25. Januar 2017

"Die Benjamins- eine deutsche Familie"

Am 24.01. fand wieder „geDRUCKtes“ von und mit Gesine Lötzsch statt. Dieses Mal war Uwe-Karsten Heye zu Gast, welcher sein Buch mit dem Titel „Die Benjamins: Eine deutsche Familie“ vorstellte.  

Der Autor plante zunächst ein Buch allein über Hilde Benjamin zu schreiben. Erst durch seine umfangreiche Recherche wurde ihm deutlich bewusst, welche tragenden, aber vor allem tragischen Rollen auf die weiteren Familienmitglieder und –angehörigen zukamen. Im Buch finden die Geschichten rund um die Geschwister Georg, Walter und Dora Benjamin ihren Platz.

In seinen Recherchen griff er unter anderem auf Tagebücher und Gedenkstätten zurück. Auch besuchte er historische Orte, aber eine ganz besondere Hilfe war ihm die Schwiegertochter von Georg und Hilde, Ursula Benjamin. Durch ihre Hilfe wurden die Intimität der Briefe und die Persönlichkeiten greifbarer. Auch deswegen war es etwas ganz besonderes, sie auch an diesem Abend im Publikum vor zu finden.

Heye fasst es kurz zusammen: „Wofür steht die Familie Benjamin? Sie wurden verfolgt, gedemütigt und blieben standhaft.“. Und es braucht Zivilcourage. Eine wichtige Eigenschaft, die in Zeiten der Politikverdrossenheit und Demokratiemüdigkeit, in denen Menschen in nationale Ideologien verfallen, immer weiter an Bedeutung gewinnt.

Hoffnung auf eine bessere Zukunft – die Familie Benjamin hat sie nie verloren. (Julia Müller)

 



20. Dezember 2016

Kunst statt Gewalt

"Kunst statt Gewalt!": Heute war ich zu Besuch bei dem Verein LebenSmittel e.V. und überreichte einen Scheck der Bundestagsfraktion. Diese half dabei, den Sommernachtstraum von Shakespeare im Landschaftspark Herzberge für Kinder aus meinem Wahlkreis aufzuführen. Ein herzliches Dankeschön auch an Marina Prüfer und die Schauspielerinnen Patricia von Miserony und Juliana Meyerhoff.

14. Dezember 2016

Weihnachtsspenden

Die Pflugstraße 12 war auch dieses Jahr Ziel unserer jährlichen Weihnachtsaktion. Seit vielen Jahren unterstützt die Bundestagsfraktion Jenny de la torre und ihr Team darin, die Feier für Obdachlose auszurichten. Das Auto war bis unters Dach mit Süßem wie Nützlichem gut gefüllt. Hierfür danken wir allen Mitarbeitern und Abgeordneten, die sich daran beteiligt haben. Gut 50 Gäste werden zur Feier erwartet. Wenigstens an diesem einen Tag geraten die täglichen Widrigkeiten und Sorgen in Vergessenheit. Jenny berichtete davon, dass die Inhaftierung von "schwarzfahrenden" Obdachlosen nach wie vor ein Problem ist. Dieser verhängnisvolle Kreislauf müsse unterbrochen werden. Außerdem fehle es an Entlausungsstationen, für deren Wiedereinführung sie plädiert. Wir wünschen allen, die morgen an dem Fest teilnehmen, einen schönen Abend. 

16. Dezember 2016

Eines schönen Tages

8.12.2016: Am 8. Dezember war Gisela Steineckert Gast bei geDRUCKtes. Hier können Sie das Gespräch mit ihr zu ihrem Buch "Eines schönen Tages" im Rückblick verfolgen. Zum Video 

Gisela Steineckert ist Schriftstellerin und Lyrikerin. In ihrem Leben hat sie bereits unzählige Gedichte, Liedtexte und Bücher geschrieben. Die Autorin ist sehr vielen ein bekannter Name und so wunderte es nicht, dass der Rosa-Luxemburg-Saal proppenvoll war. An die 100 Interessierte waren gekommen, um aus ihrem Leben und Wirken zu erfahren und ihren eindrucksvollen Texten zu lauschen. 

Im Gespräch mit Gesine Lötzsch berichtete sie über seine ganz persönlichen Erfahrungen während ihres Lebens in der DDR und ihre Erfahrungen beim Schreiben. Bei ihrem Rückblick auf die DDR hielt sie auch nicht mit Kritik zurück. Ein größer, wenn nicht der größte Missstand war zum Beispiel die fehlende Reisefreiheit.
Schreiben kann sie jedoch immer – immer wenn ihr eine Eingebung kommt. Das muss nicht nur im Sitzen passieren. Im Stehen, im Gehen,… und das macht Gisela Steineckert aus: ihre Lieder sind nicht einfach Literatur in Form von Dichtkunst, sie erzählt eine Geschichte. Gerade das macht ihre Texte so wertvoll. Die Autorin nimmt ihre Leserinnen und Leser, aber gerade ihre Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine Reise. Diese Reise kann humorvoll, tragisch, komisch, gefühlvoll, traurig, oder abenteuerlich sein, aber man gelangt immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Dabei besitzt Frau Steineckert die Gabe jede/n auf diese Reise mitzunehmen, egal ob jung oder alt.



8. Dezember 2016

Zu Besuch bei Gewinnern

Die Größe und der Umsatz eines Unternehmens sind wichtige Faktoren, wenn es um die Einschätzung eines Unternehmens geht. Möchte ein Unternehmen aber den Titel „Lichtenberger Unternehmen des Jahres“ tragen, ist mehr nötig, als ein hoher Umsatz. Engagement, Innovation, Nachhaltigkeit und Verwurzelung in Lichtenberg sind einige weitere Faktoren, die bei der Preisvergabe eine Rolle spielen. Der Preis „Lichtenberger Unternehmen des Jahres“ wird bereits seit 2012 verliehen und ist mit einem Preisgeld von 1000€ datiert. Den Preis gewann im Jahr 2016 die Kabeltechnik H. Flemming GmbH, kurz KTF Berlin GmbH. Am 08.12.16 hat Gesine Lötzsch dem Gewinnerunternehmen einen Besuch abgestattet.

Die Geschäftsleitung von KTF Berlin GmbH besteht aus Herrn Neubert und Herrn Friedrich. Herr Friedrich zeigte sich überrascht von der Auszeichnung, ein Mitarbeiter des Unternehmens hatte die Firma beim Wettbewerb angemeldet. Die KTF Berlin GmbH gibt es seit 40 Jahren, gegründet wurde sie 1976 in Berlin-Steglitz. Seit 2003 hat das Unternehmen seinen Sitz in Lichtenberg und beschäftigt rund 90 Mitarbeiter. Gerade innerhalb der letzten Jahre hat sich die Mitarbeiteranzahl vervielfacht. Die Unternehmensschwerpunkte liegen auf IT-Technik, Datennetze, Telefonanlagen, Sicherheitstechnik, sowie Stromtechnik. Zu den Kunden der KTF Berlin GmbH gehören u.a. der BND, das Kanzleramt, Mercedes-Benz und 50Hertz. Bei zwei weiteren Großkunden wurden bis zu 175.000 Telefonanlagen ausgetauscht: bei der AOK und Bundeagentur für Arbeit. Die Aufträge der Großkunden kämen ausschließlich durch Mundpropaganda zustande.

Die Lage in Lichtenberg ist für das mittelständische Unternehmen durchaus positiv, die Zusammenarbeit mit den Bezirk stimmt und der Standort im Industriegebiet oberhalb der Herzbergstraße ist gut gelegen. Aber es gibt auch Probleme: die Internetleitungen im Industriegebiet sind nicht auf dem neuesten Stand der Technik. Die KTF Berlin GmbH hat auf eigene Kosten eigene Glasfaserkabel verlegen lassen, nun sei die Situation ertragbar, jedoch nicht optimal, was sich für ein Unternehmen, welches fast ausschließlich online arbeitet, durchaus negativ auswirkt. Auch die Nahversorgung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist dürftig. Nach einem Café oder Restaurant sucht man im Industriegebiet vergebens. Ein Problem, bei dem die Stadtentwicklung gefragt ist.

Das Handwerk sucht immer Nachwuchs. Bei der KTF Berlin GmbH kann man eine Ausbildung zum/zur Elektroniker/Elektronikerin absolvieren. Hierbei gibt es viel zu lernen. Interessenten/-innen können sich unter www.ktf-berlin.de informieren und sich unter info@ktf-berlin.de bewerben.

Insgesamt war es ein lehrreicher und sehr interessanter Besuch.

Julia Müller

 

 

7. Dezember 2016

Backvergnügen

Wie in den letzten Jahren besuchte Gesine Lötzsch auch am Nikolaustag 2016 die Bäckerei Rauch in der Karl-Lade-Straße 32. Zu Besuch war die Klasse 2a der Klassenlehrerin Frau Rother aus der benachbarten Sonnenuhr-Grundschule. Gemeinsam wurde der Teig für Plätzchen ausgerollt und ausgestochen sowie anschließend mit bunten Streuseln, Perlen, Rosinen und Nüssen verziert. Die fertigen Plätzchen konnten anschließend von den Schülerinnen und Schülern mitgenommen und verzehrt werden. Zusätzlich wurde die Klasse mit den neuesten Stundenplänen aus dem Deutschen Bundestag und einem Adventskalender für die Weihnachtszeit ausgestattet.

Das Büro möchte sich auch auf diesem Weg nochmals bei der Bäckerei Rauch für die Durchführung der Aktion bedanken.

 

Julia und Robert

18. November 2016

Bundesdeutscher Vorlesetag – auch in Lichtenberg

Am heutigen bundesdeutschen Vorlesetag hat Gesine Lötzsch in der Grundschule auf dem lichten Berg aus dem Buch „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ vorgelesen. Das Buch handelt von den Freunden Rico und Oskar, die gemeinsam einem Kindesentführer auf der Spur sind und zwischen denen sich eine wunderbare Freundschaft entwickelt.  In den Klassen der Delfine und Orkas gab es darüber hinaus großes Interesse an der Arbeit im Bundestag. Auch berichteten die Schülerinnen und Schüler mit Begeisterung von ihren Berufswünschen. Als Gastgeschenke wurden die Schülerinnen und Schüler mit den neuesten Stundenplänen aus dem Deutschen Bundestag und einem Adventskalender für die kommende Weihnachtszeit ausgestattet. Es war ein sehr schöner Tag und es wäre eine große Freude, wenn es demnächst ein Wiedersehen durch einen Besuch im Bundestag geben würde.

Julia Müller & Robert Schneider

12. November 2016

Gedenken auf dem Loeperplatz

Pfarrer Radziwill und der Bund der Antifaschisten hatten anlässlich der Novemberpogrome von 1938 zum Gedenken auf dem Loeperplatz eingeladen. Ihnen gilt großer Dank. Vor der Gedenkstunde legten wir am Mahnmal einen Kranz nieder. 

10. November 2016

Über Solidarität und Hoffnung

Am 08.11. durfte ich an der Fraktionssitzung der Partei Die LINKE im Bundestag teilnehmen. Doch bevor diese begann, haben sich die Bundestagsabgeordneten der LINKEN an einer Solidaritätsaktion beteiligt. „Solidarity with HDP“ (z. dt.: Solidarität mit der HDP), „Journalism is not a crime“ (z. dt. Journalismus ist kein Verbrechen), oder „#stopErdogan“ (z .dt.: Stoppt Erdogan) waren nur einige der Botschaften auf den Schildern, die von den Abgeordneten in die Höhe gehalten wurden. Anlass dafür waren die aktuellen Entwicklungen in der Türkei, bei denen unter anderem die Abgeordneten der pro-kurdischen Partei HDP verhaftet wurden.
In der Fraktionssitzung wurde unter anderem über das Verfahren für die Erstellung des Wahlprogrammes für die Bundestagswahl 2017 informiert. Das Wahlprogramm soll vom Bundesparteitag am Wochenende 9.-11.06.2017 verabschiedet werden. Neben Programmkonferenzen unter dem Motto „Was muss drin sein?“ in Frankfurt (a.M.) und Leipzig wird es noch eine weitere in Duisburg am 19.11. geben. Bisher wurden unter anderem die Themen Mieten und Wohnen, Renten, Öffentlicher Personen Nahverkehr, Arbeit, Gesundheit und Pflege diskutiert. Aber es gibt noch viele Themen mehr.

Man sagt, „Ohne Hoffnung – keine Zukunft“. Unser Wahlprogramm soll ein Programm der Hoffnung sein. Damit wir in einer sozial gerechten Welt für alle leben können.

Mitmachen unter: https://www.die-linke.de/die-linke/wahlen/wahlprogramm-2017/was-muss-drin-sein-die-umfrage/

9. November 2016

Deutsch-Französische Erfahrungen in der Flüchtlingsarbeit

Deutsch-französische Erfahrungen in der Arbeit mit Geflüchteten. Eine Diskussion beim Deutsch-Französischen Jugendwerk mit Menschen, die sich für Geflüchtete engagieren.

Témoignages franco-allemands d'expériences de travail auprès de réfugiés.
Une discussion organisée par l'Office franco-allemand pour la jeunesse à destination des personnes qui s'engagent au quotidien pour soutenir les réfugiés.

Viel wurde in der Vergangenheit über den deutsch-französischen Motor in der Europäischen Union gesprochen. In einer Diskussion im Deutsch-Französischen Jugendwerk wurde die Frage gestellt, ob Deutschland und Frankreich mit einer gemeinsamen Flüchtlingspolitik neue Impulse in Europa setzen könnten. Denys Robiliard (Sozialistische Partei) machte dem jugendlichen Publikum wenig Hoffnung. Er distanzierte sich von seiner eigenen Partei. Selbst die Gesetze, die Geflüchteten helfen sollen, werden von der französischen Regierung nicht umgesetzt. Der Deutschlandkorrespondent der Le Monde Thomas Wider, lobte die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel und stellte die unterschiedlichsten Reaktionen in Frankreich auf diese Politik dar. Die linken Medien lobten die Kanzlerin, die rechten Medien waren empört. 

Gesine zeichnete ein differenziertes Bild über die deutsche Politik. Es sei vor allem den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zu danken, die im letzten Jahr alles getan hätten, um Flüchtlinge in unserem Land aufzunehmen. Allerdings verwies sie auch darauf, dass die Bundesregierung mit der Situation überfordert war. Es wäre aber nicht nur Überforderung, sondern auch politisches Kalkül dabei gewesen. Sie erinnerte an den Berliner Sozialsenator Czaja (CDU), der skandalöse Zustände am LAGESO zugelassen hatte. Geflüchtete warteten dort Tag und Nacht bei Regen und Kälte auf einen Termin im zuständigen Amt. Diese Bilder gingen um die Welt und haben ein anderes Bild von Berlin und Deutschland gezeigt. (Red.)

 

 

7. November 2016

Mitte-Links-Regierung

Am Sonntag war Gesine bei der Gesellschaft für politisches Wagnis e. V. in der Humboldt-Universität zu Gast. Der Bildungsverein steht der Piratenpartei nahe. Gesine wurde  gebeten, über die Möglichkeiten einer Rot-Rot-Grünen-Bundesregierung nach der nächsten Bundestagswahl zu sprechen. Gesine sagte gleich am Anfang, dass wir von einer Mitte-Links-Regierung sprechen sollten. Die Farbenkombinationen, die in den Medien gehandelt werden, tragen wenig zur Aufklärung bei. Wenn es zu einer Beteiligung  der LINKEN an der Bundesregierung kommen sollte, dann sollte deutlich werden, dass es um eine Mitte-Links-Regierung geht. Gesine machte deutlich, dass die LINKE zwei Fragen mit SPD und Grünen klären muss. 1. Geht es um eine gerechte Verteilung des Reichtums. Es kann nicht länger hingenommen werden, dass 1 Prozent der Bevölkerung über ein Drittel des Vermögens verfügen. Von einer gerechten Verteilung hinge es auch ab, ob eine solche Regierung eine gerechte Renten- und Gesundheitsreform durchführen könne. 2. Geht ging es um eine friedliche Außenpolitik. Für DIE LINKE ist nur eine friedliche Außenpolitik denkbar. Kriegseinsätze müssten auf jeden Fall beendet werden. (Red.)

 

 

 

4. November 2016

Protest vor dem Alten Parlament

Anfang November findet in Nafplio die VI. Jahreskonferenz der Deutsch-Griechischen Versammlung statt. Nafplio ist eine malerische Hafenstadt und war die erste Hauptstadt Griechenlands. Darum gibt es hier auch ein altes, ehrwürdiges Parlament. Als sich die 450 Kommunalpolitiker und drei Abgeordneten - Anette Groth als Vorsitzende der deutsch-griechischen Parlamentariergruppe, Volkmar Klein als Berichterstatter für das BMZ und ich - dort zur Eröffnungsveranstaltung trafen, waren wir nicht von allen willkommen. Eine politische Gruppierung um den ehemaligen Energieminster der Syriza-Regierung Lafazanis hatte zum Protest aufgerufen. Lafazanis hat Syriza verlassen und eine eigene Partei gegründet. Etliche Konferenzteilnehmer, so auch wir, die Vertreter der Rosa-Luxemburg-Stiftung und ich , suchten das Gespräch mit den Demonstranten. Ein ehemaliger Bürgermeister aus Deutschland erzählte mir abends, dass er mit zwei griechischen Frauen darüber gesprochen hat, wie er als Pensionär Kommunen bei der Abfallwirtschaft berät. Sie gingen zwar nicht als Freunde auseinander, aber immerhin wussten sie jetzt voneinander.

Das große Thema der Konferenz ist" Griechische und Deutsche Kommunen - vereinter Blick auf die Zukunft Europas". Neben kommunalen Mandatsträgern sind auch die politischen Stiftungen vertreten. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung bietet einen Workshop zum Thema Integration von Flüchtlingen an. Ich werde über unsere Berliner Erfahrungen berichten und auch unsere Kritik an der Bundesregierung deutlich machen.

Erfahrungsaustausch muss auf Augenhöhe stattfinden. Ich hoffe, dass es gelingt. Auch daran haben uns die Demonstranten deutlich erinnert.

3. November 2016

Der richtige Blickwinkel

Von Julia Müller

Am 02.11 fand wieder „geDRUCKtes“ von und mit Gesine Lötzsch statt. „GeDRUCKtes“ ist eine Lesereihe, die bereits seit vielen Jahren stattfindet und sich großer Beliebtheit erfreut. Vorgestellt werden aktuelle Werke von Schriftstellerinnen und Schriftstellern, die sich mit (aktuellen) politischen Themen oder der Gesellschaft auseinandersetzen.

Dieses Mal war Raul Zelik („Vermessung der Utopie“, „Im Multiversum des Kapitals“) zu Gast. Raul Zelik ist Schriftsteller, Journalist, Übersetzer und Politikwissenschaftler und geht unter anderem der Frage „Was kommt nach dem Kapitalismus?“ nach. Er hat sich intensiv mit sozialen Bewegungen in Lateinamerika, aber auch in Europa beschäftigt. Im Gespräch mit Gesine Lötzsch berichtete er über seine ganz persönlichen Erfahrungen während seiner Zeit in Kolumbien und Venezuela, über das Scheitern linker Regierungen, aber auch darüber, was es benötigt, damit die linken Parteien und Organisationen in Europa weiter voran kommen und mehr Zuspruch finden.

Das immer wiederkehrende Stichwort lautet Wandel der Gesellschaft. Diesen könnten auch linke Regierungen nicht „von oben“ herbeiführen. Die Gesellschaft müsse sich selbst verändern, einen Veränderungsprozess erfahren. Danach könne die Regierung auch nur ein Ausdruck der Gesellschaft sein, nicht die Gesellschaft selbst. Diese müsse und könne einen Wandel herbeiführen, dafür bräuchte es nicht zwingend linke Regierungen. Die Gesellschaft selbst könne sich organisieren, denn so könnten und würden Regierungen die Gesellschaft nicht ignorieren. Zu beobachten sei dies, wenn linke Bewegungen Konflikte sichtbar, neue Kompromisse notwendig machen. 

Es ist wichtig sich selbst zu fragen, aus welchem Blickwinkel Politik betrachtet werden sollte – aus dem Regierungsblickwinkel, oder dem der Gesellschaft? Raul Zelik hat seine Antwort darauf gefunden.


Immer noch 3,5 Millionen Erwerbslose

Zeit zu handeln statt zu tricksen

Schlechte Meldungen kann die Bundesregierung nicht gebrauchen. Deshalb bleibt sie dabei, die Arbeitslosenzahlen schön zu rechnen. Arbeitslose, die krank sind, einen Ein-Euro-Job haben oder an

Weiterbildungen teilnehmen, werden bereits seit längerem nicht als arbeitslos gezählt. Viele der

Arbeitslosen, die älter als 58 sind, erscheinen nicht in der offiziellen Statistik. Im Juli 2009 kam eine

weitere Ausnahme hinzu: Wenn private Arbeitsvermittler tätig werden, zählt der von ihnen betreute

Arbeitslose nicht mehr als arbeitslos, obwohl er keine Arbeit hat. Wer die tatsächliche Arbeitslosigkeit erfassen will, muss ehrlich rechnen. Dazu sagte der damalige Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) am 4. Juli 2009 in der Fernsehsendung Panorama: „Alles, was an Effekten durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen entsteht, wird jedes Mal zusammen mit der Arbeitsmarktstatistik veröffentlicht. ... Ich glaube, dass man sich auf die Seriosität dieses Prozesses verlassen kann. Wer anders rechnen wolle, könne ja „seine Zahl veröffentlichen - und dazu ein Flugblatt drucken.“ Das tun wir gern. Hier ist die tatsächliche Zahl, die allein auf amtlichen Daten der Statistik der Bundesagentur für Arbeit beruht. Im Oktober 2016 waren tatsächlich immer noch ca. 3,5 Millionen

Menschen arbeitslos. Zeit zu handeln statt zu tricksen. Darüber hinaus tauchen 261.000 nicht erwerbstätige Personen – die korrigierte sogenannte stille Reserve1 – in keiner Arbeitslosenstatistik auf, weil sie sich entmutigt vom Arbeitsmarkt zurückgezogen haben und sich nicht (mehr) als arbeitslos registrieren lassen.

28. Oktober 2016

Maschinenbau und Fingerabdrücke – alles zur Miete

Etwas versteckt, zwischen Tierpark und der B1, befindet sich der Campus Lichtenberg der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. Insgesamt studieren hier und am Standort Schöneberg 10 000 junge Menschen. Sie bereiten sich auf eine Tätigkeit in der öffentlichen Verwaltung, in der Rechtspflege, in der Polizei und im Sicherheitsmanagement, aber auch in der Industrie vor. Ende Oktober besuchte ich gemeinsam mit Evrim Sommer und Antonio die Hochschule. Empfangen wurden wir vom Präsidenten Prof. Andreas Zaby und den Vertretern zweier Fachbereiche, Prof. Kurzawa vom Bereich „Duales Studium“ und Polizeidirektor Christian Matzdorf, dem Fachkoordinator Kriminaltechnik. Gut gefallen hat mir, dass die Hochschulleitung ganz selbstverständlich die Vertreterinnen und Vertreter des frisch gewählten AStA eingeladen hatte.

 

Fachhochschulen arbeiten praxisorientiert und direkt berufsvorbereitend. Der Präsident erzählte uns, dass der Berufseinstieg mit einem festen Arbeitsvertag für viele Absolventen von Fachhochschulen inzwischen leichter ist als für Absolventen von Universitäten.

Trotzdem stehen vor den Fachhochschulen große Herausforderungen.  Die Gewinnung neuer Professorinnen und Professoren ist nicht einfach, weil diese eine Doppelqualifikation nachweisen müssen: Sie müssen einerseits wissenschaftlich gearbeitet haben und entsprechende Publikationen nachweisen können, aber andererseits auch über eine einschlägige fünfjährige Berufspraxis außerhalb von Universität und Hochschule verfügen. Um dies zu ermöglichen wird eine besondere Unterstützung benötigt, denn zu alt sollten die zukünftigen Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer auch nicht sein. Hier müssen Entscheidungen auf der Bundesebene vorbereitet werden.

Eine Besonderheit der Hochschule ist die Möglichkeit zum dualen Studium. In den 90er Jahren wurde in Berlin erbittert um diese Art des Studiums gestritten. Jetzt hörten wir, dass weit über die Hälfte der Studierenden aus nichtakademischen Elternhäusern kommen.

Im Maschinenbaulabor zeigte uns Herr Kurzawa, Professor für Maschinenbau mit ansteckender Begeisterung verschiedene Motorenmodelle, aber auch einen Windschallkanal, den eine Student auf dem Dach des elterlichen Hauses gebaut hatte, von den Eltern aber nur eine gewisse Zeit geduldet wurde.

Spannend wurde es bei den Kriminaltechnikern. Polizeidirektor Matzdorf brachte uns bei, wie man Fingerabdrücke sichert. Dabei wies er uns nebenbei auch auf Unterschiede zum US-amerikanischen System hin. In Deutschland reiche ein Haar am Tatort nicht aus, um alles Mörder verurteilt zu werden.

In der Schlussrunde wiesen uns die AStA-Mitglieder auf eine Reihe zu lösender Problem hin: Die Hochschule befindet sich in einem Mietobjekt. Das erschwert nicht nur Umbauten und Reparaturen, sondern hat auch das Studentenwerk davon abgehalten eine preisgünstige Mensa einzurichten. Auch ein Kindergarten wäre erforderlich. Ärgerlich sind auch die unterschiedlichen Bedingungen für die Studierenden. Die zukünftigen Polizistinnen sind als Anwärter beim Land angestellt, die zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung jedoch nicht.

Eine Menge Hausaufgaben für uns Politiker in Bund, Land und Kommune also.

 

 

 

 

 

 

20. Oktober 2016

Exil in der Rosa-Luxemburg-Straße

Das Goethe-Institut Damaskus in Damaskus musste schließen. In Syrien herrscht Krieg. Mehr als 50 Jahre war das Goethe-Institut in Syrien Treffpunkt für Künstlerinnen und Künstler, für Sprachinteressierte. Im Jahr 2012 musste es geschlossen werden.

Für kurze Zeit, vom 20. Oktober bis zum 5. November hat nun ein kleines Goethe-Institut Damaskus Exil in der Rosa-Luxemburg-Straße 16 gefunden. Viele syrische Künstler und Kulturschaffende sind ins Ausland geflohen. Eine große Gemeinschaft gibt es in Paris, die größte allerdings in Berlin. So war das temporäre Goethe-Institut am Donnerstagabend auch überfüllt. Generalsekretär Johannes Ebert beeindruckte alle mit seiner in Arabisch gehaltenen Rede. Er hatte während seines Studiums in den 80er Jahren zwei Semester in Damaskus verbracht und war fasziniert vom kulturellen Reichtum des Landes. 

Jetzt können wir 17 Tage lang Filmvorführungen, Ausstellungen, Performance, Workshops, Konzerte und Diskussionsrunden erleben. Kooperationspartner ist auch das ganz in der Nähe gelegene Kino Babylon.

Am Eröffnungsabend gab es auch ganz besondere kulinarische Angebote. Der Verein Über den Tellerrand e. V. sorgte nicht nur für äußerst schmackhaftes Essen, sondern warb auch für seine Vision: „Wir glauben an eine Gesellschaft, die jeder aktiv mitgestalten kann und in der alle Menschen gleichwertige Mitglieder sind.“ 

Ein Projekt des Vereins ist „Kitchen on the run“. Dieser reisende Küchencontainer verbindet Geflüchtete und Beheimatete über Grenzen hinweg. Während seiner fünfmonatigen Reise in diesem Jahr durch Europa begegneten sich viele Menschen aus über 70 Nationen am Küchentisch. 

Frieden – das ist das wichtigste Ziel, das wurde auch an diesem Abend deutlich.

Ohne Waffen kein Krieg. Darum setze ich mich mit meiner Fraktion im Bundestag für eine Verbot von Waffenexporten ein. 

 

19. Oktober 2016

Neuregelung zum Länderfinanzausgleich muss solidarisch sein

Besuch einer Delegation des chinesischen Finanzministeriums. Die Gäste hatten auch Fragen zum Länderfinanzausgleich.

Am 19.10.16 durfte ich an der 84. Sitzung des Haushaltsausschusses teilnehmen. Bevor die Tagesordnung abgearbeitet werden konnte, war Finanzminister Schäuble zu Gast, um von der Bund-Länder Einigung bezüglich des Länderfinanzausgleiches zu berichten. In einfachen Worten gesagt bedeutet Länderfinanzausgleich folgendes: Jedes Bundesland nimmt je nach Wirtschafts- und Umsatzstärke Steuern ein. Nun kann es vorkommen, dass das eine Bundesland mehr Steuern einnimmt, als ein Anderes. Dann werden Steuern umverteilt, damit das andere Bundesland mehr Finanzmittel zur Verfügung hat und keine Nachteile dadurch erlangt, dass seine Steuereinnahmen aufgrund verschiedener Umstände niedriger sind. Dadurch wird ein Ausgleich geschaffen, der Länderfinanzausgleich. Natürlich ist alles viel komplizierter als dargestellt. Deswegen haben sich die Vertreter der Länder und des Bundes zu einer Neuregelung getroffen und über ebendiese berichtete der Finanzminister dem Ausschuss.

Besonders strittig wurde der Punkt „Bildung einer Infrastrukturgesellschaft“ behandelt. Diese sieht vor, die Bundesautobahnen (und auch Bundesstraßen) in dieser Gesellschaft anzusiedeln. Das klingt nach Privatisierung an und wurde u.a. von LINKE und Grünen im Ausschuss auch so benannt.

Schäuble erklärte weiterhin, er sei mit der Neuregelung des Länderfinanzausgleichs im Großen und Ganzen zufrieden, sie stelle eine klare Verbesserung dar, sei umfassend neu geregelt und als inhaltsreich zu bezeichnen. Für finanzschwache Kommunen soll ein extra Fonds eingerichtet werden, um eben diese zu unterstützen. 

Ob sich dieses Problem mit der neuen Regelung löst, daran kann gezweifelt werden. Auch im Hinblick auf die „Infrastrukturgesellschaft“ ist die Regelung kritisch zu betrachten und es müssen klare juristische Definitionen gefunden werden, damit diese im Nachhinein nicht wirklich zu einer Veräußerung oder Privatisierung mit Einstieg von unterschiedlichen Investoren oder Ähnlichem wird. Insgesamt ist die Neuregelung wohl vorwiegend vernünftig und wichtig, jedoch sollten wir als LINKE weiterhin ein Auge darauf haben und uns dafür einsetzen, dass die Neuregelung tatsächlich gerecht und solidarisch wird.  (Julia Müller, Praktikantin)

13. Oktober 2016

Wegwerfstopp für Supermärkte!

Der Wegwerfwahnsinn muss ein Ende haben. Die Aktivisten von "Leere Tonne"  fordern eine gesetzliche Regelung, die Supermärkte daran hindern soll, genießbare Lebensmittel wegzuwerfen. Ein entsprechendes Gesetz wurde in Frankreich beschlossen. Dort hatten Supermärkte in Lebensmitteltonnen Chlor gegossen, damit ihre aussortierten Lebensmittel nicht weiterverwendet werden. Dies hatte zu einer öffentlichen Empörung geführt, in Folge dessen das Gesetz rasch auf den Weg gebracht wurde. Bei der heutigen Aktion wurde die Lebensmittelverschwendung anhand von Bananen deutlich gemacht: In einer Minute werfen deutsche Supermärkte 16 Kisten Bananen weg. In 95 Minuten entspricht das der Höhe des Fernsehturms. Passend dazu fand der Kampagnen-Abschluss heute auf dem Alex statt. Hier überreichte Schirmherr Valentin Thurn insgesamt 50.000 Unterschriften an einen Vertreter des Ministeriums und an Gesine. Hoffen wir, dass es auch bald in Deutschland einen Wegwerfstopp für Lebensmittel gibt.   

7. Oktober 2016

Neu im Büro

Mein Name ist Julia Müller (22) und ich absolviere ein 6-monatiges Praktikum im Bundestags- und Wahlkreisbüro bei Gesine Lötzsch. Das Semesterpraktikum ist fester Bestandteil meines Studienganges „Politik, Verwaltung und Organisation“ an der Universität Potsdam.
Gerade im Studium lernt man viel Theoretisches über die Arbeit von Parteien, Ausschüssen, Parlament. Daher ist es eine tolle Möglichkeit hier hinter die Kulissen zu schauen und ganz praktische Erfahrungen zu machen. Ich freue mich sehr auf die kommenden sechs Monate und bin mir sicher, intensive Eindrücke zu bekommen und vieles Neues zu erfahren, die mir auch im weiteren Studium helfen werden.

Hilfe für Sri Lanka. Volkmar Z. war mit seiner Christina vier Wochen vor dem furchtbaren Tsunami 2004 als Urlauber in Sri Lanka. Seit dem Tsunami hilft er: ein Kindergarten, eine Schule. Christina versorgt Kranke - alles in ihrem Urlaub. Ich unterstütze regelmäßig mit kleinen Sachspenden. Solidarität praktisch. Gesine gab ihm heute als Spende Schulmaterialien mit auf seine Reise, die er im Oktober antritt. Dann wird er erneut vier Wochen in vier Sri Lanka dabei helfen, das Leben der Menschen ein wenig leichter zu machen.

6. Oktober 2016

Ehrung am Spanienkämpferdenkmal

Vor dem Spanienkämpferdenkmal im Berliner Volkspark Friedrichshain versammelten sich am Sonnabend Mitglieder des Vereins »Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik 1936 bis 1939« (KFSR), um gemeinsam mit in- und ausländischen Gästen sowie Vertretern befreundeter Organisationen an die Bildung der Internationalen Brigaden zur Verteidigung der Spanischen Republik vor 80 Jahren zu erinnern. Zu den etwa 3500 deutschen Freiwilligen, die dem spanischen Volk nach dem Franco-Putsch am 18. Juli 1936 zur Seite standen, gehörte auch Otto Schliwinski. Dessen Tochter Hannelore forderte vor dem Denkmal für die Interbrigadisten, »dass sich das offizielle Deutschland beim spanischen Volk wegen der aktiven Unterstützung des faschistischen deutschen Staates für Franco entschuldigt«. Spaniens Botschafter Juan Pablo Garcia-Berdoy Cerezo wies auf das Leid hin, das seinem Volk zugefügt worden ist, und betonte, dass Gesten der Versöhnung und Verständigung benötigt würden, »um Gräben und Narben zu schließen«. Gesine Lötzsch, Mitglied der Bundestagsfraktion der LINKEN, nahm das solidarische Handeln der internationalen freiwilligen Kämpfer vor 80 Jahren zum Anlass für die explizite Forderung, »heute nicht zuzulassen, dass Menschen gegeneinander ausgespielt werden«. Mit der von ihr unterstützten Initiative »Zivilcourage vereint« reiste im Juni dieses Jahres weiteren jungen Antifaschisten Julian Wendt, aus Nauen auf den Spuren der Spanienkämpfer nach Katalonien. Sein Rap über Erfahrungen und Erkenntnisse der Reise mündete im Appell: »Wofür sie damals kämpften, danach wir heute streben«. (übernommen aus ND vom 4.10.2016)

Übergabe von Spendenschecks gehören zu den schönsten Terminen. Heute, am Sonntag, war ich bei Paddel-Kids e. V. In der Grundschule im Gutspark wurde an die vergangenen Ferien erinnert und die nächsten vorbereitet. Der Verein hatte vom Fraktionsverein der Linksfraktion im Bundestag ein Spende erhalten, um Kindern aus finanziell schlecht gestellten Familien eine einwöchige Kanutour zu ermöglichen.

20. September 2016

Linke stärkste Kraft im Bezirk

DIE LINKE hat die Wahlen zum Abgeordnetenhaus und der Bezirksverordnetenversammlung in Lichtenberg gewonnen und ihre Wahlziele erreicht. Sie hat bei gestiegener Wahlbeteiligung rund 1300 Stimmen bei der BVV-Wahl hinzugewonnen und bleibt mit 29,8 Prozent deutlich stärkste Kraft in der BVV und im Bezirksamt. Bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus konnte sie fünf von sechs Wahlkreisen direkt gewinnen und ein weiteres Mandat über die Landesliste erringen.

16. September 2016

Äpfel zum Endspurt

Zum Wahlkampfendspurt haben unsere Kandidatinnen und Kandidaten für die BVV und das Abgeordnetenhaus mit Unterstützung von Gesine Lötzsch ab 7:00 morgens an mehreren S- und U-Bahnhöfen in Lichtenberg über 1700 Äpfel mit Info-Material verteilt. Die Reaktionen waren durchweg positiv, die schönste Begründung dafür, eine Tüte abzulehnen: „Meine Stimme habt ihr sowieso sicher.“ Das hört man gerne!

Für das Packen und Verteilen der Tüten hatten wir zum Glück wieder viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, denen an dieser Stelle ganz besonders gedankt werden soll. Die nächste Aktion wird wieder das Verteilen von Lebkuchen Anfang Dezember sein. Wir wollen den Bürgerinnen und Bürgern auch außerhalb der Wahlkampfzeiten zeigen, dass wir aktiv und ansprechbar sind. Wer möchte, kann sich natürlich gern an den Vorbereitungen beteiligen, Informationen dazu wird es rechtzeitig geben!

 

16. September 2016

Wahlkampfabschluss

Am Anton-Saefkow-Platz fand gestern die zweite große Wahlkampfveranstaltung in Lichtenberg statt. Im Gepäck hatten wir erneut das Kinderfest, einen Grill, gute Musik von Tino Eisbrenner, Zuckerwatte, Cocktails und selbstverständlich ein Wahlprogramm, das von unseren KandidatInnen vorgestellt wurde. Wir wollen, dass die Stadt wieder sozialer wird. Dazu gehören bezahlbare Mieten, die zunehmende Verdrängung der MieterInnen aus der Innenstadt verhindern, Tierpark und  Schwimmbäder sollen für alle bezahlbar sein und Grünflächen dürfen nicht einer bedingungslosen Wohnverdichtung  zum Opfer fallen. Wer all das will, muss am 18. September mit allen 3 Stimmen DIE LINKE wählen. Außerdem überreichte Gesine Lötzsch an das Wohnprojekt Undine den von ihr gestifteten Solidaritätspreis, der mit 300 Euro dotiert ist.

 

13. September 2016

Ausstellung eröffnet

Gestern eröffnete Gesine Lötzsch die Ausstellung "Der Deutsche Bundestag" in der Max-Taut-Schule (Fischerstraße 36). Vor mehr als 300 Schülern und Schülerinnen berichtete sie über ihre Arbeit als Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Haushaltsausschusses. Unterstützt wurde sie von ihrer Kollegin Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages. Gemeinsam stellten sie sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler.

Die Ausstellung ist noch bis 16.09. in der Schule zu sehen.  Empfehlenswert ist auch die Schlussveranstaltung: "Lügenpresse?" mit Tom Strohschneider (Chefredakteur neues deutschland), Tim Herden (ARD Hauptstadtstudio) und Dr. Gesine Lötzsch, MdB, Beginn: Freitag, 16.09., 11:30 

10. September 2016

Einschulung

Am Wochenende war es wieder soweit – tausende Mädchen und Jungen feierten gemeinsam mit ihren Eltern und Verwandten Einschulung und werden damit einen neuen Lebensabschnitt beginnen. Grund genug für Gesine Lötzsch, der abermaligen Einladung der Randow-Grundschule zu folgen, um an diesem Ereignis teilzunehmen. Nach einer kurzen Ansprache von ihr, in der sie den Kindern viel Spaß und Erfolg auf ihrem zukünftigen Schulweg wünschte sowie den Erzieher/innen und Lehrer/innen für die zu leistende Arbeit ihren Dank aussprach, wurde von Seiten der älteren Jahrgänge ein tolles Programm aus Gedichten, Tanz und Gesang geboten. Ein Auftakt für die neuen Schüler/innen, der die Vorfreude auf die kommenden Abenteuer sicher gesteigert haben wird. 

12. September 2016

Von Elton John bis Volksmusik

Der Chorsommer hat Tradition. Seine Anfänge hatte er im alten Kulturhaus in Karlshorst. Viele Sommer später begegnen sich die unterschiedlichsten Chöre mittlerweile im neuen Kulturhaus. Jung und Alt stellen ihr Können unter Beweis – von Elton John bis Volksmusik, für jeden ist etwas dabei. U.a. der Friedrichsfelder Seniorenchor (nennt sich auch "Spätsommer") und die KMK Singers waren mit dabei. Der Chorsommer ist ein Familien-Event. Denn die Eltern kommen, um ihren Kindern zuzuhören und anders herum.  Er wird natürlich auch im nächsten Jahr wieder stattfinden.

"Euch gehört die Stadt..."

...lautet das Motto der zentralen Wahlkampferanstaltungen der Berliner Linken. Mehr als 500 Menschen kamen gestern nach Hohenschönhausen. Höhepunkt der Veranstaltung war die Rede von Sahra Wagenknecht. Zuvor hatten die KandidatInnen für Lichtenberg und der Berliner Spitzenkandidat Klaus Lederer ihre Ziele für eine sozialere Stadt und ein lebenswertes Berlin formuliert. Hier einige Eindrücke der gestrigen Veranstaltung. 

5. September 2016

Mit aller Kraft voraus

DIE LINKE ging als Gewinnerin im Parteienvergleich hervor. In der Gesamtwertung schafften wir es auf einen stolzen 5. Platz
Eine Schneeladung sorgte für jede Menge Spaß am Altenhofer Dreieck
Beim Friedrichsfelder Gartenlauf machten unsere Läufer eine gute Figur

Das zurückliegende Wochenende hatte viel zu bieten. Von Nord nach Süd fanden im Bezirk Feste statt, bei denen DIE LINKE präsent war. Beim Drachenbootrennen in der Rummelsburger Bucht ging DIE LINKE im Parteienvergleich als Gewinnerin hervor. Wenig später kamen wir beim Fest am Tuchollaplatz und in den Volkradpassagen mit den BürgerInnen ins Gespräch. Auffiel: Unsere Veranstaltung,  das Konzert mit Tino Eisbrenner, am 9. September um 18 Uhr ist in aller Munde. Kommt zahlreich hin! Gleichzeitig fand auch noch das Orankesee-Fest statt. Der Sonntag begann mit unserem 12. Tierpark-Infostand. Wir haben wieder Unterschriften gegen die Preiserhöhungen im Tierpark gesammelt während GenossInnen zeitgleich erfolgreich am Friedrichsfelder Gartenlauf teilnahmen. Nicht zuletzt fand der Tag der Ein- und Ausblicke im Bundestag statt. Hier stellte sich Gesine Lötzsch zum Thema Haushaltspolitik den Fragen der BesucherInnen. Last but not least: Mit Schnee im Gepäck veranstaltete DIE LINKE ein buntes Kinderfest am Altenhofer Dreieck. Mehr war an diesem Wochenende nicht zu schaffen. Wir danken allen Beteiligten für Ihre Kraft, die Sie für eine starke LINKE am 18. 9. eingesetzt haben. 

30. August 2016

Internationales Workcamp zu Ehren der Interbrigadisten

Vor 80 Jahren verteidigten Menschen aus aller Welt die Spanische Republik gegen den Putsch der Franco-Faschisten. Sie schlossen sich zu den Internationalen Brigaden zusammen. Viele bekannte Namen sind darunter: Ernst Busch, Kurt Julius Goldstein, Willy Brandt, Hans Beimler, Fritz Teppich, Heinz Hoffmann, Artur Becker, Franz Dahlem, Willi Bredel.

 

Hitlerdeutschland missbrauchte Spanien als Testfeld für den Luftkrieg im 2. Weltkrieg. Das Gemälde Guernica von Pablo Picasso legt ein eindrucksvolles Zeugnis der Schrecken ab. Dieses Bild wurde 1937 auf der Weltausstellung in Paris gezeigt und wanderte durch die ganze Welt. Eine Kopie des Bildes hängt im Vorraum zum Sitzungssaal des UN-Sicherheitsrates im Hauptgebäude der UNO in New York City. Am 4. Februar 2003 wurde dieses Bild auf Wunsch der Regierung der USA mit der blauen Fahne des Sicherheitsrates verhängt. Am Folgetag wollte der damalige US-Außenminister den Sicherheitsrat davon überzeugen, gegen Saddam Hussein im Irak Krieg zu führen. Deutschland sich an diesem Krieg nicht direkt beteiligt. Es gab eine starke Protestbewegung und große Demonstrationen in Berlin und in anderen Städten.

Aber nicht alle Namen der Interbrigadisten sind heute noch im Gedächtnis. Darum ist es gut, dass die Vereinigung junger Freiwilliger (VJF) und die Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik 1936-1939 e. V. (KFSR), die Initiative zu einem internationalen Workcamp ergriffen haben. Zwölf Jugendliche aus Europa und Asien pflegen und restaurieren in diesem Sommer Grabplatten von Interbrigadisten in Berlin-Friedrichsfelde. Am Montag besuchten sie mich im Bundestag.

Im Juli 2016 hatten  VVN-BdA und KFSR einen gemeinsamen Aufruf an antifaschistische Gruppen und  an die Parlamente aller Ebenen gesandt, den Monat Oktober jeden Jahres zu Monat der Ehrung der Spanienkämpfer zu machen.

Durch das Workcamp wird diese Ehrung schon gut vorbereitet.

Ich erzählte den Jugendlichen von meinen Reisen mit Zivilcourage vereint. In diesem Jahr waren wir bereits zum dritten Mal mit einer Jugendgruppe auf den Spuren der Spanienkämpfer in Katalonien, sowohl im spanischen als auch im französischen Teil. Ein besonders emotionaler Moment war unsere erfolgreiche Suche nach dem Pinienhain in den Berger, in dem an einzelnen Bäumen Gedenktafeln für Interbrigadisten befestigt sind – und wo auch Zivilcourage vereint Interbrigadisten geehrt hat.

 

Am 1. Oktober findet um 16 Uhr am Spanienkämferdenkmal im Volkspark Friedrichshain eine Ehrung statt. 

29. August 2016

Friedensfest in Graal-Müritz

Das Friedensfest in Graal-Müritz findet jedes Jahr statt. Ich habe auch einige Berlinerinnen und Berliner getroffen, die dort Urlaub machen und sich über das Fest freuen. Pit Johannsen, ein Genosse aus Mecklenburg, organisiert dieses Großereignis seit vielen Jahren. Dafür danken wir ihm ganz herzlich, denn Frieden ist ein Grundpfeiler linker Politik. Auch im Berliner Wahlkampf spielt das Thema eine Rolle. Mit einer "Friedensgroßfläche" an der Falkenberger Chaussee gegenüber des Linden-Centers fordern wir "Auslandseinsätze beenden und Waffenexporte stoppen." 

25. August 2016

Der Tigerbiss auf dem Weihnachtsmarkt

Auch zu unserer letzten Lesung der „Krimisommerreihe“ an der Bar am Wasserturm am Obersee kamen gestern wieder reichlich Besucher. Neben Gesine Lötzsch führte dieses Mal Michael Grunst die Gäste durch den Abend und hieß den ehemaligen Kriminaloberrat und Leiter des Dezernats »Leben und Gesundheit« in Berlin-Mitte Ralf Romahn willkommen. Dieser las aus seinem Buch „Der Tigerbiss auf dem Weihnachtsmarkt“, welches Einblicke über vier Kriminalfälle in der Endzeit der DDR bietet. Wer an der Beschreibung detailreicher Ermittlungen in der Wendezeit  interessiert ist, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen.

Mit dem dritten Teil endet leider schon unser diesjähriger „Krimisommer“ am Obersee. Allen Interessierten können wir aber versichern, dass wir auch im nächsten Jahr wieder spannende Abende organisieren werden!

Verreist

Der Verein KINDERRING Berlin e.V. organisierte ein Ferienlager in die Masuren. Vanessa, Kemal, Justin und Baran freuten sich über drei Wochen Zeltlager und Erholung pur. Auch in diesem Jahr beteiligte sich Gesine Lötzsch wieder an der Finanzierung dieser Reise, denn Urlaub ist nicht für alle drin. Mehr als 1000 Euro spendete sie dafür. Auch Petra Pau, Vizepräsident des Bundestages half mit einer Spende. Diese Erinnerungsfoto erhielten wir als Dankeschön. 

 

12. August 2016

Leben ohne Drogen

Der Verein Synanon (Leben ohne Drogen) hat in der Dorfstraße in Malchow, in einem ehemaligen Anwesen der landwirtschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität, einen neuen Ort gefunden. Beeindruckend, was in kurzer Zeit auf dem nicht gerade in gutem Zustand vorgefundenem Gelände erreicht wurde. Ich wünsche allen, die sich für den Weg von Synanon entschieden haben, gutes Gelingen.

11. August 2016

Knockout

Am gestrigen 10. August fand die erste Veranstaltung des mittlerweile „3. Krimisommers“ in der Bar Wasserturm in Hohenschönhausen statt. Hierbei begrüßte Gesine in idyllischer Umgebung direkt am Obersee den in der Flüchtlingshilfe aktiven Autor Martin Keune, welcher aus seinem Roman „Knockout“ las. Dieser spielt in der Endzeit der Weimarer Republik und behandelt die Ermittlungen des Krimalkommissars Sándor Lehmann. Geprägt ist der Roman zusätzlich vom Aufstieg der Nationalsozialisten und der zunehmenden Erosion des Weimarer Staates. Ein insgesamt historisch untersetzter Kriminal-Roman, der Spaß und Spannung am Lesen verspricht.

Weitere Veranstaltungen in Bezug auf den „Krimisommer“ finden am 17. Und 24. August jeweils um 18 Uhr zusätzlich mit den Bezirksvorsitzenden der Linken Evrim Sommer und Michael Grunst statt.

 

 

6. August 2016

Nie wieder Atomwaffen

Erinnerung an die Opfer von Hiroshima und Nagasaki an der Friedensglocke im Volkspark Friedrichshain. Gemeinsam mit anderen Friedensorganisationen hatte die Friedensglockengesellschaft wie jedes Jahr  zum mahnenden Gedenken eingladen. Es ist nicht zu ertragen, dass es 71 Jahre nach diesem furchtbaren Verbrechen immer noch Atomwaffen gibt. Schlimmer noch: Es werden sogar noch neue hergestellt. Christina Emmrich sprach als Mitglied der "Mayors for Peace". 

Sehen Sie auch den Bericht der Abendschau.

 

 

DIE LINKE Lichtenberg stellte heute einer ihrer thematischen Großflächen für die Wahl am 18.September vor. Wir wollen nicht noch mehr Umweltbelastung. Wir brauchen keine Verkehrsprojekte, die im vergangenen Jahrhundert geplant wurden. Wir brauchen keine neue Dauerbaustelle. Die Verlängerung der A 100 nach Lichtenberg muss gestoppt werden.

 

Heute habe ich gemeinsam mit DIE LINKE Spandau vor dem Vivantes-Klinikum für mehr Personal und gegen die Profitlogik in Krankenhäusern geworben. Gesundheit darf keine Ware sein!

Zivilcourage zeigen

Jedes Jahr können Jugendliche und junge Erwachsene bis 26 Jahre ihre antifaschistischen Projekte bei Zivilcourage Vereint e.V. einreichen und eine Reise gewinnen, bei der sie sich auf die Spuren des antifaschistischen Widerstands begeben. Unter der Schirmherrschaft von Gesine Lötzsch geht es vom 27.06. bis zum 03.07. nach Katalonien. Hier treffen wir auf die historischen Erzeugnisse, Gedenkstätten und Hinterbliebene der Internationalen Brigarde, welche in Spanien Widerstand geleistet haben. An den ersten beiden Tagen waren wir auch in Frankreich, unmittelbar nahe der französisch-spanischen Grenze.

Auch wenn die Woche noch nicht vorbei ist und wir noch einige weitere interessante, aber vor allem traurige und bedrückende Orte und Geschichten besuchen und hören werden, bleiben mir zwei Besuche besonders im Gedächtnis. Zum einen ist das der Besuch im „mémorial – du camp de rivesaltes“ und zum anderen die Geschichte des Strandes von Argelès. Das camp de rivesaltes hat eine lange Geschichte als Militärlager, Internierungslager, Sammellager für Juden und in den 1980ern schließlich Abschiebelager für illegal Geflüchtete. Neben der Historie hat mich vor allem beschäftigt, dass Frankreich als Alliierter im Kampf gegen Nazideutschland selbst Jüdinnen und Juden in diesem Lager gesammelt hat, die später nach Auschwitz deportiert wurden. Auch am Strand von Argelés wurde ab 1939 ein Lager für Tausende spanisch-republikanische Geflüchtete, die vor dem Franco-Regime flüchteten eingerichtet. Die Winter 1939-1941 gelten in Spanien als die bisher härtesten. Es gab anfangs keine Baracken oder ähnliches, Männer, Frauen und Kinder mussten in der Kälte verharren. Es gab ebenfalls keine Sanitäranlagen, es gab nur das Mittelmeer. Heute sieht niemand mehr etwas von diesen unmenschlichen Taten und dem gewaltigen Leid. Es erinnern lediglich Stelen und ein Gedenkstein daran.

Diese Ereignisse und die kommenden Tage werden mir wieder einmal zeigen, dass auch wir antifaschistischen Widerstand leisten, indem wir uns engagieren, aufklären, nicht auf Populismus reinfallen und Zivilcourage zeigen. Dies ist, gerade in der heutigen Zeit, unser wohl wichtigster Beitrag als (inter-)nationale Linke. Damit wir alle, egal welche Hautfarbe, Religion, Sexualität, ..., in Frieden miteinander leben können und so ein schreckliches Verbrechen an der Menschheit nie wieder geschehen kann.

Julia Müller, Teilnehmerin aus Lichtenberg

22. Juni 2016

Besuch im ICE Werk Rummelsburg

Lichtenberg hat viel zu bieten, unter anderem ein Werk zur Instandhaltung und Reparatur von ICEs. Seit 1998 werden am Betriebsbahnhof Rummelsburg Züge gereinigt, gewartet und geparkt. 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dafür, dass pro Tag ungefähr 130 Züge für den Einsatz auf dem Streckennetz bereitgestellt werden. Herr Dr. Aurich, Leiter des Werkebereichs II (Berlin und Leipzig) und Herr Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter für das Land Berlin, führten Gesine Lötzsch und Sebastian Schlüsselburg am 17. Juni durch die riesigen Hallen, um die Arbeit vor Ort zu erklären. Neben zwei Ausbesserungshallen gibt es eine Außenreinigungsanlage und eine Unterflurradsatzdrehbank auf dem Gelände. Seit der Katastrophe von Enschede werden die Räder und Achsen regelmäßig mit Ultraschall auf Risse kontrolliert. In verschieden langen Abständen werden auch Bremsen, Sitze und Batterien überprüft, Küchenvorräte müssen aufgestockt und Bordtoiletten entleert werden. Aufgrund der Konkurrenz der Fernbusse hat auch die Bahn ihre Preise teilweise gesenkt. Das ist gut für Menschen mit kleinem Einkommen, auch wenn der Bund als Eigentümer der Bahn dann keine großen Gewinne einfahren kann. Das muss auch nicht sein, denn die Bahn als öffentliche Infrastruktur sollte in Gemeineigentum bleiben und nicht einer Profitorientierung unterworfen werden, wie es im Zuge des geplanten (und zum Glück wieder abgeblasenen Börsenganges) der Fall gewesen wäre. (Hannes Pfeifer)

20. Juni 2016

Hohenschönhausener Gartenlauf

Herr Wiese ist eine Institution. Nicht nur als Lehrer an der Rathaus-Schule sondern auch als Organisator und „Sportreporter“ des Hohenschönhausener Gartenlaufes hat er sich einen Namen gemacht. In diesem Jahr fand der Gartenlauf zum 20. Mal statt und Herr Wiese begrüßte uns herzlich. Auch wir sind schon mehrere Jahre dabei. Wenn auch nicht als Läufer. Denn Gesine Lötzsch sponsert jährlich einen Restaurant-Gutschein für den ältesten Läufer. Die Lichtenberger Spitzenkandidatin Evrim Sommer für die BVV-Wahl honorierte die älteste Läuferin mit einem Tierpark Jahresabo.  In diesem Jahr war der älteste Läufer 83 Jahre alt, die älteste Läuferin 74 Jahre.

 

Beim anschließenden Termin überreichte Gesine im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung des Sozialwerks des demokratischen Frauenbundes einen Scheck des Verein der Bundestagsfraktion DIE LINKE e.V. Die langjährige Geschäftsführerin Regina Penske nahm den Scheck entgegen. 500 Euro fließen in die Erneuerung des Internetauftritts. (nw)

16. Juni 2016

Stipendiatin Razan Ishaqat aus Jordanien erklärt den Ramadan

Über eine Milliarde Muslime freuen sich auf Ramadan, der Anfang Juni begann. Der Fastenmonat Ramadan ist der neunte Monat im islamischen Mondkalender und die dritte Säule der fünf Säulen des Islams; der Einheit Gottes und der Prophetenschaft Muhammads (der Segen und Frieden auf ihm), das täglich fünfmalige Gebet, das Fasten des Ramadans, die Wallfahrt nach Mekka und das Entrichten der Zaka1. Ramadan wurde jedes Jahr mit Freude und Hoffnung auf einen neuen Anfang erwartet.

 

Das Fasten ist für alle mit Beginn der  Pubertät vorgeschrieben. Allerdings sind Kinder, Altersschwache, Reisende, Kranke, Schwangerschaft, Frauen während Menstruation, und nach der Entbindung von  der Pflicht zu fasten entbunden.

Der Ablauf und Regeln des Fastens sind im Koran und in der Praxis des Propheten (Sunna) definiert2. Die Fastenden verzichten von der Morgendämmung bis zum Sonnenuntergang auf das Essen und Trinken. Man kann nach dem Sonnenuntergang essen was man will. Während des Monats sollen die Fastenden nicht nur auf das Essen und Trinken verzichten, meinend körperlich fasten sondern auch geistlich fasten, d.h sie sollen auf schlechtes Benehmen wie üble Nachrede, Lüge, Betrug, und Verleudmung verzichten. Das Fasten kann im Sommer wegen der längeren Sonnenscheindauer sowie dem heißen Wetter während des Sommers für die Fastenden eine Herausforderung sein. Die ersten paar Tage sind am schwierigsten, da der Körper sich noch nicht an das Fasten gewöhnt hat. Sobald der Körper sich dran gewöhnt hat, wird das Fasten merklich einfacher und leichter.  

Der Monat Ramadan ist für die gläubigen Muslimen von Wert; er wird als heilig betrachtet. Die Fastenden verlangen Allahs Barmherzigkeit und streben nach seiner Vergebung und Gnade, da in diesem einmaligen Monat im Jahr können den Muslimen ihre Sünden vergeben werden. Im Rahmen des Gottesdienstes beschäftigen sich die Fastenden auch nach dem Essen, mit der Koranrezitation, dem Beten, und der Erwähnung von Allah (Du’a). Die letzten zehn Tage Ramadans sind von Bedeutung für jeden und sind ganz besonders gesegnet, besonders gesegnet ist die Nacht der Bestimmung (Laylat-al-kadr). Diese Nacht ist die bedeutende und außerordentliche Nacht Ramadans. In der Nacht der Bestimmung wurde der Koran offenbart. In dem heiligen Koran wird offenbart: „Die Nacht der Bestimmung ist besser als tausend Monate.“. Daher ist diese Nacht von große Bedeutung. In dieser friedlichen Nacht steigen die Engel und der Geist (Engel Gabriel) herab. Die Gläubigen widmen ihre Zeit  der Koranrezitation, dem Bittgebet, und der Erwähnung Allahs. Die genaue Zeit der Nacht der Bestimmung kennt niemand, aber der Prophet Mohammed (der Segen und Frieden auf ihm) sagte: „ Sucht sie in den letzten zehn Nächten Ramadans“ (Al-Buchari und Muslim)3. Man nimmt an, dass die Nacht der Bestimmung mit größter Wahrscheinlichkeit in den ungeraden Nächten fällt, allerdings steht es nirgendwo geschrieben, aus diesem Grund widmen sich Muslime stark in den letzten zehn Tagen den Bittgebeten und der Erwähnung von Allah.

Das Ziel des Monats ist Selbstdisziplin, Selbstkontrolle, Mitgefühl der Bedürftigen zu üben sowie Gott zu nähren, um Seine Vergebung zu bitten. Weiterhin bringt der Fastenmonat Ramadan die Familienmitglieder einander näher und stärkt die Beziehungen zwischen den Menschen.

 

Foto: Janine Grimmig  / pixelio.de 

Freundschaft mit Polen: Am 17. Juni 1991 wurde der Deutsch-Polnische Nachbarschaftsvertrag unterzeichnet, mit dem Deutschland die Oder-Neiße Grenze als rechtsverbindlich anerkannt hat.

Gerne nahm ich an einer von meinem Kollegen Thomas Nord organisierten Soli-Fotoaktion teil.

Am 1. September jährt sich der 77. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen, mit dem der II. Weltkrieg begonnen wurde.

 

 

 

 

 

15. Juni 2016

Angespitzt

Gespendet: Eine elektrische Anspitzmaschine hat Gesine Lötzsch an die Kinder der Kita Matroschka verschenkt. Sie hatten zuvor den ausgeschriebenen Malwettbewerb gewonnen. Wir wünschen weiterhin viel Vergnügen beim Malen und Zeichnen. 

14. Juni 2016

Deutsch-Russisches Fest, Hilfe für Maputo, Jugendweihe…

Den Auftakt ins Wochenende bildeten die 10. Deutsch-Russischen Festtage auf der Trabrennbahn. Das beliebte Familienfest stand wieder ganz im Zeichen der deutsch-russischen Freundschaft. Am Samstag wurden beim „Run for Help“ erneut Spenden für die Partnerstadt Maputo gesammelt. Für das Team Lötzsch lief die Auszubildende Christin Brandenburg. Außerdem überreichte Gesine an „SODI“ einen 5000 Euro Scheck der Harald-Breuer-Stiftung. SODI setzt sich in Maputo für nachhaltige Landwirtschaft ein und betreibt ein Umweltbildungsprojekt. Anschließend war Gesine erneut Festrednerin bei der Jugendweihe. Auch hier überreichte sie einen Scheck an den Verein „Jugendweihe Verein Berlin Brandenburg e.V.“ Der Verein ist mehr und mehr auf Spenden angewiesen, denn immer weniger Familien können sich den Festakt und alles, was dazu gehört, leisten. Der Verein der Bundestagsfraktion spendet deshalb 700 Euro. 

 

14 junge Menschen eines Integrationskurses waren zu Besuch im Bundestag. Betreut werden sie vom „Jugendmigrationsdienst promigra“ in Berlin-Lichtenberg. Die Geflüchteten, etwa aus Syrien oder dem Iran, interessierten sich vor allem für ihre Perspektiven hier in Deutschland. Warum haben sie es so schwer, eine Wohnung zu finden? Wieso haben Deutsche Angst vor dem Islam? Es tut weh, solche Fragen beantworten zu müssen. Es bleibt die Hoffnung, dass sich der Bundesrat in dieser Woche gegen die Einstufung noch mehr Nationen als „sichere Herkunftsländer“ entscheidet.

6. Juni 2016

Jugend und Parlament 2016

Vom 4. bis 7. Juni findet dieses Jahr im Bundestag das Planspiel „Jugend und Parlament“ statt. Als Auserwählte von Dr. Gesine Lötzsch darf ich, Antonia Wieschollek, daran teilnehmen. Das Planspiel läuft so ab, dass man sich bei der Anmeldung schon einen fiktiven Namen ausdenkt, in dessen Rolle man dann als Abgeordnete schlüpft. Zugelost werden dann die zugehörige Partei und eine Vitae. So bin ich bei Jugend und Parlament die Abgeordnete Saskia Rau, Mitglied der Christlichen Volkspartei (CVP) und habe als Amtsärztin in der Vergangenheit bei Ärzte ohne Grenzen eine Hilfsinitiative in Afrika gegründet.

Als erstes haben wir in der Fraktion den Fraktionsvorsitzenden und die Stellvertreter gewählt. Anschließend bildeten wir unsere Arbeitsgruppen, bei denen wir dann inhaltlich die Gesetzesvorlagen besprochen haben, um dann in den jeweiligen Ausschüssen mit den anderen Parteien darüber zu diskutieren. Ein Highlight ist es dann im Plenarsaal auf den Stühlen der Abgeordneten zu sitzen und das Erarbeitete dem Parlament zu präsentieren. Man durchläuft also innerhalb der vier Tage alle Etappen, die nötig sind aus einer Gesetzesvorlage ein Ergebnis zu schaffen, worüber dann im Plenum abgestimmt wird. Bewundernswert ist es wie sehr einige der Teilnehmer in ihrer Rolle als Abgeordnete aufgehen und man selbst an dem ganzen Prozess direkt beteiligt ist und aktiv mitdiskutieren kann.

 

 

Antonia Wieschollek

6. Juni 2016

Team Lötzsch bei Lichtenberg 47

Danke an das Team Gesine Lötzsch für hervorragenden Einsatz beim Sponsorenturnier bei Lichtenberg 47 in der HOWOGE Arena Hans Zoschke. Zehn Mannschaften waren am Start, davon zwei aus der NUK Ruschestrasse, unterstützt von der Fraktion DIE Linke in der BVV DIE LINKE.Lichtenberg. Danke an alle Beteiligten, insbesondere auch an die ehrenamtlichen Organisatoren.

Made in Lichtenberg: Sebastian Schlüsselburg und Evrim Sommer haben mich heute beim Innovationstag des Mittelstands vertreten. Auch drei erfolgreiche Lichtenberger Firmen stellten sich dort vor. Es ging um IT-Systemsichherheit, Videotechnik im ÖPNV und ein neues Schnellladeverfahren für Busse. Wir werden die Unternehmen natürlich auch vor Ort besuchen. Ich wünsche den Unternehmen weiterhin viel Erfolg.

 

Präsident Trump – wirklich undenkbar?

In der letzten Maiwoche besuchte eine kleine Delegation des Haushaltsausschusses Washington, Boston und News York. Wir reisten am Tag der Präsidentenwahl in Österreich an. Wegen der Zeitverschiebung müsste eigentlich bei Landung das Ergebnis feststehen – so dachten wir. Da Ergebnis war allerdings so knapp, dass der endgültige Ausgang erst einen Tag später ermittelt werden konnte. Ich sagte zu meinen Kollegen:  Wenn Hofer gewählt wird, wird Donald Trump auch Präsident der USA. Hofer wurde nicht gewählt. Aber hat Trump wirklich keine Chancen?

Der deutsche Botschafter erzählte uns, dass er bis vor kurzem in allen Berichten geschrieben habe, ein Präsident Trump wäre undenkbar. Inzwischen sind auch ihm Zweifel gekommen.

So absurd es klingt: Der Milliardär Trump inszeniert sich geschickt als Vertreter gegen das Establishment. Es ist erstaunlich, dass ihm das gelingt. Denn gerade ihm gelang es, wirtschaftlichen Misserfolg auf die Allgemeinheit abzuwälzen.

Hillary Clinton – seit Jahrzehnten in der Politik – gilt als Vertreterin des Establishments. Außerdem gilt sie als „Falkin“, also als jemand, die noch mehr Kriege führen will. Obamas Außenpolitik ist ihr zu lasch. Sie ist auch die treibende Kraft, die fordert, dass andere NATO-Mitgliedsstaaten ihre Rüstungsausgaben erhöhen sollen. Ursula von der Leyen versucht mit tatkräftiger Unterstützung von Wolfgang Schäuble, diesem Wunsch schon mal vorauseilend zu entsprechen.

Alle staunen über den Erfolg von Bernie Sanders. Diejenigen, die ihm übel wollen, behaupten, er stimme in vielen Fragen mit Trump überein. Es ist das alte Spiel von den sogenannten politischen Rändern, die sich angeblich berühren. Das kennen wir kennen aus Deutschland allzu gut.

Die große Zustimmung zu Bernie Sanders wird hoffentlich die Demokratische Partei zwingen, ihr Programm nach links zu verschieben.

Ein Höhepunkt der besonderen Art war das Zusammentreffen mit einem Abgeordneten der Republikaner aus Wisconsin. Er, der seine deutschen Wurzeln betonte, warf uns vor, wir würden Deutschland zerstören, weil wir Geflüchtete aufnehmen. Meinen Einwand, dass viele Menschen schließlich vor Kriegen fliehen müssten, wischte er vom Tisch. Krieg wäre schließlich unvermeidlich.

Befragt nach den wichtigsten Problemen in den USA meinte er, viele Menschen wären einfach zu faul zum Arbeiten, weil ihnen der Staat alles schenke. Außerdem müsse endlich die Einwanderung aus Mexiko verhindert werden. Während unserer Reise hatten wir alles andere als den Eindruck, dass die Menschen zu faul zum Arbeiten wären. Ganz im Gegenteil: Mir fiel auf, dass zum Beispiel häufig uralte Leute arbeiteten – sicher nicht aus Spaß, sondern zum Überleben.

Am Beginn unserer Reise besuchten wir die Erinnerungsmeile in Washington. Wir standen dort, wo Martin Luther King vor tausenden Menschen seine berühmte Rede gehalten hat. Am Denkmal, das an ihn erinnert, waren wir die einzigen Weißen. Auch in den offiziellen Gesprächen mit Vertretern von Banken, IWF, Weltbank und an der Börse in New York sahen wir nur Weiße.

Lediglich im Parlament von Massachusetts in Boston konnten wir etwas vom viel beschworenen „Schmelztiegel“ ahnen. Beeindruckt waren wir, wie unkompliziert wir in den Plenarsaal konnten und wie herzlich wir begrüßt wurden. Die USA sind immer wieder ein Land der Gegensätze: Einerseits absolute Spitzenforschung, andererseits marode Brücken und Straßen. Superreiche in teuren Wolkenkratzerwohnungen, auf der anderen Seite, die Menschen, die stundenlang zur Arbeit fahren müssen, weil sie sich nur weit draußen eine Unterkunft leisten können.

Gut, dass die Rosa-Luxemburg-Stiftung seit einigen Jahren auch ein Büro in New York hat. So können wir dort unsere Positionen bekannt machen, vor allem aber Kontakt mit denen pflegen, die man manchmal das andere Amerika nennt. Die Menschen, die Bernie Sanders unterstützen gehören dazu.

12. Mai 2016

Gregor Gysi bei "geDRUCKtes"

Die entscheidende Frage wurde von Gesine ziemlich zum Schluss gestellt: Wird Gregor bei der Bundestagswahl 2017 in Treptow-Köpenick für die LINKE antreten? Doch die Frage blieb leider unbeantwortet. Alle anderen Fragen beantwortete Gregor in seiner gewohnt lockeren und amüsanten Art. Insgesamt war der Abend aber sehr ernsthaft. Es ging u.a. um die März-Wahlen, um das schlechte Abschneiden der LINKEN und das Erstarken der AfD. Aber auch der Rechtsruck in Europa war ein Thema. Gysi stellte fest, dass die Rechten in Polen und Ungarn 1:1 ihr Wahlprogramm umsetzten, ohne auf den Protest der Straße überhaupt zu reagieren. Linke Regierungen seien längst nicht so konsequent in der Umsetzung ihrer Programme. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand Gregors Buch "Ausstieg links?". Er beklagte u.a. die starke Ideologisierung in unserem Land. Es müsse für DIE LINKE auch möglich sein, mit der CDU gegen einen Rechtsruck in unserem Land zu kämpfen. Den 100 Zuhörerinnen und  Zuhörer hatte die Veranstaltung gefallen. Ein amerikanischer Professor, der das erste Mal bei geDRUCKtes war, meinte, dass Gysi noch besser war als in den Talkshows, die er bisher im Fernsehen gesehen haben. (Kl)

11. Mai 2016

Lesen gegen das Vergessen

Von Gisela Zimmer

Ausgelöscht sollte es werden: das gedruckte Wort, die Freiheit des Denkens, die Poesie, die  Schönheit von Sprache – damals am 10. Mai 1933 mitten in Berlin, auf dem damaligen Opernplatz. An diesem Tag gingen unter anderem die Bücher von 24 deutschen Schriftstellern und Dichtern in Flammen auf. Unter dem Gejohle von Studenten in braunen Uniformen und den Tiraden des Nazi-Propagandaministers Goebbels. Mittendrin stand ein einziger dieser von nun an „unerwünschten und verbotenen Autoren“ - Erich Kästner. „Es war widerlich“ wird er später über diesen Tag schreiben, auch über das Gefühl, „ein verbotener Schriftsteller im eigenen Vaterland“ zu sein. Beim „Lesen gegen das Vergessen“ am diesjährigen 10. Mai, 83 Jahre nach der eingebrannten Nacht der Büchervernichtung, holte Hermann Simon, langjähriger Direktor des Centrum Judaicum in Berlin, diesen Kästner-Text in die Erinnerung zurück. Eingeladen dazu hatte die Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, und Gesine Lötzsch präsentierte traditionell und professionell die geladenen Künstler und Prominenten aus Politik und Gesellschaft. Weiterlesen 

 

Ernst Georg Schwill, Schauspieler
Hermann Simon, Historiker
Reiner Schöne, Schaupieler
Jessy James laFleur
Ruth Hohmann, Jazz-Sängerin
Jenny Erpenbeck, Schriftstellerin
Beate Klarsfeld, Nazi-Jägerin

Christin Brandenburg stellt sich vor

Mein Name ist Christin Brandenburg. Ich bin in Eberswalde, der Waldstadt am Rand von Berlin, geboren und aufgewachsen. Nach dem Abitur habe ich, gemeinsam mit einer guten Freundin, Erfahrungen im Ausland gesammelt. Wir waren zu zweit neun Monate in Australien als Backpacker unterwegs. Unter anderem habe ich Einblicke in die Arbeit auf dem Land bekommen. Für einen Dollar pro Kilogramm haben wir Erbsen gepflückt.  Nach dem dreiviertel Jahr voller Erlebnisse und Eindrücke anderer Kulturen hat es mich zurück in die Heimat gezogen. Anschließend habe ich in Eberwalde eine Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen, in einem Pflegeheim für Senioren, absolviert und ein halbes Jahr in der Branche gearbeitet. Im September 2014 habe ich mich dazu entschlossen eine zweite kaufmännische Ausbildung zu beginnen. Ich erlerne derzeit den Beruf der Kauffrau für Büromanagement in der Verwaltung des Deutschen Bundestages und bin im 2. Ausbildungsjahr. Im Rahmen dieser Ausbildung haben die Auszubildenden die Möglichkeit Praktika in den verschiedensten Bereichen wahrzunehmen. Die kommenden drei Monate darf ich als Praktikantin in dem Abgeordnetenbüro bei Frau Dr. Gesine Lötzsch tätig sein. Ich freue mich auf spannende drei Monate und bin für diese Möglichkeit sehr dankbar.

26. April 2016

Treffen mit André Chassaigne

Wiedersehen mit dem Abgeordneten André Chassaigne, Vorsitzender der Fraktion der Demokratischen und Republikanischen Linken in der Französischen Nationalversammlung. Vor zwei Jahren haben wir uns in Oradour getroffen - gemeinsam mit Beate Klarsfeld und der Jugendgruppe von Zivilcourage vereint. Chassaigne rief in der heutigen Fraktionssitzung zu einem breiten Zusammenschluss aller europäischen linken Kräfte auf. Die Regierung unter Hollande habe viel Vertrauen verspielt, die französische Gesellschaft aber auch die Sozialisten seien tief gespalten. Optimistisch blickte er dennoch in die Zukunft. Die geplanten Arbeitsmarktgesetze hätten eine neue Protestbewegung entstehen lassen.

 

21. April 2016

Abstimmung am 23. Juni in UK: Brexit oder Bremain?

Selbst die Feierlichkeiten zum 90. Geburtstag der Queen konnten die Frage nicht völlig in den Hintergrund drängen: Wird Großbritannien die Europäische Union verlassen oder nicht? Um mir einen Eindruck von der aktuellen Diskussion zu verschaffen, verbrachte ich zweieinhalb Tage in London.  
Der Flug ist kurz –  und gerade deshalb staunt man, wie vieles doch anders ist, wie viel für uns Widersprüchliches auffällt. Zum einen gibt es – seit 1948 – ein geradezu sozialistisches Gesundheitssystem, den National Health Service. Auf der anderen Seite gibt es keinerlei Mieterschutz. Es ist durchaus nicht unüblich, dass Mietverträge nur über jeweils einen Monat abgeschlossen werden. Es gibt Schuluniformen, die keine Konkurrenz um die teuersten Markenjeans zulassen. Und wiederum gibt es Studiengebühren, die die Familien stark belasten. Es gibt eine pulsierende Theaterszene mit großen Chancen für junge Künstler. Eine bezahlbare Unterkunft ist in der City nicht zu finden.

Premierminister David Cameron hatte vor der Wahl das Referendum versprochen, um die Konservativen hinter sich zu versammeln. Jetzt ist in seiner eigenen Partei eine Zerreißprobe entstanden. Aber auch für Labour ist die Situation nicht einfach. Labour tritt für den Verbleib in der EU ein, will und kann aber nicht als Unterstützer von Cameron dastehen.

Am vergangenen Sonntag demonstrierten in London viele Menschen gegen die Kürzungspolitik von Cameron. Diese Menschen werden sich fragen, ob sie mit einer Stimme für den Verbleib in der EU nicht eben diese Politik unterstützen, gegen die sie protestieren.

Mir fiel auf, dass die Debatte bislang von nur zwei Fragen bestimmt wurde: Haben wir nach der Entscheidung mehr oder weniger Geld? Kommen weniger Immigranten?

Bei der Befragung des Premierministers im Parlament – schade, dass es so etwas bei uns nicht gibt – sahen wir, dass das Parlament so gar nicht die Lebenswirklichkeit auf den Straßen abbildet. Ein Abgeordneter hatte schwarze Haut, einer einen arabischen Namen und unsere Gesprächspartnerin von Labour einen indischen Hintergrund. Es dominierten ältere weiße Männer.

Ich glaube, bei der Abstimmung am 23. Juni werden viele Menschen ihre Unzufriedenheit mit ihrer derzeitigen Lebenssituation zum Ausdruck bringen.
Das kann einen Dominoeffekt für die gesamte EU haben. Im günstigsten Fall trägt diese Entscheidung dazu bei, die Europäische Union - also ihre Mitgliedsstaaten - zu einer gerechteren und sozialeren Politik zu zwingen.

Oft habe ich während er Reise an den Film von Ken Loach „The spirit of 1945“ gedacht, an die Hoffnung, an den Aufbruch. Und für uns heißt das: Links muss Hoffnung heißen.

Chile: Die Präsidentin von der Humboldt-Uni

Anfang April besuchte ich mit einer kleinen Delegation des Haushaltsausschusses Chile. Ich war gespannt: Würde ich Menschen wiedersehen, mit denen ich mich vor neun Jahren in Santiago getroffen hatte? Damals war es gelungen, ehemalige Exil-Chilenen aus der DDR zusammenzubringen. Nach dem Treffen gründeten sie einen Verein zur gegenseitigen Unterstützung.

Einer der Schwerpunkte unserer Reise war das Thema Gesundheit. Auch hier sind noch die Auswirkungen der Diktatur unter Pinochet dramatisch erkennbar. Noch 1989 erließ Pinochet ein absolutes Abtreibungsverbot. Das gibt es sonst nur noch in sieben Ländern wie Honduras und Vatikanstadt.

Gesundheitsministerin Carmen Castillo kämpft – unterstützt von der Präsidentin – für die Aufhebung dieses unmenschlichen Gesetzes. Sie erzählte uns von den Widerständen, wie zum Beispiel weiß gekleidete Frauen sie im Parlament mit kleinen Puppen beworfen hätten, die Föten darstellen sollten. Aber Carmen Castillo ist entschlossen, die Rechte der Frauen durchzusetzen.

Ein zweites Erbe der Pinochet-Zeit ist die Aufteilung der Krankenversicherung in öffentliche und private. Im Unterschied zu  Deutschland rechnen die Ärzte aber nicht mit den Kassen ab, sondern es gibt getrennte Praxen und Kliniken. Das führt dazu, dass in öffentlichen Krankenhäusern viel zu wenige Ärzte arbeiten, weil in den privaten Einrichtungen viele mehr Geld verdient werden kann.

Die Stiftung „Cristo Vive“ versucht ein Gegengewicht zu setzen, indem sie freie Gesundheitsversorgung für die Armen bietet.

Wer Chile besucht, denkt an Nobelpreisträger Pablo Neruda und an Salvador Allende. Auch hier sind die Wunden der Vergangenheit noch nicht geschlossen. Das Grab Nerudas an der Pazifikküste, direkt vor Nerudas Haus, war mit schwarzen Tüchern verhüllt. Seine Rückkehr wurde erwartet. Denn der Leichnam war exhumiert worden, um die wirkliche Todesursache festzustellen.

Auch der Tod von Salvador Allende beschäftigt die Menschen immer noch. Die Tür der Moneda, dem Präsidentenpalast, aus der der tote Präsident getragen wurde, war jahrzehntelang zugemauert. Es sollte kein Erinnerungsort entstehen. Jetzt ist sie wieder offen und eine Allende-Skulptur grüßt auf dem Platz vor der Moneda.

Ein Höhepunkt unserer Reise war – das nachträglich ins Programm aufgenommene Treffen mit Präsident Michelle Bachelet. Ich hatte schließlich bei jeder Gelegenheit  unsere Gemeinsamkeit – das Studium  an der Humboldt-Universität – hervorgehoben.

Sympathisch, freimütig und ohne Beschönigungen berichtete sie uns von den Herausforderungen, vor denen die immer noch tief gespaltene chilenische Gesellschaft steht. Häufig spüre sie Gegenwind bei den Vertretern der Wirtschaft, wenn sie Verbesserungen auf dem Gebiet des Arbeitsrechts und der Gesundheitsschutzes durchsetzen will. Aber sie ist eine starke Frau, die sich nicht erschrecken lässt.

Ja, ich habe Chilenen wiedergetroffen, die entweder an der Humboldt-Uni studiert hatten oder bereits beim Treffen 2007 dabei waren. Ein Thema war der aktuelle Film „Colonia Dignidad – Ein gibt kein Zurück“. Meine Gesprächspartner zweifelten daran, dass dieser Film überhaupt den Weg in die chilenischen Kinos finden würde. Gut ist, dass das Auswärtige Amt endlich bereit ist, die Akten zu öffnen. Das ist auch für die Opfer besonders wichtig. Eindrucksvoll war für mich das Gespräch mit einem Psychologen, der Opfer der Colinia betreut und von ihren seelischen Qualen berichtete.

Zum Abschluss der Reise besuchten wir das Observatorium „El Paranal“ in der Atacama-Wüste. Eine unvergessliche Nacht unter hellstem Sternenhimmel!

Aber auch hier nahmen wir die Botschaft mit: Bildung ist in Chile teuer. Vor einigen Jahren traf ich hier in Berlin die unerschrockene chilenische Studentenführerin Camila Vallejo. Sie ist jetzt Parlamentsabgeordnete und kämpft mit der Präsidentin gemeinsam für bessere Bildung für alle.

Bei jeder Begegnung habe ich daran erinnert, dass chilenische Flüchtlinge nach 1973 in Deutschland aufgenommen wurden – erst in der DDR, später auch in der Bundesrepublik.

Viele gute Freundschaften haben sich entwickelt. Das dies nicht vergessen ist, habe ich bei meinen Begegnungen erlebt.

Solidarität – das ist die zentrale Idee der Partei die LINKE. Solidarität bleibt immer ein wertvolles Gut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

12. April 2016

Stipendiatin Razan Ishaqat stellt sich vor

Mein Name ist Razan Ishaqat und ich komme aus Jordanien. Ich habe mein Studium „Deutsch und Englisch als Fremdsprachen“, kurz vor ich nach Berlin kam, an der Jordanischen Universität in Amman abgeschlossen. Im Jahr 2012 nahm ich an einem von BMW unterstützen Wettbewerb, an dem man über die Auswirkung der Technologie auf das Autofahren schreiben musste, teil. In Folge eines Preisausschreibens, durfte ich mehr über die Öffentlichkeitsarbeit im BMW Regionalbüro in Dubai erfahren. Ich habe im Jahr 2014 zusätzlich, als DAAD Stipendiatin, einen Deutsch-Sprachkurs in Konstanz besucht. Während meines Studiums habe ich als Deutschlehrerin in einem Sprachzentrum gearbeitet und nach dem Abschluss meins Studiums war ich sowohl als Deutschlehrerin aber auch als Betriebsleiter Assistentin beruflich tätig.

Eine ehemalige IPS-Stipendiatin hat einen Vortrag über das Internationale Parlaments-Stipendium (IPS) an der Universität gehalten. Ich wollte nach dem Studium mehr über Deutschland erfahren und ich sah dieses Stipendium als eine einmalige Gelegenheit Deutschland bzw. Deutsche Politik und Kultur nah zu erleben, deshalb habe ich mich um das Stipendium beworben.

Ich werde für die kommenden drei Monate  im Büro von Frau Dr. Gesine Lötzsch als Praktikantin arbeiten. Ich freue mich sehr, dass sich mir die Gelegenheit bietet, mein Praktikum im Büro von Frau Dr. Gesine Lötzsch absolvieren zu können. Ich freue mich auf die Mitarbeit und möchte mich herzlich für die Unterstützung bedanken.

8. April 2016

Treffen mit chilenischer Präsidentin

Am vorletzten Tag ihrer Delegationsreise nach Chile traf Gesine Lötzsch die chilenische Präsidentin, Michelle Bachelet. In dem Gespräch mit dem Staatsoberhaupt ging es um die Bekämpfung der Ungleichheit, die Steuerreform, Arbeitsmarktreformen und die Frauenrechte. Dabei handelt es sich auch um die großen Themen ihrer Präsidentschaft. Außerdem besuchte Gesine u.a. die Ausbildungsstation von Cristo Vive, den Gesundheitsdienst in Armenvierteln. Übrigens studierten Gesine Lötzsch und die Präsidentin Chile beide an der Berliner Humboldt-Universität. Zur Seite der Präsidentin

 

Bibliotheken sind Kulturgut

Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) ist die größte öffentliche Bibliothek in Deutschland und umfasst etwas mehr als 3,4 Millionen Medien. Grund genug für Gesine Lötzsch, der Einladung des Vorstand und Managementdirektor Volker Heller zu folgen. In einem kurzen Rundgang durch den Standort am Blücherplatz 1, welchen täglich bis zu 5000 Menschen besuchen, wurden die wichtigsten Bereiche und Abteilungen der Bibliothek aufgezeigt. Die Pressesprecherin Frau Jacobi wies mit besonderem Eifer darauf hin, dass die Bibliothek dabei auch als Ort für interkulturellen Austausch internationaler Studenten genutzt wird. Angesprochen wurde auch die notwendige Erweiterung der Bibliothek, um den Besuchern weiterhin ein umfassendes und aktuelles Angebot an Bestand zu bieten. Für Die Linke sind kulturelle Angebote ein Gut, welches in jedem Fall gefördert werden muss. Deshalb sagte Gesine Lötzsch ihre Unterstützung zu, sich für die Erweiterung der Bibliothek auch im Bundestag einzusetzen. 

29. März 2016

Gedenken an Ursula Goetze

Die Widerstandskämpferin Ursula Goetze wurde aufgrund ihres Engagements gegen die Nazis mit dem Tode bestraft. Am gestrigen 29.03.2016 wäre sie 100 Jahre alt geworden, weshalb die VVN-BdA eine kleine Gedenkveranstaltung an der Straßenecke Urula-Goetze-Straße / Robert-Siewert-Straße abhielt. Dieses Gedenken ist in den heutigen Zeiten, in denen es einen Anstieg rechtsextremer Straftaten gibt und rechtes Gedankengut salonfähig zu werden scheint, besonders wichtig. (Robert Schneider)

22. März 2016

Freude über Bildband

Bernd Grell freut sich über einen Bildband, den er bei unserer wöchentlichen Bücherverlosung gewonnen hat. Er und seine Frau Monika konnten zuletzt nicht an einer Führung teilnehmen und freuen sich von zuhause aus einen Blick hinter die Kulissen des Parlaments werfen zu können. 

18. März 2016

Tierpark für alle

Tierpark für alle! Die Preiserhöhungen für Kinder, Empfänger von ALG II und behinderte Menschen müssen zurückgenommen werden. Mit dieser Forderung machten wir heute gegen die höheren Entrittspreise für Zoo und Tierpark am Bärenschaufenster mobil. 45.000 Betroffene sind von den Erhöhungen betroffen. Der Wegfall der Rabatte ist nicht nur unsozial. Es ist auch zu befürchten, dass weniger Menschen den Tierpark und Zoo besuchen werden. Unterstützen Sie unsere Petition "Tierpark für alle" gegen den Wegfall der Rabatte und für einen höheren Landeszuschuss an den Tierpark.

18. März 2016

Aktionstag gegen Rassismus

In ihrem Lichtenberger Wahlkreis nahm auch Dr. Gesine Lötzsch an der UN-Aktionswoche gegen Rassismus teil. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Alexander-Puschkin-Oberschule diskutierte sie über den alltäglichen Rassismus in Deutschland und den Umgang mit Geflüchteten. In der Bode-Uhse-Bibliothek las sie zusammen mit den Schülern aus dem Buch "Papa, was ist ein Fremder" von Tahar Ben Jelloun. Heute leider noch genauso aktuell wie vor 10 Jahren heißt es dort: „Rassismus ist ein ziemlich verbreitetes Verhalten, das es in jedem Land gibt und das in manchen Ländern leider so alltäglich geworden ist, dass es vielen schon gar nicht mehr auffällt. Dieses rassistische Verhalten besteht darin, anderen Menschen zu misstrauen, sie zu verachten und ungerecht zu behandeln, und zwar nicht, weil sie uns etwas Schlimmes angetan hätten, sondern einzig und allein, weil sie anders aussehen oder aus einer anderen Kultur stammen als wir.“ AL

 

 

 

15. März 2016

Deutsch-Französische Schulpartnerschaft

Das dritte Mal in Folge wurde durch unser Büro eine Hospitation französischer Lehramtsanwärter aus Clermont-Ferrand am Schul- und Leistungssportzentrum unterstützt. Dank des engagierten Direktors Dr. Neumes hält diese deutsch-französische Zusammenarbeit an und erfreut sich bei den LehrerInnen beider Länder großer Beliebtheit. Die angehenden Englischlehrkräfte aus Frankreich lernen bei ihren dreiwöchigen Hospitationen vor allem, wie Englisch an deutschen Schulen unterrichtet wird. Mit den gewonnenen Erkenntnissen soll der Englischunterricht an französischen Schulen verbessert werden. Drei der aktuellen Hospitanten besuchten Gesine Lötzsch heute im Bundestag.

9. März 2016

2700 Rosengrüße zum Frauentag

Insgesamt 2700 Rosen verbunden mit den besten Wünschen zum Frauentag haben Gesine, die KandidatInnen für das Abgeordnetenhaus sowie die BVV-Fraktion gestern überall im Bezirk verschenkt. An S- und U-Bahnhöfen sowie im Rathaus Lichtenberg waren wir unterwegs und überbrachten mit den Rosen unsere politischen Botschaften, denn Frauenpolitik ist linke Politik. Der Tag nahm seinen Höhepunkt im Kulturhaus Karlshorst, wo die Ausstellung Starke Frauen und ihre Berufe eröffnet wurde. DIE LINKE in der Fraktion Lichtenberg hatte die Idee dazu.  

8. März 2016

Frauentag für alle Frauen überall!

"Ich finde es eine wunderbare Sache, zum Frauentag in direkten Austausch mit Gesine Lötzsch treten zu können. Sie leistet eine folgenreiche und schwierige Arbeit, nämlich soziale Gerechtigkeit in der Politik durchzusetzen.Ich wünsche ihr weiterhin viel Erfolg", sagte Marlene Vespers anlässlich ihre Besuches zum Frauentag im Bundestag.

200 Frauen besuchen an insgesamt 4 Tagen den Bundestag. Anlässlich des Frauentages setzen wir auch in diesem Jahr diese Tradition fort. Bereits Mitte Januar waren alle Plätze vergeben. Der Frauentag bietet Anlass über so manche nicht verwirklichte Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit nachzudenken aber auch über den Tellerrand und die Landesgrenze hinaus zu schauen. Frauen werden für billige Textilien in Nähfabriken in Bangladesch ausgebeutet. Miserable Arbeitsbedingungen, keine Arbeitsverträge, nicht gewährter Schwangerschaftsurlaub sind nur eine kleine Auswahl von Beispielen. All dies gilt es zu beseitigen. Morgen werden wir mit der Verteilung von über 2000 Rosen im Bezirk unseren Forderungen Nachdruck verleihen damit es auch künftig heißt: Frauentag für alle Frauen überall! 



3. März 2016

„gehen, ging, gegangen“

Nichts ging mehr. Der Rosa-Luxemburg-Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Die Lesung war großartig. Mein Schlüsselsatz aus dem Buch ist: „Die Afrikaner wussten bestimmt überhaupt nicht, wer Hitler war, aber dennoch: Nur wenn sie Deutschland jetzt überlebten, hatte Hitler den Krieg wirklich verloren.“ (Klaus)

2. März 2016

Das Känguru bringt Glück

Die Resonanz auf unser Neujahrsgewinnspiel war so groß, dass Gesine sich entschieden hat, statt der versprochenen zwei Jahreskarten für den Tierpark Berlin vier Jahreskarten zu verlosen. Es erreichten uns hunderte E-Mails und Postkarten mit der richtigen Antwort: Das Känguru befindet sich natürlich im Wappen von Australien. Ihre Jahreskarte für den Tierpark Berlin holten sich die GewinnerInnen gestern ab. Herzlichen Glückwunsch!

 

 

Gedenken an Monimbó

Am Freitag nahm ich an einer Gedenkveranstaltung am Monimbó-Platz teil. Mit ihr wurde an die sich nun zum 38. Mal jährende Niederschlagung des Aufstandes der Dorfbewohner von Monimbó gedacht, bei der im Februar 1978 über 340 Menschen starben. Das bekannte Antikriegswandbild am Monimbó-Platz „Nicaraguanisches Dorf – Monimbó 1978“ des nicaraguanischen Künstlers  Manuel García Moia erinnert eindrucksvoll an den bewaffneten Kampf der Bevölkerung gegen Diktator Somoza. Mit dem im Sommer 1985 der Öffentlichkeit übergebenen Kunstwerk wollte Moia aber auch seinen Dank gegenüber den Bürgern der DDR für ihre Solidarität mit der nicaraguanischen Bevölkerung zum Ausdruck bringen. Das 225 Quadratmeter umfassende Giebelgemälde gilt darüber hinaus weltweit als eines der schönsten und größten Wandbilder mit naiver Malerei. Als dieses 2004 im Zuge der Sanierung des Wohnhauses zu Verschwinden drohte, formierte sich mit der Bürgerinitiative Erhalt des Nicaragua-Giebel-Wandgemäldes Widerstand unter den Lichtenbergerinnen und Lichtenbergern. Im Sommer 2004 konnte das Kunstwerk mittels künstlerischer Reproduktion gerettet werden, doch schon sieben Jahre später zeichnete sich ein schleichender Verfall des Gemäldes ab. Ich hoffe dieses, nicht nur für Lichtenberg, wichtige Stück Geschichte kann erhalten bleiben.

 

1. März 2016

Schülerpraktikant Paul Koch

Ich bin 14 Jahre alt und heiße Hans Paul Koch. Ich gehe auf das Andreas-Gymnasium in

Berlin-Friedrichshain und mache ein drei wöchiges Schülerpraktikum bei Frau Dr. Gesine Lötzsch.

Dabei würde ich gerne mehr über die Arbeit im Bundestag und im Wahlkreisbüro lernen.

Wobei mich besonders interessiert, was für Aufgaben man hat, wenn man im Haushaltsausschuss sitzt und vor allen Dingen auch welche Verpflichtungen man den Bürgern gegenüber hat.

Außerdem würde ich gerne lernen, wie man mit den Anfragen und Briefen von Bürgern verfährt.

In meiner Freizeit betätige ich mich sportlich bspw. spiele ich Tennis und fahre viel Fahrrad.

Zudem spiele ich auch Schlagzeug.

Gestern besuchte Gesine den Verein "Deutsch-Vietnamesische Brücke". Sie tauschte sich bei dem Treffen über die Situation der Vietnamesen im Bezirk und die Erfahrungen des Vereins mit den Integrations- und Sprachkursen aus, die hier für Flüchtlinge angeboten werden. Dabei erfuhren wir, dass noch immer Vietnamesen wenn auch in nicht in großer Anzahl wie das früher der Fall war, nach Deutschland kommen. Der Verein bietet aber auch Hilfe für schwierige Situationen an, die sich aus den interkulturellen Unterschieden bei deutsch-vietnamesischen Lebenspartnerschaften ergeben und hilft Schülern gute Lernerfolge zu erzielen. Der Verein kümmert sich jedoch nicht nur um Vietnamesen, sondern auch um Syrer. Auch sie erhalten Deutsch- und Integrationskurse.

24. Februar 2016

Viel Erfolg beim Praktikum

Junge Menschen sammeln gerade Erfahrungen im Bundestag, wie z.B. Mathias Berding und Laura Lerche aus Lichtenberg. Laura macht ein Praktikum in der Bundestagsverwaltung, Mathias ist in Gesines Bundestagsbüro beschäftigt. Viel Erfolg weiterhin!

19. Februar 2016

Fluchtursachen mit Waffen bekämpfen? Niemals!

Foto: KartoxJM (fotolia.com)

In den Sitzungen des Bundestages der vergangenen Woche spielte das Thema Flucht, Fluchtursachen, Umgang mit Geflüchteten wieder die zentrale Rolle. Unsere Position ist klar. Menschen werden immer versuchen, vor Krieg und Armut zu fliehen. Das war in der Geschichte immer so. Ich erinnere daran, dass Friedensnobelpreisträger Kofi Anan in der vergangenen Woche in München sehr klar gemacht hat, wie Armut und Perspektivlosigkeit die Menschen aus ihren Ländern vertreiben. Also muss es um Lebenschancen für die Menschen gehen und nicht um Profite der Waffenhändler. Die LINKE hat am Mittwoch im Plenum beantragt, keine Genehmigungen für den Waffenexport nach Saudi-Arabien zu erteilen (Drucksache 18/7543). Außer uns stimmten nur die Grünen für unseren Antrag. Am Donnerstag forderten die Grünen, endlich ein Rüstungskontrollgesetz vorzulegen (Drucksache 18/7546). Außer den Grünen stimmten nur wir zu. Am  Freitag brachte die Koalition aus CDU/CSU und SPD ein Paket zur Einführung beschleunigter Asylverfahren ein, dass ohne ausreichende Zeit zur Beratung schon in der nächsten Woche beschlossen werden soll. Die Rede des Innenministers de Maiziere troff vor Zynismus, Unionsmann Strobl aus Baden-Württemberg legte nach. Wer Familiennachzug verbieten will, der betreibt das Geschäft der Schleuser – so unsere Argumentation. Fazit: Voraussetzung für eine Welt ohne Flucht ist eine Welt mit Lebenschancen für alle. Die Konzentration des Reichtums in immer weniger Händen, wird immer wieder dazu führen, dass Menschen vor Krieg und Elend fliehen.

18. Februar 2016

Unsere neuen Praktikanten stellen sich vor

Mathias Berding im Paul-Löbe-Haus des Bundestages

Zum einen interessiert mich der Ablauf/Aufbau verschiedener Sitzungen im Bundestag und natürlich auch im Büro von Gesine. Die ersten Tage war ich überrascht wie sozial (gesprächig trifft es eher), dennoch sachlich es selbst in den großen Ausschüssen ist. Im Büro selber ist man gut beholfen  (solange Die Mitarbeiter nicht am Telefon sitzen, was ziemlich oft vorkommt). Bei Ausschüssen sitze ich noch meistens mit einem großen Fragezeichen und einem leicht rauchenden Kopf da, trotzdem (oder gerade deswegen) ist mein Interesse an Politik dadurch nur noch größer geworden. Nachdem ich am ersten Tag die typische Praktikantenarbeit (in dem Falle: Briefe falten) abschloss wurden mir einige Abläufe im Büro erklärt und ich habe mich auf die kommenden Tage vorbereiten dürfen. Und obwohl es „nur“ Büroarbeit ist  gibt es auch „spaßigere“ Aufgaben wie z.B. Gesetzesentwürfe formulieren. Mal schauen wie es dann nach der Sitzungswoche aussieht dann kriege ich ja mehr von den Abläufen im Büro Thema Problemlösung/Kundenberatung. Matthias Berding

 

Ich heiße Robert Schneider, bin 24 Jahre alt und gebürtiger Berliner. Seit 2011 studiere ich an der Martin-Luther-Universität in Halle (Saale) Politikwissenschaft, wobei ich 2014 meinen Bachelor abgeschlossen habe und mich derzeit im Masterstudiengang befinde. Bereits 2011 absolvierte ich im Büro von Gesine ein studentisches Praktikum und lernte damals in erster Linie das parlamentarische Handeln und den Alltag von Abgeordneten im Bundestag sowie die Arbeit der Mitarbeiter im Bundestags-Büro genauer kennen. Zu meinen Bürotätigkeiten gehörte neben der Postbearbeitung und dem Telefon-„Service“ auch die Recherche zu bestimmten Themenbereichen. Bei meinem zweiten Praktikum wird mir nun die Chance geboten, die Wahlkreisarbeit und damit den direkten Kontakt zwischen Gesine und den Bürgern aus Lichtenberg hautnah mitzuerleben. Daneben werde ich die dortigen Mitarbeiter wieder bei den einzelnen Bürotätigkeiten unterstützen. Robert Schneider

 

11. Februar 2016

Von "A" wie Apotheke bis "Z" wie Zeitung

Am heutigen Donnerstag hat Gesine Lötzsch den Inhaberinnen der Lichtenberg Apotheke persönlich zum Gewinn eines ganz besonderen Preises gratuliert. Die Apotheke direkt im S-Bahnhof Lichtenberg ist vom Deutschen Apothekerverband als modernste Apotheke Deutschlands ausgezeichnet worden. Zusammen mit ihrem Team öffnen die beiden Pharmazeutinnen 365 Tage im Jahr und bereiten auch selbst Salben und Medikamente zu, die sie den individuellen Bedürfnissen der Kunden anpassen können. Durch den Einsatz von Tablet-PCs, Scannerkassen und eines Kommissionierautomaten, der die benötigten Medikamente automatisch aus dem Lager an den Verkaufstresen liefert, können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter viel Zeit sparen, die sie dann für die Beratung der Kunden haben. Seit langem fordert Gesine Lötzsch für Medikamente den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7%, im Gespräch ging es auch um die Konkurrenz mit Online-Apotheken, die medizinische Versorgung von Flüchtlingen und um überhöhte Medikamentenpreise durch zweifelhafte Patente.

 

Im Anschluss ging es zur BVZ Berliner Zeitungsdruck GmbH in der Nähe der Landsberger Allee. An diesem Standort werden seit 20 Jahren die Berliner Zeitung, der Berliner Kurier und auch das Berliner Abendblatt gedruckt. 106 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter drucken hier im Schichtsystem tausende Zeitungen und Anzeigenblätter täglich, jährlich sind das 270 Millionen Zeitungen und 250 Millionen Beilagen. Auch wenn die Konkurrenz der Onlinemedien spürbar ist und durch die Digitalisierung der Drucktechnik in der Vergangenheit viele Jobs verschwunden sind, gibt es weiterhin gute Aussichten für z.B. Mechatroniker, die hier ausgebildet werden. Beim Gespräch mit der Geschäftsführung und beim Rundgang durch die riesigen Hallen waren auch Evrim Sommer und Michael Grunst dabei, die sich als Spitzenkandidaten für Die LINKE zur Wahl für die Bezirksverordnetenversammlung stellen.

5. Februar 2016

4 Tierpark-Jahreskarten verlost

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Lichtenberger,

haben Sie vielen Dank für Ihre Teilnahme an meinem diesjährigen Neujahrsgewinnspiel. Die Resonanz war so groß, dass ich mich entschieden habe, statt der versprochenen zwei Jahreskarten für den Tierpark Berlin vier Jahreskarten zu verlosen. Es erreichten mich hunderte E-Mails und Postkarten mit der richtigen Antwort: Das Känguru befindet sich natürlich im Wappen von Australien. Über jeweils eine Jahreskarte für den Tierpark Berlin können sich freuen: Andrea Boeckermeyer, Marcel Kupfer und Familie, Renate Marks sowie Regina Lemm. Herzlichen Glückwunsch!

 

 

 

 

28. Januar 2016

Keine Waffen in Kinderhände!

Heue ist der Red Hand Day. Nach UN-Angaben gibt es 300.000 Kindersoldaten auf der Erde. Im Bundestag wurde mit roten Händen ein Zeichen gegen die Bewaffnung von Kindern gesetzt. Noch besser wäre es, wenn der Bundestag einen Waffenexportverbot beschließen würde.

27. Januar 2016

Neujahrsempfang

Am Samstag, dem 23. Januar kam Gesine einer Einladung der LINKE Spandau zum Neujahrsempfang im Seniorenclub am Lindenufer nach. Nach einer Ansprache des Parteivorsitzenden Bernd Riexinger, in der er vor allem auf die Notwendigkeit einer starken Linke als Gegengewicht zur immer weiter um sich greifenden rechten Hetze hinwies, wurde in angeregter Atmosphäre weiterdiskutiert. Gesine konnte gemeinsam mit den rund 50 Gästen bei einem von engagierten Mitgliedern eigens hergerichteten Buffet sowie den Klängen von Wladimir Miller mit Band das politische Jahr 2016 angemessen einläuten.

(Red.)

27. Januar 2016

Sehenswerte Ausstellung

Der Präsident des Deutschen Bundestages, Prof. Dr. Norbert Lammert, eröffnete heute die Ausstellung NS-Zwangsarbeit im ländlichen Raum. Sie beleuchtet das Schicksal eines Teils der 13 Millionen Zwangsarbeiter des NS-Systems: der Männer, Frauen und Kinder aus fast ganz Europa, die im Deutschen Reich Zwangsarbeit in ländlichen Regionen leisten mussten. Die Ausstellung kann bis zum 26. Februar 2016 besichtigt werden. Weitere Informationen zum Programm und zur Ausstellung finden Sie im Internet: http://www.bundestag.de/besuche/ausstellungen1/parl_hist/zwangsarbeit-inhalt/401028

 

27. Januar 2016

Vernissage mit Werken von Hannelore Jäger

Die Berliner Malerin Hannelore Jäger stellt bis zum 17.3. ihre Werke im Wahlkreisbüro von Gesine in der Zingster Straße 12 aus. Gezeigt wird ein bunter Querschnitt ihres Schaffens: Blumen- und Landschaftsbilder, realistisch und abstrakt, auf Öl oder mit Acryl - Hier ist sicher für jeden Kunstliebhaber etwas dabei.

Auf der Vernissage haben wir uns verschiedene Techniken der realistischen aber auch abstrakten Werke erklären lassen. Abgerundet wurde der künstlerische Gesamteindruck durch die Querflötistin Miriam Wieczorek.

25. Januar 2016

Ernst Busch und Gäste

Im Januar lädt der Ernst-Busch-Chor traditionell zum Geburtstagskonzert für seinen Namensgeber ein. Wie immer sind auch in diesem Jahr viele Gratulanten gekommen. Jedes Jahr ist ein besonderes, gewiss. Für 2016 heißt das: Ernst Busch machte sich vor 80 Jahren auf, als Mitglied der Internationalen Brigaden die junge Spanische Republik zu verteidigen. Im Frühjahr werde ich mit dem Verein Zivilcourage vereint mit Jugendlichen auch auf den Spuren von Ernst Busch nach Spanien und Frankreich reisen. Eine besonders gute Idee des Ernst-Busch-Chores ist es, sich in jedem Jahr auch musikalische Gäste einzuladen. Am Sonntag wurde Daniel Kahn begeistert gefeiert. Er stammt aus Detroit und lebt seit zehn Jahren in Berlin. Seine Musik ist eine Mischung aus Klezmer, Punk und Folk-Songs. In Berlin arbeitet er am Maxim-Gorki-Theater als Regisseur, Komponist, Liedermacher, Musikkurator, Autor und Schauspieler. - Unbedingt erwähnt werden muss, dass bei den Konzerten auch praktische Solidarität geübt wird. Der Verein KaRen war vor Ort und konnte sich über Spenden für ein Projekt zur Elektrifizierung abgelegener Dörfer in Kuba freuen.

 

 

 

21. Januar 2016

"Wir sind die Liebermanns"

Trotz Glatteis kamen viele Menschen zur Lesung von Regina Scheer in das Karl-Liebknecht-Haus. Regina Scheer veröffentlichte mehrere Bücher zur deutsch-jüdischen Geschichte. Z.B. „Wir sind die Liebermanns“ oder „Im Schatten der Sterne“ über eine jüdische Widerstandsgruppe. 2014 erschien ihr erster Roman Machandel, für den sie den Mara-Cassens-Preis erhielt.  Regina Scheer spannt in ihrem Debütroman den Bogen von den 30er Jahren über den Zweiten Weltkrieg bis zum Fall der Mauer und in die Gegenwart. Gesine sagte zum Beginn der Lesung, dass sie das Buch förmlich aufgesogen habe. Das Buch ist im Knaus-Verlag erschienen und kostet 22,99 Euro. (Red.)

 

 

 

20. Januar 2016

Lyra – mehr als ein Verein

Heute besuchte Gesine den Verein Lyra e.V. Dieser Verein ist eine echte Institution in unserem Bezirk. Und obwohl Lyra einst gegründet wurde, um die Belange der Russlanddeutschen zu unterstützen, ist der Verein heute sehr viel mehr. Zum Beispiel betreibt er unter Leitung von Herrn Gaucks die KULTschule in der Sewanstraße und hat sie zu neuem Leben erweckt. Denn hier finden nicht nur Sprach- und Gymnastikkurse statt, werden Kinder am Klavier unterrichtet, sondern werden Menschen, wie z.B. aktuell Geflüchtete, ganz praktisch integriert. Lyra selbst ist ein Verein, den man auch als Säule multi-kultureller Bildung im Bezirk bezeichnen kann. Hier spricht zum Beispiel das Projekt Kulturbrücke. Wir freuen uns bereits auf ein Jahr, das auch vom musikalischen Programm Lyras geprägt sein wird. So z.B. wird Lyra mit einem musikalischen Beitrag bei den Deutsch-Russischen Festtagen auf der Trabrennbahn Karlshorst vom 10.-12- Juni wie auch bei der fete de la musique am 21.6. auf dem Theaterplatz vertreten sein.   

Gesine überreichte im Namen der Fraktion einen Scheck an das Ostdeutsche Kuratorium von Verbänden. Dieses Mal mit einer Spende über 400 Euro. Und nicht vergessen: Am 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee zum 71. Mal.

Bei Karl und Rosa

Anlässlich des 97.Jahrestages der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl-Liebknecht fand gestern, am 10. Januar, das alljährliche Gedenken statt.  

1. Januar 2016

Silvestertour durch Lichtenberg

Wie jedes Jahr fuhr Gesine Lötzsch am 31.12 durch den Bezirk, um Einrichtungen zu besuchen, die am Silvesterabend offen hatten und in denen viele Menschen arbeiteten. Während also andere feierten, sorgte die BVG selbstverständlich dafür, dass man auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Party kam. Im Betriebsbahnhof der Straßenbahn am Bahnhof Lichtenberg bedankte sich Gesine deshalb bei den Fahrern für ihre Arbeit und verteilte kleine Glücksbringer für einen guten Start ins Jahr 2016. Im „Blauen Laden“ tanzte sie gemeinsam mit ihrer Begleitung Evrim Sommer, Michael Grunst und den Menschen vor Ort. Der Blaue Laden in Lichtenberg ist eine Beratungsstelle für psychisch kranke bzw. psychiatrieerfahrene Menschen. Hier konnten alle gemeinsam mit den Beraterinnen und Beratern feiern und einen lustigen Abend bei lauter Musik erleben. Auch das Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge und das Sana Klinikum waren im vollen Einsatz. Beim Besuch vor 00:00 war es noch ruhig, so dass Gesine vielen Schwestern und Pflegern, sowie einigen Ärzten einen gutes neues Jahr wünschen und sich für die Arbeit im Jahr 2015 bedanken konnte. Bei der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Hohenschönhausen begrüßte ein großes Team von Feuerwehrmännern Gesine. Schon vor dem Jahreswechsel sind sie zu einigen Einsätzen geholten worden, aber Zeit für ein kurzes Gespräch fand sich trotzdem. So konnte über einige Probleme und Wünsche der FF gesprochen werden. Pünktlich zum neuen Jahr trafen wir im Polizeiabschnitt 61 ein, wo mit alkoholfreiem Sekt angestoßen wurde. Hier waren viele Polizistinnen und Polizisten im Dienst und bereiteten sich auf Notrufe und Einsätze vor. Diese wurden aber erst gegen halb eins erwartet und so konnte man auch hier über einige Dinge reden. Im Abschnitt 64 kamen wir gegen halb eins an: das gesamte Team war auf den Straßen im Einsatz. Vier Polizisten auf der Wache begrüßten uns dennoch mit Pfannkuchen und hielten uns über die aktuelle Lage im Bezirk auf dem Laufenden.

Danke für den Einsatz und allen ein gesundes, erfolgreiches und friedliches Jahr 2016. (at)