22. Dezember 2015

Schülerbistro

Kurz vor Weihnachten kam Gesine heute mit einer guten Nachricht in die Paul-Schmidt-Schule im Malchower Weg. Die Bundestagsfraktion spendete 350 Euro für das Schülerbistro. Den Scheck überreichte Gesine im Namen der Fraktion heute Vormittag an den Direktor. Bereits 1996 wurde das kleine Pausenhäuschen erbaut, da es an Räumlichkeiten fehlte. Das stark renovierungsbedürftige Bistro wurde auf Vordermann gebracht und erstrahlt nun in neuem Glanz. Eine gute Pausenverpflegung ist nicht zuletzt deshalb wichtig, weil nicht wenige Schüler/innen „ungefrühstückt“ zur Schule kommen und mit vollem Magen lernt es sich besser.

21. Dezember 2015

Besuch in Eisenhüttenstadt

Die Jahresend-Exkursion von Gesine Lötzsch und Team führt uns am 21. Dezember nach Eisenhüttenstadt nahe der Oder und der deutsch-polnischen Grenze. 1950 wurde in der DDR der Beschluss zum Bau von Eisenhüttenstadt und des in Eisenhüttenstadt gelegenen „Eisenhüttenkombinats Ost“ (EKO) gefasst. Heute erklärt uns Herr Harz zwei Stunden kenntnisreich und unterhaltsam die 1951 bis 1961 in der Nähe von Fürstenberg errichtete Planstadt Eisenhüttenstadt. Wir fahren mit dem Bus durch die Innenstadt, steigen zwischendurch aus. Die Bevölkerung Eisenhüttenstadts ist seit 1990 von damals 50.000 Menschen auf fast die Hälfte zurückgegangen. Herr Harz beschreibt, wie Eisenhüttenstadt erfolgreich mit den demografischen Veränderungen umgeht – unter anderem durch den altersgerechten Umbau von Wohngebäuden, der zugleich den Denkmalschutz berücksichtigt.

Nach der Stadtführung essen wir im Restaurant Aktivist in der Karl-Marx-Straße 45 zu Mittag. Von dort aus fahren wir zum jetzt von der ArcelorMittal Eisenhüttenstadt GmbH auf neun Quadratkilometern betriebenen EKO-Stahlwerk. Dort empfangen uns Herr Micklich und Herr Rose – beide haben mehrere Jahrzehnte im EKO-Stahlwerk gearbeitet. Zunächst erhalten wir eine Einführung in Technik und Marktbedingungen der Stahlproduktion. Das in Eisenhüttenstadt verarbeitete Eisenerz kommt fast ausschließlich aus Brasilien, das für die Stahlproduktion ebenfalls benötigte Koks und der Kalk aus Polen. Wichtige Abnehmer für die in Eisenhüttenstadt gefertigten Stahlprodukte sind die Automobil- und die Bauindustrie. Anschließend fahren wir zum Werksteil Warmwalzen. Beim Warmwalzen werden glühend heiße Stahl-Brammen zu Bandstahl gewalzt, der zu Rollen aufgewickelt wird. Die Produktionsprozesse sind im EKO-Stahlwerk weitgehend automatisiert. In der Warmwalz-Werkhalle sehen wir nur wenige Menschen, gesteuert werden die großen Walzen und Förderbänder von einer Leitwarte aus. Wenn die Bandstahlrollen das Förderband verlassen, haben sie immer noch eine Temperatur von etwa 500 Grad Celsius. Ein Roboter beschriftet die Rollen mit Keramikplättchen – Farbe würde sofort verdampfen. (Kai)

17. Dezember 2015

Welcher Staat hat das Känguru im Wappen?

Ganz schön süß so ein kleines Känguru, aber auch sehr zeitaufwendig erzählte sein Pfleger. Als »Ersatz-Mutter« musste er Monti wochenlang alle zwei Stunden füttern. Er konnte mir nicht sagen, wie viele schlaflose Nächte er hatte. Ich bin immer wieder beeindruckt, mit welcher Leidenschaft und Führsorge sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Tierparks für ihre Tiere einsetzen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie 2016 jede Nacht durchschlafen können!

Gewinnspiel:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

Sie können in diesem Jahr wieder eine von zwei Jahreskarten für den Berliner Tierpark gewinnen. Sie müssen nur folgende Frage richtig beantworten und mir unter dem Kennwort »Känguru« per Post oder per Mail die Antwort zuschicken. 

E-Mail: gesine.loetzsch@bundestag.de Postadresse: Dr. Gesine Lötzsch, MdB

Deutscher Bundestag

Platz der Republik1

11011 Berlin

Preisfrage:

 

Welcher Staat hat das Känguru im Wappen?

a) Australien

b) Neuseeland

c) Papua-Neuguinea

Einsendeschluss: 30. Januar 2016

 

 

 

16. Dezember 2015

„Wir erben – was Geld mit Menschen macht.“

Die Journalistin und Buchautorin Julia Friedrichs las am Montag aus ihrem Buch „Wir erben – was Geld mit Menschen macht.“

Die großen Erbschaften werden in unserem Land still und heimlich auf die nächste Generation übertragen. Dabei geht es jedes Jahr um ca. 250 Milliarden Euro. Die Erben zahlen aber jedes Jahr nur 5 Mrd. Euro an Steuern. Julia Friedrichs verwies darauf, dass die Vermögensverteilung in der Bundesrepublik besonders ungerecht ist. Wir steuern auf einen feudalen Kapitalismus zu. Eine Erbschaftssteuerreform wäre dringend nötig, doch CDU/CSU, SPD und Grüne wollen nicht wirklich etwas an der Erbschaftssteuer ändern.

15. Dezember 2015

Personelle Verstärkung

Wir, Janine und Linda, freuen uns auf die kommende Zeit als studentische Mitarbeiterinnen im Bundestagsbüro. Ab dem kommenden Jahr führen wir Besucherinnen und Besucher durch den Bundestag. Ob Schüler*innen, Ehrenamtliche, Senior*innen oder andere Interessierte – wir werden einen Eindruck von der Arbeit in der Bundespolitik vermitteln und weiteres aus Geschichte, Architektur, Kunst und Technik zum Bundestag erzählen.

Ich, Linda, beende gerade meinen Bachelor in Physik und werde im kommenden Jahr mein Studium der Soziologie in einem Master fortsetzen. Ich bin 25, Berlinerin und wohne in Treptow.

Und ich, Janine, bin 26 Jahre alt und wohne in Pankow. Nach dem Bachelor im Ruhrgebiet an der Universität Duisburg-Essen, studiere ich seit Oktober 2014 an der FU Berlin den Master Politikwissenschaft.

14. Dezember 2015

Gelebte Solidarität

Spendenübergabe an die Jenny de la Torre Stiftung in der Pflugstraße 12
Ehrenamtliche Helfer/innen verteilten Geschenke an die Flüchtlingskinder. Hier im Bild: Rosi Heyer und die Abgeordnete Evrim Sommer

Seit vielen Jahren schon treffen wir uns regelmäßig zur Weihnachtszeit in Berlin Mitte in der Pflugstraße 12 bei Jenny de La Torre. Die peruanische Ärztin versorgt in der Praxis obdachlose Menschen in Not, die über keine Krankenversicherung verfügen oder die aus Scham den Weg in reguläre Arztpraxen scheuen. Zur Seite stehen ihr dabei Krankenpfleger. Auch zahnmedizinisch werden die Patienten hier betreut. Die Stiftung finanziert sich ausschließlich über Spenden. Für ihr bewundernswertes Engagement wurde Jenny de la Torre im Jahr 2002 mit der Goldenen Henne, dem Medienpreis der Super Illu, in der Kategorie Charity ausgezeichnet. In der Vorweihnachtszeit wird für alle Patienten eine kleine Weihnachtsfeier ausgerichtet. Unsere Bundestagsabgeordneten, deren Mitarbeiter und die Fraktionsmitarbeiter unterstützen diese Feier mit Sachspenden. Auch in diesem Jahr konnten trotz einer weiteren Spendensammlung für Flüchtlingskinder wieder zahlreiche Geschenke wie Kleidung, Süßigkeiten und jede Menge Lebensmittelkonserven überreicht werden.

Bereits am Freitag vergangener Woche freuten sich gut 80  Kinder aus geflüchteten Familien über die liebevoll verpackten Geschenke, die ihnen auf einer für sie ausgerichteten Feier im Berliner Barnim-Gymnasium überreicht wurden. Allen Helfer/innen und Spendern sei an dieser Stelle nochmal gedankt. Ohne sie wäre all das nicht möglich gewesen.

linksfraktion.de, 14. Dezenber 2015

Kochen mit dem Botschafter Ecuadors

Manchmal geht Politik eben auch über den Magen. Gemeinsam mit dem ecuadorianischen Botschafter, Jorge Jurado, kochte Dr. Gesine Lötzsch und Team ein ecuadorianisches Gericht und sprach über ecuadorianische Politik. Von den Geheimnissen der ecuadorianischen Küche zum Menschrecht auf Wasser und den Ergebnissen der Wahlen in Venezuela spannte sich der Bogen vom Kulinarischen zum Politischen. Im Anschluss konnte der "Fisch in Kokossauße" probiert und das Gespräch bei gutem Essen vertieft werden.

7. Dezember 2015

Lebkuchen in aller Früh

Gesine verteilte heute in aller Frühe 1000 Nikolausgrüße an die Lichtenbergerinnen und Lichtenberger. Was war in der Tüte? Pfefferkuchen, Gesines Neujahrskarte und die info links. (Red.)

In der Weihnachtsbäckerei gibt's so manche Leckerei. Wie auch heute Früh in der Bäckerei Rauch. Gesine lud wie in den Jahren zuvor Kita-Kinder zum Backen ein. Eine fertig gebackene Stolle nahm sie im Anschluss daran zu ihrem nächsten Termin in der Lückstraße 51 mit. Hier befindet sich ein Wohnheim für obdachlose Menschen. In diesem Heim finden Haftentlassene eine erste Bleibe, damit der Wiedereinstieg in den Alltag erleichtert wird. Doch nach dieser Zeit gestaltet sich die Wohnungssuche oft schwierig. Einerseits wegen der Wohnungsnot, andererseits stellt die Schufa auf dem Weg zurück ins Leben ein großes Hindernis da. Viele der Entlassenen, aber auch andere Wohnungssuchende  werden von Vermietern finden wegen ihrer Schufa-Einträge abgelehnt. Im Bezirk hat unsere Fraktion gefordert, dass der Bezirk sich gegenüber dem Land für eine Nutzung der berlinovo-Wohnungsbestände durch obdachlose Menschen wie auch Flüchtlinge einsetzen möge.

Am Donnerstag demonstrierten 3.000 Menschen am Brandenburger Tor gegen den geplanten deutschen Kriegseinsatz in Syrien. In 24 Städten unseres Landes gab es vergleichbare Demonstrationen. Die Botschaft war klar: Krieg ist Terror! Und mit Terror kann man nicht Terror bekämpfen. Der Britische Premier Cameron nannte in der Parlamentsdebatte Kritiker des Einsatzes in Syrien "Terrorsympathisanten". Das ist ein Angriff auf die Demokratie! Denn vom Terrorsympathisanten bis zum Terroristen ist nur noch ein kleiner Schritt. Die Herrschenden wollen die Kriegskritiker kriminalisieren.

 

Der IS beherrscht schon das Denken der herrschenden Politiker Europas. Es geht um Rache, koste es was es wolle. Gleichzeitig werden die demokratischen Rechte weiter eingeschränkt. Im Bundestag wurde der Krieg im Schnelldurchlauf beschlossen. Wieder stürzt sich eine Bundesregierung Hals über Kopf in einen Krieg. Der Afghanistankrieg ist noch gar nicht beendet, doch allen ist klar: Der Krieg gegen den Terror ist gescheitert. Man könnte meinen, die Bundesregierung habe nichts aus ihren Fehlern gelernt. Oder diese Bundesregierung sieht die Welt ganz anders als die meisten Menschen in unserem Land. Die Mehrheit will eine friedliche Außenpolitik, will keine Waffenexporte in Krisengebiete und eine schnelle Beendigung der Kriege. Die Mehrheit will auch keinen weiteren Abbau demokratischer Rechte in unserem Land. Wer, wie Cameron, Kritiker der Kriegspolitik kriminalisiert, der zielt nicht auf den IS, sondern auf seine eigenen Bürgerinnen und Bürger.

Bei der Demonstration vor dem Brandenburger Tor haben viele Menschen gegen den Krieg und für Demokratie demonstriert. Es bedarf noch vieler Demonstrationen und viel mehr Menschen, um alte und neue Kriege zu beenden.

 

 

19. November 2015

Kinder haben Rechte

Kinder haben Rechte! UNICEF hatte den Abgeordneten vorgeschlagen, anlässlich des Weltkinderrechtstages mit Schülern zu diskutieren. Ich war in einer 8. Klasse der Puschkinschule in meinem Wahlkreis . Danke für die vielen offenen Fragen. In Berlin fanden weitere Gespräche mit Abgeordneten statt. Weitere Informationen gibt es hier

 

19. November 2015

Die Lobby-Republik

Auf einen Bundestagsabgeordneten kommen 20 Lobbyisten. So steht es in dem Buch von Hans-Martin Tillack „Die Lobbyrepublik“, das gestern bei „gedrucktes“ diskutiert wurde. Tillack ist nicht grundsätzlich gegen Lobbyismus. Er verweist aber darauf, dass große Wirtschaftsverbände, insbesondere die Autoindustrie, massiv Einfluss auf Politiker nehmen. Er kommt zu dem Schluss, dass der Einfluss von Lobbyisten in der Berliner Republik drastisch angestiegen ist und damit eine Gefahr für die Demokratie darstellt. Tillack schlug vor, ein Lobbyregister einzuführen, in dem sich alle Lobbyisten registrieren lassen müssen. Diesen Vorschlag hat die LINKE schon in der vergangenen Legislaturperiode in den Bundestag eingebracht. Er wurde von den Regierungsfraktionen abgelehnt. Gesine fragte nach der nachgelagerten Bestechung. Dabei geht es um Politiker, die ihre Zeit im Bundestag offensichtlich als Pflichtübung ansehen, um danach in der Wirtschaft die Kür abzulegen. Tillack verwies u.a. auf Herrn Pofalla, der vom Kanzleramt zur Deutschen Bahn wechselte. Gerade hochrangige Mitarbeiter im Kanzleramt sein in der Wirtschaft als Lobbyisten sehr gefragt. Aus dem gut gefüllten Saal gab es viele Fragen. Es war ein aufschlussreicher Abend. Jetzt muss sich nur noch bei den Regierungsparteien der Gedanke durchsetzen, dass wir dem Lobbyismus klare Grenzen setzen müssen. (Red.)

 

12. November 2015

Ilse Stöbe: Wieder im Amt

Heute Vormittag fand an der Frankfurter Allee 233 in Berlin-Lichtenberg die feierliche Übergabe der Gedenktafel zum Gedenken an die Familie Stöbe statt. Ilse Frieda Gertrud Stöbe war als Mitarbeiterin des Auswärtigen Amtes am Widerstand gegen das Nazi-Regime beteiligt. Ihr Bruder, Kurt Müller, arbeitete illegal als KPD-Mitglied. Die Mutter, Frieda Stöbe, half Menschen jüdischer Herkunft, sich dem Zugriff des NS–Regimes zu entziehen. Seit 1932 lebte die Familie in der Frankfurter Allee. Mit ihrer Verhaftung, Verschleppung und Ermordung wurde die Familie Stöbe ausgelöscht.

Buchtipp zum Weiterlesen: 

Ilse Stöbe: Wieder im Amt. http://www.vsa-verlag.de/…/artik…/ilse-stoebe-wieder-im-amt/

9. November 2015

Reicher Mann und armer Mann

Die Klasse 10d des Kreuzberger Leibniz-Gymnasiums arbeitet gerade an einem Wettbewerbsbeitrag für Schülerzeitungen zum Thema "Armut und Obdachlosigkeit". Die Schülerinnen und Schüler luden mich ein, um mit Ihnen darüber zu sprechen. Armut definiert sich immer auch im Verhältnis zu Reichtum. Deswegen zitierte ich zum Einstieg Bertolt Brecht: „Reicher Mann und armer Mann standen da und sahn sich an.Und der Arme sagte bleich: »Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich«.“ (Seb. Sch.)

2. November 2015

„Restlaufzeit“ mit Hajo Schuhmacher in der Alten Schmiede

Mein Mutter sagte gern: Wenn man mal eine reizende alte Dame werden will, muss man sich schon als junges Mädchen darauf vorbereiten. In „Restlaufzeit“ geht der Journalist und Autor Hajo Schumacher der Sache direkter auf den Grund. Er fragt, wie ein gutes, lustiges und bezahlbares Leben im Alter gelingen kann. Es ist ein sehr praktisches Buch. Er hat Wohngemeinschaften, Pflegeheime, Beginenhöfe besucht. Am Ende jedes Modells steht eine Einschätzung, für wen diese Wohnform geeignet ist – und wie hoch die Kosten sind. Die Kostenfrage nicht schamhaft zu verschweigen, finde ich besonders verdienstvoll. Das betrifft die privaten Kosten ebenso wie die gesellschaftlichen. Das ermutigte auch das Publikum, seine Bedürfnisse wirklich zu äußern. Eine Frau fragte, warum die landeseigenen Wohnungsunternehmen nicht so bauen, dass Gemeinschaftsräume und Gemeinschaftsküchen möglich sind. Eine berechtigte Forderung!

Hajo Schuhmacher ist Jahrgang 1964, also Vertreter der stärksten Altersgruppe in Deutschland. Seine Erkenntnis und Empfehlung: Jetzt darüber nachdenken, wie man im Alter leben will. Das Richtige herauszufinden, dauert eine ganze Weile. Darum war es besonders gut, dass wir ein Geburtstagskind unter den Gästen hatten. Es wurde 50, also genau die Zielgruppe.

Zum Anfang der Lesung stellte die Vorsitzende der Volkssolidarität Lichtenberg, Dr. Irmgard Steiner, die ehrenamtliche Hospizarbeit vor und hatte auch eine Spendenbüchse dabei. Das war übrigens eine Anregung von Hajo Schumacher. Bei dieser Spendensammlung kamen 157,30 Euro zusammen, die an den Ambulanten Hospizdienst gehen.

2. November 2015

„Schade, dass du Jude bist – Kaleidoskop eines Lebens“

Der Rosa-Luxemburg-Saal war übervoll. Es mussten am vergangenen Freitag noch zusätzlich Stühle in den Saal gebracht werden. Walter Kaufmann (91) berichtete, wie er als Fünfzehnjähriger aus Nazi-Deutschland nach Großbritannien floh. Von dort wurde er nach Australien deportiert und interniert. In Anbetracht der vielen Flüchtlinge, die jetzt nach Deutschland kommen, ist seine Erinnerung besonders bewegend. Er erzählte, wie er schon mehrere Male beim Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) war, um mit Flüchtlingen zu sprechen. Er sagte, dass er sehr glücklich und froh sei, dass unser Land Flüchtlinge aufnehme.

Seine Kurzgeschichten handeln von seinem Leben in Australien, der DDR, der Bundesrepublik und seiner Zeit als Seemann. Auf DDR-Frachtern machte er sich auf den Weg nach Kuba, Uruguay und Brasilien. Als Reporter reiste er in die USA, nach Irland und Israel. Für seine Reportagen wurden er mit dem Fontane-Preis der Stadt Potsdam und dem Heinrich-Mann-Preis der Berliner Akademie der Künste ausgezeichnet. Seine Geschichten sind kurz und ergreifend. Sie beschreiben fast das ganze vergangene Jahrhundert. (Red.)

 

19. Oktober 2015

Kein Essen für den Eimer

So lautete das Motto der heutigen Aktion von Misereor und foodsharing vor dem Reichstag. Die beiden Organisationen wollen am Welternährungstag auf den Irrsinn der Lebensmittelvernichtung hinweisen. Supermärkte, die bislang noch genießbare Lebensmittel einfach weggeworfen haben, sollen gesetzlich daran gehindert werden. 30.000 Unterschriften haben sie dafür gesammelt. In Frankreich gibt es bereits ein gesetzliches Wegwerfverbot. Wir unterstützen die Aktion von Misereor und wollen sie in Lichtenberg wiederholen. Bereits vor Monaten haben wir auf Bezirksebene Kooperationen zwischen Schulen und Lebensmittel-Ketten initiiert, damit Obst auf den Tellern der Schüler und nicht im Müll landet.

 

7. Oktober 2015

Sehnsucht nach UTOPIA

Noch bis zum 1. November 2015 ist in der kommunalen Galerie Pankow, Breite Straße 8, eine berührende Ausstellung zu erleben. Unübersehbar gegenüber der alten Pankower Dorfkirche werben rote Lettern auf schwarzem Grund: Thomas J. Richter – UTOPIA. Die zumeist großformatigen Gemälde erzählen von der Sehnsucht nach einer Welt voller Harmonie und Liebe, ohne Ausbeutung. Sinnbild für eine Welt ohne Ausbeutung sind für ihn auch kleine rote Fahnen, die auf fast keinem seiner Bilder fehlen. Thomas Richter bekennt sich dazu, aus einer kommunistischen Familie zu kommen und versteht sich selbst auch als Kommunist. Das ist mutig in der heutigen Zeit. Es macht seine Bilder aber nicht zu Propaganda. Dafür gibt es Gebrauchsgraphik, die allerdings nicht Bestandteil der Ausstellung ist. Er selbst schreibt in einer autobiographischen Skizze von „diversen und ungeduldigen antikapitalistischen Tätigkeiten“.

Obwohl Thomas Richter vor und nach der Zeitenwende 1989 zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland hatte, litt er immer unter der Bedrängnis, sich verkaufen zu müssen. Selbst sein Atelier in der Friedrichshagener Bölschestraße war immer wieder gefährdet.  Der Druck setzte auch seiner Gesundheit zu. 2015 erlitt er einen Schlaganfall. Malen kann er jetzt nicht.

Der engagierten Pankower Galerie mit ihrem Freundeskreis ist zu danken, dass sie Thomas Richter zu seinem 60. Geburtstag gewürdigt hat – mit der Ausstellung und mit einem hochwertigen Katalog. Die Sehnsucht nach UTOPIA bleibt.

 

 

 

6. Oktober 2015

Besuch im Bundestag

Gestern waren Lehrer/innen und Angestellte der Lichtenberger Alexander-Puschkin-Schule zum Besuch im Bundestag und anschließend zum Informationsgespräch im Bildungsministerium. Wenn auch Sie mit ihrem Kollegium, Vereinsfreunden oder Seminargruppen in den Bundestag kommen möchten, organisieren wir gerne ab einer Teilnehmerzahl von 20 Personen Besuche für Sie.

28. September 2015

Sommerempfang DIE LINKE Lichtenberg

Der "Sommerempfang" fand in diesem Jahr etwas verspätet statt. Die Herbstsonne jedoch tat ihr bestes, um sommerliche Wärme zu erzeugen. Wem das zum Aufheizen nicht genügte, den brachten zwei Programmpunkte in Wallung. Gekommen war der Schauspieler Jens-Uwe-Bogadtke, der leidenschaftlich aus Heines Gedichten rezitierte und der russische Chor des Vereins Lyra sang stimmungsvoll. Ein herzliches Dankeschön geht an Lyra. Der Verein hatte zum Gelingen des Festes maßgeblich beigetragen.

23. September 2015

Krankenhausreform - so nicht!

10.000 Beschäftigte aus Krankenhäusern aus ganz Deutschland zogen am 23.9.2015  vor das Brandenburger Tor. Sie protestieren gegen Pläne der CDU/CSU-SPD- Bundesregierung, Krankenhäuser zu schließen.

22. September 2015

„Gottlose Type – meine unfrisierten Erinnerungen"

Petra Pau las gestern aus ihrem Buch „Gottlose Type – meine unfrisierten Erinnerungen“. Es sind lustige und ernste Geschichten aus ihrer bisherigen Zeit im Bundestag. Es gab viel Gelächter und Kopfschütteln im Publikum. Es ging natürlich um die Zeit als Gesine und Petra allein für die PDS im Bundestag ohne Tisch und Telefon in der letzten Ecke des Bundestages saßen. Es ging aber auch um den NSU-Untersuchungsausschuss und die Verantwortung und die Mitschuld des Verfassungsschutzes.

 

14. September 2015

Beate Klarsfeld auf dem Fest der Linken

Während des CDU-Parteitags in Berlin am 7. November 1968 bestieg Beate das Podium und ohrfeigte Kiesinger und rief: „Nazi, Nazi, Nazi!“ Sie wurde verhaftet und verurteilt. Die Gefängnisstrafe wurde 1969 zu vier Monaten auf Bewährung umgewandelt. Beate hat zusammen mit ihrem Mann Serge Klarsfeld mit detaillierten Dokumentationen auf zahlreiche unbehelligt lebende nationalsozialistische Täter hingewiesen: Kurt Lischka, Alois Brunner, Klaus Barbie, Ernst Ehlers, Kurt Asche u. a.

1991 kämpfte sie um die Auslieferung des in Syrien lebenden Eichmann-Stellvertreters Alois Brunner, dem die Ermordung von 130.000 Juden in deutschen Konzentrationslagern angelastet wird. Im Jahr 2001 wurde Brunner durch die Bemühungen der Klarsfelds von einem französischen Gericht in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt.

Im Jahr 2009 wurde Beate von unserer Fraktion für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen. Das von Bundesaußenminister Guido Westerwelle geleitete Auswärtige Amt, das für die Verleihung an im Ausland lebende deutsche Staatsangehörige zuständig ist, lehnte dies ab. In der Amtszeit von Joschka Fischer als Außenminister (1998 bis 2005) war die Verleihung schon einmal abgelehnt worden. Jetzt wurde Beate und ihrem Mann das Bundesverdienstkreuz verliehen.

 

 

5. September 2015

Quer durch den Bezirk

Das Wochenende startete mit Einschulungsfeiern in der Randowschule. Die Direktorin stellt mit ihren Kolleginnen und den Schülern jedes Jahr ein tolles Programm auf die Beine. Mit zum Programm gehört, dass Gesine eine Rede hält.

 

Weiter ging es mit dem Besuch in der Flüchtlings-Notunterkunft Karlshorst. Die vielen ehrenamtlichen Helfer, das THW und das DRK haben hier in kürzester Zeit einen Bürotrakt bewohnbar gemacht. Obwohl der Senat mit den Flüchtlingsaufkommen völlig überfordert ist, scheint hier fürs erste Normalität im Ausnahmezustand eingekehrt zu sein. Gesine spendete an das Heim Notwendiges wie Babywindeln, Nagelknipser und Besen.

Im Anschluss daran feierte die Volkssolidarität ihr 70-jähriges Bestehen. Die Volkssolidarität ist aus der Flüchtlingshilfe heraus entstanden und so gab es auch einen Anknüpfungspunkt zum aktuellen Geschehen. Hier traf Gesine den Präsidenten der Volkssolidarität, Wolfram Friedersdorff, den ehemaligen Bürgermeister von Lichtenberg. Der Tag endete mit dem Tag der offenen Tür im Abgeordnetenhaus.

Der Sonntag begann sportlich mit dem Friedrichsfelder Gartenlauf, wo das Team Gesine ganz ordentlich mithielt. Beim Tag der Ein- und Ausblicke stand Gesine Bürgerinnen und Bürgern als Vorsitzende des Haushaltsausschusses Rede und Antwort.  (nw)

10. September 2015

Linker Lauf

Auch in diesem Jahr ging das Team Gesine Lötzsch beim nunmehr 23. Friedrichsfelder Gartenlauf an den Start. Sowohl über 6 km als auch 10 Km waren wir mit Teilnehmer_innen vertreten. Vielen Dank an alle linken Sportsfreunde, die am Lauf teilgenommen haben oder unsere Läufer angefeuert haben. (al)

 

 

 

 

7. September 2015

Eine gesunde Mischung

Eine gesunde Mischung aus Äpfeln und der infolinks haben wir am Freitagnachmittag verteilt. Mit der Verteilaktion an mehreren Standorten wie dem Ring-Center, dem Allee-Center, dem Linden-Center sowie am U-Bahnhof Tierpark starten wir traditionell in den Frühherbst.  

30. August 2015

Reitturnier

Das jährliche Kleeblatt-Reitturnier in Malchow ist ein Besuchermagnet. Gesine hatte die Ehre das Finale einzuläuten. Hier einige Impressionen aus Malchow. 

30. August 2015

Drachenbootrennen

Die Sorge, dass die 18 Frauen-und Mann-starke Besatzung nicht zusammenkommen würde, war völlig unberechtigt. Am Ende standen sogar zwei Teilnehmer mehr bereit, um das diesjährige Drachenbootrennen in der Rummelsburger Bucht zu meistern. Das gelang auch ganz gut. Nach einer kurzen Aufwärmphase  zogen wir auf und davon. Auch wenn es ganz am Ende nicht zum Sieg reichte: Das Team war großartig. Wir bedanken uns besonders bei Tinko Hempel, der die Mannschaft zusammengestellt und durch das Rennen geleitet hat. 

26. August 2015

Sommer in Wandlitz

Für die Sommerferien von Jaromir und Cornelis spendete Gesine 320 Euro. Bereits im letzten Jahr half Gesine dabei, Kindern von gehörlosen Eltern erholsame Ferien zu ermöglichen. Diesmal ging es nach Wandlitz, von die beiden Brüder das sommerliche Wetter in vollen Zügen genießen konnten. Als Dankeschön erhielten wir einen kleinen Brief.

25. August 2015

Besuch von Denkmälern

Das Denkmal (links) erinnert an die Opfer des KZ Alte Messe. In Belgrad befand sich das größte KZ in Serbien. Dort wurden von den Nazis Juden, Roma und Partisanen ermordet. Das Denkmal rechts erinnert an die ermordeten Frauen, Kinder und Männer des Konzentrationslagers Staro Sajmište.

24. August 2015

Zivilcourage vereint - Unterwegs nach Serbien und Kroatien

Fast ein Jahr dauert die Vorbereitung dieser mittlerweile traditionellen Jugendreise auf den Spuren des antifaschistischen Widerstandes. Der Wettbewerb wird ausgeschrieben, junge Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet bewerben sich, ihre Beiträge werden von einer Jury bewertet. Nach historischen Gesichtspunkten werden Orte ausgewählt und es wird nach Gesprächspartnern und Zeitzeugen recherchiert, die sich mit den Jugendlichen auf die Spuren des antifaschistischen Widerstandes begeben. In diesem Jahr führt die Reise nach Serbien und Kroatien. Ein Videotagebuch folgt.  

 

 

18. August 2015

Schülerpraktikantin Samantha Jo Klug

Ich bin 17 Jahre alt und Schülerin des Primo-Levi-Gymnasiums in Weißensee. Ich darf Frau Gesine Lötzsch und ihr Team zwei Wochen lang, im Rahmen eines freiwilligen Praktikums, begleiten. Dabei interessiert es mich vor allem, welche Aufgaben man als direkt gewählte Bundestagsabgeordnete  zu bewältigen hat und wie sich die Arbeit im Team um Frau Lötzsch gestaltet. Ich hoffe so wertvolle Erfahrungen für meine spätere berufliche Zukunft sammeln zu können. Unter anderem belege ich den Leistungskurs Politikwissenschaften, der nicht zuletzt mein Interesse an dem politischen Geschehen bestärkt. In meiner Freizeit betätige ich mich gerne kreativ bspw. durch das Schreiben von Gedichten, außerdem bin ich eine begeisterte Theatergängerin.

 

 

13. August 2015

Eine Errungenschaft, die es zu bewahren gilt

Gespräch mit Vorsitzenden der Kleingartenanlagen/ Sommerfest in der KGA Bielefeld

Bereits Anfang der Neunziger Jahre hatte sich die Bezirksverordnetenversammlung zum Erhalt aller Kleingarten in Lichtenberg bekannt. Dieser Beschluss wurde noch vor der Sommerpause aus aktuellen Anlass erneuert. Denn die Kleingärtner von „Frühauf II“ nahe der Sewanstraße staunten nicht schlecht, als sie in der Zeitung lasen, dass ihre Anlage von der Eigentümerin, der DB-AG, zum Verkauf angeboten werden soll. Das veranlasste uns, in einem Antrag erneut den Erhalt aller Kleingärten zu fordern. Das Bezirksamt soll, so heißt es in dem Antrag, die dazu erforderlichen Maßnahmen treffen. (DS 1635/ VII) Dazu gehört es auch, einen B-Plan aufzustellen, den es für die Kleingartenanlage Frühauf II nun gibt. Vorerst ist also Ruhe eingekehrt, doch die Kleingärtner treibt nicht nur der Bestandsschutz um. Hohe Wasser- oder Pachtpreise machen es Menschen mit kleinem Einkommen zunehmend schwerer, Gärten zu unterhalten – erfuhren wir in einer Gesprächsrunde mit den Vorsitzenden der Lichtenberger Kleingärten.  Das sollte sich ändern. Denn Kleingärten dienen auch denen, die sie nicht besitzen. Ihre Bedeutung als grüne Oasen in aufgeheizten Städten (sogenannte Kaltluftschneisen) ist unbestritten. Für Pächterinnen und Pächter sind sie Betätigungsfläche und Erholungsorte zugleich. Kurzum, sie sind eine Errungenschaft unseres Gemeinwesens, die es zu bewahren gilt.  (norman)

6. August 2015

Nie wieder Krieg, nie wieder Atomwaffen!

Am 06. August 1945 starben mehr als 80.000 Menschen. Drei Tage später geschah es erneut, Grund dafür waren zwei US-Atombomben, die über die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki abgeworfen wurden. Das einzige was sie hinterließen, waren Zerstörung und Trauer. Um an die Opfer und Überlebenden zu gedenken, wurde 1989 die Friedensglocke im Volkspark Friedrichshain errichtet und so kommt es, dass die Menschen Jahr für Jahr an der Friedensglocke zusammenfinden. Aus diesem Grund trafen sich gestern, in Erinnerung an den 70. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki, die Menschen im Volkspark Friedrichshain an der Friedensglocke. Hier wurden Papierkraniche gefaltet, Blumen niedergelegt, Räucherstäbchen entzündet, Lieder gesungen, Ballons mit Papierkranichen in den Himmel geschickt und schließlich die Glocke geläutet um auf eine friedvollere Welt zu hoffen. Unter den vielen Gästen war auch Gesine, die traditionell Blumen auf das Ornament  ablegt und im Zeichen des Friedens die Glocke läutet. Antonia Fischer

4. August 2015

Dem Schwur von Buchenwald treu

Foto: LAG Buchenwald

Welch ein Triumph über seine Peiniger: Am Montag feierte Günter Pappenheim 70 Jahre nach der Selbstbefreiung des Konzentrationslagers Buchenwald seinen 90. Geburtstag. Viele Gratulanten waren gekommen: Weggefährten, Freunde, Genossen. Gina Pietsch sang eindrucksvoll Brechts Kinderhymne, die eine anspruchsvolle Nationalhymne für das vereinigte Deutschland hätte werden können. Geburtstagszeit ist immer auch Zeit für Bilanz. Die Bilanz von Günter ist eindrucksvoll. Mit 17 Jahren spielte er für französische Zwangsarbeiter auf seiner Ziehharmonika die Marseillaise, um ihnen eine Freude zu machen und Hoffnung zu schenken. Er wurde verraten und ins KZ Buchenwald gesperrt. Hier musste auch er Zwangsarbeit verrichten -  und sabotierte den Bau von Gewehren. Gerettet wurde er durch die Solidarität von Mithäftlingen, die ihn rechtzeitig vor der Entdeckung auf die Krankenstation schickten. Nach der Selbstbefreiung des Konzentrationslagers Buchenwald baute er sich in seiner Heimat ein neues Leben auf. Der Neubeginn war schmerzlich: 21 Mitglieder seiner Familie waren ermordert worden.  Doch er gründete eine eigene Familie, studierte und bildete sich sein Leben lang fort. Immer gab er die Erinnerung an Buchenwald weiter und setzte sich dafür ein, den Schwur auch in die heutige Zeit zu tragen. Das heißt für ihn auch, sich für ein Verbot der NPD zu engagieren und gegen Rechtsextremismus und Diskriminierung von Minderheiten aufzutreten. Er erinnert daran, dass man 1933 vielfach gehört habe, Hitler mache es nicht lange, er wird sich bald abwirtschaften. Ein tragischer Irrtum, den viele Menschen mit ihrem Leben bezahlten. Heute ist Günter Pappenheim Vorsitzender der Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora. Viele schätzen und bewundern, ja lieben ihn. Er ist Vorbild und Orientierung. Danke, Günter. 

5. August 2015

Besuch aus China

Eine Delegation aus Vertretern des chinesischen Finanzministeriums traf sich gestern mit der Vorsitzenden des Haushaltsausschusses zum Gedankenaustausch. Gesine Lötzsch erklärte die Rolle des Haushaltsausschusses und beantwortete Fragen zur Haushaltsgesetzgebung.
2. August 2015

Judo im Sportforum

Die Judosportlerin Hölterhoff hat für Deutschland den Judo Pokal bei den European Junior Judo Meisterschaften bis 78 kg geholt. Rein Europäisch waren die Teilnehmer allerdings nicht, sondern kamen zum Teil von weit her, z.B. aus Brasilien und Japan. Austragungsort war das Sportforum. Gesine hatte die Ehre, an Frau Hölterhoff den Pokal zu überreichen. Diese kommt übrigens aus Esslingen bei Stuttgart. Wir gratulieren zu diesem großartigen Erfolg. (nw)

31. Juli 2015

Auf antifaschistische Reise

Der antifaschistische Jugendwettbewerb „Zivilcourage vereint 2015“ ist zu Ende und hat 10 junge Gewinner hervorgebracht. Der Preis ist eine Studienreise auf den Spuren des antifaschistischen Widerstandes in Belgrad und Zagreb. Zusammen mit den 10 Jugendlichen werden wir historische Stadtspaziergänge erleben, Gedenkstätten besuchen, Vorträge hören und andere junge Menschen, die sich gegen Rechts engagieren, kennen lernen. Aktuelle Informationen und Berichte nach der Reise können hier nachgelesen werden. 
www.zivilcouragevereint.de 

27. Juli 2015

Wenn die Feuerwehr auf Reisen geht…

Ein zweiwöchiges Feriencamp in Rahnsdorf veranstaltete die Jugendfeuerwehr Hohenschönhausen für ihren Nachwuchs. Im Camp konnten die Kids zwischen 8 und 18 Jahren zugleich Prüfungen ablegen, um sich für das Feuerwehr-Ehrenamt zu qualifizieren.

 

Die Feuerwehr begeistert auch immer mehr Mädchen. Insgesamt befanden sich unter den 20 Camp-Teilnehmern 7 Mädchen. Der Ansporn, zur Feuerwehr zu gehen, kommt dabei meistens aus der Familie. „Wenn schon die Eltern oder Großeltern bei der Feuerwehr waren, wollen oft auch die Kids zu uns“, weiß Torsten Kraft, der das Camp mit betreut hat. Die Bundestagsabgeordnete Gesine Lötzsch (DIE LINKE) unterstützte das Feriencamp mit insgesamt 1120 Euro. Sie folgt damit einer langjährigen Tradition, möglichst vielen Lichtenberger Kindern Ferien zu ermöglichen. Die Feuerwehr ist auch in diesem Jahr auf Nachwuchs-Suche. Wer sich bewerben will, erhält weitere Informationen bei Torsten Kraft unter Tel.: 0173 197 6035.

 

20. Juli 2015

»Nazi, Nazi, Nazi!«

Am Montag erhielten Beate und Serge Klarsfeld das Bundesverdienstkreuz in Paris von der deutschen Botschafterin überreicht. Gesine Lötzsch gratulierte im Namen unserer Fraktion den Klarsfelds. In ihrer Rede in der Residenz der Botschafterin sagte sie: „Beate und Serge Klarsfeld haben einen unschätzbaren Beitrag zur Aussöhnung und zur Verständigung der beiden Völker geleistet.“

Während des CDU-Parteitags in Berlin am 7. November 1968 bestieg Beate Klarsfeld das Podium, ohrfeigte Kiesinger und rief: „Nazi, Nazi, Nazi!“ Sie wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Beate sagte zu dieser Aktion: „Das war natürlich eine symbolische Tat. Ein Symbol für die Haltung der jungen Generation gegenüber der Nazigeneration. Ich bin seitdem unentwegt politisch aktiv gewesen, aber diese Ohrfeige ist tatsächlich das, was in die Geschichte und die Schulbücher eingegangen ist.“

1971 spürten Beate und ihr Mann Serge den ehemaligen SS-Obersturmbannführer Lischka auf, der für die Deportation von 76.000 Juden verantwortlich war und auf dessen Anweisung tausende Menschen in Paris erschossen wurden. Der Mann lebte unbehelligt und wohlsituiert mitten in Köln. Beate und Serge empfanden es empörend, dass Lischka nach wie vor auf freiem Fuß lebte. Nach einem gescheiterten Entführungsversuch kam schließlich Bewegung auch in diesen Fall. Beate sieht vor allem die große Demonstration in Köln, an der viele Kinder deportierter Juden teilnahmen, als letztlich entscheidende Wendung an. Dieser öffentliche Druck führte schließlich dazu, dass Lischka zu zehn Jahren Haft verurteilt wurde.

Die Klarsfelds haben mit detaillierten Dokumentationen auf zahlreiche unbehelligt lebende nationalsozialistische Täter hingewiesen, wie Alois Brunner, Klaus Barbie, Ernst Ehlers und Kurt Asche. Mit ihrer politischen Aktivität machten sich die Klarsfelds natürlich nicht nur Freunde. Im Jahr 1972 bekamen sie mit der Post eine Paketbombe geschickt. Sieben Jahre später explodierte ihr Auto. Zum Glück hatte sie keine Verletzungen erlitten.

Im Jahr 2009 wurde Beate Klarsfeld von unserer Fraktion für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen. Das von Bundesaußenminister Westerwelle (FDP) geleitete Auswärtige Amt, das für die Verleihung an im Ausland lebende deutsche Staatsangehörige zuständig ist, lehnte ab. Auch in der Amtszeit von Fischer (Grüne) als Außenminister war die Verleihung schon einmal abgelehnt worden. 2012 war Beate unsere Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin.

Jetzt haben die Klarsfelds auf Vorschlag der LINKEN das Bundesverdienstkreuz bekommen. Damit wird endlich die Lebensleistung des Ehepaars Klarsfeld auch in Deutschland anerkannt. Es wird Zeit, dass nicht nur die Ohrfeige in Erinnerung bleibt, sondern auch, dass die Klarsfelds die bundesdeutsche Justiz zwingen musste, Nazi-Kriegsverbrechern zu verfolgen.

 

 

 

10. Juli 2015

Sommerfest in der Jugendverkehrsschule

Auf dem diesjährigen Sommerfest der Jugendverkehrsschule hatten Kinder nicht nur Gelegenheit, ihre Fähigkeiten im Straßenverkehr auf der großen Übungsfläche mit Straßenkreuzungen, Ampelanlagen und Verkehrszeichen unter Beweis zu stellen. Auch Feuerwehr und Polizei waren mit Einsatzwagen vor Ort und stellten ihre Arbeit vor. 

Auch Gesine war dabei und informierte sich im Gespräch mit Mitarbeitern und Ehrenamtlichen über die Arbeit der Jugendverkehrsschule.  (Antonio)

10. Juli 2015

Zum 30.000sten Mal für den Frieden - Last Post

Am Donnerstagabend fragte mich ein junger Mann an der Neuen Wache: Wissen Sie was hier stattfindet? Ich wußte. Zum 30.000sten Mal erklang der Last Post. Seit 1928 wird jeden Abend in Ypern in Westflandernam Menentor von vier Trompetern der Freiwilligen Feuerwehr das Tropetensignal Last Post geblasen. Damit soll an die Toten erinnert werden und zum Frieden gemahnt werden. In Flandern, auch häufig Flanders Fields genannt, kam zum ersten Mal in der Geschichte von Kriegen Giftgas zum Einsatz. Tausende verreckten qualvoll. In Belgien finden sich Gedenkstätten für Opfer aus über 50 Ländern. Allein am Menentor in Ypern sind 54.896 Namen von gefallenen alliierten Soldaten eingraviert. Während der deutschen Besatzung von 1940 bis 1944 musste diese Tradition unterbrochen werden. Allerdings wurde während der Besatzungszeit die Tradition auf einem Friedhof fortgesetzt.  Am 9. Juli erklang der Last Post zum 30.000sten Mal. Darum hat die Flämische Gemeinschaft in mehreren Ländern zum Gedenken eingeladen. Gespielt wurde der Last Post von vier Trompetern der Berliner Feuerwehr. Was das denn eigentlich für ein Gebäude sei und was sich darin befinde, wollte der junge Mann noch wissen. Ich erklärte ihm, dass in der Neuen Wache eine Skulptur der Bildhauerin Käthe Kollwitz sei. Käthe Kollwitz hat im Ersten Weltkrieg ihren Sohn Peter verloren und wurde danach zur engagierten Pazifistin. Für den Soldatenfriedhof in Flandern schuf sie die Statuen der trauerden Mutter und des trauernden Vater.

Bei der anschließenden Zusammenkunft in der belgischen Botschaft beeindruckte mich der Berliner Straßenchor mit dem engagiert vorgetragenen "De Vlaamse Leeuw". (Gesine)

weitere Informationen gibt es hier.

9. Juli 2015

Hilfe in schweren Zeiten

Wer hilft Eltern, deren Kind nicht mehr viel Lebenszeit bleibt? Diese Frage beantworteten uns heute Mitarbeiter des Kinderhospizes der Björn-Schulz-Stiftung. Hier sind Pflegekräfte, eine Ärztin, Psychologen und viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz, damit Kinder die ihnen verbleibende Zeit so schön und angenehm wie möglich verbringen können und Eltern betreut werden. Letzteres geschieht u.a. mit einer Eltern-Kunsttherapie, für die der Fraktionsverein unserer Bundestagsfraktion 300 Euro gespendet hat. Auch nach dem Tod des Kindes finden Eltern hier Unterstützung.Doch eine seelische Nachsorge für die Eltern wird höchstens drei Monate nach dem Tod des Kindes aus Mitteln der Krankenkassen gewährt. Über diese Zeit hinaus müssen Hilfeangebote aus Spenden finanziert werden. Der Geschäftsführer Wolfgang Kern erhofft sich hier Neuregelungen, die wir als Fraktion unterstützen. Das Haus vermittelt trotz  trauriger Geschichten seiner Bewohnerinnen und Bewohner einen überaus freundlichen Eindruck. Es ist bewundernswert, mit welcher Energie und positiver Ausstrahlung die Mitarbeiter ihrer Arbeit nachgehen. Diese Arbeit verdient höchsten Respekt und Anerkennung.

Bei einem weiteren Termin überreichte Gesine – ebenso im Namen der Bundestagsfraktion – einen Scheck für das Projekt der Leseprofis. Auch hierfür wurden 300 Euro gespendet. Die Idee dahinter ist, dass ältere Schüler jüngeren Schüler das Lesen beibringen. Von der Spende konnte die Schulbibliothek ausgestattet werden. Bei dieser Gelegenheit schenkte Gesine einer Schülerin der Lesegruppe, die in den Ferien zu Hause bleibt, einen Ferienpass. Wir wünschen schöne Ferien. (norman)

24. Juni 2015

Protest gegen Personalnotstand

Los ging der heutige Wahlkreistag in der Schule am Gutspark in der Josef-Orlopp-Straße, wo 250 Kinder für Gesine ein spontanes Dankeschön-Konzert gaben. Gesine hatte hier im Namen der Bundestagsfraktion einen Scheck über 400 Euro für die Ausstattung des Computerraums überreicht. 

Weiter ging‘ s im Sanaklinkum in der Fanninger Straße. Hier versammelten sich mehr als 100 Pflegerinnen und Pfleger, um auf den Personalnotstand hinzuweisen. Bundesweit fehlen 162.000 Stellen. Ver.di hatte zu diesem bundesweiten Protest  gegen einen drohenden Personalabbau im Pflegebereich aufgerufen. Mehr Infos darüber finden Sie hier.

23. Juni 2015

Rettet Bus und Bahn

Die BVG und ver.di haben heute beim bundesweiten Aktionstag unter dem Motto „Rettet Bus und Bahn“ auf die Kosten für die Sanierung von sämtlichen Bahnhöfen und der Instandhaltung von Fahrzeugen aufmerksam gemacht. Folge wäre ein eingeschränktes ÖPNV-Angebot auf Grund des Wegfalls von Entflechtungsmitteln. Neben Dr. Sigrid Evelyn Nikutta (Vorstandsvorsitzende und Vorstand Betrieb BVG) und Christine Behle (ver.di Bundesvorstandsmitglied) ist Gesine Lötzsch als Vorsitzende des Haushaltsausschusses heute Morgen dabei gewesen bei dem gemeinsamen Pressetermin von BVG und ver.di auf dem U Bhf Weinmeisterstraße. (Antonia)

22. Juni 2015

Run for Help

Seit 10 Jahren findet auf dem Zacher-Sportplatz der von der Alexander-Puschkin-Schule organisierte Spendenlauf für die Partnerstadt Maputo und den dortigen Schulen statt. 10 Jahre versuchen wir beim Spendenlauf unser Bestes zu geben. Die Anzahl der gelaufenen Runden im Laufe der Jahre ist trotz älter gewordener Läufer stabil geblieben. Gesine spendete 50 Euro, die der Genosse Tinko Hempel in 10 Runden erlief. Auch die Lichtenberger Fraktion spendete 50 Euro. Erklärtes Ziel ist, die Rundenanzahl in den nächsten Jahren zu steigern. (norman) 

15. Juni 2015

Ring frei

Das Wochenende gestaltete sich sportlich. Am Samstag fand das Stadionfest von Lichtenberg 47 statt, das Gesine mit 250 Euro unterstützt hat. Am Sonntag fand das große Finale im Boxen bei den Deutsch-Russischen Festtagen statt. Hier überreichte Gesine an die Teilnehmer Pokale. Beide Veranstaltungen waren wie immer gut besucht. Das nächste Wochenende wird mit dem "Run for Help" im Zachert-Stadion am Samstag ab 10 Uhr nicht weniger sportlich ausfallen.

8. Juni 2015

Gartenlauf

Am Wochenende fand wieder der traditionelle Hohenschönhausener Gartenlauf statt. Gesine zeichnete wie immer den ältesten Teilnehmer mit einem Restaurant Gutschein aus. Diese Stärkung hat sich der (82-jährige!) Lichtenberger auch verdient. Herzlichen Glückwunsch!

 

 

 

16 Namen

Am Freitag weihte die Gedenkstätte Sachsenhausen gemeinsam mit Serge und Beate Klarsfeld eine Gedenktafel in Erinnerung an 16 junge Juden ein. Auf Initiative der Klarsfelds hin entstand diese Tafel, die Freitagsvormittag an der Mauer der Kommandantur angebracht wurde. Der Leiter der Gedenkstätte informierte die zahlreichen Besucherinnen und Besucher über die schwierige Quellenlage des Außenlagers Lieberose – zugehörig zu Sachsenhausen. Ein Tagebuch erzählt aber von den schrecklichen Umständen im Lager und von den gezielten Massenermordungen an Juden. Serge Klarsfeld, der nächste Redner, erinnerte auch an all die anderen Orte in denen Menschen zu Opfern des Nationalsozialismus wurden. All diese Orte hat er mit seiner Frau besucht, um an diesen Orten Namen zu recherchieren und den Opfern eine Identität zu geben. Im Anschluss wurde gemeinsam die Tafel enthüllt, Kränze niedergelegt und ein Kaddisch gesprochen. Jugendliche aus Leipzig, die gerade in der Gedenkstätte mithelfen, lasen die Namen der jungen französischen Juden vor.

Es war ein interessanter Tag. Viele Touristen waren durch das kommende Fußballspiel in der Stadt und besuchten die Gedenkstätte nahe Berlin. Auch die Einweihung der Gedenktafel war sehr gut besucht. Neben Politikerinnen und Politikern waren mehrere Menschen mit Serge und Beate aus Frankreich angereist. Im Anschluss fuhren sie in das Außenlager, um auch dort den Menschen zu gedenken. (Anika) 

3. Juni 2015

Kinderfest mit Evrim Sommer

Das Zuckertütenfest von Evrim Sommer war wieder ein großer Erfolg war. Auch Gesine hat das Fest in diesem Jahr wieder unterstützt. Großen Spaß hat den Kleinen wieder das Mit Kinderschminken, die Hüpfburg und die Tretautos gemacht. In Lichtenberg fordert DIE LINKE, dass mehr in die Infrastruktur für Kinder investiert wird. Dazu gehören auch schöne Spielplätze. 

2. Juni 2015

Neu im Büro

Mein Name ist Antonia Wieschollek. Im Juni unterstütze ich als Praktikantin die Arbeit im Bundestagsbüro von Gesine Lötzsch. In den letzten Monaten habe ich meine Abiturprüfungen abgelegt in den Fächern; Geschichte, Englisch, Mathe und Politikwissenschaften. Aufgrund dieser gesellschaftswissenschaftlichen Ausrichtung ist ein Praktikum im Bundestag genau das, was mich interessiert, um eventuell nach dem Abitur in diese Richtung zu gehen. Im Herbst fange ich erstmal ein Freiwilliges Soziales Jahr beim Arbeiter-Samariter-Bund e.V. an.

Ich bin vielseitig daran interessiert, mich für andere Menschen zu engagieren und auch diese zu ermutigen, sich für andere einzusetzen. Dies gelang mir bisher in der Schule als Schulsprecherin oder auch bei Aktionen im Student Chapter Berlin von People To People International (PTPI).

Im September 2014 durfte ich mit Zivilcourage vereint e.V. nach Frankreich reisen, um dort mit den anderen Teilnehmer Gedenkorte und Erinnerungsstätten zu besuchen, die an die Grausamkeiten der NS-Zeit erinnern. Während der Reise habe ich Gesine Lötzsch und einige ihrer Mitarbeiter kennen-lernen dürfen und wurde ermutigt, ein Praktikum bei der Linken im Bundestag zu machen.

Antonia Wieschollek

Traditionell verteilen wir im Mai in Anspielung auf die Hartz IV Reform Tomatenpflanzen der Sorte Harzfeuer. Gestern waren wir am Ring-Center und unsere Pflanzen fanden reißenden Absatz. Wenn Sie auch eine Pflanze bekommen haben, schicken Sie uns doch einfach ein Foto von den heranwachsenden Früchten.

12. Mai 2015

Wir machen Har(t)z Feuer

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11. Mai 2015

Sport frei

Es war das sportlich Großereignis im Mai. Heute legten mehr als 120 Lichtenberger Schüler das Deutsche Sportabzeichen ab. Davon waren 20 Kinder aus einer Willkommensklasse der Schule am breiten Luch. 100 Schüler kamen von der Alexander-Puschkin-Schule. 4 Disziplinen, darunter Sprint, Ausdauer-Lauf, Kugelstoßen und Weitsprung mussten für das Sportabzeichen absolviert werden. Abschließend wurden das beste Mädchen und der beste Junge mit einem Pokal geehrt. Darüber hinaus nahm die Willkommensklasse der Schule am breiten Luch einen Pokal für sportliche Höchstleistungen entgegen.- Die Pokale wurden von Gesine Lötzsch und dem Berliner Abendblatt gestiftet. (nw)

10. Mai 2015

Ein lautes, fröhliches Lesen gegen das Vergessen

Von Gisela ZimmerDieser 10. Mai 2015 war ein kalter, windiger Tag. Trotzdem kamen viele Leute - mehrere hundert waren es in zwei Stunden. Die meisten, weil sie wussten, dass auch in an diesem Sonntag wieder die alljährliche „Lesung gegen das Vergessen“  auf dem Bebelplatz in Berlin Mitte stattfindet. Damals, im Mai 1933, hieß dieser Platz noch Opernplatz und die Universität gegenüber war nicht die Humboldt-Universität, sondern die Friedrich-Wilhelm-Universität. Von dort ging auch das schreckliche Fanal zur Bücherverbrennung aus. Die zukünftige geistige Elite Deutschlands, die Studenten der Burschenschaften warfen die Werke ihrer großen Dichter und Denker, Philosophen und Schriftsteller auf den Scheiterhaufen. Zeitgleich fanden in vielen anderen Universitätsstädten solche organisierten und in Film und Fotos festgehaltenen Bücherverbrennungen statt.

So viel Ungeist darf einfach nicht vergessen werden. Darum bleibt das „Lesen gegen das Vergessen“ für DIE LINKE auch eine Tradition. Denn – so Gesine Lötzsch – Traditionen haben immer etwas mit Geschichte, der Auseinandersetzung mit ihr und der Gegenwart zu tun. Gesine Lötzsch hatte nicht nur die prominenten „Vorleser“ eingeladen, sie führte auch durch das zweistündige Lese- und Musikprogramm. Den Anfang machte der Schauspieler Otto Mellies. Am Deutschen Theater Berlin war er über 325 Mal „Nathan, der Weise“. Noch heute spielt er beispielsweise in Andreas-Dresen-Filmen mit oder leiht den Schauspielern Paul Newmann oder Christopher Lee bei Synchronarbeiten seine markante Stimme. Mellies las „Als wär's ein Teil von mir“ von Carl Zuckmayer. Er hatte in in der Autobiographie seine eigene Fluchtgeschichte verarbeitet. Beate Klarsfeld, deutsch-französische Journalistin und Kandidatin der Linken bei der Bundespräsidentenwahl 2012, dachte über „das Verbrennen der Feinde“ nach, darüber was Menschen anderen Menschen antun, und erzählte, warum sie bis heute keine militärischen Aufmärsche und brennende Fackeln ertragen kann.       

Schauspieler Peter Bause hielt es mit Brecht, hielt die Radiorede des Aturo Ui und verließ die Bühne mit den Worten „... der Schoß ist fruchtbar noch“. Bert Brecht brachte auch Sänger und Musikproduzent Tino Eisbrenner mit. Den Frech-Frivolen präsentierte er, dazu ein „Liebeslied zum Verzweifeln“. Das Verbrennen der Bücher war schon furchtbar genug, sagt er, aber die Autoren wurden ja auch verfolgt, über die halbe Welt gejagt – und sie haben trotzdem nicht aufgehört, das Wort zu gebrauchen, poetisch, humanistisch. Das sei „ihre größte Leistung“, für uns Nachgeborene heute noch.

Sehr viel Lacher und Beifall bekam Jessy James Lafleur. Ein junge Frau, eine Poetry Slammerin, immer unterwegs und immer reichlich Buchstabensalat und mindestens sechs Sprachen im Gepäck. Sie spricht einen eigenen Text. Von der „Revolution, die nicht im Fernsehen“ ist, aber „Morgen“ - und dieser „Morgen steht schon vor der Tür“. Gregor Gysi trägt kunstvoll Ringelnatz-Verse vor, Andreas Nachama, Direktor der Stiftung Topograhie des Terrors, erinnert an die Radioansprachen von Thomas Mann. Der Schriftsteller im Exil hatte sie von 1941 bis 1945 gehalten. In der vom 10. Mai 1945 heißt es, dass der „Drache zur Strecke gebracht wurde“, der Nationalsozialismus „verröchelt“ sei. Jens Uwe Bogadtke, Berliner Schauspieler „spielt“ komödiantisch, und das allein  mit seiner mäandernden Stimme zwei Balladen von Heinrich Heine. Spöttisch sind sie, die vom König Langohr, I. und die „Von der Lehre der Zweckmäßigkeit der Dinge“. Reinhold Andert, Buchautor und immer noch der Mann mit der Gitarre, hat Maxim Gorki mit seiner Satire „Das nationale Gesicht“ dabei. Gorki sei zweimal „entsorgt“ worden, sagt der Sänger. Einmal 1933, von den Nazis, da kamen seine Bücher auf den Scheiterhaufen. Das zweite Mal 1990, als die D-Mark kam. Da flogen seine Bücher aus den Buchläden und in die Tonne. Ernst-Georg Schwill ist der letzte Leser an diesem Nachmittag. Man kennt ihn ganz jung aus DEFA-Filmen, später dann auch aus dem Fernseh-Tatort – immer im berühmt frechen Berliner Ton. Darüber hat er eine nicht ganz so ernste Geschichte geschrieben und vorgetragen.

Das Wort - es hatte Gewicht, war schön, poetisch, mal laut, mal leise, nachdenklich und heiter in dieser Lesung gegen das Vergessen. Und es wurde aufgenommen und wunderbar damit gespielt von ganz jungen Leuten. Von Schülerinnen und Schülern der Big Soul Band von der Gustav-Heinemann-Schule in Berlin Marienfelde. Nicht nur mit ihren Instrumenten machten sie Musik, sondern auch mit dem Wort. Das hätte „Macht“, steige „wie Phönix aus der Asche“ und sei „Gedankenträger“. Und – so die fünf jungen Schüler - „Gedanken sind frei“. Ein Wortspiel, eine Art rap-Sprechgesang a capella – und eine wunderbare Einladung zur Lesung gegen das Vergessen im nächsten Jahr.

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7. Mai 2015

Gedenkveranstaltung zum 8. Mai

weitere Bilder der Veranstaltung finden Sie bei flickr

 

 

28. April 2015

Kinderfest in Hohenschönhausen

Gestern fand das erste Kinderfest des Jahres unter freiem Himmel statt. Viele weitere Feste werden im Laufe des Jahres folgen. Bei dieser Gelegenheit machen wir politisch auf die anhaltend hohe Kinderarmut in Lichtenberg aufmerksam. Jedes dritte Kind in Lichtenberg ist von Armut bedroht. Jedes dritte Kind unter 15 Jahren lebt von staatlichen Transferleistungen. Bundespolitisch fordern wir eine Grundsicherung für Kinder, kommunalpolitisch muss vor allem die soziale Infrastruktur, wie z.B. die sozialen Kinder- Jugend- und Familienangebote  erhalten bleiben. Mehr Infos hier 

Straße der Befreiung / Rosenfelder Straße. Diese Ecke existiert nicht im Stadtplan, wohl aber gab es sie für kurze Zeit am 21. April. Die Fraktion DIE LINKE in der BVV hatte einen Antrag gestellt, die Straße Alt-Friedrichsfelde anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung rück zu benennen - in Straße der Befreiung. So hieß die Straße bis 1992 als im Zuge einer Reihe von Straßenumbenennungen auch hier der Name geändert wurde. Allein die Ankündigung der symbolischen Rückbenennung hatte viel Resonanz ausgelöst, unter anderem hatte sich die Gunnnar Schupelius von der BZ darüber empört. Beim Termin selbst erschienen mehr als 50 Lichtenberger/innen, um ihrem Wunsch nach der Korrektur der damals geschichtsvergessenen Entscheidung der Umbenennung Ausdruck zu verleihen.

17. April 2015

Zwischen Vereinen und Wirtschaft

Am fünften und letzten Tag unserer Kieztour besuchten Verordnete der Lichtenberger Linksfraktion zusammen mit Gesine Lötzsch heute früh den Verein für arbeitslose Jugendliche. Die Leiterin Frau Beyer räumte mit dem weit verbreiteten Gerücht auf, dass es ein Überangebot an Ausbildungsplätzen gebe. Für Berlin stimmt das nicht und wenn, trifft es meist nur auf Ausbildungen in gering bezahlten Berufen zu. Der Verein leistet seit mehr als 20 Jahren gute Arbeit, betreut Jugendliche mit dem Rund um Blick und frei nach dem Motto „es ist nie zu spät“. Die Hilfe beim Bewerbungen schreiben ist dabei genauso wichtig wie die Stärken und Schwächen des Einzelnen heraus zu stellen . Weiter ging es mit dem Besuch beim Frauentechnikzentrum. Hier trainierten gerade Seniorinnen am PC. Auch Migrantinnen finden hier eine Anlaufstelle wenn sie sich in Sachen Computer fortbilden wollen und auch für die „Schlecker-Frauen“ habe man nach deren Kündigung erfolgreich Kurse angeboten und diese z.B. zu IKEA vermittelt. Das Frauentechnikzentrum wurde übrigens vom Senat als Kompetenzzentrum anerkannt. Las but not Least ging es zur Frischgemüse GmbH Havita. Hier begrüßte uns Geschäftsführer Herr Bauer. Havita macht von der Aussaat bis hin zur Ernte und zum Versand fast alles selbst und beschäftigt 120 Mitarbeiter. Die langsam mahlenden Mühlen der Verwaltung waren hier ein Thema, vor allem was Baugenehmigungen betrifft. Insgesamt verbleiben rund 20 Prozent des produzierten Gemüses in Berlin. Schade ist, dass Schul-Caterer beim Einkauf bislang nicht auf die regionalen Hersteller wie Havita zurückgreifen. (nw)

 

Gesine sprach am 13. April anlässlich des Geburtstages der JW auf der gut besuchten Jubiläumsveranstaltung. Mehr Impressionen gibt es hier

 

 

 

Hohenschönhausen steht im Mittelpunkt der einwöchigen Kieztour der Fraktion DIELINKE in der BVV Lichtenberg. Auch Gesine Lötzsch und Evrim Sommer (MdA) nehmen daran teil und besuchten heute am ersten Tag der Tour verschiedene Akteure im Bezirk, darunter den Verein Lebensmut und die Jugendkunstschule. In letzterer entsteht bald eine Kunstkita, für die es bereits jede Menge Anmeldungen gibt. Der wachsende Bezirk bringt aber auch wachsende Aufgaben mit sich. Vertreter der besuchten Einrichtungen beklagen eine mangelhafte personelle Ausstattung ihrer Einrichtungen, die Menschen in schwierigen Lebenslagen unterstützen, wie z.B. der Verein Lebensmut. Warteschlangen vor Lebensmittelausgaben in Hohenschönhausen Nord zeichnen ein anderes Bild vom Boom-Bezirk Lichtenberg. Am Ende des heutigen Tages besuchten wir die Jugendfeuerwehr Hohenschönhausen, die ihr Training vorführte. Es ist schön zu sehen, wie vor allem in schwierigen Kiezen bürgerschaftliches Engagement stattfindet. nw

26. März 2015

Die Rückkehr der Helga Lange

Eugen Lange und Cäcilie Lange lebten mit ihren Töchtern Helga und Hanni bis zu ihrer Deportation nach Auschwitz in der Koskestraße. Vergeblich sucht man diese Straße heute im Navigationssystem. Seit langem heißt sie Konrad-Wolf-Straße. An dieser Stelle fand heut anlässlich der Stolpersteinverlegung ein Familientreffen der Nachkommen von Helga Lange statt.

Helga Lange hatte als einzige ihrer Familie Auschwitz überlebt. Nach der Befreiung durch die Rote Armee in Mecklenburg Vorpommern, verließ sie Deutschland und ging über Belgien nach Frankreich. Von Frankreich aus ging sie für viele Jahre nach Argentinien, bevor wieder zurück nach Frankreich zog. In Argentinien gebar sie eine Tochter, später in Frankreich wurde sie nochmals Mutter zweier Mädchen.  Als ihr Enkelsohn französischer Herkunft vor nicht langer Zeit nach Berlin ging, um hier zu studieren, rollte dieser die Familiengeschichte neu auf und recherchierte auf den Spuren seiner Großmutter. Er fand heraus, wo seine Großmutter lebte und initiierte die Verlegung der Stolpersteine. Zugleich kehrte Helga Lange, die 2010 verstarb, nach einem Leben rund um den Globus heute nach Berlin zurück: Eine ihrer französischen Töchter hatte ein Gläschen Asche ihrer verstorbenen Mutter dabei, die sie unter die Stolpersteine schüttete.  Am Ende entstand an den Stolpersteinen ein Familienfoto. Eine Familie hat am Ort ihrer Wurzeln zusammengefunden. nw

  

20. März 2015

Recht auf MEHR!

Dass Frauen und Männer gleiches Entgelt für gleiche oder gleichwertige Arbeit erhalten, ist seit Jahren ein wichtiges Anliegen der Partei DIE LINKE. Dieses ist nicht nur auf Sonntagsreden zu unterstützen, sondern auch schnellstens auf parlamentarischer Ebene umzusetzen, um Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen herzustellen. Noch immer verdienen Frauen im Durchschnitt  22 %  weniger, obwohl sie den gleichen Job ausüben wie ihre männlichen Kollegen. Bei strahlendem Sonnenschein fand deshalb am 20. März die Kundgebung zum Equal Pay Day am Brandenburger Tor statt, zu der auch wir präsent waren. Der internationale Aktionstag markiert symbolisch jenen Tag, ab dem Frauen entgeltlich arbeiten. Zusammen mit vielen Bundestagsabgeordneten und deren Mitarbeitern, Abgeordneten des Berliner Abgeordnetenhauses und vor allem Vertreterinnen von Frauenverbänden waren wir auf der Straße und haben unsere Forderungen auch in diesem Jahr deutlich gemacht. Diese sind nicht neu und obwohl auch alle anderen Bundestagsfraktionen vor Ort waren, ist ein Ende der Entgeltlücke nicht in Sicht. Aufgerufen zur Kundgebung hatte auch 2015 der Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), der Deutscher Frauenrat und die Sozialverband Deutschland.  (mb, 20.03.2015)

 

 

11. März 2015

Frauenpower

An vier Tagen empfing Gesine insgesamt 200 Lichtenbergerinnen im Bundestag. Anlass war der Internationale Frauentag am 8.März. Nette Gespräche, Diskussionen zur ungleichen Bezahlung von Frauen und Männern, aber auch zu ganz anderen Themen wie dem Tag der Befreiung wurden diskutiert. Anlass war der Internationale Frauentag am 8.März. Die Frauentagsfahrten sind so beliebt, dass sich die Frauen Monate vor dem 8. März dafür anmelden. 

6. März 2015

Frauentag für alle Frauen - überall

Im nächsten Jahr wird 105 Jahre Frauentag gefeiert. Nicht ganz so lange verteilt das Team Gesine Lötzsch jedes Jahr Rosen und setzt damit ein Zeichen der Anerkennung. In diesem Jahr haben sich wieder Evrim Sommer und die Bezirksfraktion an der Verteilaktion beteiligt und so wurden knapp 1800 Rosen an die Frau gebracht Neben der Ehrung der Frauen und ihrer Lebensleistung ist der Internationale Frauentag auch noch immer ein Tag für den Kampf um die rechtliche, politische, wirtschaftliche und kulturelle Gleichstellung von Frauen in der Gesellschaft sowie für Teilhabe und für ein selbstbestimmtes Leben frei von Diskriminierung und Gewalt. Von Gleichberechtigung ist vor allem in der Arbeitswelt noch wenig zu spüren. Nach wie vor erhalten Frauen für gleiche Arbeit weniger Lohn als Männer. Der Einfluss von spezifischen Belastungen der Frauen innerhalb der Familie und unzureichende gesellschaftliche Kapazitäten bei der Kinderbetreuung oder Pflege Angehöriger auf die Arbeitsmarktsituation ist unbestritten. Frauen sind oftmals in unterdurchschnittlich bezahlten Berufen tätig, denen es allzu oft an gesellschaftlicher Wertschätzung fehlt. nw

 

4. März 2015

Vier Mal Frauentag

Anlässlich des Frauentages am 8. März 2015 lud Gesine schon heute 50 Lichtenbergerinnen in den Deutschen Bundestag ein. Bei einem Glas Sekt zum Anstoßen erzählte Gesine über ihre Tätigkeiten als Vorsitzende im Haushaltsausschuss sowie als Abgeordnete der Linksfraktion im Bundestag. Interessiert fragten die Frauen nach, wie die Gelderverteilung denn funktioniert und wer die Ausgaben kontrolliert. Aber auch Themen, wie die Erhöhung des Kindergeldes oder der 70igste Jahrestag der Befreiung am 8. Mai wurde im Gespräch erfragt. Nach dem Gespräch und einer Führung durch den Bundestag ging es weiter in die Ausstellung „Wege-Irrwege-Umwege“ im Deutschen Dom.

In den nächsten Tagen erwartet Gesine weitere 150 Frauen, die herzlichst eingeladen wurden an solch einer Fahrt teilzunehmen, denn der Frauentag bleibt ein wichtiger Tag. Noch heute ist es wichtig auf die Ungleichbehandlung zwischen Männern und Frauen, vor allem beim Einkommen, hinzuweisen.

Damit auch alle Frauen an diesem Tag gewürdigt werden, verteilt Gesine am 6. März rote Rosen, um 8:00 Uhr vor dem Ring-Center. at

 

 

17. Februar 2015

Überreicht

Gestern überreichte Gesine im Namen der Bundestagfraktion gleich zwei Schecks. Es freute sich der Verein der Freunde und Kämpfer der Spanischen Republik. Mit 500 Euro finanzierte der Verein ein internationales Jahrestreffen, auf dem die Kontakte zu gleichgesinnten Organisationen anderer Länder gepflegt werden. 350 Euro gingen an den Bund der Antifaschisten. Damit wurde eine Erinnerungsveranstaltung finanziert, denn Weihnachten 2014 war es 70 Jahre her, dass im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück eine Weihnachtsfeier für die Lagerkinder durch die Häftlinge organisiert wurde. 

16. Februar 2015

Fachkräftemangel in der Pflege ist ein Problem

Heute Vormittag besuchte Gesine Lötzsch den DRK-Pflegeservice in Berlin-Karlshorst. Die Pflegerinnen und Pfleger betreuen u.a. Senioren in Wohngemeinschaften. Diese Art des Wohnens gewährt einerseits genug Rückzugsmöglichkeiten für die Bewohner, andererseits erlaubt sie es, in Gemeinschaft zu leben. Die Finanzierungsmodelle für Pflege im Allgemeinen sind recht kompliziert. Das neue Pflegestärkungsgesetz bringt Positives mit sich,  aber der große Wurf ist es noch nicht. So wird vom Senat geprüft, neu bewilligte Zuschüsse wie 104 Euro monatlich mit Pflegeleistungen zu verrechnen, wenn die Leistung vom Sozialhilfeträger bezahlt wird. Das wäre eine Ungleichbehandlung derer, die auf soziale Zuschüsse angewiesen sind. Ein weiteres Thema war der Fachkräftemangel. Im Augenblick wird von Pflegeschülern ein Schulgeld erhoben. Der Senat prüft gerade, dieses Schulgeld abzuschaffen. Das wird auch höchste Zeit, denn dadurch wird der Pflegeberuf nicht gerade attraktiver. Derweil lässt sich der Fachkräftemangel mit ausländischem Personal ein wenig kompensieren. Positive Erfahrungen habe man z.B. mit Fachkräften aus Italien, gemacht, erklärte Ronald Böger, Geschäftsführer des DRK-Pflegeservices. (nw)

 

 

 

 

13. Februar 2015

Willkommenskultur

Füllfederhalter, Bleistifte, Buntstifte: Es fehlt an vielem in der Schule am breiten Luch in Neu-Hohenschönhausen. Seit kurzem werden hier 90 Flüchtlingskinder unterrichtet. Die Erstausstattung dieser Kinder mit Schulmaterialien lässt zu Wünschen übrig. Denn die Mühlen der Behörden mahlen langsam. Grund genug zu helfen: Die Verordneten der Linksfraktion spendeten 150 Euro und mit der Hilfe der direkt gewählten Abgeordneten Gesine Lötzsch und Evrim Sommer  sind mehr als 1000 Euro zusammengekommen. Spätestens die Hospitation in einer Klasse hat gezeigt, dass jeder Cent es wert ist, der in die Bildung dieser Kinder investiert wird. Ein Mädchen,  aus Syrien stammend, hat in kürzester Zeit die Wochentage, die Jahreszeiten, Umlaute u.v.m. dazu gelernt. Der Lehrer, selbst sibirischer Herkunft, ist stolz darauf. Die Direktorin Frau Adling natürlich auch. Sie zeigt uns die Bibliothek, in die auch die Eltern kommen und Deutsch zu lernen. Ziel der Lehrer ist es, dass die Kinder nach 5 Monaten das Sprachenniveau A 1, A 2 bzw. B 1 erreichen. Dabei geben sich die Lehrer auch alle Mühe, wenigstens in jeder Sprache, die an der Schule gesprochen wird, drei Worte zu sprechen. Auch das gehört zur Willkommenskultur. Die Linksfraktion wird in der BVV darauf drängen, dass das Lernen schneller vorangeht. Der Senat soll das Verfahren der Ausstattung mit Schulmaterialien beschleunigen. (nw)

9. Februar 2015

Besuch der U-Bahnwerkstatt Friedrichsfelde

Gesine besuchte auf Einladung von BVG-Chefin Nikutta die U-Bahnbetriebswerkstatt in Friedrichsfelde. Hier hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan. In einem neuen Anbau wird demnächst die neue Leitstelle umziehen. Dann werden von Lichtenberg aus alle Fahrbereiche der BVG koordiniert – Bus, U-Bahn und Straßenbahn. Auch auf die Werkstatt selbst wird bald mehr Arbeit hinzukommen. Denn wenn die U5 im Zuge des Lückenschlusses zur U55 für eine Zeit lang in den sog. Inselbetrieb geht, werden hier deutlich mehr Züge gewartet werden müssen. Anschließend tauschte sich Gesine zu aktuellen verkehrspolitischen Problemen aus. Auf Bundesebene gilt es, die Zukunftsinvestitionen in den öffentlichen Personennahverkehr zu sichern. Auch ein Kiezthema spielte eine Rolle. Die BVG erneuerte die Zusage nach dem Abschluss der HOWOGE-Bauarbeiten am eh. Kinderkrankenhaus Lindenhof eine Wiederinbetriebnahne der Bushaltestelle an der Gotlindestraße zu prüfen. Die war mit der Einstellung der alten Buslinie 193 weggefallen. Seit dem ist dieser Teil des Wohngebietes schlecht angeschlossen – insbesondere für ältere Menschen oder Menschen mit Behinderungen. (S.Sch.)

 

 

 

Bilderrätsel-Gewinner

Der Gewinner des Abendblatt-Bilderrätsels ist Herr Schüßler. Er gewann eine Digitalkamera. Gesine Lötzsch und das Berliner Abendblatt hatten das Bilderrätsel zusammen ausgeschrieben. Auch in Zukunft werden Bilder von Skulpturen, Denkmälern etc. im Abendblatt zu finden sein, deren Standort zu erraten ist. Weitere Gewinne waren 15 Plätze für einen Besuch im Bundestag. 

30. Januar 2015

Fragt eure Enkel

Der Verein Zivilcourage vereint e.V. schreibt in diesem Jahr zum 10. Mal seinen antifaschistischen Jugendwettbewerb aus. Bei dem Wettbewerb können sich junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren mit ihrem politischen, antirassistischen oder antifaschistischen Engagement bewerben und eine Studienreise nach Belgrad gewinnen.

Der Vereint hat sich zur Aufgabe gemacht junges, politisches Engagement zu ehren und damit jungen Menschen auf eine Reise mitzunehmen, die neue Impulse und Motivation für das weitere Engagement geben soll. Während dieser Studienreise begibt man sich auf die Spuren des antifaschistischen Widerstandes in den verschiedenen europäischen Ländern. Unterstützt wird der Wettbewerb im Bezirk Berlin-Lichtenberg von Gesine Lötzsch. Sie hatte im letzten Jahr drei Jugendliche aus Lichtenberg ausgewählt und mit nach Frankreich genommen. 2014 führte die Reise nach Paris, wo die jungen Menschen gemeinsam mit anderen Jugendlichen Beate Klarsfeld kennen lernten, die deutsche Botschaft in Paris und das Goethe-Institut besuchten, sowie die Gedenkstätte Mémorial de la Shoah. Die Reise führte weiter über Mont Valérien nach Oradour-sur-Glane. In beiden Gedenkstätten traf die Gruppe auf Zeitzeugen oder Verwandte von Überlebenden und erfuhr so auf ganz persönliche Weise von den Schicksalen der Menschen in diesen beiden Orten.

Bis zum 8. Mai können sich in diesem Jahr Jugendliche mit ihrem Projekt bewerben. In den letzten Jahren wurden Songs, Bilder, Kurzfilme oder Zeitzeugeninterviews eingereicht. Doch es können auch Projekte vorgeschlagen werden. Im Besonderen freut sich der Verein Zivilcourage vereint e.V. auch über Hinweise auf Projekte im Bezirk. Der Wettbewerb  bietet die Möglichkeit Kinder und Enkel auf dieses Thema anzusprechen, gemeinsam ein Projekt zu erarbeiten oder ein Ausstellungsbesuch zu realisieren.

Hinweise und Einsendungen von Beiträgen sind bis 8.Mai 2015 an folgende Adresse zu senden: Gesine Lötzsch,MdB, Stichwort: Zivilcourage 15, Platz der Republik 1, 11011 Berlin

 

Tel: 030/ 227 717 90, Mail: info@zivilcourage-vereint.de ,www.zivilcouragevereint.de

 


18. Januar 2015

25 Jahre PDS

„25 Jahre PDS-LINKE.  DIE LINKE Lichtenberg war nach Gregor Gysi die einzige, die daran gedacht habe, dass wir 25 werden“

„Die größte Leistung der PDS sei gewesen, dass es sie gibt, zählt zu den Sätzen Gysis, die nach dem Festempfang am ehesten im Gedächtnis bleiben.

Ohne die vielen Helferinnen und Helfer, die Künstlerinnen und Künstler wäre dieser Tag nicht möglich gewesen. 25 Jahre PDS war wie ein großes Familientreffen mit mehr als 400 Gästen, die Kommunal- Landes- und Bundespolitik gestalten und an der Basis für Solidarität und Gerechtigkeit streiten. 

31. Dezember 2014

Arbeiten, wenn andere feiern

Gut, dass wir uns alle auch an den Feiertagen auf Menschen verlassen können, die arbeiten, wenn sie von anderen gbraucht werden. Seit etlichen Jahren besuche ich Menschen, die in der Silvesternacht für uns alle arbeiten, um ihnen meine Wertschätzung entgegen zu bringen. Es ergeben sich immer interessante Gespräche. Häufig erfahre ich Dinge aus dem Lebens- und Arbeitsalltag, die ich bei einem "offiziellen" Besuch wahrscheinlich nicht hören würde. Während ich in den vergangenen Jahren mit unserer damaligen Bürgermeisterin Christina Emmrich unterwegs war, war diesmal Evrim Sommer, MdA, dabei.  Sieben Stationen haben wir geschafft: Los ging es gegen 22 Uhr in den  beiden Notaufnahmen des Sana-Klinikums, bekannt unter Oskar-Ziethen-Krankenhaus. Die neue Notaufnahme zieht auch Menschen an, die keinen Facharzt gefunden haben. Weiter ging es zum "Blauen Laden" von ALBATROS, einer Kontakt- und Beratungsstelle, die für ihre Besucher nicht nur zu Weihnachten, sondern auch in der Silvesternacht da ist - Zeiten, in denen Menschen besondere Aufmerksamkeit brauchen. Dritte Station war der Betriebshof der BVG in der Siegfriedstraße. Die Arbeit bei der BVG - hier bei der Straßenbahn - ist in vielen Fällen schon eine lange Familientraditon - obwohl die Arbeit nicht immer familienfreundlich ist. Weiter ging es zu Notaufnahme des Königin Elisabeth Herzberge. Die gelassenen und gut aussehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort flößen - glaube ich - den Patienten sofort Vertrauen ein. Pünktlich zu Mitternacht waren wir bei der freiwilligen Feuerwehr in Hohenschönhausen, die auch ein "bisschen" Begrüßungslärm für das neue Jahr vorbereitet hatte. Meine Hochachtung allen, die ihre Freizeit zum Schutz anderer zur Verfügung stellen. Zum Abschluss besuchten wir noch die beiden Polizeiwachen. In Hohenschönhausen hat uns vor allem viel Frauenpower aufgefallen. Im Abschnitt 64 wurden wir leider Zeugen eines traurigen Ereignisses: Ein Polizeiauto war in der Frankfurter Allee in Friedrichshain mit Steinenbeworfen worden - das war für die beiden Polizisten kein guter Jahresauftakt. Sie wurden alledings von ihren Kollegen gut unterstützt und betreut. Danke an alle, die in der Silvesternacht gearbeitet haben.  

Quelle: http://www.gesine-loetzsch.de/willkommen/tagebuch_2015/