zu reden, mich vorzustellen und auch über die Bundestagswahl einmal persönlich miteinander ins Gespräch zu kommen. Neben meiner Arbeit im Haushaltsausschuss waren die zahlreich erschienenen interessiert daran mehr über das sogenannte 2%-Ziel im Bereich der NATO zu erfahren, fragten aber auch wann denn endlich der Berlin-Bonn-Umzug in Tat umgesetzt und warum das Pflegepersonal so schlecht bezahlt werde. Es war eine sehr herzliche Runde, die mich zu sich ins Haus einlud und mit mir bei Kaffee und Kuchen über aktuelle politische Themen sprach. Viele bedanken sich recht freundlich und sagten auch, dass so ein persönlicher Kontakt mal eine schöne Abwechslung sei - man sehe sich ja sonst doch nur im Fernsehen. (Anika)

23. Mai 2017

Ausstellung von Saskia Wenzel

Saskia Wenzel malte schon an der Seite ihres Vaters, der selbst Maler ist. Hier erlernte sie ihr Handwerk. Saskia Wenzel lebt und arbeitet in Hohenschönhausen. Sie gibt Malkurse an der Jugendkunstschule. Außerdem ist sie Bezirksverordnete. Kunst ist für sie auch immer politisch, was in ihren Werken zum Ausdruck kommt. So malte sie Helmut Kohl in der Gestalt des Froschkönigs, ihm gegenüber sitzt die "kleine DDR". Wer neugierig geworden ist, kann noch bis Oktober ihre Gouachen, Skizzen und Aquarelle im Wahlkreisbüro in der Zingster Straße 12 ansehen.

 

 

18. Mai 2017

100 neue Betten

Rund 100 Betten werden am Standort des Sana-Klinikums bzw. Oskar-Ziethen-Krankenhauses entstehen. Die Eröffnung ist für Mitte 2019 vorgesehen. Damit vollzieht sich eine Verdichtung auf dem Gelände des Klinikums wie im ganzen Bezirk. Das neue Haus G wird vor allem für die Geriatrie und die Palliativmedizin geschaffen. Immer mehr Menschen ziehen nach Lichtenberg und immer mehr Menschen erreichen ein Alter über 80 Jahre. Dieser Entwicklung trägt das Krankenhaus Rechnung. Wir wünschen viel Erfolg dabei!

12. Mai 2017

Menschen statt Profite

Heute ist Tag der Pflege. Weshalb unser Modell der Solidarischen Gesundheits- und Pflegeversicherung, in Verbindung mit einer gerechteren Steuerpolitik, gut für alle ist. Wir protestierten heute für bessere Bedingungen in der Pflege, für eine solidarische Gesundheits- und Pflegeversicherung. Weitere Infos

 

10. Mai 2017

Lesen gegen das Vergessen

Am 10. Mai 1933 ließen die Nationalsozialisten die Werke "undeutscher" Autoren in einer öffentlichen Großveranstaltung verbrennen.

Die Geschichte wird von rechten Parteien jetzt neu erfunden. Dabei spielen historische Fakten immer weniger eine Rolle. Das ist ein gefährlicher Trend. Wer nicht will, dass sich Geschichte wiederholt, der muss die Gegenwart verändern.

Wir wollen mit Ihnen gemeinsam ein Zeichen gegen Geschichtsfälschung setzen. Wir wollen an Schriftstellerinnen und Schriftsteller erinnern, deren Bücher am 10. Mai 1933 in 22 deutschen Universitätsstädten – beginnend auf dem heutigen Bebelplatz in Berlin – öffentlich verbrannt wurden. Das wollen wir nicht vergessen.

Vortrag von Schauspieler*innen vom Theater an der Parkaue
Über das Verbrennen von Büchern
Ringelnatz: Überall, Heimatlos
Ronald Paris las aus Hans Grundig "Aschermittwoch"
Die Schrifstellerin Gisela Steineckert las aus einem Text über Eva Lippold von Gisela Steineckert —
Nina Kronjäger las aus Tucholsky
Der Sänger Tino Eisbrenner las aus dem Brechtgedicht Friede auf unserer Erde (nach Neruda).
Wolfgang Kohlhasse las aus Anna Seghers: Aufstand der Fischer von St Barbara —
Jutta Wachowiak las aus Stefan Zweig "Die Welt von gestern"
Die Schriftstellerin Marion Brasch las aus einem Brief, den Stefan Zweig am 10. Mai 1933 an Romain Rolland geschrieben hat.
Petra Pau las aus Victor Klemperers Tagebüchern
Der Dramatiker und Erzähler Lothar Trolle las aus Ernst Bloch aus den "Verfremdung"
Der Schauspieler Peter Bause las aus "Flüchtlingsgesprächen“ von Brecht"
11. Mai 2017

Besuch bei der mitHilfe GmbH

 

Am Donnerstag, den 11.05., haben wir die mitHilfe GmbH in der Wustrower Str. 20 in Hohenschönhausen besucht. Neben der Zweigstelle in Hohenschönhausen, die seit September 2016 existiert, gibt es noch Standorte in Neukölln und Friedrichshain.

Die mitHilfe GmbH ist ein gemeinnütziger freier Träger, der verschiedene Formen der Sozialhilfe bereitstellt. Ein Schwerpunkt besteht in der Bereitstellung von Wohnraum an von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen aus dem sozialen Sicherungsnetz gefallen sind (z.B. am Übergang zur Erwerbslosigkeit oder zur Rente, besonders häufig auch infolge von Sanktionsmaßnahmen durch das Jobcenter). Doch nicht nur Wohnraum wird zur Verfügung gestellt, sondern auch umfangreiche Beratungsangebote, wie z.B. zur Schuldenbereinigung.

Einen zweiten Schwerpunkt stellt die Arbeit mit Geflüchteten dar. So betreibt die mitHilfe GmbH  die Flüchtlingsunterkünfte in der Wollenberger Str. (seit Mai) sowie im Hagenower Ring (voraussichtlich ab Juni).

Im Gespräch wurden einige Problemfelder deutlich, mit denen der Träger konfrontiert ist. Das erste betrifft die äußerst angespannte Wohnungssituation in Lichtenberg bei gleichzeitig großer Nachfrage nach gefördertem Wohnraum. Es mangelt trotz reger Bautätigkeit im Bezirk an sozialem Wohnungsbau. So hat die mitHilfe GmbH bei deutlich höherem Bedarf lediglich 30 Wohnungen zur Verfügung.

Ein Weiteres betrifft das Außengelände der Flüchtlingsunterkunft in der Wollenberger Str. So existieren dort bis jetzt kaum Grünflächen oder Spielmöglichkeiten für die dort wohnenden Kinder. (Roman)

 

 

 

10. Mai 2017

Ein Besuch im "Haus Sophie"

Am 10.5 besuchte ich mit Gesine das „Haus Sophie“ des Vereins Merkur e.V. In der Einrichtung in der Wollenberger Straße leben wohnungslose Menschen, die aufgrund von Mietschulden, Wohnungsnot oder anderen schwierigen Ereignissen im Leben keine Unterkunft mehr zum Leben haben. Hier treffen Alt und Jung, Einzelpersonen und Familien auf einander und leben Tür an Tür. Nicht immer friedlich, wie uns der Leiter der Einrichtung, Herr Ettlinger schilderte und trotzdem setzt er sich tagtäglich für die Menschen hier ein. Zwei Ärztinnen kümmern sich bei Krankheitsfall, vor Ort um die Behandlung und auch das naheliegende Königin Elisabeth Herzberge Krankenhaus steht im engen Kontakt mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des „Haus Sophie“. Insgesamt betreut die Einrichtung rund 120 Menschen -  viele bleiben dort, weil der Weg aus der Wohnungslosigkeit oft nicht leicht ist. Andere finden Arbeit, aber aufgrund der schwierigen Wohnungssituation trotzdem keine Wohnung. Das „Haus Sophie“ ist auch Partnerin der Kältehilfe und gewährt Obdachlosen von November bis März ab 22 Uhr eine warme Unterkunft, sowie sanitäre Einrichtungen und eine Mahlzeit. Es ist eine wichtige Initiative die sich vor fast 20 Jahren gegründet hat und seit dem Menschen betreut, die Hilfe und ein Dach über dem Kopf brauchen. (Anika)

Tag der Befreiung

An verschiedenen Orten im Bezirk fanden gestern Gedenkveranstaltungen zum 72. Jahrestages der Befreiung statt. Traditionell legten wir am Vormittag an der Bersarin-Birke Blumen nieder. Hier verunglückte der Stadtkommandant Nikolai Bersarin tödlich. Ihm war es zu verdanken, dass viele Berliner in den Nachkriegsjahren mit Lebensmittel versorgt wurden und die Energieversorgung wieder in Betrieb genommen wurde. Am Mahnmal des Friedens im Krankenhaus Herzberge wurde die Gedenkzeremonie musikalisch begleitet. Die Rednerin erinnerte daran, dass unter dem Naziregime auch von hier aus Menschen verschleppt und getötet wurden, die als lebensunwert galten. In der Ribnitzer Straße fand auf Initiative der langjährigen Bürgermeisterin Christina Emmrich ein bewegendes Treffen mit sowjetischen Generälen statt. Diese waren auch bei der zentralen Gedenkveranstaltung in der Küstriner Straße zugegen und hoben die Bedeutung der deutsch-russischen Verbundenheit hervor. Höhepunkt war wieder das traditionelle Gedenken am Deutsch-Russischen Museum. Platzregen konnten uns nicht daran hindern, den 8. Mai zu feiern und uns Nazis, die erneut eine Demonstration abhielten, in den Weg zu stellen. Es bleibt ein Skandal, dass Nazi-Demos vor einem solch geschichtsträchtigen Ort nicht verboten werden.

26. April 2017

Terrorismus stoppen - Panzerdeal verhindern

Kampfjets der türkischen Luftwaffe haben am frühen Dienstagmorgen ein Hauptquartier der Kurdenmiliz YPG in Syrien angegriffen. Erdogan führt Krieg gegen Kurden und unterstützt damit den Islamischen Staat. Rheinmetall unterstützt mit dem Fabrikexport indirekt den Terrorismus. Für den Aktienkurs von Rheinmetall ist das gut. UBS Aktienanalysten empfehlen den Kauf der Aktie. Geld darf nicht länger die Welt regieren. Wir fordern von der Bundesregierung eine politische Entscheidung. Sie muss diesen Fabrikexport verhindern.

Die Bundesregierung beruft sich auf die politischen Grundsätzen der Bundesregierung aus dem Jahr 2000: Danach sind Export von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern in Länder der Nato, der EU sowie in gleichgestellte Staaten grundsätzlich nicht zu beschränken. Es sei denn, "dass aus besonderen politischen Gründen in Einzelfällen eine Beschränkung geboten ist". Es liegen besondere politische Gründe vor! Die Bundesregierung muss jetzt handeln! Erdogan führt Krieg gegen Kurden und unterstützt den Islamischen Staat.

Der Druck auf Rheinmetall muss erhöht werden. Rheinmetall gehört auf die schwarze Liste der Unternehmen, die Terroristen unterstützen. Deutsche Aufträge für Rheinmetall müssen storniert werden. Die Koalition will 136 Kampfpanzer Leopard 2 bestellen. Rheinmetall würde als Unterauftragnehmer 110 Mio. Euro kassieren. Dagegen werden wir im Bundestag unsere Stimme erheben. Heute habe ich an einer Campact Protestaktion teilgenommen. Insgesamt haben wir 200.000 Unterschriften entgegengenommen. Die Unterzeichner fordern zurecht, dass der Panzerdeal mit verhindert wird.

 

 

15. April 2017

Ostermarsch für den Frieden

Am Samstag, dem 15.04. haben wir am diesjährigen Berliner Ostermarsch teilgenommen. Dieser ist seit vielen Jahren eine feste Institution und wird von der Friedenskoordination Berlin (FRIKO), bestehend aus einer Vielzahl zivilgesellschaftlicher Gruppen, organisiert. Das Motto des diesjährigen Ostermarsches war „Abrüsten“. Zu diesem Thema sprachen Anne Rieger, Co-Sprecherin des Bundesausschuss Friedensratschlag, Dr. Alexander Rosen, Kinderarzt und stellvertretendes Vorstandsmitglied der deutschen Sektion von IPPNW (Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs - Ärzte in sozialer Verantwortung) sowie Dr. h.c. Jürgen Graesslin, Sprecher der Kampagne "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel" und Bundessprecher der DFG-VK Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsdienstgegner. Besondere Beachtung fanden aus gegebenem Anlass die steigenden deutschen Rüstungsexporte auch an autokratisch regierte Länder, der Krieg in Syrien sowie die dringend notwendige atomare Abrüstung und die gleichzeitige Weigerung der Bundesregierung, die UN-Verhandlungen über die Ächtung von Atomwaffen zu unterstützen.

Trotz regnerischen Wetters und Temperaturen um die acht Grad sind rund 1000 Menschen dem Aufruf gefolgt. Die Auftaktkundgebung erfolgte um 12 Uhr am Kaiser-Wilhelm-Platz, wo um 14 Uhr auch die Abschlusskundgebung stattfand. (Roman)

13. April 2017

Geschwisterprojekt

Am 12. April hat Gesine Lötzsch stellvertretend für den Fraktionsverein der Fraktion Die LINKE im Bundestag eine Spende an den Verein „KINDERHILFE; Hilfe für krebs- und schwerkranke Kinder e.V.“ in Höhe von 600€ übergeben.

Der Verein KINDERHILFE e.V. berät und unterstützt seit mehr als 30 Jahren Familien mit krebs- und schwerkranken Kindern. Nach oft monatelangen Behandlungen und Therapien werden die Kinder zwar aus den Krankenhäusern entlassen, aber es bleibt ein langwieriger Prozess bis zum neuen Alltag und Normalität. Oft werden die Familien allein gelassen, viele Elternteile müssen ab der Diagnose an ihre Berufstätigkeit einstellen. Nicht selten bleiben die Geschwister auf der Strecke. Die Spende vom Fraktionsverein soll für ein „Geschwisterprojekt“ verwendet werden, bei dem das Selbstbewusstsein der Geschwisterkinder gestärkt und ebendiese in den Mittelpunkt gestellt werden sollen. Damit auch die Geschwister nicht mit der Bewältigung ihrer Probleme und der herausfordernden Situation allein gelassen werden. Ein tolles Projekt! (Julia)

11. April 2017

Lesung im Literaturforum im Brechthaus

Alfred Eichhorn, freier Journalist, führte in den Abend im Literaturforum im Brechthaus mit einer kleinen Zeitreise in Gesines Geburtsjahr ein. Danach folgten Fragen zu dem politischen, aber auch dem privaten Leben von Gesine, die passend dazu gerne eine kurze Sequenz ihres neuen Buches „Immer schön auf Augenhöhe“ vorlas. Viele Menschen zog es an diesem Abend nicht in das Literaturforum, aber alle lauschten gespannt dem sehr interessanten Dialog zwischen Eichhorn und Lötzsch.

Angefangen bei der Diplomarbeit von Gesine, über ihren Niederlandeaufenthalt mit dem eigenen Fahrrad bis zur Frage der heutigen Spielregeln und Machtkämpfe im Deutschen Bundestag wurden viele Themen angesprochen, vertieft oder diskutiert. So führte Frau Merkels Plauderei mit Volker Kauder im letzten Jahr zu erheblicher Aufruhr in den Medien und innerhalb der Gesellschaft: Sie drehte sich weg und unterhielt sich gemütlich mit Kauder, während Gesine am Redepult stand und die Auffassung der Opposition darstellen wollte. Von Zuhören und einer Akzeptanz anderer Meinungen war an diesem Tag nicht viel zu sehen. Eine Situation, die einer linken Politikerin selten erspart bleibt. Doch bis heute arbeitet Gesine im Bundestag, ist Vorsitzende des Haushaltsausschusses und direkt gewählt in Lichtenberg.

Mich persönlich hat besonders die Geschichte aus Griechenland bewegt. Manolis Glezos holte, mit mehreren anderen Widerstandskämpferinnen und –kämpfern eine Gruppe Jugendliche in Begleitung von Gesine 2008 am Athener Flughafen ab. Da die Gruppe mit großer Verspätung anreiste, wartet die Gruppe in bewundernswertem Alter am Terminal und begrüßten jungen Reiseteilnehmer. Diese Reise steht exemplarisch für Gesines Arbeit – der im Parlament und das tägliche politische Engagement verbindet. Rückforderungen der griechischen Regierung an Deutschland sind seit Jahren ein großes Streitthema bilateraler Politik. Gemeinsam mit der Linksfraktion streitet Gesine seit Jahren für die Anerkennung der Folgen des Hitlerfaschismus in Griechenland, insbesondere finanziell.

Das Buch zeigt eindrücklich, dass streiten ein wichtiger Teil unserer Demokratie ist, den es zu schützen gilt. (Anika) 

12. April 2017

15 Jahre Tierparkmitgliedschaft

Seit 15 Jahren bin ich mittlerweile Mitglied im Förderverein von Tierpark und Zoo. Aus diesem Anlass wurde mir heute vom Vereinsvorsitzenden Herrn Ziolko eine Urkunde verliehen. Auf die nächsten 15 Jahre!
Wer auch Mitglied im Förderverein werden will und damit Tierpark und Zoo unterstützen möchte, kann das unter: http://www.freunde-hauptstadtzoos.de/wp/mitglied-werden/ tun.

5. April 2017

"Immer schön auf Augenhöhe" in Magdeburg

Es ging nach Magdeburg, in die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts. "Immer schön auf Augenhöhe" war nicht nur der Titel des Buches, sondern auch das Motto der Veranstaltung. Rund 60 Besucherinnen und Besucher lauschten in der Stadtbibliothek Magdeburg Gesines Lesung und stellten im Anschluss Fragen zum Alltag einer Politikerin, dem Verteidigungsetat oder der geplanten Einheitswippe. Gesine las Geschichten über tierische Neujahrkarte, die erste Rede im Bundestag oder den Katzentisch, den sie sich mit Petra Pau 2002 teilte, vor und erzählte nebenbei die skurrilsten Geschichten aus dem Bundestag und ihrem Wahlkreis Berlin Lichtenberg. Herr Dr. Hattenhorst, zuständig für Veranstaltungen in der Stadtbibliothek, moderierte durch den Abend und sprach diverse Themen der vielen letzten Jahre als direkt gewählte Abgeordnete an. 

Eingeladen hatte die Rosa Luxemburg Stiftung Sachsen-Anhalt. Gabriele Henschke, die Regionalleiterin in Magdeburg, sammelte fleißig alle Fragen aus dem Publikum. Es war ein gelungener Abend. Die Lesung hat dem Publikum sichtlich Spaß gemacht und das Team Lötzsch hofft sehr, dass auch beim Lesen des Buches zuhause noch viel gelernt und geschmunzelt wird. (Anika) 

4. April 2017

Wir trauern um die Opfer von St. Petersburg

4. April 2017

Ökotopia GmbH in Lichtenberg

Im Rahmen unseres heutigen Besuches bei der Ökotopia GmbH in der Coppistraße 5 in 10365 Berlin wurde uns von der Geschäftsführerin Franziska Geyer sowie ihren Mitarbeitern ein sehr herzlicher Empfang bereitet. Auf einem Rundgang durch das Unternehmen, das seine Wurzeln in der Umweltbewegung sowie in der Solidaritätsbewegung mit den Tee- und Kaffeeproduzierenden Ländern v.a. Mittel- und Südamerikas und Asiens hat, bekamen wir unter anderem die Räumlichkeiten der Teeabfüllung und die große Lagerhalle gezeigt. Besonders beeindruckend waren die großzügigen  und so geschmackvoll wie gemütlich eingerichteten Sozialräume, in denen die zwanzig Mitarbeiter des Unternehmens beispielsweise täglich ihr eigenes Mittagessen zubereiten und japanische Teezeremonien durchführen können.

Die Ökotopia GmbH wurde als Pionier der Öko- und Fairtradebewegung im Jahre 1980 gegründet und vertreibt seitdem eine große Auswahl an hochwertigen Tee- und Kaffeesorten. Sowohl der Tee als auch der Kaffee stammen aus kleinbäuerlichen Kooperativen mit höchsten Fairtrade- und Ökologiestandards. Dazu gehört beispielsweise, dass der Kaffee anders als in Fairtradeproduktionen konventioneller Handelsketten innerhalb von Misch- statt in Monokulturen angebaut wird. Die Ökotopia GmbH vertreibt ihre Produkte vor allem in Bio- und Weltläden und auch in größeren Naturkostketten wie denn's oder BIO COMPANY. Regionale Schwerpunkte bilden große Städte wie Berlin oder Hamburg und Teile des süddeutschen Raumes. Daneben existiert ein Onlinevertrieb.

Das in Berlin-Kreuzberg gegründete Unternehmen zog im Jahre 2008 aus Platzgründen nach Treptow und ist seit einem weiteren Umzug nun in der Lichtenberger Coppistraße ansässig. Mit der Lage im Bezirk Lichtenberg ist das Unternehmen, das zur Zeit in gemieteten Räumlichkeiten zu Hause ist, sehr zufrieden und könnte sich für die Zukunft sogar den Ankauf einer eigenen Immobilie in der Nähe vorstellen. (Roman)

3. April 2017

1900 neue Studierende an der HTW

Montag wurden rund 1900 neue Studierende für das Sommersemester 2017 begrüßt.Prof. Dr. Semlinger begrüßte die vielen neuen Gesichter in der Aula des Gebäudes, aber auch per Livestream in der Mensa und im Zelt auf dem Hinterhof. Er betonte insbesondere die interdiszipläneren Studiengänge und auch den internationalen Fokus der Hochschule an den Standorten Karlshorst und Schöneweide. Im Vorgespräch mit einigen Vertretern der Hochschule wurde klar, dss es viel zu tun gibt. Neben einer Ur-Abstimmung bezüglich des Semestertickets, soll ein neuer Standort der HTW entstehen, um beide Campusse zusammenzulegen. Auch die wachsende Studierendenanzahl stellt die Hochschule vor viele Herausforderungen. Frauen waren im Vorgespräch leider nicht anwesend, was die Hochschullandschaft sehr gut wiederspiegelt. Frauen sind oft sehr gut in der Ebene der Hilfsmitarbeiterinnen vertreten oder im organisatorischen Apparat einer Uni/Hochschule - doch in den oberen Posten mangelt es an Frauen. Auch in den technischen Berufen sind eher selten Frauen vertreten. Hier muss sich sowohl gesellschaftlich als auch politisch in den nächsten Jahren dringend etwas ändern. Gerade die akademische Laufbahn muss auch ein Arbeitsumfeld werden, in dem Familie und Beruf zusammenpassen. Für musikalische Unterhaltung sorgte die hochschuleigene Jazzband. (Anika)

27. März 2017

Kein Kapitalismus ist auch eine Lösung

Der Titel „ Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung“ hat einige Linke irritiert. Doch nach dem gestrigen Vortrag von Ulrike Herrmann ist klar: Kein Kapitalismus ist auch eine Lösung. Kapitalismus funktioniert nur mit wirtschaftlichen Wachstum. Doch unsere Ressourcen sind auf unserer Erde begrenzt. Wir brauchen eine andere Lösung. Ulrike Herrmann legte ein Geständnis ab: Sie liebt die drei Männer – Smith, Marx und Keynes. Leider haben die herrschenden Ökonomen in unserem Land die Theorien dieser Männer zur Seite gelegt, obwohl alle neoliberalen Theorien immer wieder versagen.

23. März 2017

Politisch Verfolgte genießen Asylrecht

Auf Fragen von Berliner Schülern zur AfD habe ich wie folgt geantwortet:

1. Sind Sie der Meinung, dass die asylpolitischen Ansichten der AfD grundgesetzkonform sind und zur Lösung des Asylproblems beitragen?

Das Asylrecht gründet direkt auf Artikel 1 unserer Verfassung: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Der Artikel 16a (1) lautet: „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.“ Die Würde des Menschen endet für die AfD an den deutschen Grenzen. Die Forderung von AfD-Spitzenpolitikern nach Schusswaffengebrauch an den Grenzen gegen Flüchtlinge ist ein empörendes Beispiel.

Deutschland hat aus gutem Grund die Genfer Flüchtlingskonvention unterzeichnet, die Kriegsflüchtlingen Schutz bietet.

Deutschland ist eines der reichsten Staaten der Erde und hat damit die Kraft Geflüchteten zu helfen. Das „Asylproblem“ kann nur gelöst werden, wenn wir die eigentlichen Probleme lösen. Wir müssen die Fluchtursachen bekämpfen. Ein Hauptgrund ist Krieg. Deutschland ist einer der ganz großen Waffenexporteure in der Welt. Wir fordern das Verbot von Waffenexporten. Das wäre ein erster Beitrag gegen den Krieg. Wir setzen uns für eine gerechte Weltwirtschaftsordnung ein. Ein erster Schritt ist die Entschuldung von Staaten, die in einer Schuldenfalle sitzen und diese allein nicht mehr verlassen können.

Die Geflüchteten sollten wir nicht als Problem, sondern als Chance sehen. Unsere Gesellschaft wird immer älter. Das Statistische Bundesamt schätzt, dass wir jedes Jahr 400.000 Zuwanderer und Zuwanderinnen brauchen, um dem demografischen Wandel entgegenzusteuern. Von diesen Zahlen sind wir noch weit entfernt. Alle diese Fragen will die AfD nicht zur Kenntnis nehmen. Das ist Realitätsverweigerung.

2. Wie bewerten Sie das Auftreten von wichtigen Vertretern der AfD bei öffentlichen Auftritten?

Alexander Gauland (AfD-Stellvertreter) fordert im Zeitmagazin: „Wir müssen die Grenzen dicht machen und dann die grausamen Bilder aushalten“, man könne sich nicht von Kinderaugen erpressen lassen. Danach vergleicht er Schutzsuchende mit einem Wasserrohrbruch. Den würde man auch abdichten.

Doch es geht schlimmer: Nachdem Frauke Petry (AfD-Chefin) vorgeschlagen hat, deutsche Grenzen notfalls mit „Schusswaffengebrauch“ gegen Flüchtlinge zu schützen, legt AfD-Stellvertreterin Beatrix von Storch zunächst nach: auch auf Frauen mit Kindern dürfe geschossen werden. Dann ruderte sie zurück – nicht auf Kinder, aber auf Frauen und Männer.

Offensichtlich hat das AfD-Spitzenpersonal nichts aus der deutschen Geschichte gelernt. Der Thüringer AfD-Politiker Björn Höcke sagte: "Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat." Er meint damit das Holocaust-Denkmal. Er fordert eine 180-Grad-Wende in der Geschichtsaufarbeitung. Das kann ja nur heißen, dass er statt Antifaschismus lieber Faschismus verbreiten will. Nach dieser Rede sollte Höcke aus der Partei ausgeschlossen werden. Bis jetzt ist er immer noch AfD-Mitglied. 

3.Haben Sie den Eindruck, dass die Ziele der AfD den Begriff „demokratische Volkspartei“ rechtfertigen?

Die AfD ist keine demokratische Volkspartei. Eine Partei ist nicht deshalb demokratisch, weil sie auf demokratischen Weg gewählt wurde. Entscheidend ist die Programmatik und wie diese Partei ihre Politik lebt. Die genannten Beispiele zeigen, dass diese Partei nicht nur ein Demokratieproblem hat, sondern auch Menschenrechte mit Füßen tritt. 

14. März 2017

Ehrung der Märzgefallenen

Ehrung der Märzgefallenen - Spartakusaufstand 1919. Dank an VVN/BdA für die alljährliche Ausrichtung. Dank an die Schülerinnen und Schüler der Schule am Rathaus für ihre Gedanken zur Frage, ob sie etwas mit diesen Ereignissen zu tun haben. Die Märzgefallenen kämpften für Demokratie- und Freiheitsrechte. Also Werte, die auch heute mehr denn je verteidigt werden müssen. Hier geht es nicht um Heldentum, resümierten die Schüler, aber um Erinnerung an Menschen, deren Namen und Wirken sonst in Vergessenheit gerieten. 

28. Februar 2017

Bericht geDRUCKtes vom 28.02. – Mit Vera Friedländer

Brauner Salamander?

Am 28.02. fand wieder „geDRUCKtes“ von und mit Gesine Lötzsch statt. Dieses Mal war Vera Friedländer zu Gast, welche ihr Buch mit dem Titel „Ich war Zwangsarbeiterin bei Salamander“ vorstellte.  

Salamander (-Schuhverkaufsgesellschaft mbH, heute Salamander GmbH) ist ein bekannter, großer Schuhhersteller in Deutschland. 1905 gegründet, behauptete sich das Unternehmen auch während der Weltwirtschaftskrise Ende der 1920er Jahre. Oft wird vergessen: während des Nationalsozialismus beschäftigte Salamander mehrere Tausend Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter für die Herstellung und Qualitätskontrolle der Schuhe. Über 21 Nationalitäten konnten ermittelt werden, die für Salamander tätig waren. Darunter auch die, von den Nazis als „Halbjüdin“ klassifizierte, deutsche Schriftstellerin Vera Friedländer.

In ihrem neuesten Buch „Ich war Zwangsarbeiterin bei Salamander“ beschreibt sie die Erlebnisse und Erfahrungen aus ihrer Zeit und Arbeit für das Unternehmen. Im Gespräch berichtet sie über die Arbeitsbedingungen, die „Schuhprüfstrecke“ im KZ Sachsenhausen (von der Salamander nicht nur Kenntnis hatte, sondern diese auch unterstützte) und die nicht erfolgte Verurteilung der damaligen Direktoren und Täter.

Viele der Unternehmen, die zur Zeit des Nationalsozialismus Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter beschäftigten, räumen ihre Vergangenheit bis heute nicht ein. So auch Salamander nicht. Dabei wäre ein kritischer und aufklärerischer Umgang mit der Geschichte etwas, dass gerade in der jetzigen Zeit dringend gebraucht wird. Um zu erinnern und zu mahnen und es besser zu machen.

Und solange es noch so viele gibt, die zu der Vergangenheit schweigen, ist die Relevanz um Vera Friedländer ungebrochen.  (Julia Müller)

 

 

3. März 2017

„Der junge Karl Marx“ – Kommunismus im Kino

Der Auftakt für den Film über den jungen Karl Marx und die Anfänge seiner lebenslangen Freundschaft mit Friedrich Engels war während der Berlinale - mit rotem Teppich, langen Kleidern und allem, was zu einer großen Premiere gehört.

Am 2. März war der offizielle Kinostart in der gesamten Republik. Der Filmverleih „Neue Visionen“ hatte die Idee, Paten über den Kinostart zu gewinnen. So konnte ich den Film im CineMotion in meinem Wahlkreis, im Ortsteil Hohenschönhausen präsentieren. Eingangs erinnerte ich an Buch und Film „Mohr und die Raben von London“, erschienen und gedreht Ende der 1960er Jahre. Als ich das erwähnte, ging ein Raunen durch den Saal. Viele erinnerten sich.

Im kommenden Jahr begehen wir den 200. Geburtstag von Karl Marx.

Wie aktuell ist er noch?

Nach der Finanzkrise 2008 explodierte der Verkauf des „Kapitals“. In vielen Buchhandlungen war das Buch ausverkauft. Es musste nachgedruckt und nachbestellt werden. Viele Menschen wollten wissen, wie der Kapitalismus funktioniert oder eben nicht funktioniert. Sie wussten, dass die ökonomischen Theorien, die heute an den Universitäten gelehrt werden, den Kapitalismus nicht erklären können oder wollen. Auch nach der akuten Finanzkrise gibt es kaum Ökonomen, die ihre gescheiterten Theorien hinterfragen. Sie können die Krisen nicht erklären.

Die Finanzkrise ist nicht durch Spekulanten ausgelöst worden, auch wenn sie ihren Anteil an der Krise hatten. Die Krise ist auch nicht allein durch eine falsche Politik zu erklären, auch wenn sie ihren Anteil an der Krise hat. Finanzkrisen gehören zum Kapitalismus. Das wusste Marx und er hat die Ursachen für diese Krisen in seinem Buch „Das Kapital“ analysiert und begründet. Deshalb ist das Buch hochaktuell.

Es werden viele Irrtümer über Karl Marx verbreitet

1.   Norbert Blüm sagte nach dem Zusammenbruch des Sozialismus in Europa: „Marx ist tot, Jesus lebt“. Im September dieses Jahres feiern wir den 150. Jahrestag des Erscheinens des ersten Bandes des Kapitals von Karl Marx. In einer Zeit, in der Nachrichten im Sekundentakt durch das Internet rasen und Fakten von gestern heute schon keinen mehr interessieren, sollten wir uns öfter mit diesem Buch beschäftigen, dass die grundlegende Funktionsweise des Kapitalismus beschreibt. Marx ist nach der Finanzkrise lebendiger als je zuvor.

2.   Karl Marx wird immer wieder für das Scheitern des Sozialismus verantwortlich gemacht. Das ist unfair. Er hat nie behauptet, ein wissenschaftliches Konzept für eine neue Gesellschaft entwickelt zu haben, weder für den Sozialismus noch für den Kommunismus. Er hat nur nachgewiesen, dass der Kapitalismus seine eigenen Grundlagen untergräbt. Das erleben wir heute. Der Kapitalismus zerstört die Umwelt und schlimmer noch, sie zerstören Menschen. Selbst Papst Franziskus stellte fest: Diese Wirtschaft tötet. Das erleben wir verdeckt in Europa, aber wir können es in Afrika und Asien in aller  Brutalität sehen. Viele Menschen müssen unter lebensbedrohlichen Bedingungen arbeiten. Der Jenenser Sozialphilosoph Hartmut Rosa hat kürzlich eine Minimaldefinition des klassisch marxistischen Entfremdungsbegriffs vorgeschlagen, die unsere gegenwärtige Situation recht gut trifft: Jeder, der sich auf dem kapitalistischen Markt bewegt, fühlt sich für sein Überleben zu etwas gezwungen, das er jenseits des Marktes niemals anstreben würde. Niemand will die Umwelt zerstören, aber die Notwendigkeit, Produktionskosten zu senken, zwingt ihn dazu; jeder will, dass den Verlierern der Gesellschaft geholfen wird, aber die Notwendigkeiten, Sozialkosten zu senken, bringt den Staat dazu, sie auszugrenzen; alle leiden unter der hysterischen Abfolge technologischer Neuerungen, aber der Wettbewerb zwingt die Produzenten dazu, ständig neue Waren herzustellen. Aus diesem Teufelskreis wollen viele Menschen ausbrechen.

3.   Der Hauptdarsteller August Diehl spielt den jungen Marx. Er hat der Berliner Zeitung ein schönes Interview gegeben  (25/26.2.2017). Er hat das Manifest gelesen, aber nicht das Kapital. Ich kann nur allen Zuschauern empfehlen, beide Bücher zu lesen. Für das Kapital empfehle ich ein Seminar bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung. August Diehl formuliert die These, dass man an den Kommunismus glauben musste, nicht aber an den Kapitalismus, der reguliere sich immer wieder selbst. Das ist eine Legende. Marx war ein Wissenschaftler und kein gläubiger Mensch. Er hat auch keinen Glauben propagiert. Er war auch mit Prognosen sehr vorsichtig. Es ist auch ein Irrtum, dass der Kapitalismus sich selbst reguliert. Gerade die Finanzkrise hat gezeigt, dass Milliarden aufgebracht werden müssten, um den Kapitalismus zu retten und ihn vor sich selbst zu schützen. Und natürlich glauben die meisten Menschen an den Kapitalismus und können sich gar nicht vorstellen, dass er untergehen könnte. Der Philosoph Slavoj Zizek meinte, es sei erstaunlich, dass die Menschen sich den Untergang der Welt vorstellen können, aber nicht das Verschwinden des Kapitalismus.

Filme sind teuer. Geldgeber müssen gewonnen werden. „Der junge Karl Marx“ ist eine Gemeinschaftsproduktion von Frankreich, Belgien und Deutschland. Die Förderzusage aus Deutschland ließ am längsten auf sich warten. Der Regisseur Raoul Peck sagte dazu: „In Deutschland will man nicht, dass jemand anders etwas über  ihn macht, aber gleichzeitig macht man nichts….Übrigens hat Eurimages, der Förderfonds des Europarats, den Film mit den Worten abgelehnt, da könnten sie auch einen über Stalin fördern. Das habe ich schriftlich.“ (jw vom 2. 3. 2017) 

Der Regisseur Raoul Peck ist in Haiti geboren und in Zaire, USA und Frankreich aufgewachsen. Er war 1996 und 1997 Kulturminister auf Haiti. Er hat Filmwissenschaften in Berlin studiert.

Ich hoffe, dass der Film besonders beim jungen Publikum gut ankommt. Vielleicht gibt es den Effekt wie bei dem Film „Amadeos“. Viele junge Menschen interessierten  sich erst nach diesem Film für Musik von Mozart.

 

 

 

2. März 2017

Die Gemeindeschwester in der Containerklinik

Seit vielen Jahren werbe ich für das Modell der Gemeindeschwester. In einigen Bundesländern gibt es Modellprojekte, die erfolgreich laufen. Aber immer wieder gibt es Streit um die Finanzierung. Im deutschen Gesundheitssystem gibt es jede Menge Interessen und Interessenvertreter. Nicht immer setzt sich die beste und vernünftigste Idee durch, denn es geht auch immer um die Verteilung des Geldes.  Im deutschen Gesundheitssystem handelt es sich dabei um immerhin über 11 Prozent des Bruttoinlandproduktes, also über 340 Milliarden Euro. Das ist mehr als ein gesamter Bundeshaushalt.

Als ich Ende Februar mit einer kleinen Delegation des Haushaltsausschusses Südafrika besuchte, interessierten wir uns vor allem für die Frage, wie es gelingt, HIV/Aids zu bändigen. Da ich bereits im Jahr 2006 in Südafrika war, konnte ich riesige Fortschritte im offiziellen Herangehen erkennen. Unter dem Vorgänger von Präsident Zuma wurde die Ansteckungsgefahr heruntergespielt. Man könne sich doch duschen – das erklärte der Vorgänger gern öffentlich. Inzwischen ist der Umgang völlig anders. Laut UNAIDS hat Südafrika mittlerweile eine Vorreiterrolle im Kampf gegen HIV/AIDS. Es wird offensiv aufgeklärt. Überall gibt es unentgeltlich Kondome. Infizierte erhalten Medikamente. Trotzdem ist es ein schwerer Kampf. Die Zahl der Neuinfektionen ist hoch. Betroffen seien vor allem junge Mädchen und Frauen, die sich von der Beziehung mit einem älteren Mann soziale Sicherheit erhoffen. Diese Hoffnung ist oft trügerisch, aber die Infektion bleibt. Die Verantwortlichen im Parlament und in den Gesundheitsbehörden erzählten uns, dass es sehr schwer wäre, diese Risikogruppe zu erreichen. Ärzten – sofern erreichbar – würden sie sich nicht anvertrauen. Und hier kommt die Gemeindeschwester ins Spiel. Speziell ausgebildete Schwestern arbeiten mit einem kleinen Team in sogenannten „Unjani Containerkliniken“. Diese Kliniken werden in Gebieten aufgestellt, wo es keine Arztpraxen gibt. Wird die Klinik an einem anderen Ort gebraucht, kann die Schwester mit ihr umziehen. Für ein geringes Entgelt – die Schwester passt die Preise eigenverantwortlich der Umgebung an – werden Untersuchungen und Gesundheitsleistungen angeboten. Die Schwestern genießen ein hohes Ansehen und die Menschen haben großes Vertrauen in sie.

Südafrika ist mehr als drei Mal so groß wie Deutschland. Selbst in unserem dicht besiedelten Land wird es immer schwieriger Ärzte zu gewinnen, sich auf dem Land niederzulassen. Noch dramatischer ist die Situation in Südafrika. Und immer noch funktioniert der „brain drain“ : frisch ausgebildete Ärzte gehen nach Australien, Großbritannien oder in die USA. Aber auch Menschen, die in der Nähe der großen Städte leben, haben oft riesige Strecken zurückzulegen, um ihren Arbeitsplatz zu erreichen. Viele Schwarze leben immer noch in Townships, in den die Wellblechhütten nach und nach gemauerten Häusern weichen. Da bleibt wenig Zeit für den Gang zum Arzt oder in eine Apotheke. Um diese Menschen trotzdem mit Medikamente zu versorgen, gibt es in einigen Einkaufszentren automatisierte Medikamentenausgabestellen für chronisch Kranke. Mit Rezept und PIN funktionieren sie nach dem Prinzip eines Geldautomaten. Über Video können die Patienten mit einem Apotheker sprechen. Für deutsche Apotheker, die sich entschieden gegen den Versand von Arzneimitteln zur Wehr setzen, sicher eine Horrorvorstellung.

In Südafrika ist es für viele die einzige Möglichkeit, überhaupt an Medikamente zu gelangen. In der Verfassung von Südafrika ist verankert, dass jeder Zugang zum Gesundheitssystem haben muss. Das ist ein sehr anspruchsvolles Ziel. Auch über 20 Jahre nach dem Ende der Apartheid gibt es noch riesige Unterschiede. Für viele Menschen, die aus anderen afrikanischen Ländern fliehen, ist Südafrika das Land der großen Hoffnung. Über 3 Millionen Flüchtlinge leben im Land. Südafrika ist ein wichtiger Partner für Deutschland. Viele Organisationen der der Entwicklungszusammenarbeit sind dort aktiv. Wenn man vor Ort die gewaltigen Unterschiede in den Lebensverhältnissen der Menschen erlebt, kann man die riesige Leistung von Nelson Mandela und seinen politischen Partnern erahnen, die den Übergang zur Regenbogennation friedlich gestaltet haben. Es grenzt an ein Wunder.

 

 

15. Februar 2017

Red Hand Day

Seit über 10 Jahren gibt es jetzt die Aktion und den Red Hand Day am 12. Februar, den internationalen Gedenktag an das Schicksal von Kindersoldaten. Hunderttausende rote Handabdrücke wurden schon in über 50 Ländern gesammelt und an Politiker und Verantwortliche übergeben. Auch ich habe heute wieder meinen Handabdruck hinterlassen.

 

 

Glücksbringer Schildkröte

Vor Freude über den Preis in unserem Neujahrsgewinnspiel hat sich der Preisträger gleich den Hut vom jungen Marx aufgesetzt. Aber Scherz beiseite. Diese beiden Lichtenberger haben erfolgreich an unserem Neujahrsgewinnspiel teilgenommen und jeweils eine Jahreskarte für den Tierpark Berlin gewonnen. Sie wussten die richtige Antwort auf unser Preisrätsel: Schildkröteneier sind so groß wie Goldbälle. Herzlichen Glückwunsch!

 

 

14. Februar 2017

Eisbären-Patenschaft

Die Manfred-von-Ardenne-Schule ist schon seit 2008 Schule mit Courage, ohne Rassismus . Ab heute übernehmen die Eisbären Berlin die offizielle Patenschaft. In gemeinsamer Arbeit hat sie sich schon bewährt. Viel Erfolg weiterhin!

128 Stimmen für Christoph Butterwegge

Glückwunsch an unseren Bundespräsidenten-Kandidaten Christoph Butterwegge! 128 Stimmen hat er bekommen. 34 mehr als die LINKE Delegierte hat. Zu Gast war auch Beate Klarsfeld, bekannt geworden als Nazijägerin. Dank ihrer Arbeit und der ihres Mannes Serge konnten hochrangige Nazis ihrer Strafe zugeführt werden. Vor einigen Jahren war sie selbst Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin.

3. Februar 2017

Neue Ausstellung im Wahlkreisbüro

„Am 02.02. wurde im Rahmen einer Vernissage die neue Kunstausstellung der Künstlerin Anne Purath im Wahlkreisbüro von Gesine Lötzsch feierlich eröffnet. Zu sehen sind verschiedene Techniken, wie Acryl- oder Öl-Farben und Malerei, sowie verschiedene Kunststile. Kommen Sie gerne vorbei und schauen Sie sich ihre Bilder an – es lohnt sich. Ort: Zingster Straße 12, 13051 Berlin, Montag-Donnerstag von 10-16 Uhr. 

2. Februar 2017

Vietnam gehört zu Lichtenberg

Die Kindertanzgruppe eröffnete den kulturellen Teil des Neujahrsfestes.

Den vietnamesischen Vertragsarbeitern der DDR wurde erst 1997 ein langfristiges Bleiberecht zugebilligt. U.a. setzte sich die PDS für den dauerhaften Aufenthalt der Vietnamesinnen und Vietnamesen ein. Und so konnte deren Integration richtig beginnen. Nun hatten sie eine Perspektive. In der KULTschule sorgt die Vereinigung der Vietnamesen zusammen mit dem Verein Lyra e.V. für ein  internationales Flair in Lichtenberg.  Dazu gehört auch das Feiern des Tetfests, mit dem am 2. Februar das neue Jahr eingeleitet wurde. Und so taucht man eine in eine Welt, die einerseits weit weg ist aber gleichzeitig doch so nah.

30. Januar 2017

Gesine Lötzsch erneut als Direktkandidatin für den Bundestag nominiert

Am Sonntag, den 29.1.2017 wurde Dr. Gesine Lötzsch als Bundestags-Direktkandidatin erneut für den Wahlkreis Lichtenberg nominiert. 91,8 Prozent der Delegierten sprachen ihr das Vertrauen aus. Am 24. September will Gesine Lötzsch ihr Direktmandat verteidigen. Das Land braucht gerade jetzt eine starke Linke. Dafür kämpfen wir. Unter den Gästen waren ihre Vorgängerin Prof. Christa Luft, die Vizepräsidentin des Bundestages, Petra Pau,  der Präsident der Volkssolidarität, Dr. Wolfram Friedersdorff sowie die Landesvorsitzende der Berliner Linken, Katina Schubert. 

25. Januar 2017

"Die Benjamins- eine deutsche Familie"

Am 24.01. fand wieder „geDRUCKtes“ von und mit Gesine Lötzsch statt. Dieses Mal war Uwe-Karsten Heye zu Gast, welcher sein Buch mit dem Titel „Die Benjamins: Eine deutsche Familie“ vorstellte.  

Der Autor plante zunächst ein Buch allein über Hilde Benjamin zu schreiben. Erst durch seine umfangreiche Recherche wurde ihm deutlich bewusst, welche tragenden, aber vor allem tragischen Rollen auf die weiteren Familienmitglieder und –angehörigen zukamen. Im Buch finden die Geschichten rund um die Geschwister Georg, Walter und Dora Benjamin ihren Platz.

In seinen Recherchen griff er unter anderem auf Tagebücher und Gedenkstätten zurück. Auch besuchte er historische Orte, aber eine ganz besondere Hilfe war ihm die Schwiegertochter von Georg und Hilde, Ursula Benjamin. Durch ihre Hilfe wurden die Intimität der Briefe und die Persönlichkeiten greifbarer. Auch deswegen war es etwas ganz besonderes, sie auch an diesem Abend im Publikum vor zu finden.

Heye fasst es kurz zusammen: „Wofür steht die Familie Benjamin? Sie wurden verfolgt, gedemütigt und blieben standhaft.“. Und es braucht Zivilcourage. Eine wichtige Eigenschaft, die in Zeiten der Politikverdrossenheit und Demokratiemüdigkeit, in denen Menschen in nationale Ideologien verfallen, immer weiter an Bedeutung gewinnt.

Hoffnung auf eine bessere Zukunft – die Familie Benjamin hat sie nie verloren. (Julia Müller)

 



19. Januar 2017

Ausstellungseröffnung „Wir sind viele“

Heute, am 17. Januar, wurde im Paul-Löbe-Haus die Ausstellung „Wir sind viele“ eröffnet. Gemeinsam mit dem Fotografen Jim Rakete zeigen die von Bodelschwinghschen Stiftungen, „50 Porträts – 50 Menschen – 50 Leben“

Jim Rakete fotografierte Menschen mit Epilepsie, körperlicher und psychischer Behinderung und Personen mit Suchterfahrungen. Eben jene, die in unserer Gesellschaft „weniger präsent sind“. Zur Ausstellungseröffnung erschienen viele Interessierte. Nach einer einführenden Rede von Ulla Schmidt ergriff Pastor Ulrich Pohl das Wort. Auch Jim Rakete und eine der Porträtierten, Angelika Schmidt, sprachen vor den Besuchern. Der Höhepunkt der Eröffnung war der Auftritt der Band „Oder so!“ aus Bethel. Die sechs Sänger, zwei Gitarristen und der Cajonist zogen mit ihren Liedern „Taschen voll Gold“ und „Nur nicht in meinem Kopf“ die Zuhörer in ihren Bann. Es wurde begeistert geklatscht und im Takt mitgewippt, denn die gute Laune der Gruppe war ansteckend. (Anne)

 

 

13. Januar 2017

Mit Überschuss Solidarität stärken!

Quelle: fotolia.com

Die Beiträge für die die Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung werden steigen. Diese Entwicklung kann die Bundesregierung verlangsamen.

 

Finanzminister Schäuble hat seine schwarze Null nur realisiert, weil er die Solidarsystem geschwächt hat. Mütterrente, Ost-West-Rentenangleichung, Finanzierung der Krankenkassenbeiträge für Arbeitslose, das sind alles Dinge die mit Steuern finanziert werden müssen und nicht den Beitragszahlern allein aufgebürdet werden dürfen.

Wir müssen den Anstieg der Sozialbeiträge verringern. Das wäre ein besserer Schritt als die Senkung der Steuern. Vor allem Menschen mit geringen Einkommen und hohen Sozialbeiträgen könnten so entlastet werden. Das wäre ein Beitrag für mehr Solidarität.

 

13. Januar 2017

Schülerpraktikantin Anne Pewestorff stellt sich vor

Hallo, mein Name ist Anne Pewestorff. Ich bin 14 Jahre alt und besuche die Evangelische Schule in Köpenick. Derzeit absolviere ich ein drei wöchiges Schülerpraktikum bei Frau Dr. Gesine Lötzsch und ihrem Team im Bundestagsbüro. Obwohl ich am ersten Tag die denkbar langweiligste Aufgabe bekam, 650 Briefe einzutüten, freute ich mich sehr auf die kommenden Tage. Bisher lernte ich den Büroalltag der Mitarbeiter kennen: Sie planen wichtige Veranstaltungen, telefonieren viel, beantworten die wichtigen Mails und Briefe und entsorge die unwichtigen. 

Das Spannende an dem Praktikum im Bundestagsbüro ist, dass man eben nicht nur im Bundestagsbüro ist. Ob nun Neujahrskarten verteilen, die Planung einer Ausstellung oder das Zuhören beim Haushaltsausschuss, es wird nie langweilig.

Otto von Bismarck hat mal gesagt: „Je weniger die Leute davon wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie.“ Gut, vielleicht möchte ich hier nicht lernen wie man Würste herstellt, aber die Gesetze sind doch etwas Spannendes. Wahrscheinlich bin daher so gespannt darauf, als Besucher am Haushaltsausschuss teilnehmen zu dürfen. 

11 interessante und lehrreiche Arbeitstage liegen noch vor mir und ich bin gespannt auf das, was noch alles Neues auf mich zukommt.