26.3.2012: Ein Abend zur Armut

 

„Das ist ein Thema wie der eigene Tod, das kann einen selbst jederzeit treffen und das schiebt man gern von sich weg. Frei nach dem Motto: Was ich nicht sehe, das ist auch nicht da“, sagt Christoph Butterwegge gleich zu Beginn seines gestrigen Vortrags im brechend vollen Rosa-Luxemburg-Saal.

Nun schon zum zwölften Mal lud Gesine Lötzsch zu ihrer erfolgreichen Reihe „geDRUCKtes“. Ihr Gast war diesmal der Kölner Armutsforscher Professor Christoph Butterwegge, der –entgegen seiner eigenen These – mit seinem Buch „ „Armut in einem reichen Land – Wie das Problem verharmlost wird“ weit mehr als 90 Menschen unterschiedlichster Couleur und fast jeden Alters  mit genau diesem Thema ins Karl-Liebknecht-Haus lockte.

Dass dies nicht selbstverständlich ist, betonte er mehrfach. Armut in einem so reichen Land wie der Bundesrepublik wird von den wenigen Reichen, der Politik und nicht zuletzt der Gesellschaft verschleiert, beschönigt und geleugnet. Soziale Verantwortung, wie sie der neue Bundespräsident Joachim Gauck anmahnt, wird immer mehr in Eigenverantwortung der Betroffenen umgedeutet, fürchtet Butterwegge und betonte, dass Freiheit und Gleichheit einander bedingen. Wir dürften uns sich nicht von Ablenkungsdebatten den Blick auf das Wesentliche verschleiern lassen: Armut bekämpfen, statt Arme bekämpfen! Die Armutsgrenze verläuft quer durch alle Altersschichten, Alleinstehende, Paare oder Familien.

Butterwegge forscht mit Leidenschaft an diesem Thema, das merkt man ihm an. Er weiß wovon er spricht und verficht neue und zum Teil ungewöhnliche Denkansätze, die er anschaulich und gut verständlich darstellt. Ein Blick in sein Buch lohnt sich in jedem Fall.

Die nächste Veranstaltung in der Reihe „geDRUCKtes“ findet am Donnerstag, dem 18. April, 18 Uhr statt. Dann wird der vielfach preisgekrönte Schriftsteller Ingo Schulze sein Buch „Handy – Dreizehn Geschichten in alter Manier“ vorstellen (Anmeldung erbeten unter: 24009 548 oder gedrucktes@die-linke.de) Der Eintritt ist wie immer frei. (ak)

27.3.2012: Wir gehen fremd...

...lautet die Veranstaltungsreihe des Nachbarschaftshauses im Ostseeviertel, bei der verschiedene Länder vorgestellt werden. Die Hausleiterin Frau Hellmich war gestern auch vor Ort und stellte das Programm des Hauses vor. Unsere neue Veranstaltungsreihe heißt "Globales". Jan van Aken, Außenpolitischer Sprecher der Linken im Bundestag und ehemaliger Waffeninspekteur der Vereinten Nationen, machte als Gesprächspartner von Gesine Lötzsch gestern den Auftakt der Reihe zum Thema Iran. Wie ist die Situation vor Ort? Was hat Jan van Aken auf seiner Iranreise erlebt? Wie groß ist die Gefahr eines Militärschlages gegen den Iran? Auf diese und viele weitere Fragen ging Jan van Aken kenntnisreich und differenziert ein.

Es war ein Abend, der aufgrund seiner thematischen Komplexität einfach mehr Fragen als Antworten hinterließ, doch vielleicht ein Stück zum Verständnis dieses Konflikts beigetragen hat.

25.3.2012: Kämpfen lohnt sich!

"Ich möchte von hier aus recht herzlich unseren Freunden im Saarland gratulieren. Mit ihrem Spitzenkandidaten Oskar Lafontaine haben sie ein Ergebnis eingefahren, von dem man in jedem westdeutschen Bundesland nur träumt. Und sie haben in einem Wahlkampf, wo eigentlich alles schon vorher festzustehen schien, bewiesen, dass sich kämpfen lohnt." - Statement von Gesine Lötzsch, Parteivorsitzende der LINKEN, am Wahlabend im Karl-Liebknecht-Haus. Zum Statement 

Zu den Wahlergebnissen auf tagesschau.de

 

22.3.2012: Jeder kann Hilfe leisten

.. ohne sich selbst oder andere zu gefährden. Und wie das gehen kann, lernten heute die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Antigewaltseminars vom LKA Berlin im Bürgerbüro von Gesine Lötzsch. Bei Bedarf wiederholen wir gerne dieses Angebot. Melden Sie sich einfach im Bürgerbüro unter der Tel.: 99270725. Hinweise zum Umgang mit Gewaltsituationen erhalten Sie auch hier.

Foto: Herr Hoffmann (LKA) und Katrin Petermann (Bürgerbüro Gesine Lötzsch)

14.3.2012: Geldsorgen und Finanzkrise beim Wahlkreistag

Mit 1000€ wird Gesine Lötzsch das diesjährige Integrationssommercamp unterstützen. Behinderte und Nichtbehinderte Kinder fahren jedes Jahr gemeinsam zum Zelten, Reiten und Baden. Die Haushaltslage in Berlin Lichtenberg führte zu einer Haushaltssperre. Betroffen davon ist leider auch das Integrationssommercamp. Die Jugendstadträtin Christina Emmrich wusste von Gesines regelmäßiger Ferienunterstützung, so dass es heute zu diesem Treffen in der Carl-von-Linné-Schule kam. Das Leuchten in den Augen der Kinder sowie das große Engagement der Betreuer sind überzeugende Argumente für eine Unterstützung.

(Foto: Mit der Schuldirektorin Frau Kast-Rützel, einem Erzieher, einer Lehrerin, einem Vater und Fördervereinsvorsitzender sowie ein ehrenamtlicher Betreuer)

14.3.2012: Jahr der Genossenschaften

Im UN-Jahr der Genossenschaften besucht Gesine Lötzsch an diesem Wahlkreistag auch die Konsum eG. Zu DDR-Zeiten hat die Konsum Genossenschaft noch selbst produziert, so dass die Genossenschaftler Vorzüge bzgl. dieser Waren hatten. Heute handelt es sich bei dieser Genossenschaft vor allem um einen Immobilienverwalter, der zahlreiche Kaufhallen im Osten Berlins vermietet. Vor einigen Jahren gab es eine Insolvenz und die Einlagen der Mitglieder gingen zum Teil verloren. Heute hat sich die Situation stabilisiert.  Die Vorstandsvorsitzende Frau Reimer gab Gesine Lötzsch noch eine wichtige Bitte mit: Die Finanzkrise möge doch möglichst schnell gelöst werden. Das Zocken am Kapitalmarkt muss aufhören und Banken sollen wieder den Mittelstand mit Krediten unterstützen. (KP)

(Foto: 1913 wurde das Jugendstilhaus der Konsum eG gebaut)

19.3.2012: 126 Stimmen für Beate Klarsfeld

Die Bundesversammlung hat entschieden. Joachim Gauck, der Kandidat einer neoliberalen Fünf-Parteien-Koalition, ist neuer Bundespräsident. Die weltweit bekannte Antifaschistin Beate Klarsfeld, die von der LINKEN als Kandidatin nominiert worden war, erhielt 126 Stimmen. Das sind drei Stimmen mehr, als DIE LINKE Wahlfrauen und -männer in der Bundesversammlung hatte.

Gesine Lötzsch: Sie wäre eine großartige Bundespräsidentin

 

14.3.2012: Vier Tage Frauentag in Folge

Mehr als 200 Frauen waren an vier Tagen zu Besuch bei Gesine Lötzsch im Bundestag

Auch in diesem Jahr feierte Gesine Lötzsch in guter und bewährter Tradition den Internationalen Frauentag hier im Deutschen Bundestag. Über 200 Damen waren der Einladung zu Sektfrühstück und Diskussion gefolgt und ließen sich den ganzen Tag lang ein bisschen verwöhnen. Auf dem Programm stand eine Führung durch das Reichstagsgebäude und die Besichtigung der Kuppel, die jedes Mal wieder ein absolutes Highlight ist. Nachdem beim reichhaltigen Mittagessen für das leibliche Wohl  gesorgt wurde, lieferte der Besuch des Karl-Liebknecht-Hauses die geistige Vollwertkost. Hier genossen Genossinnen und Nichtgenossinnen gleichermaßen in entspannter Atmosphäre neben einem Kurzfilm über das geschichtsträchtige Haus eine Lesung mit der Autorin Katrin Gerlof, die ihr Buch „Die Kommunalen“ vorstellte.  (ak)

Wie Robert Schneider – unser derzeitiger Praktikant die Frauentage 2012 erlebte:

Standesgemäß zum 101. internationalen Frauentag führte Gesine Lötzsch am 07., 08., 09. und 12.03 ihre alljährlichen Frauentagsveranstaltungen durch. Dieses Jahr gingen über 500 Anfragen ein, weshalb weitere Veranstaltungen im Laufe des Jahres angeboten werden. An allen vier Veranstaltungstagen wurden die Teilnehmerinnen an der Geschäftsstelle an der Alfred-Kowalke-Straße 14 empfangen und anschließend ins Jakob-Kaiser-Haus begleitet, wo Gesine Lötzsch ihre Gäste empfing. Bei einem Sektfrühstück gab Gesine einen kurzen Einblick in ihre parlamentarische Tätigkeit, zudem wurde ein von ihr unterstütztes Projekt vorgestellt. Anschließend wurde die Besuchergruppe durch den Reichstag geführt, hatte Zeit die Reichstagskuppel zu besuchen und wurde hiernach zum Mittagessen begleitet, wo erste Eindrücke untereinander ausgetauscht wurden. Vom Mittagstisch ging es zum Karl-Liebknecht-Haus, wo den Teilnehmern von der Autorin der Kommunalen Kathrin Gerlof aus ihrem Buch vorgelesen wurde. Nach einer kurzen Stadtrundfahrt aßen die Teilnehmerinnen noch zusammen zu Abend. Hier erkundigte sich Gesine Lötzsch bei den einzelnen Damen nach ihren Eindrücken und kam mit ihnen noch kurz ins Gespräch. Anschließend ging es für die Teilnehmerinnen wieder mit dem Bus nach Hause. Highlight für die Damen am Donnerstag, den 08.03, war hierbei sicherlich, dass Beate Klarsfeld beim Abendbrot vorbeikam und sich persönlich vorstellte. (rs)

11.3.2012: Auch heute muss es Hans und Sophie Scholl's geben

In großen Lettern hatte das Kino Babylon auf einen ganz besonderen Gast am Sonntagnachmittag hingewiesen: Beate Klarsfeld. Ihr Name wird in den Medien häufig mit der Ohrfeige für Kanzler Kiesinger verbunden. Wenngleich ihr eigentlicher Verdienst es war, Nazi-Verbrecher aufzuspüren und sie ihrer gerechten Strafe zuzuführen, so brachte ihr die Ohrfeige die notwendige Aufmerksamkeit. Der Dokumentarfilm "Die Ohrfeige und andere Kampagnen", der gestern in Anwesenheit der Protagonistin im Babylon lief, zeichnet ihre Arbeit nach. Eines war Beate Klarsfeld in der sich anschließenden Diskussion besonders wichtig: Auch heute müsse es wieder Hans- und Sophie Scholl's geben. Welcher Satz könnte den heutigen Kampf gegen mordende Neo-Nazis besser beschreiben? Mit einer schönen Geste bedankte sich dann noch Klaus Ernst bei ihr. Er überreichte ihr einen Strauß von 50 roten Rosen – eine gelungene Wiederholung. Denn nach der Ohrfeige für Kiesinger schickte Heinrich Böll Beate Klarsfeld 50 rote Rosen nach Hause (nw)

8.3.2012: Eine gute, alte Tradition

Mit der Verteilung von Rosen zum Frauentag folgt Gesine einer langen Tradition. Bereits um 7 Uhr war ihr Team unterwegs, um an verschiedenen Stellen des Bezirks die roten Blumengrüße zu überbringen. Auch im Bundestag laufen die Vorbereitungen für den Empfang von mehr als 300 Frauen bis Ende April auf Hochtouren. Hier begrüßten wir bereits gestern und heute Lichtenbergerinnen mit einem Sektempfang. Neben einer Führung durch den Bundestag und einer Stadtrundfahrt werden die Frauen an einer Lesung im Karl-Liebknecht-Haus teilnehmen. Der Frauentag erreichte im 101-jährigen Bestehen übrigens auch die Redaktion der Bild-Zeitung. Hut ab! (Norman)

5.3.2012: Lichtenberg mit Courage ausgezeichnet

Bei der Preisverleihung am Montag im Roten Rathaus wurden acht Projekte vom „Bündnis für Demokratie und Toleranz“ ausgezeichnet. Aus Lichtenberg wurden zwei ehemalige Schülerinnen gewürdigt, die das Projekt „Lichtenberg mit Courage“ am Herder-Gymnasium praktizieren und sich dazu mit anderen Schulen vernetzt haben. Es geht dabei um Themen wie Diskriminierung, Gewalt und Mobbing. In Workshops, Diskussionsrunden oder Theatergruppen setzen sich die Jugendlichen damit auseinander. Gesine Lötzsch gratuliert herzlich zu dieser Auszeichnung. (KP)