Beate Klarsfeld trifft Schüler aus Marienfelde

Heute besuchten Schülerinnen und Schüler der Gustav-Heinemann-Oberschule aus Berlin Marienfelde Gesine im Bundestag. Anlass war ein Treffen mit Beate Klarsfeld. Rebecca, eine Schülerin der 10. Klasse, begleitete uns im letzten Jahr nach Frankreich im Rahmen von Zivilcourage vereint. Durch diese Reise lernte sie Beate Klarsfeld kennen und informierte ihre Schulklasse über die Erfahrungen in Paris und Oradour-sur-Glane.

Heute traf die ganze Klasse Beate, um mit ihr ins Gespräch zu kommen und Fragen an sie zustellen. Wie sie so viel Durchhaltevermögen aufbringen konnte, ob sie an das Aufgeben gedachte habe und wie sie mit kritischen Stimmen aus Presse und Politik umgehe, fragten die jungen Menschen. Aber auch, ob sie sich eher als Deutsche oder als Französin fühle und wie die Eltern ihres jüdischen Mannes damit umgehen, dass er eine Deutsche geheiratet hat. Es sind Fragen, die die Biographie von Beate Klarsfeld aufwerfen. Ihre interessanten Antworten begeisterten die jungen Menschen, die sich seit der 5.Klasse an das Thema Nationalsozialismus annähern. In diesem Jahr ging ihre Klassenfahrt nach Krakau mit Besuch der Gedenkstätte Auschwitz. Im Anschluss des Gespräches bekam die Klasse noch eine Führung durch den Bundestag. Einige der Schülerinnen und Schüler werden zum Gedenken an die Bücherverbrennung am 10. Mai auf dem Bebel Platz vorlesen. (Anika T. )

24. Februar 2015

Solidarität

Solidarität mit den Menschen in Griechenland: Am 18. März mobilisiert Blockupy bei der Eröffnung des neuen EZB Hauptquartiers in Frankfurt/ Main gegen die Erpressungspolitik der EZB. Heute gab es vor dem Bundestag schon mal einen Vorgeschmack darauf.

23. Januar 2015

Wir wollen im „Hubertusbad“ schwimmen

Bitte unterstützen Sie das Anliegen des Bürgervereins und den Einwohner-Antrag mit Ihrer Unterschrift. Unterschriftenlisten können bei Bedarf in der LINKE- Geschäftsstelle, Alfred-Kowalke-Straße 14, 10315 Berlin, abgeholt werden.

Das Stadtbad Lichtenberg ist das einzige Schwimmbad in Deutschland, das nach dem 1. Weltkrieg im expressionistischen Stil erbaut wurde. 1928 eröffnet, hatte es im 1. Jahr gleich rd. 460.000 Besucher/innen. Gern wurden die beiden Hallen, die Sauna und die Sonnenterrasse, die Wannenbäder und Duschen sowie die medizinische Bäderabteilung genutzt. Generationen von Lichtenbergerinnen und Lichtenbergern haben hier schwimmen gelernt und Mut beim Sprung vom Turm bewiesen. Freundschaften

sind entstanden, die bis heute Bestand haben. Leider ist das Stadtbad Lichtenberg seit 1991 geschlossen. Das wollen wir ändern! Natürlich braucht es heute keine Wannenbäder mehr. Jedoch ein Bad, in dem geschwommen werden kann, allemal. Das Stadtbad Lichtenberg soll

 

natürlich auch Schwimmvereinen zur Verfügung stehen und insbesondere für eine Zusammenarbeit mit dem benachbarten Oskar-Ziethen-Krankenhaus. Die Wiedereröffnung des Stadtbades Lichtenberg bietet eine einmalige Chance, fehlende Bademöglichkeiten im Osten der Stadt zu kompensieren. Alle Lichtenberger Kinder sollen wieder schwimmen lernen! 

 

Foto: Wikimedia Commons, Link zur Quelle

21. Januar 2015

Suchen – Finden – Erinnern

Am Mittwoch, den 21. Januar 2015, durfte ich Gesine zur Veranstaltung des Jugendforums „denk!mal“ begleiten.

Das Jugendforum „denk!mal“ wurde vom Abgeordnetenhaus Berlin ins Leben gerufen, um zum Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus an selbige zu erinnern. Dabei können Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene allein, im Klassenverband oder in Gruppen Projekte zu dieser Thematik starten und einreichen.
Dieses Jahr wurden ca. 62 Projekte eingereicht, von denen ausgewählte an dem Abend vorgestellt wurden.

Beim ersten Projekt „Im Spiegel“ von der Evangelischen Jugend Charlottenburg-Wilmersdorf handelte es sich um eine Theaterinszenierung. Sie widmete sich dem Schulleben der Juden zu Beginn des Nationalsozialismus und der anfänglichen Ausgrenzung der Juden aus der Gesellschaft („Kauft nicht bei Juden.“). Auch wurden Aspekte der Reichspogromnacht mit eingearbeitet.
Die Hermann-Sander-Schule stellte ihre Zeitzeugendokumentation mit Ruth Recknagel unter dem Titel „Mein Leben stand unter einem guten Stern“ vor, indem Frau Recknagel mit SchülerInnen über ihre Erlebnisse sprach. Sie war an dem Abend auch persönlich anwesend.
„Findet Refik!“, so der Titel der Theaterinszenierung der Refik-Veseli-Schule, thematisierte Zivilcourage in der Gesellschaft. Erwähnung fand dort auch die dramatische Geschichte von Johnny K., des weiteren wurden Tipps mit eingebaut, wie man sich am besten verhalten sollte, wenn man Zivilcourage erweist (z.B. andere Personen auf die Situation aufmerksam machen).
Danach gab es eine Talkrunde mit SchülerInnen des Schiller-Gymnasiums. Sie betrachteten in ihrem Projekt „Die Deportation der griechischen Juden im Kontext der deutschen Besatzung 1941-1944“ die Schicksale der Juden in Griechenland. Neben der Besichtigung vieler Konzentrationslager in Polen, waren sie auch vor Ort in Griechenland und führten Gespräche mit der jüdischen Gemeinde. Sie wollen überdies in ihrer Schule ein Denkmal errichten.
Das Walter-Rathenau-Gymnasium (in Kooperation mit dem Öffentlichen Bürgergarten der Erinnerung e.V.) lasen Auszüge aus dem „Tagebuch des Werner Barasch“ und aus seiner Autobiographie „Entronnen“.
Am Ende präsentierte das Anne-Frank-Gymnasium ihr Projekt „Wer die Geschichte schreibt“. Hierbei handelte es sich um Ausschnitte ihres Musiktheaters,  das sich der Thematik der Kindertransporte von jüdischen Kindern von Deutschland nach England widmete. Dadurch wurden viele jüdische Kinder vor dem Tod gerettet.

Im Anschluss an das Programm habe ich mit Gesine die Ausstellung der anderen Projekte besucht. Es waren sehr viele und vor allem kreative, gelungene Projekte.

Insgesamt fand ich die Veranstaltung sehr interessant und bewegend. Vor allem die Theaterinszenierung der Evangelischen Jugend Charlottenburg-Wilmersdorf und die Zeitzeugengespräche hinterließen bei mir einen nachhaltigen Eindruck und bewegten mich sehr.

Suchen – Finden – Erinnern. Ein gut gewähltes Motto der diesjährigen Veranstaltung. Auf dass die grausamen Verbrechen des Nationalsozialismus niemals in Vergessenheit geraten.

Julia Müller
(Mitglied des Bezirksvorstandes Die LINKE. Lichtenberg)

 

Sprache und Papier

Es ist nicht weiter verwunderlich, dass es eine besondere Herausforderung für eine Kita darstellt, wenn über die Hälfte der 180 Kinder aus zweisprachigen Familien kommt. Doch für die Kita Entdeckerland ist das seit Jahren eine Selbstverständlichkeit. Das nahe Hochhaus war zu DDR-Zeiten vor allem mit Diplomatenfamilien bewohnt. Und auch jetzt kommen ihre Kinder aus mehr als 20 verschiedenen Ländern. Zu diesem Thema bilden sich die Erzieherinnen und Erzieher weiter und ermöglichen auch den Auszubildenden und Praktikanten eine Spezialisierung auf Sprachförderung. Als Vorsitzende des Haushaltsausschusses informierte sich Gesine Lötzsch über das hier genutzte Bundesprogramm „Frühe Chance Sprache“. Und als direkt gewählte Bundestagsabgeordnete brachte sie der Kita eine große Papierspende des Druckhauses Schöneweide vorbei. (KP)

 

Foto: Gesine und die Leiterin der Kita Entdeckerland in der Otto-Marquard-Straße Frau Schönknecht

18. Januar 2015

25 Jahre PDS

„25 Jahre PDS-LINKE.  DIE LINKE Lichtenberg war nach Gregor Gysi die einzige, die daran gedacht habe, dass wir 25 werden“

„Die größte Leistung der PDS sei gewesen, dass es sie gibt, zählt zu den Sätzen Gysis, die nach dem Festempfang am ehesten im Gedächtnis bleiben.

Ohne die vielen Helferinnen und Helfer, die Künstlerinnen und Künstler wäre dieser Tag nicht möglich gewesen. 25 Jahre PDS war wie ein großes Familientreffen mit mehr als 400 Gästen, die Kommunal- Landes- und Bundespolitik gestalten und an der Basis für Solidarität und Gerechtigkeit streiten. 

21. Januar 2015

Demo mit 89

Zu Besuch bei der Basisorganisation Friedrichsfelde: Die Genossinnen und Genossen beschäftigt der  Krieg in der Welt. Doch sie reden nicht nur darüber. Sie verleihen ihren Forderungen nach friedlichen Lösungen Ausdruck indem sie protestieren gehen. Die älteste Genossin Margarete ist 89 Jahre alt.  Mit einem selbst gebastelten Plakat nimmt sie regelmäßig an Friedensdemos teil. Das ist einfach beeindruckend.  

31. Dezember 2014

Arbeiten, wenn andere feiern

Gut, dass wir uns alle auch an den Feiertagen auf Menschen verlassen können, die arbeiten, wenn sie von anderen gbraucht werden. Seit etlichen Jahren besuche ich Menschen, die in der Silvesternacht für uns alle arbeiten, um ihnen meine Wertschätzung entgegen zu bringen. Es ergeben sich immer interessante Gespräche. Häufig erfahre ich Dinge aus dem Lebens- und Arbeitsalltag, die ich bei einem "offiziellen" Besuch wahrscheinlich nicht hören würde. Während ich in den vergangenen Jahren mit unserer damaligen Bürgermeisterin Christina Emmrich unterwegs war, war diesmal Evrim Sommer, MdA, dabei.  Sieben Stationen haben wir geschafft: Los ging es gegen 22 Uhr in den  beiden Notaufnahmen des Sana-Klinikums, bekannt unter Oskar-Ziethen-Krankenhaus. Die neue Notaufnahme zieht auch Menschen an, die keinen Facharzt gefunden haben. Weiter ging es zum "Blauen Laden" von ALBATROS, einer Kontakt- und Beratungsstelle, die für ihre Besucher nicht nur zu Weihnachten, sondern auch in der Silvesternacht da ist - Zeiten, in denen Menschen besondere Aufmerksamkeit brauchen. Dritte Station war der Betriebshof der BVG in der Siegfriedstraße. Die Arbeit bei der BVG - hier bei der Straßenbahn - ist in vielen Fällen schon eine lange Familientraditon - obwohl die Arbeit nicht immer familienfreundlich ist. Weiter ging es zu Notaufnahme des Königin Elisabeth Herzberge. Die gelassenen und gut aussehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort flößen - glaube ich - den Patienten sofort Vertrauen ein. Pünktlich zu Mitternacht waren wir bei der freiwilligen Feuerwehr in Hohenschönhausen, die auch ein "bisschen" Begrüßungslärm für das neue Jahr vorbereitet hatte. Meine Hochachtung allen, die ihre Freizeit zum Schutz anderer zur Verfügung stellen. Zum Abschluss besuchten wir noch die beiden Polizeiwachen. In Hohenschönhausen hat uns vor allem viel Frauenpower aufgefallen. Im Abschnitt 64 wurden wir leider Zeugen eines traurigen Ereignisses: Ein Polizeiauto war in der Frankfurter Allee in Friedrichshain mit Steinenbeworfen worden - das war für die beiden Polizisten kein guter Jahresauftakt. Sie wurden alledings von ihren Kollegen gut unterstützt und betreut. Danke an alle, die in der Silvesternacht gearbeitet haben.