Vormittags stattete ich - wie tausende Berlinerinnen und Berliner auch - dem Tierpark Friedrichsfelde einen Besuch ab. Erst kützlich hatte der Tierpark bei einem Vergleich von Deutschlands Tiergärten wieder gute Noten erhalten. Die neueste Ausgabe von Zuckiti - der Kinderzeitschrift des Vereins "Gemeinsam in Lichtenberg" - ist übrigens vollständig dem Tierpark gewidmet. - Nachmittags ging es dann zum Tuchollaplatz. Hier fand das erste deutsch-spanische Kiezfest unter der Schirmherschaft von Bürgermeisterin Christina Emmrich statt. Flameco in Zilles Milljöh - es passte. (Gesine)
Am Montag hatte Gesine in ihrer Lesungsreihe geDRUCKtes Kathrin Gerlof zu Gast. Sie las aus ihrem Familienroman „Alle Zeit“ – eine ergreifend und zugleich schonungslos offen dargestellte Geschichte von fünf Frauen, die sich näher stehen als sie ahnten, die leben und lieben, egal welchen Alters sie sind. Fünf Generationen von Frauen und im zentralen Fokus die Liebesbeziehung der Alzheimerpatienten Klara und Aaron, die beide im Pflegeheim für Demenzkranke wohnen. Im Anschluss gab Kathrin Gerlof noch einen Ausblick auf ihr aktuelles Buchprojekt, in dem sie sie linke Kommunalpolitiker portraitiert. Wir sind gespannt. Wer Lust auf „Alle Zeit“ bekommen hat, kann das Buch hier bestellen.


Zum vierten Mal findet in der Berliner Kulturbrauerei das Fest der Linken statt. Vom 27. bis 29. Mai erwartet die Gäste dort ein buntes Programm aus Musik, Talk, Lesungen und Podiumsdiskussionen, ein Festgelände mit über 80 Ständen, gastronomische Angebote aus Europa und Berlin und Kleinkunstangebote. Seit seinem Bestehen hat sich das Fest der Linken zu einem Höhepunkt im Kulturkalender der Linken entwickelt – weit über Grenzen der Partei DIE LINKE hinaus. Gesine Lötzsch sprach am Sonnabend zum Thema „Europa in der Krise – Antworten der Linken“, u.a. mit Francis Wurtz, dem langejährigen Vorsitzenden der Fraktion NGL/GUE im EU-Parlament sowie Vertretern der griechischen Linkspartei. Zum Kulturprogramm gehörte die szenische Allende-Lesung, an der u.a. Roland Claus, Gesine Lötzsch, Peter Sodann sowie Sahra Wagenknecht teilnahmen.
Was geschah am 17. März 1982? Unglaubliche 37 Jahre waren nach der Befreiung Deutschlands und Europas vom Hitlerfaschismus vergangen, als erstmals an diesem Tag ein deutscher Bundeskanzler die systematische Ermordung von 500.000 Sinti und Roma durch SS, Wehrmacht und Polizei als „Völkermord aus rassischen Gründen“ bezeichnete. Schon diese Tatsache zeigt, wie vehement Sinti und Roma im Nachkriegsdeutschland erst um die Anerkennung der NS-Verbrechen und dann um vereinzelte und immer viel zu geringe Entschädigungszahlungen kämpfen mussten. Von dieser langwierigen Arbeit der vergangenen Jahrzehnte und von ihrem gegenwärtigen Engagement für die Belange der Sinti und Roma hierzulande und in Europa, berichtete Romani Rose bei einem Treffen mit Gesine in Heidelberg. Dabei führte uns der Vorsitzende des Zentralrates deutscher Sinti und Roma durch das beeindruckende Dokumentations- und Kulturzentrum. Anschließend sprachen Gesine und Romani Rose über die heutigen Probleme der etwa 70.000 in Deutschland lebenden Sinti und Roma und über den Rechtspopulismus eines Silvio Berlusconi, der im Mailänder Bürgermeisterwahlkampf vor einer „islamischen Stadt voller Zigeuner“ warnte. In einer Pressemitteilung sagte Rose hierzu: „Es darf nicht sein, dass ein europäischer Ministerpräsident nach den Erfahrungen des Holocaust, dem 500.000 Sinti und Roma und sechs Millionen Juden zum Opfer fielen, gezielt Vorurteile benutzt, um auf Kosten von Minderheiten Wahlkampf zu betreiben.“ Wir werden mit Abgeordneten unserer Linksfraktion im Europäischen Parlament diskutieren, wie wir diesen Protest von Romani Rose unterstützen können.
Am Abend erwartete die Mannheimer Hochschulgruppe des LINKE.SDS (unserer Partei nahe stehender sozialistisch-demokratischer Studierenden-verband) Gesine zu einer Veranstaltung zum Thema Bologna-Reform. Mit rund 50 interessierten Studierenden diskutierte Gesine über die Auswirkungen der neuen Bachelor-Master-Studiengänge. Verschulung, erhöhter Druck, weniger universelle und selbstbestimmte Bildung, zu wenige Professoren, zu wenige Studienplätze sind die vorherrschenden Bedingungen für heutige Studierende. Als Teil des neoliberalen Gesellschaftsmodells, das von den verschiedensten Bundesregierungen, aber auch europaweit in den letzten Jahren verfolgt wurde und nach wie vor verfolgt wird, sei die Reform der Studiengänge anzusehen. Grundlegendes Prinzip, so Gesine, sei hierbei ein Nützlichkeitsdenken, welches alle gesellschaftliche Bereiche auf ihre Nützlichkeit im Sinne der kapitalistischen Verwertungslogik hinterfragt: Krankenhäuser und weiteres öffentliches Eigentum werden privatisiert, für Theater und Schwimmhallen ist kein Geld da und Universitäten werden zu Ausbildungsstätten umgebaut – für Betriebswirtschaftler und Unternehmensgründer und gegen kritische, die falsche gesellschaftliche Entwicklung korrigierende Geisteswissenschaften.
Diese Diskussion führte Gesine am späten Abend in einer griechischen Taverne mit dem LINKE.SDS in Heidelberg, Mitgliedern des dortigen Kreisverbands und interessierten Studierenden fort. Dabei sprach Gesine u. a. von der ungerechten Risikoverteilung in unserer Gesellschaft. Nur ein Beispiel, was vielen unbekannt war: Während AKW-Betreiber für ihre lebensbedrohlichen Reaktoren keine Haftpflichtversicherung abschließen müssen, wurde der Betrag für die Haftpflichtversicherung von freiberuflichen Hebammen von 2.400€ auf 3.700€ erhöht. Deren lebensstiftende Arbeit wird dadurch für viele in Frage gestellt. Manche können ihren Beruf schon jetzt nicht mehr ausüben. (Jan)
21.5.2011, Neues Deuschland
Gesine Lötzsch Vorsitzende der Partei DIE LINKE wünscht sich, dass das diesjährige »Fest der Linken« auch ein Fest der Solidarität und der Widerstandskultur wird. Der einzige Weg, der nicht nach Rom führt, sei der Mittelweg, meinte der Komponist Arnold Schönberg. Trotzdem drängen alle neoliberalen Parteien auf diesen Weg. Warum eigentlich? Haben sie nicht gesehen, dass dieser Weg in die Irre führt? Trotz Konjunktur haben viele Menschen die Finanzkrise noch gut in Erinnerung. Die Bundesregierung hat aus dieser Katastrophe keine Schlussfolgerungen gezogen. In diesen Tagen hat Finanzminister Schäuble die Durchsetzung der Finanztransaktionssteuer aufgegeben. Weiterlesen
Das Denkmal „Bürger im Widerstand“ für die antifaschistische Widerstandsgruppe Rote Kapelle wurde am 24.5.2011 auf dem Stadtplatz vor der Mildred-Harnack-Schule eröffnet. An diesem Tag jährte sich der Geburtstag eines der bekannten Mitglieder, des ehemaligen Oberregierungsrats im Wirtschaftministerium, Arvid Harnack, zum 110. Mal.
Die Skulptur entstand auf Anregung der Bürgerschaft dieses Wohngebiets, in dem viele Straßen nach Mitgliedern der Roten Kapelle benannt sind. Die Stahlskulptur von Achim Kühn vor der Mildred-Harnack-Schule ist das bundesweit erste für die Widerstandsorganisation geschaffene Denkmal im öffentlichen Raum. „Eine rostige Stahlplatte versinnbildlicht die Vergänglichkeit der Widerstandsgruppe“, beschreibt Kühn sein Werk, während die kleineren Platten einen Papierstapel darstellen, von dem sich Seiten lösen und nach oben aufsteigen. Der Hintergrund: Die Widerstandsgruppe entsandte ihre Botschaften hauptsächlich schriftlich mittels Flyer in die Welt. 2010 ging es aus einem eingeladenen Wettbewerb des Bezirksamts Lichtenberg hervor und wurde mit zehntausend Euro aus dem Lichtenberger Fonds für Erinnerungskultur finanziert.
Die Rote Kapelle gehörte zu den größten antifaschistischen Widerstandsgruppierungen. Durch persönliche Kontakte bildete sich 1940/41 ein loses Netzwerk von sieben Berliner Freundes- und Widerstandskreisen heraus. Ihnen gehörten mehr als 150 Regimegegner unterschiedlicher sozialer Herkunft und Weltanschauungen an, darunter sehr viele Frauen. Im Herbst 1942 nahm die Gestapo über 120 Verdächtigte fest und ordnete sie unter dem Namen Rote Kapelle einem besonderen Fahndungskomplex zu. Das Reichskriegsgericht und der Volksgerichtshof verurteilten über 90 Frauen und Männer. Von ihnen wurden 50 zum Tode verurteilt, ermordet oder starben in der Haft. Heute ist die Rote Kapelle Sinnbild für Zivilcourage und engagiertes Eintreten für Menschlichkeit und Menschenwürde. (Norman)
Traditionell hält Gesine im Mai bei Jugendweihe-Feiern im Bezirk Festreden.
Am Samstag war es wieder soweit. Hunderte Jugendliche ließen sich in Hohenschönhausen im Kino Cinemotion beurkunden, dass sie nun zum Kreis der Erwachsenen gehören. Für Teilnehmer, die den Beitrag für den Festakt aus finanziellen Gründen nicht aufbringen konnten, ist Gesine mit einer Spende an den Verein eingesprungen. Auf diesem Weg konnte drei Familien die kostenlose Teilnahme ermöglicht werden.
18./19. Mai Wahlkampf in Bremen
Gemeinsam mit Gesine brachen wir am Mittwoch, dem 18. Mai, zu sechst nach Bremen auf, um dort den Wahlkampf zu unterstützen. In der Geschäftsstelle erwarteten uns nicht nur Bremer Genossinnen und Genossen, sondern auch über 1000 Tomatenpflanzen der Sorte Har(t)z-Feuer. Die beförderten wir zusammen mit Wahlkampf-Flyern in bereits auf der Fahrt von Berlin nach Bremen extra präparierten Papiertüren – jede einzelne wurde mit einer Wahlaufforderung von Gesine beklebt. 500 haben wir allein in der Fußgängerzone Sögestraße verteilt. Und zwar innerhalb von 20 Minuten. Das hätten wir selbst nicht für möglich gehalten, aber das Interesse war wirklich riesig. Die anderen Tüten fanden ihre Abnehmer rund um den Bremer Goetheplatz, auf dem Mittwochnachmittag die Wahlkampfabschlusskundgebung mit Gesine, Klaus Ernst und Gregor Gysi stattfand. Schon um 8 Uhr standen Gesine und wir am nächsten Morgen im Ortsteil Findorff vor dem größten Wochenmarkt Bremens. Tomatenpflanzen hatten wir zwar nicht mehr im Angebot, trotzdem fanden auch hier unsere Tüten – in denen sich neben den Wahlkampfflyern begehrte Artikel wie Kugelschreiber, Gummibärchen, Brillenputztücher und Tempotaschentücher befanden – reißenden Absatz. Unsere Reise hatte ein klares Ziel: Über 1000 Bremerinnen und Bremen sollen in Kürze schöne große, rote Tomaten ernten. Und wir ein gutes Wahlergebnis. (Tanja)![]()
Bei "Menschen helfen Menschen" und "Lichtenberger Hilfe für Menschen" war Gesine Lötzsch am Dienstag zu Besuch. Mit Kleider-, Möbel- oder auch Bücherspenden wird hier Menschen geholfen, die von Armut betroffen bzw. bedroht sind. Vor allem die vielen ehrenamtlichen Helfer ermöglichen den ALG II-Empfängern diese Angebote. Das Bildungspaket der Bundesregierung wird hier sehr kritisch gesehen, denn die Betroffenen müssen jetzt viel mehr Anträge stellen als vorher und oftmals in Vorleistung gehen, obwohl sie nicht wissen, ob ihr Antrag bewilligt wird. Bei diesen beiden Einrichtungen wird unbürokratisch geholfen. So erhalten Eltern, deren Kinder in diesem Jahr eingeschult werden, in der Mappi-Station einen Schulranzen und Schulhefte gegen Vorlage des Harzt-IV-Bescheides. Gesine kam nicht mit leeren Händen. Sie spendete Tomatenpflanzen der Sorte Har(t)zfeuer und brachte das aktuelle Flugblatt "Anwalts Liebling" zur Aufstocker-Problematik mit. Dass es immer mehr Menschen gibt, die von ihrer Arbeit nicht leben können, wurde bei diesem Besuch wieder bestätigt. Gerade zu den Ausgabezeiten am Wochenende kommen jetzt immer mehr Menschen, die in der Woche wegen der Arbeit keine Zeit haben. (KP)
In Vorbereitung auf die bundesweite Kreisvorsitzendenberatung am 26.6. in Hannover traf sich Gesine an diesem Wochenende zunächst mit den Kreisvorsitzenden und dem Landesvorstand Sachsen-Anhalts. In Magdeburg diskutierte Gesine mit den Genossinnen und Genossen über ihre Erwartungen hinsichtlich des gemeinsamen Treffens Ende Juni und über die Situation in den Kreisverbänden vor Ort.
Von Magdeburg ging es am Nachmittag nach Bochum zu einer Beratung der Vorsitzenden der nordrhein-westfälischen Kreisverbände. Bestimmendes Thema war auch hier die Vorbereitung auf den 26.6. Darüber hinaus wurde nach einem Eingangsstatement Gesines eine Vielzahl von Fragen zu den verschiedensten Themen gestellt. Dabei ging es neben den vereinzelten personellen Problemen vor Ort um den Stand der Programmdebatte und die künftige strategische Ausrichtung unserer Partei. Gesine betonte dabei, dass die Partei nach außen nur attraktiv sein kann, wenn wir innerhalb der Partei – auf allen Ebenen – das genaue Gegenteil zur gesellschaftlichen Realität verkörpern: Toleranz! Je intoleranter die Gesellschaft, desto toleranter Partei! Oder: Solidarische Politik ist letztlich nur möglich, wenn wir selbst als Partei zu Oasen der Solidarität für viele Menschen werden – gemeinsam gegen Ausgrenzung und Ungerechtigkeit!
Am Sonntagvormittag sprach Gesine auf dem Bundeskongress des parteinahen Studierendenverbandes, DIE.LINKE.SDS. Geschätzte 100 engagierte Studierende aus der ganzen Republik diskutierten u.a. über die wichtigsten Themen und Aktionen der kommenden Monate – auch über einen eventuellen neuerlichen Bildungsstreik im Herbst. Gute Gründe hätten die Studierenden in jedem Fall: massenhaft fehlende Master-Plätze, viel zu wenige Studienplätze für den doppelten Abiturjahrgang zum neuen Wintersemester, zu wenige Lehrkräfte und prinzipiell: die Ökonomisierung des Hochschulbetriebes.
Gesines Rede auf dem DIE.LINKE.SDS-Bundeskongress in Auszügen:
„Die Uni Bayreuth hat in ihrem Abschlussbericht zum Plagiatsfall Guttenberg geschrieben: „Diese objektiv bestehenden Täuschungen durchziehen die Arbeit als werkprägendes Bearbeitungsmuster.“ Und außerdem: „Sorgfaltswidrigkeit zum bewussten Arbeitsstil“. Ich darf hinzufügen, dass wir auch dem Minister dieses Zeugnis ausstellen müssen, wenn wir nur an Kundus, die Überfälle und den Afghanistankrieg zurückdenken.“
„Wir als Partei DIE LINKE stellen dem Nützlichkeitsdenken (in der Bildung) Werte entgegen: Und zwar die Werte von Solidarität, Gerechtigkeit und Frieden. Wir stellen uns damit einer Gesellschaft entgegen, die die Wissenschaft, die Arbeitswelt, aber auch Menschen, die aus der Arbeitswelt ausgeschlossen sind, auf das Nützliche zurückschraubt und auf Nützlichkeit konditioniert.“
„Aber auch die Risikoverteilung in unserer Gesellschaft ist ungerecht. Ich gebe Euch dazu ein Beispiel. Es ist viel zu wenig bekannt, dass die Betreiber von Atomkraftwerken keine Haftpflichtversicherung abschließen müssen! (…) Man hat den Betreibern der AKW diese Haftpflichtversicherung erlassen, weil man sagt, es wäre so teuer, das könne man gar nicht bezahlen. Auf der anderen Seite – das habt Ihr vielleicht auch verfolgt – gibt es eine kleine, aber nicht unwichtige Berufsgruppe, freiberufliche Hebammen, die im vergangenen Jahr noch 2.400€ für eine Haftpflichtversicherung bezahlen mussten – und in diesem Jahr 3.700€! Die Folge ist, dass viele sich fragen, ob sie ihren Beruf noch ausüben können. Ich finde, an diesem Beispiel zeigt sich doch der ganze Widersinn der ungerechten Risikoverteilung. Atomkraftwerksbetreiber gefährden unser Leben und unsere Gesundheit, vielleicht sogar die ganze Zukunft des Planeten. Hebammen helfen Menschen auf die Welt. Die einen werden von der Haftpflichtversicherung verschont, den anderen wird eine Haftpflichtversicherung aufgebrummt, mit der sie ihren Beruf nicht mehr ausüben können.“
„Und ich möchte mich bei denjenigen bedanken, die in diesem Jahr in Dresden waren und sich den Nazis entgegengestellt haben. Das ist ein sehr wichtiges Zeichen gewesen und unterstreicht selbstverständlich auch nochmal unsere gemeinsame Forderung nach einem NPD-Verbot.“
„Und es wäre doch gut, wenn es in jeder Stadt und an jeder Universität eine Feier zum Tag der Befreiung geben würde, wie es zum Beispiel im Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst der Fall ist, wo zur Mitternacht der Toast auf den Frieden ausgebracht wird und wo man sagt, wir feiern dieses Ereignis, das ist für uns ein Feiertag – und nichts anderes, liebe Freundinnen und Freunde!“
Schwerin ist immer eine Reise wert, doch gibt es Anlässe, die die zweieinhalbstündige Fahrt noch zusätzlich rechtfertigen. In einem der schönsten Landtage Deutschlands, dem Schweriner Schloss, wurde heute der vom Zentralrat der Juden Deutschlands ausgelobte Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage an das Künstlerehepaar Birgit und Horst Lohmeyer verliehen. Das kleine mecklenburgische Dorf Jamel, in welchem sich die beiden Hamburger niedergelassen haben, hat weit über die Grenzen Deutschlands hinaus traurige Berühmtheit erlangt -sieben von zehn Häusern des Dorfes werden von Neonazis bewohnt, nahezu überall weht die Reichskriegsflagge und Andersdenkende werden drangsaliert, bedroht, vertrieben. Die Lohmeyers harren dort aus, wo andere gingen und stellen sich mutig dem braunen Terror in den Weg. Sie lassen sich trotz aller Einschüchterungsversuche nicht mundtot machen, gehen an die Öffentlichkeit und wehren sich auf kreative Art und Weise. Jedes Jahr im August organisieren die Lohmeyers das Musikfestival „Jamel rockt den Förster“ oder Ausstellungen wie den Kunstsonntag auf dem Forsthof Jamel am 12. Juni. Dieses couragierte Engagement gegen Rechtsextremismus wollte Gesine natürlich würdigen und so fuhren wir nach Schwerin, um die Preisträger persönlich kennenzulernen und ihnen zu gratulieren. Bescheiden bemerkte Birgit Lohmeyer in ihrer Danksagung, dass sie eigentlich nichts anderes getan hätten, als täglich laut um Hilfe zu bitten. Das finden wir eine gewaltige Untertreibung und hoffen, dass sie auch mit unserer Hilfe noch mehr Unterstützung finden. (mehr Informationen unter www.forstrock.de oder unter www.forsthof-jamel.de)
Es kam vielen Besuchern wie ein kleines Olympia-Turnier vor - Der European Cadet-Cup. Gesine hatte die Ehre, als Schirmherrin die internationale Judo-Meisterschaft in Berlin-Lichtenberg mit Gästen aus 22 Ländern und 575 Teilnehmern zu unterstützen. Dem Judo-Verband gelang es, ein erfolgreiches Turnier auf die Beine zu stellen, bei dem die internationalen Teilnehmer mit ihren hervorragenden Leistungen den vielen Judo-Freunden vor Ort beste Unterhaltung boten. Gesine zeichnete am Sonntag Nachmittag, kurz vor der Abreise der vielen Sportler, u.a die beste Technikerin und den besten Techniker des Turnieres aus. Pokalgewinner wurden Kaho Yonezawa (Japan/-52 kg) und Suleyman Vyshegurov (Rußland/-73 kg). Gesine überreichte den von ihr gestifteten Pokal den Sportlern persönlich.

Wer von den Schülerinnen und Schülern hat schon von Förderprogrammen der EU profitiert? Nein, außer dass die Kant-Oberschule mit EU-Mitteln saniert wurde, hat noch keiner der Schüler persönlich Förderprogramme in Anspruch genommen. Aber Reisefreiheit und Studieren in verschiedenen Ländern wissen die Gymnasiasten zu schätzen. Dass die Zeiten auch mal anders waren und wie schwierig es z. B. für eine DDR-Bürgerin es war, in die Beneluxländer einzureisen, wusste Gesine Lötzsch in persönlichen Anekdoten zu berichten.
Gesine Lötzsch wurde im Rahmen der Europawoche in Berlin als Diskussionspartnerin eingeladen. Etwa 50 Schülerinnen und Schüler formulierten vor allem Fragen zur Finanzkrise. Welche Ansichten vertreten die Gymnasiasten zu aktuellen Fragestellungen wie der Flüchtlingsproblematik in Lampedusa wollte Gesine Lötzsch wissen und was verbinden sie mit dem europäischen Gedanken? Der rege Austausch der Argumente beweist, wie schwierig und komplex die Themen sind. (Katrin P.)
Am 10. Mai 1933 war der Bebelplatz Hauptschauplatz der durch die Deutsche Studentenschaft geplanten und durchgeführten Bücherverbrennung. In Erinnerung daran veranstaltet DIE LINKE seit Jahren das "Lesen gegen das Vergessen". In diesem Jahr las die 101-jährige Schriftstellerin Elfriede Brüning aus ihren Erinnerungen an diesen Tag vor. Zuschauer und Gäste hießen E. Brüning mit großem Applaus willkommen und waren sichtlich von ihrem Auftritt gerührt. An der diesjährigen Lesung, die wieder mehrsprachig durchgeführt wurde, beteiligten sich wie in den Jahren zuvor Politiker der Linken, wie Gesine Lötzsch, Gregor Gysi, Klaus Lederer, Katrin Lompscher sowie Schüler und Studenten.
Am 5. und 6. Mai trat Gesine auf Wahlkampfkundgebungen in Bremerhaven und in Bremen auf. Auf dem Theodor-Heuss-Platz in Bremerhaven ging sie ganz aktuell auf ein Gerichtsurteil ein, das Menschen, die Hartz IV beziehen, verbietet, sich an Sportwetten zu beteiligen. Gesine betonte, dass Hartz IV-Bezieher in der Regel sehr genau wüssten, wie sie ihr Geld einteilen müssen. Mit einem solchen Urteil würden die sozialen Probleme nicht gelöst. Und weiter sagte sie: "Wenn Menschen, die Hartz IV beziehen, sich entscheiden, einen Teil ihres Geldes für Sportwetten auszugeben, so ist das ihr gutes Recht. Wer arm ist, darf nicht noch bevormundet werden. Arme Menschen müssen die gleichen Rechte haben wie alle anderen."
Auch auf dem Bahnhofsvorplatz in Bremen widmete sich Gesine in ihrer Rede insbesondere dem Thema soziale Gerechtigket. (Tanja)
Gesine war am Freitag bei der Eröffnung der neuen Geschäftsstelle der LINKEN von Charlottenburg-Wilmersdorf zugegen. Die Räumlichkeiten in der Behaimstraße 17, direkt am U-Bahnhof Richard-Wagner-Platz sind frisch bezogen und sollen nun unmittelbare Kontakt- und Anlaufstelle für Genossen, Bürger und Interessenten im Stadtteil sein. „Wir sind offen für alle möglichen Ideen, diese Räume mit Leben zu erfüllen – und wenn es ein Schachtreff ist, den jemand von Euch hier organisieren möchte...“, sagte Bezirksvorsitzender Walter Meyer. Wir dürfen also gespannt sein, was die Genossen dort alles auf die Beine stellen.
Gesine rief in ihrem Eingangsreferat noch einmal zu Einigkeit geschlossenem Auftritt besonders jetzt im Wahlkampf auf. „Mit der Eröffnung dieser Geschäftsstelle demonstrieren wir, dass wir im Alltag angekommen und fest verwurzelt sind und haben nun die erneute Chance, die Praxistauglichkeit unserer Partei unter Beweis zu stellen. Im Alltag sind wir greifbar und ansprechbar. „Wir sind schließlich die einzige Partei, die Solidarität und Gerechtigkeit auf dem Boden des Grundgesetzes wirklich durchsetzen will und die eine im Alltag verwurzelte neue Idee einer Gesellschaft mit mehr Demokratie durch demokratische Erneuerung anstrebt.“
Mit der Arbeit unserer vielen engagierten Genossen in den Bezirken rücken wir dieser Idee wieder ein Stück näher - weiter so! (ak)


Bei schönstem Wetter kamen auf Einladung von Gesine Lötzsch und des LINKE-Bezirksverbandes Lichtenberg mehr als 100 Menschen in das Cinemax Hohenschönhausen, um sich den Film Montaretto anzusehen. Beim anschließenden Toast auf den Frieden waren die Kinobesucher noch ganz gerührt. Denn Montaretto dokumentiert wie im gleichnamigen italienischen Dorf ihre Vorstellung von einer besseren Gesellschaft- die Einwohner führen dort ein Leben jenseits des Kapitalismus – Realität geworden sind. Der Film wurde anlässlich des 66. Jahrestages der Befreiung vom Faschismus gezeigt. Mehr Informationen gibt es unter www.montaretto-film.de.


300 Tomatenpflanzen verteilte Gesine Lötzsch mit Lichtenberger Genossinnen und Genossen am 7. Mai am Lindencenter in Hohenschönhausen. Wie in den Vorjahren handelte es sich um Pflanzen der Sorte Har(t)z-Feuer. Dieses Jahr lag bei der Aktion der Fokus auf der Aufstockerproblematik: 2010 gab es eine Million Leiharbeiter in Deutschland. Mehr als jeder 10. musste zusätzlich Hilfe vom Amt in Anspruch nehmen. Im Gastgewerbe sind 8,7 Prozent der Beschäftigten gezwungen, zum Jobcenter zu gehen, damit sie ihr Leben bestreiten können. Viele Menschen, die aufstocken könnten, tun es nicht, weil sie sich schämen, Geld beim Amt zu beantragen. 7,3 Millionen Menschen arbeiten in Deutschland im Niedriglohnsektor.(Katrin P.)