4.12.2009, Stollenbacken

Gesine Lötzsch lud wie in jedem Jahr in der Adventszeit Kita-Kinder zum Stollenbacken ein. Diesmal fand das weihnachtliche Backvergnügen in der Bäckerei Rauch in der Sandinostraße statt. Die Kleinen der Kita "Sonnenschein" übten sich im Kneten, Ausrollen und formten nach Anleitung. Aus dem Ofen heraus kamen Stollen, die sie gleich mit nach Hause nehmen konnten. 

27.11.2009, Geldsegen für Schwarz-Gelb

Die neue Legislaturperiode beginnt für CDU und FDP mit einem Geldsegen. Finanzdienstleister und Industrielle haben den Regierungsparteien allein im Oktober 750.000 Euro überwiesen. Zu den Spendern gehört u.a. die Familie Quandt, die im Jahr 2007 noch zu  46,6 Prozent an der BMW AG beteiligt war. Somit werden auch in Zukunft wieder Gesetze die Handschrift der einflussreichen Wirtschaftslobby tragen.

Foto:‚© Pauline / PIXELIO'

Spendenübersicht

 

19. 11. 2009, Besuch in der Kita Sonnenschein

Die Kita Sonnenschein in der Wustrower Straße bereitet sich auf Weihnachten vor. Dazu gehört wie in jedem Jahr ein Weihnachtsmarkt. Um diesen Weihnachtsmarkt zu unterstützen, ich heute eine kleine Geldspende und ein Kochbuch. Natürlich ließen wir uns nicht die Gelegenheit entgehen, etwas vom Kitaleben mitzubekommen. Dazu gehört Gesang, Tanz und Sauna. Toll!

Ein Kochbuch für die Tombola..

...schenkte Gesine heute der Kita Sonnenschein in Hohenschönhausen. Im Buch "Das Parlament kocht" ist natürlich auch ein Rezept von ihr drin. In der Vorschulgruppe ging es aber um andere Bücher. Ein Mädchen zeigte Gesine ihr Sprachlerntagebuch mit vielen
selbstgemalten Bildern und der dokumentierten Entwicklung ihrer sprachlichen Fähigkeiten. Die Fremdsprachenkenntnisse bewiesen die Kinder mit Bruder Jakob in drei Sprachen! Begeistert waren wir aber auch von der liebevoll-anregenden Gestaltung der Kita sowie von der Kita-Sauna. (Katrin)

18.11.2009, Health Care Reform now – but how?
Studentenproteste an der Universität Connecticut

Gesundheitsreform jetzt – aber wie bloß?

Von Sebastian Kreuz, studentischer Mitarbeiter bei Gesine Lötzsch (derzeit zum Studium in den USA)

Die Zahlen, welche die Situation des Gesundheitssystems in den USA
beschreiben, sind erschreckend:
Ca. 15 % der Bevölkerung besitzen keine Krankenversicherung – das sind ca. 45 Millionen Bürger. Fast ein Drittel dieser Personen benötigen gegenwärtig eine ärztliche Behandlung, welche sie sich aus finanziellen Gründen nicht leisten können. In der letzten Dekade hatte die USA stets einen der höchsten Werte der Kindersterblichkeit unter den Industrieländern. Auch in Connecticut, einem vergleichsweise wohlhabenden Bundesstaat im Nordosten der USA, hatte die Hauptstadt Hartford mehrere Jahre lang die zweithöchste Kindersterblichkeit landesweit. Die Schwäche des Gesundheitssystem betrifft fast alle Gruppen: Jung und
Alt, arbeitend oder arbeitslos, ob Schwarz, Latino oder Weiß.

Wegen der verheerenden Situation war eine Gesundheitsreform eine der
zentralen Wahlkampfversprechen von Präsident Obama. Seit mehreren Monaten bestimmt das Thema die öffentliche Debatte. Hierbei geht es vor allem um die Rolle des Staates im zukünftigen Gesundheitssystem. Eine beitragsfinanzierte staatliche Public Option wurde von Obama im Wahlkampf vorgeschlagen und könnte allen Bürgern die Möglichkeit geben eine Versicherung für den Krankheitsfall zu erhalten. Einige Bevölkerungsteile lehnen einen solchen staatlichen Eingriff jedoch ab und fordern Zurückhaltung des Staates. Das ein System mit Dominanz der privaten Krankenversicherung jedoch nicht zu befriedigenden Ergebnissen führt zeigen die obengenannten Zahlen.

Weitere Ziele der Reform ist die Qualität der medizinischen Versorgung deutlich zu verbessern, als auch die Kosten zu senken. Trotz der eher mittelmäßigen Ergebnisse, sind die jährlichen Ausgaben für medizinische Behandlungen pro Einwohner am Bruttoinlandsprodukt annähernd die höchsten weltweit.
Ein Grund für den mangelhaften Zugang und Qualität medizinischer
Versorgung ist oftmals deren Verbindung zum Arbeitsplatz. Personen, welche zeitweise keine Arbeit haben, bzw. einen Arbeitgeber, welcher nur eine ungenügende Versicherung anbietet, leiden besonders unter ungenügender gesundheitlicher Absicherung.

Wie scharf die Diskussion zum derzeit diskutierten Gesetzespaket geführt wird, zeigte die Abstimmung des Vorschlags der Demokraten in der letzten Woche im Repräsentantenhaus, welcher die Public Option enthält. Dieser fand nur eine knappe Mehrheit. Mehrere Abgeordnete der Demokraten stimmten jedoch gegen den Vorschlag, wohingegen nur ein republikanischer Abgeordneter für das Gesetz stimmte. Dieser war daraufhin mit deutlichen Anfeindungen aus seiner Partei konfrontiert. Das fast 2000 Seiten umfassende Gesetz muss nun im Senat diskutiert werden, in welchem
Demokraten noch stärker vertreten sind, welche dem Gesetz und der Public Option gegenüber weitaus kritisch sind. Die Verabschiedung des Gesetzes durch den Präsidenten soll jedoch eventuell noch in diesem Jahr stattfinden.

Auch an meiner Universität wird das Thema diskutiert. Mehrere Studentenvereinigungen organisierten eine Health-Care-Rallye mit der Forderung „Versichert Menschen – nicht Profite“. Ein Student wurde bei Protesten in Washington DC vor dem Büro des Senatoren Joe Lieberman aus Connecticut festgenommen. Mr. Lieberman weigert sich bisher mit dem Demokraten für eine Public Option zu stimmen, obwohl er als unabhängiger Senator zumeist mit den Demokraten stimmt.
Dennis Hefley, Experte auf dem Gebiet der Gesundheitsökonomik und
Professor an der University of Connecticut sprach sich bei einer Veranstaltung ebenfalls für die Errichtung einer starken öffentlichen Krankheitsversicherung aus. Diese sollte mit den privaten Krankenkassen konkurrieren und das System somit verbessern.

Dass die USA eine Gesundheitsreform benötigt ist fast unumstritten. Wie diese ausgestaltet sein wird und inwieweit Präsident Obama seine Wahlversprechen einhalten kann, entscheidet sich in den nächsten Wochen auf den Fluren des Senats in Washington DC. Mit Druck von der Straße kann gerechnet werden. Die nächsten öffentlichen Diskussionsrunden, so genannte Town Hall Meetings, der Senatoren in ihren heimischen Bundesstaaten finden in den kommenden Tagen und Wochen statt.

17.11.2009, Gebührenfreiheit für alle

Gesine beteiligte sich heute an der großen Studentendemonstration in Berlin. Die LINKE im Bundestag fordert die Abschaffung der Studiengebühren. In Berlin sind Studiengebühren durch die SPD/LINKE-Koalition ausgeschlossen.(Klaus)

16.11.2009, Unser Praktikum

Hinter uns liegt eine lehrreiche und abwechslungsreiche Zeit. Zu unseren Aufgaben als Praktikantinnen gehörten allgemeine Bürotätigkeiten, zum Beispiel Postbearbeitung, Telefonbetreuung, Beantwortung von Briefen bzw. E-Mails, allgemeine Organisationen, etc.

Ein ganz besonderes Erlebnis war es für uns, das politische Leben im Plenarsaal mitzuverfolgen und Gesine Lötzsch beim ihrem Redevortrag zu erleben. Wir begleiteten Gesine auch zu N24 und lernten dort den Moderator Friedmann und sein Team kennen.

Damit wir die Geschichte nicht vergessen, fuhren wir mit Gesine und einer Schulklasse nach Sachsenhausen ins ehemalige KZ.  Es war eine Erfahrung, die das Nachdenken anregt.

Es war alles neu für uns. Wir sind immer noch begeistert und werden diese Eindrücke nie vergessen.

Wir bedanken uns herzlich bei Gesine, Klaus sowie beim ganzen Team für seine Hilfsbereitschaft und für die Möglichkeit, dass wir diese vielfältigen spannenden Erfahrungen sammeln durften.

Wir wünschen ihnen alles Gute und alles Liebe für die Zukunft. (Mila und Bona)

10.11.2009, Es wird wieder getanzt

Lebhafte Eindrücke gewann ich heute im Wahlkreisbüro in der Ahrenshooper Straße.

Ich bin Mila, Praktikantin von Gesine Lötzsch. Das erste Mal sehe ich solche wunderschöne Kinderbeschäftigung, an der die Kleinen gern teilnehmen und großen Spaß haben.Bereits seit letztem Winter geht es hier so richtig rund. Kita- und Grundschulkinder  erfreuen sich jeden Dienstag aufs Neue an dem aufregenden Kindertanz, bestehend aus Ballettelementen und Spaßtanz.
Heute Nachmittag waren es fünfzehn Kitakinder. Kurz vor Tanzbeginn sind schüchterne, kleine, grinsende Kinder zu sehen, deren Gesichter während der Tanzstunde glücklich lächelnd und apfelrot wurden, wodurch auch manchmal ihre roten Kostüme unterstützt werden.
Ich als Praktikantin finde es schön und schätze es sehr, dass Gesine den Tanzunterricht finanziert und sich für Kleinkinder engagiert. Ich erweise ihr dafür meinen Respekt, da ich auch der Meinung bin, dass Kinder anders als vor dem Fernseher erzogen werden sollten.

Die diplomierte Tanz- sowie Ballettpädagogin, Tatjana Noack, die seit mehr als zwanzig Jahren für unsere Kleinsten Tanzstunden gibt, ist ebenfalls an anderen Schulen tätig, wie zum Beispiel in Kreuzberg, wo sie mit zwei Gruppen von Schulkindern einen  „Weihnachtstanz“ vorbereitet. Auch in Pankow unterrichtet sie an einer Grundschule einmal wöchentlich. Sie sorgt dafür, dass am Ende  diese Kinder mit strahlenden Augen den Tanzraum verlassen. Zum Schluss gehen die Süßen und ihre Eltern nach Hause: Ausgetobt, aber glücklich.  

Hier bei uns im Wahlkreisbüro sind es schon 50-60 Kinder pro Woche, die beim Tanzen ihrem Vergnügen ihren freien Lauf lassen. Allerdings können wir keine weiteren Kinder mehr aufnehmen, aufgrund der Überzahl. Kinder aus Schulen bzw. Vereinen, die aktiv tanzen wollen, können sich an Frau  Noack wenden. Ihre Telefonnummern lautet: 030- 3943767 oder 0173-6058996. (Mila)

 

 

Baumbänke

 

Gesine Lötzsch überreichte vor kurzem einen 300-Euro-Scheck an den Verein „Was tun e.V.“ Der Förderverein konnte mit Hilfe der eingegangenen Spenden Baumbänke am Lichtenberger Roedernplatz finanzieren. 

4.11.2009, Gedächtnis des Landes

Es ist Mittwoch, der 4. November 2009. Wir, d.h. Gesine, die 12. Klasse der Mildred – Harnack - Oberschule aus Lichtenberg, Mila und ich, die Praktikantinnen im Büro der Abgeordneten, befinden uns in Sachsenhausen, im ehemaligen KZ Sachsenhausen. Gesine organisierte den Besuch dorthin.

Das Wetter ist eisig, wir sind warm angezogen und frieren dennoch. Der Regenschirm schützt nicht, es regnet und schneit zugleich.

Frau Bürger, die mit uns die Führung machen wird, stellt uns das Konzentrationslager vor, während ihrer Präsentation bekommen wir ein Bild von diesem Territorium. „Gerade Kinder und Jugendliche kamen ins KZ, sie galten als das „Gedächtnis des Landes“ teilte uns Frau Bürger mit.

Es folgt die Führung, viele Baracken auf kahler kalter Erde. Wie muss es den Gefangenen ergangen sein, die nur dünne, gestreifte Häftlingskleidung tragen mussten, bei Tag und bei Nacht, während der Zwangsarbeit und beim Schlafen, fragen wir uns? Sobald ein Gefangener starb, wurde die Kleidung an den nächsten weitergereicht bis sie auseinanderfiel.

Das sind nur einige der vielen Eindrücke, die die Schüler beschäftigen.

In der anschließenden Diskussionsrunde bekommen die Schüler des Leistungskurses Geschichte die Möglichkeit ihre Gedanken auszutauschen. Eine Geschichte, die nicht vergessen werden darf.(Valbona)

4.11.2009, Valbona und Miladija

Hallo liebe Leser,

mein Name ist Valbona Mehmeti. Seit Montag, den 19.Oktober.2009 habe ich die Ehre Praktikantin im Deutschen Bundestag im Team von Frau Dr. Gesine Lötzsch sein zu dürfen. Geboren bin ich in der jungen Republik Kosovo, in der Stadt Vushtrri, lebe aber schon seit ca. 17 Jahren in Berlin. Momentan lerne ich Fremdsprachenkorrespondentin, da ich sehr an Sprachen und Kulturen interessiert bin. Die Politik ist ein wichtiger Schlüssel, um für eine gerechte Welt zu kämpfen. Dafür möchte ich mich mit all meinen Kräften einsetzen. Ich freue mich sehr auf die Zeit und alle spannenden Erfahrungen, die auf mich zukommen werden. Ich bin überzeugt, dass sie mich sehr bereichern werden. Die Aufgaben einer Volksvertreterin schätze und respektiere ich. In ihren Händen liegt viel Verantwortung, da Menschen nicht nur ihre Stimme, sondern auch ihr Vertrauen geben und Hoffnung in sie setzen. Als ein Mitglied des Teams werde ich mir Mühe geben, ein Teil der Verantwortung, soweit es in meiner Macht liegt, zu übernehmen. (Valbona, Foto links)

Liebe Leser,

am 06.04.1984 wurde ich, Miladija Peters (Mila), in Prokuplje/Serbien geboren.
Seit September 1999 lebe ich in Deutschland.
Ich liebe das Leben, die Menschen und alles, was schön ist. Leider habe ich
viel Schlechtes erlebt, weiß, dass Menschen Fehler machen. Da ich auch den
Krieg erlebt habe, bin ich voller Fragen, und weil ich neugierig bin, suche
ich nach Antworten. Vielleicht interessiere ich mich deshalb so für Sprachen
und verschiedene Kulturen, Länder und Menschen, - denn ich will verstehen.

 

In den letzten fünf Jahren schärfte sich mein Blick für die Kommunikation,
den Blick hinter die Kulissen.  Auch deshalb habe ich mich für ein Praktikum bei Gesine Lötzsch im Bundestag entschieden.

Hier kann ich für DIE LINKE einen kleinen Beitrag leisten, der hilft Ungerechtigkeit zu überwinden. (Miladija, Foto rechts)