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26.11.2010, 20 Jahre Arbeitslosenverband

Gesine Lötzsch ist eine langjährige Wegbegleiterin des Arbeitslosenverbandes Deutschland Bundesverband, der am 28. November 20 Jahre alt wird. Bereits heute würdigte Gesine Lötzsch bei der Festveranstaltung des Verbandes die Verdienste seiner Mitglieder und sprach ihnen großen Dank für die geleistete Arbeit aus. Trotz des ernsten Hintergrundes wollte man 20 Jahre Vereinsarbeit auch festlich begehen - zwei weibliche Vereinsmitglieder sorgten mit russischen Liedern und männlicher Akkordeonbeleitung für viel Heiterkeit. 

 

26.11.2010, 20 Jahre Arbeitslosenverband

Gesine Lötzsch ist eine langjährige Wegbegleiterin des Arbeitslosenverbandes Deutschland Bundesverband, der am 28. November 20 Jahre alt wird. Bereits heute würdigte Gesine Lötzsch bei der Festveranstaltung des Verbandes die Verdienste seiner Mitglieder und sprach ihnen großen Dank für die geleistete Arbeit aus. Rede von Gesine Lötzsch:

 

Grußwort 20 Jahre Arbeitslosenverband Deutschland

Liebe Marion Drögsler, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe ehrenamtliche Unterstützerinnen und Unterstützer des Arbeitslosenverbandes Deutschland, verehrte Gäste,

vielen Dank für die Einladung, ich bin ihr sehr gern gefolgt. Wir sind hier auf dieser Festveranstaltung zusammengekommen, um zu feiern. Um Sie zu feiern, liebe Marion Drögsler, Sie und alle Ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter! Und Dank zu sagen für Ihr über nunmehr zwei Jahrzehnte nicht nachlassendes Engagement, Ihr Durchhaltevermögen, Ihre Solidarität, Ihre Menschlichkeit. Heute ist ein Tag des Zurückschauens, ein typischer „Weißt-du-noch“-Tag. Weißt du noch, wie alles begonnen hat? Weißt du noch, wie viele Anträge wir gestellt haben? Weißt du noch, welche Hürden wir überwinden und welche Vorurteile wir ausräumen mussten? Wir stoßen heute an auf das, was in der Vergangenheit vollbracht worden ist. Und wir stoßen an auf das, was die Zukunft bringen wird. Da habe ich zu aller erst einen Wunsch, der gerade an einem solchen Tag erst einmal völlig unangebracht klingt: dass es den Arbeitslosenverband bald nicht mehr geben wird. Ebenso wenig wie Kleiderkammern, Tafeln oder Suppenküchen. Dass es das alles nicht mehr geben muss, weil es gerecht zugeht in diesem Land, einem der reichsten Länder der Welt.

Weil es keine Regierung mehr wagt, fünf Euro mehr Arbeitslosengeld und sogenannte Bildungsgutscheine in Höhe von zehn Euro monatlich als Wohltat zu verkaufen. Weil es verboten ist, von der Rente ab 67 zu sprechen, wenn schon eine Million 50-Jährige keine Arbeit mehr haben. Weil kein von Hartz IV lebender Schüler dann noch vor Gericht versuchen muss, Geld für seine Schulbücher zu erstreiten. Weil es undenkbar sein wird, dass Spenden gesammelt werden müssen, um Kindern aus armen Haushalten die Fahrt ins Gymnasium zu ermöglichen. Weil es keinem Politiker mehr in den Sinn kommt, Arbeitslosen ein Leben in der „sozialen Hängematte“ oder „spätrömische Dekadenz“ zu unterstellen und sie damit zu demütigen statt ihnen zu helfen. Weil es dann keine absurden Debatten mehr gibt, ob Arbeitslose finanzielle Leistungen für Tabak oder Alkohol ausgeben dürfen. Dann, liebe Marion Drögsler, wenn wir das geschafft haben, braucht es Einrichtungen wie die, die wir hier heute zu recht feiern, nicht mehr.  Und ich glaube, darüber würden wir alle gemeinsam sehr glücklich sein. So aber freuen wir uns erst einmal darüber, dass Sie und Ihre Helferinnen und Helfer vielen Menschen das geben, was sie neben Nahrung und Kleidung am nötigsten brauchen: Hoffnung und Würde. Wir wissen, dass der Tabak- oder Alkoholgenuss nicht das Hauptproblem eines Hartz-IV-Empfängers ist, sondern viel, viel mehr die Sorge um die eigene Existenz und die seiner Kinder.

Erwerbslosigkeit betrifft schon längst nicht mehr nur eine bestimmte Bevölkerungsschicht. Durch die Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich eine Entwicklung verschärft, die sich bereits vorher deutlich abzeichnete: Der soziale Abstieg kann jeden treffen, und zwar von heute auf morgen. Er macht auch vor Spitzenkräften nicht halt. Ein Beispiel: Aus einfachsten Verhältnissen kommend, zum Spitzenmanager hochgearbeitet, als Berater gefragt bis in die allerhöchsten Kreise, hofiert, hoch bezahlt, ganz oben auf der Welle des Erfolgs. Dann ein Fehltritt. Wegen Veruntreuung zur Bewährung verurteilt. Tiefer Fall. Gesellschaftliche Ächtung. Beruflicher Abstieg. Gerade erst Liquidation der eigenen Firma angemeldet.

Der Mann, von dem ich rede, ist Peter Hartz. Es liegt nahe, hier von ausgleichender Gerechtigkeit zu sprechen. Aber natürlich gebührt auch ihm eine faire Wiedereingliederungschance. Genau das würdigen wir ja heute: den unermüdlichen Einsatz für all jene, die ihre Arbeit verloren haben. Dafür noch mal ein ganz herzliches Dankeschön!

 

 

 

 

 

26.11.2010, "Sparpaket stoppen"

Während die Bundesregierung heute ihre Kürzungspaket im weihnachtlich geschmückten Bundestag zur Abstimmung gestellt hat, wehten vor dem Brandenburger Tor die roten Fahnen. Zusammen mit vielen sozialen Bündnissen demonstrierte DIE LINKE gegen den Kürzungswahnsinn von Schwarz-Gelb. Unter dem Motto „Wir zahlen nicht für Eure Krise“ beteiligte sich natürlich auch Gesine Lötzsch an der Demonstration.

Besinnliche Stimmung im Bundestag, rebellischer Geist vor dem Bundestag. DIE LINKE zeigte der Bundesregierung nicht nur im Parlament, sondern auch auf der Straße die rote Karte.
Buddys zu Besuch im Bundestag…

Gesine Lötzsch bekam heute Besuch von sogenannten Buddys aus Berlin-Köpenick. Unter dem Motto „Aufeinander achten. Füreinander da sein. Miteinander lernen“ übernehmen Schüler in Projekten und im Unterricht Verantwortung für sich und andere. Als BuddYs sind sie zum Beispiel Paten für jüngere Mitschüler oder Ansprechpartner für Probleme, helfen anderen beim Lernen und setzen sich als Streitschlichter ein. Höhepunkt des heutigen Besuches war für die Schüler ein Pressestatement, das Gesine Lötzsch vor dem Fraktionssaal gab. Im Anschluss daran stellten die Buddys noch viele Fragen und ließen sich Autogrammkarten signieren.

6.11.2010, AKW`s abschalten

Am vergangenen Wochenende beteiligte sich Gesine Lötzsch auch an den Castor-Protesten. Insgesamt kamen 50.000 Bürger ins Wendland, um gegen die schwarz-gelbe Atompolitik zu demonstrieren. Neben ihr waren auch zahlreiche LINKE-Politiker und Mitarbeiter vor Ort, um den Protest zu unterstützen.

5.11.2010, Singen im Reichstag

 

 

Auf Einladung von Gesine Lötzsch kamen heute Sängerinnen und Sänger mehrerer Berliner Chöre zu Besuch in den Bundestag. Sie alle eint, dass sie am diesjährigen Lichtenberger Chorsommer teilgenommen haben. Der Lichtenberger Chorsommer wird seit drei Jahren durch den Verein „Gemeinsam in Lichtenberg e. V.“ organisiert, in dem sich auch Gesine Lötzsch stark engagiert. So kamen wir heute mit den Sängerinnen und Sängern sowie dem Geschäftsführer des Berliner Chorverbandes ins Gespräch über die Situation der 1500 Chöre der Stadt Berlin, über Auftrittmöglichkeiten und Nachwuchssorgen. Gerade an den Bässen, also den Männern, mangelt es sehr. Vielversprechend sind jedoch die Beispiele, von denen wir heute auch gehört haben: Die Kita Singemäuse, die am Chorsommer teilnahm, hat einen Generationenchor aus Ur-Omis, Omis, Mamas, einem Vater und natürlich vielen Kindern. Und auch der Chorleiter des PlanckTon-Chores des Max-Planck-Gymnasium, Gunter Nicklich, hat viele Jugendliche unter seinen Fittichen. Er berichtete von einem Konzert am heutigen Abend im Berliner Dom, wo er mit dem Chor einen Auftritt gegen Kriege absolvieren wird. Passend zu diesem Thema sangen alle Besucher des heutigen Tages in der Reichstagskuppel gemeinsam den Kanon "Dona nobis pacem". (Katrin)

 


27.10.2010, Besuch in Pausa
Gesine Lötzsch mit ihrer Fraktionskollegin Sabine Zimmermann, MdB.

Mit einer Rede gratulierte Gesine Lötzsch der Arbeitsloseninitiative Pausa im Vogtland zum 20-jährigen Jubiläum. Zuvor stattete sie der örtlichen Zeitungsredaktion des  „Vogtland-Anzeigers“ einen Besuch ab. Zur Rede