Zurück zur Startseite
Von Kleingärten und großen Auftritten

27. und 28. August 2011

Wieder liegt ein Wochenende hinter uns, an dem wir viele Kilometer zurückgelegt haben. Zunächst kamen die Abgeordneten der Fraktion DIE LINKE im Bundestag in Rostock  zu einer Klausur zusammen, um sich über aktuelle gesellschaftliche Probleme und linke Antworten darauf auszutauschen (siehe www.linksfraktion.de)

Am Freitagabend folgte Gesine einer Einladung zu „Idas Gartenfest“. Das wurde in der Kleingartenanlage „Ehm Welk“ gefeiert, die mitten in Ida Schillens Wahlkreis Rostock-Evershagen liegt. Ida führte gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Kleingartenvereins ihre Gäste durch die wunderschöne Anlage. Begleitet wurde Gesine von ihren Fraktionsskolleginnen im Bundestag Sabine Leidig, Heike Hänsel und Sevim Dagdelen.

Unübersehbar waren die Auswirkungen der starken und langanhaltenden Regenfälle der vergangenen Wochen, und der Vereinsvorsitzende schilderte anschaulich, welche Anstrengungen es gekostet hat, der Wassermassen Herr zu werden. Gesine griff das Thema dann auch vor den vielen Gästen auf, die bei strahlendem Sonnenschein und wohltuender Wärme in den Garten des Vereinslokals gekommen waren. Sie drückte ihre Hochachtung dafür aus, wie die Bewohner der Anlage die meteorologischen Herausforderungen angenommen und bewältigt hatten. Das Kleingartenwesen, so Gesine, befördere Werte wie Toleranz, Zusammenhalt, Solidarität und friedliches Miteinander. Diese Tugenden seien beispielgebend für die gesamte Gesellschaft, vor allem in einer Welt, in der immer mehr Kriege geführt würden.

Der Abend in der Kleingartenanlage wurde zu einem kulturellen Highlight durch den Auftritt von Diether Dehm – ebenfalls Abgeordneter der Fraktion DIE LINKE im Bundestag – und dem Musiker Michael Letz. Viele der Anwesenden erfuhren erst an diesem Abend, dass  Diether Dehm für berühmte Künstler Songs geschrieben hat, zum Beispiel Joe Cocker, Ute Lemper, Udo Lindenberg und Heinz Rudolf Kunze. Aus seiner Feder stammt auch der überaus populäre und erfolgreiche Klaus Lage-Titel „Tausendmal berührt“. Diether Dehms und Michael Letz Programm wurde in der Kleingartenanlage ganz groß bejubelt.

Am Samstag fuhren wir dann von Rostock nach Hannover. Dort fand der kommunalpolitische Kongress der LINKEN statt, auf dem sich die zahlreich aus dem gesamten Bundesgebiet angereisten Teilnehmer über Strategien für zukunftsfähige Kommunen austauschen wollten.

Gesine nahm dort an einer Podiumsdiskussion teil, mit der die erfolgreiche Konferenz beschlossen wurde. (Tanja)

Auszug aus Gesines siehe unten

 

 

17.8.2011: Erfolg gegen Springer-Verlag

Die Springer-Zeitung „Welt“ hatte in ihrer Ausgabe vom 15.8.2011 verbreitet, Gesine Lötzsch sehe die Mauer als logische Folge des Weltkriegs an. Dem widersprach Gesine Lötzsch umgehend und forderte Springer auf, eine Gegendarstellung zu veröffentlichen. Der Verlag hat sich nunmehr verpflichtet, eine Gegendarstellung abzudrucken. Springer-Antwort lesen

10.8.2011: Stralsund

Die Projektleiterin Solveig Wieck erklärt Gesine die Veränderungen im Wohngebiet.

Wir besuchen mit Marianne Linke den Lebenshilfe e.V. in Barth. Wir treffen sehr engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die uns über ihre Arbeit mit Behinderten berichten. Ein großes Problem ist die Finanzierung. Ein Beispiel: Für einen Hausbesuch werden pauschal Fahrtzeiten von 30 Minuten angerechnet. Doch Nord-Vorpommern ist so groß, dass die Pflegerinnen häufig eine Stunde brauchen, um zu den Hilfebedürftigen zu kommen. Da müssen die Gesetze und Verordnungen der Realität angepasst werden.

Am Nachmittag sind wir beim Projekt "Soziale Stadt" in Grünhufe, ein Ortsteil von Stralsund. Die Stadtteilkoordinatorin Verena Schmidt zeigt uns das wunderschöne Wohngebiet. Es ist ein sogenannter Problembezirk. Die Arbeitslosigkeit ist überdurchschnittlich groß. Ich frage mich, warum Gebiete mit hoher Arbeitslosigkeit Problembezirke genannt werden? Warum sagt keiner, dass das Frankfurter Bankenviertel oder die Londoner City  Problembezirke sind? Das würde doch den Nagel auf den Kopf treffen!

 

9.8.2011: Straßenwahlkampf Rostock
Gesine, Ida Schillen und Genossen morgens am Infostand in Rostock. Es gab schöne Tüten, mit Äpfeln und Lesematerial.

Mit Ida Schillen und Regine Lück, beide Kandidatinnen der LINKEN für die Landtagswahl, besuchten wir das Pflegeheim Südhus Nord GmbH. Ich war erstaunt, dass die Menschen, die pflegebedürftig sind, immer jünger werden. Das Durchschnittsalter soll 40 Jahre (!) betragen. Das Heim wurde neu gebaut und entspricht allen Anforderungen, die sich Pflegerinnen und Pfleger wünschen können. Was mich irritierte, war der Fall eines Pflegebedürftigen, der sich ein billigeres Pflegeheim suchen musste, weil das Sozialamt der Meinung war, dass das Pflegeheim Südhus zu teuer wäre. Das war sicherlich ein harter Schlag für den Pflegebedürftigen und seine Familie. (Klaus)

10.8.2011: „DIE LINKE sagt Danke!“

Der Ortsverband Greifswald des Kreisverbandes Peene-Uecker-Ryck hatte Vereine und Verbände aus Greifswald und Umgebung zu einer Dankeschön-Veranstaltung eingeladen. Ohne diese Vereine würde die soziale Arbeit zum Erliegen kommen, betonte Mignon Schwenke, Kandidatin der LINKEN für den Landtag. Die Landrätin Ostvorpommerns, Frau Dr. Barbara Syrbe, die wieder für das Amt kandidiert, setzte sich intensiv mit der geplanten Kreisgebietsreform auseinander. Eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts zur Gebietsreform fällt in der nächsten Woche.

Foto: Der Greifswalder Liedermacher Jan Degenhardt sorgte für gute Stimmung

9.8.2011: Turnverein Ueckermünde

Mit Gerd Walther, dem Kreisvorsitzenden der LINKEN, besuchen wir den Verein Tacheles. Willi, ein Mitglied des Vereins, hat sich dafür eingesetzt, dass ein Denkmal für deutsche Ärzte, die im spanischen Bürgerkrieg gekämpft haben, errichtet wird. Der Verein will mit Jugendlichen die Geschichte des spanischen Bürgerkriegs erforschen und einen Jugendaustausch organisieren. Gesine berichtete von ihren Antifa-Reisen mit Jugendlichen an Orte des antifaschistischen Widerstandes.

Rudi ist ein sportpolitisches Urgestein. Seit 1949 macht er Sport in seinem Verein. Bei den Kommunalwahlen bekam er 2000 Stimmen mehr als der Bürgermeister. Das ist schon ungewöhnlich. Der 73jährige ist stolz darauf, dass der Verein jeden Tag, einschließlich Sonnabend und Sonntag Sport für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren anbietet. Die Übungsleiter arbeiten alle ehrenamtlich. Deshalb ist das Angebot besonders günstig. Kinder zahlen nur  3 Euro im Monat Vereinsbeitrag. Willi ist sauer, weil das Stadtparlament eine Nutzungsgebühr für Turnhallen und Sportplätze  beschlossen hat. Das wird den Verein und Menschen mit wenig Geld  hart treffen. Doch Willi lässt sich durch den Beschluss nicht aus dem Konzept bringen. Als Mitglied der LINKEN und Gerätturner hat er es gelernt zu kämpfen. (Klaus)

9.8.2011: Engagement des Turnvereins sorgt für Anerkennung

Ueckermünde. Bei ihrem zweiten Besuchsziel in Ueckermünde kam die Bundesvorsitzende der LINKEN, Gesine Lötzsch, am Montag mehrfach ins Staunen. Der Kreisvorsitzende und Landtagskandidat Gerd Walther hatte sie ganz bewusst, wie er später sagte, eingeladen den Ueckermünder Turnverein von 1861 zu besuchen. Und dessen Vorsitzender Rudi Roloff präsentierte, unterstützt von 5 Übungsleitern, einen beeindruckenden Überblick über die Geschichte des Vereins, der in wenigen Wochen sein 150jähriges Bestehen feiern wird. Roloff machte deutlich, dass die Ansätze, die einst Turnvater Friedrich –Ludwig Jahn motivierten, bis in die Gegenwart im Verein mit Leben erfüllt werden.

Beeindruckt war Gesine Lötzsch von der Breitenwirkung, die vom 1200 Mitglieder zählenden Verein in der Region ausgeht. Denn es gibt quasi keine Bevölkerungsgruppe, vom Vorschulkind bis zum Senioren, bei dem der Turnverein keine Rolle spielt. Insbesondere die Fähigkeit sich immer wieder neuen Trends und wissenschaftlichen Erkenntnissen mit speziellen Angeboten zu stellen, nötigte ihr Respekt ab. Und Rudi Roloff machte gerade mit Blick auf die jüngste Entwicklung deutlich, dass es in seiner Schaffensperiode, die nun mittlerweile auch schon 62 Jahre andauert, ein Abweichen von der Philosophie des Vereins nicht geben wird.

Dass Rudi Roloff auch weiter seiner Partei, der LINKEN, verpflichtet ist, dass sagte er seiner Bundesvorsitzenden am Ende des Gesprächs zu. „Ich habe meine Fahne nie in den Wind gehängt, das wird auch so bleiben“ betonte Roloff. Und Linken-Kreisvorsitzender Gerd Walther machte deutlich, dass die Bereitschaft Rudi Roloffs als Spitzenkandidat für die Kreistagswahl am 4. September im Wahlbereich zur Verfügung zu stehen, eine Entscheidung sei, die er auch persönlich mit großer Dankbarkeit begleite. „Sich mit 73 Jahren noch einmal solch einer Herausforderung zu stellen, ist alles andere als selbstverständlich“ betonte Walther.

Autor ist der Landtagskandidat für DIE LINKE, Gerd Walther.


9.8.2011: Endlich Gerechtigkeit!

... forderte Gesine Lötzsch gestern im gut gefüllten Veranstaltungssaal „Nordlicht“ in Rostock vor mehr als 200 Gästen. Der Wahlkampf in Mecklenburg geht in die heiße Phase und die Genossen sind hochmotiviert, ein gutes Ergebnis zu erzielen. Schon am Vormittag machten wir Straßenwahlkampf, mit die Direktkandidaten Ida Schillen vorneweg verteilten wir Äpfel und Tomaten und das Wahlprogramm für MV. Im Tourismusland Mecklenburg hat der Niedriglohn Hochkonjunktur. Vor allem im Gastgewerbe müssen z.B. Kellner von Löhnen leben, die zum Leben nicht reichen. Gesine machte deutlich, dass DIE LINKE im ganzen Land vehement gegen den Niedriglohn kämpfen werde. Aber fehlende Gerechtigkeit spiegelt sich nicht nur beim Lohn wider. Ist es etwa gerecht, dass die Rentenwerte Ost und West 20 Jahre nach der Wende noch immer weit auseinander liegen? Ist es etwa gerecht, dass es in einem reichen Land wie Deutschland allein in MV 70.000 Kinder gibt, die in Armut leben? Und ist es etwas gerecht, dass eine Hebamme, die Kindern auf die Welt verhilft, Versicherungsprämien zur Ausübung ihres Berufes zahlen muss, währen die Atomkonzerne, die Leben zerstören können, keine Haftpflichtversicherung abschließen müssen? Nein, und deshalb kann der Kapitalismus nicht das Ende der Geschichte sein. DIE LINKE fordert den demokratischen Sozialismus, damit Gerechtigkeit existieren kann. (Norman)   

6.8.2011: Frieden feiern
Gesine Lötzsch beim Friedensfest in Graal Müritz