Pünktlich zum Kindertag erscheint die zweite Ausgabe der Lichtenberger Kinderzeitung "Zuckiti". Herausgeber ist der Verein „Gemeinsam in Lichtenberg“. Die kleine Zuckertüte Zuckiti begleitet alle Kitakinder des Kita-Eigenbetriebs Nordost auf spannenden Ausflügen, zum Beispiel in die Naturschutzstation Malchow, lernt mit Bernard kongolesische Spiele und Lieder kennen und erlebt noch viel mehr interessante und spannende Dinge.
60 Lichtenberger Kinder dürfen sich darüber hinaus über einen Besuch im Bundestag freuen. Gesine Lötzsch hatte die Einladung mit einem Wettbewerb verbunden.
Die Schüler der Berhard-Grzimek-Grundschule gestalteten ein großes Plakat zum Thema „Wie ernähre ich mich gesund“ und gewannen so ihren ganz besonderen Kindertag. Am Dienstag präsentieren sie im Bundestag ihr fast zwei Meter langes Plakat, das eine Ernährungspyramide und eine Fotogeschichte zeigt. Mit der Abgeordneten werden sie sich zum Wettbewerbsthema austauschen und bekommen obendrein einen gesunden Imbiss gereicht. (Antje, Norman)
Gewitterwolken, Donnergrollen, Hagelschauer - davon blieben die linken Freizeitradler rund um Gesine Lötzsch verschont, als sie gestern Abend auf dem Tuchollaplatz im Kaskelkiez zusammenkamen. Mit Frieden im Herzen und Schmalzstullen im Bauch machten wir uns mit den Rädern auf zu einer kleinen Tour vom Kaskelkiez zur Rummelsburger Bucht. Alternativ zum Infostand haben wir die Bürger von den Rädern aus mit Wahlzeitungen und Pfeffis der LINKEN versorgt. Weitere Touren wird es auch in den kommenden Monaten geben. Bei Interesse melden Sie sich einfach per mail (lichtenberg@die-linke-berlin.de) oder telefonisch (99270725). Katrin Petermann

„Die macht das richtig gut!“ Die Kenner des Boxens staunten nicht schlecht über die Leistung der jungen Dame beim heutigen Eröffnungstraining. Die Idee, in Hohenschönhausen ein Trainingszentrum für jugendliche Boxsportler zu errichten, wurde vor knapp einem Jahr entwickelt. Heute konnte die Sporthalle in der Wustrower Straße, die nun vom „Boxring Eintracht Berlin“ betrieben wird, eröffnet werden. Jedem steht die Tür offen. Auch Mädchen trainieren erfolgreich im Verein. Weiterlesen (Sebastian)

Am Samstag (16. Mai 2009) verteilte Gesine mit ihrem Team in Lichtenberg 800 Tomatenpflanzen der Sorte „Har(t)zfeuer“. Mit dieser Aktion wollten sie auf die respektlosen und demütigen Hartz-Gesetze aufmerksam machen.
Wie schnell die Erfinder dieser Armutsgesetze in Vergessenheit geraten sollen, kann man daran ersehen, dass sich führende Politiker von SPD und Grünen am gleichen Tag vor eine Demonstration gegen Sozialabbau spannten.
Eine Passantin berichtete von einer Tomatenpflanze, die sie bei der gleichen Aktion im letzten Jahr von Gesine geschenkt bekommen hatte. Sie sei seit dem prächtig gediehen und hätte herrliche Tomaten geliefert. Wollen wir hoffen, dass auch unsere Aktion Früchte trägt.
Hartz IV bedeutet Armut per Gesetz und muss überwunden werden! Wir fordern - nicht nur im Wahljahr - eine sofortige Anhebung des ALG II auf 500 Euro im Monat.
(kf & th)
Heute besuchten Gesine und ich „Lichte Weiten“. Was hat man sich darunter vorzustellen? Der in der Wönnichstraße beheimatete Verein versteht sich als ein generationengemischtes, ökologisch und sozial orientiertes Gemeinschaftswohnprojekt. In der geräumigen, sonnendurchfluteten Wohnküche der Gemeinschaftswohnung stellten uns die Architektin Irmina Körholz und einige der anderen Bewohner das Konzept von „Lichte Weiten“ vor. Ursprünglich als 50-Plus Wohnprojekt gedacht, stellte sich schnell heraus, dass das allen Interessierten bald zu einseitig erschien. Schließlich erweiterte sich die Schar der Beteiligten um mehrere junge Familien. Jetzt leben hier 21 Menschen zwischen 0 und 70 Jahren und engagieren sich für ihr gemeinsames Projekt. Besonders wichtig ist allen das ökologische Konzept der Anlage, das u.a. eine eigene Wasserklärung vorsieht. Der große im Entstehen befindliche Garten wird zum Nachbarschaftsgarten gestaltet, in dem sich dann auch andere Bewohner des Kiezes erholen können. Kurzum: „Lichte Weiten“ ist eine buntgemischte, sozial und ökologisch engagierte alternative „Wohngemeinschaft“, die zwar so nicht genannt werden will, aber Lichtenberg um ein neues erfolgreiches Projekt bereichert.(Antje)
Schon im Flugzeug erkannten viele Passagiere das Gesicht jener Frau wieder, die vor über 40 Jahren mit einem Schlag buchstäblich berühmt wurde – Beate Klarsfeld. Sie bestieg am 7.November 1968 das Podium auf einem Parteitag der CDU, ohrfeigte den damaligen Bundeskanzler Kiesinger und rief „Nazi, Nazi – abtreten“.
Beate Klarsfeld reiste am Mittwoch von Paris nach Berlin, um hier für ihre Verdienste um die Entnazifizierung Deutschlands geehrt zu werden – durch die Fraktion Die Linke im Bundestag.
Gregor Gysi würdigte Klarsfeld in seiner Rede als eine Frau mit außerordentlichem Mut; die Ehrung, so Gysi, soll „nicht nur eine Ehrung für Sie, sondern auch eine Besinnung für die Bundesrepublik Deutschland sein.“
Gesine und Beate Klarsfeld trafen das erste Mal vor drei Jahren in Berlin zusammen. Klarsfeld machte sich auf, die Deutsche Bahn für eine Ausstellung zu gewinnen, die das Schicksal ermordeter jüdischer Kinder dokumentiert. Kinder, die in den Todeszügen nach Auschwitz und anderswo deportiert wurden.
Damals verweigerte Ex-Bahnchef Mehdorn die Kooperation – eine skandalöse Entscheidung hinsichtlich der Verantwortung der Bahn bei der Massenvernichtung durch die Nazis. Beate Klarsfeld erfuhr von der Haltung Mehdorns erst, als sie für die Planung der Ausstellung schon nach Berlin gereist war. Sie bat Gesine um Hilfe und schließlich – auch durch das Einlenken von Minister Tiefensee – war die Ausstellung in einem Zwischengeschoss am Bahnhof Potsdamer Platz zu sehen, wo schon die Umgebung nicht zum Verweilen einlud.
Gestern nun wurde mit der Einladung in den Bundestag und der Würdigung ihrer Verdienste Beate Klarsfeld eine Ehre zuteil, von der schon ihr Mann wusste, dass sie mit dieser wohl erst als „alte Frau“ rechnen könne. Auch für das Bundesverdienstkreuz wird sie Die Linke vorschlagen. Keine andere im Bundestag vertretene Partei tat das bisher, obwohl Klarsfeld ihr eigenes Leben riskierte, um das Ansehen Deutschlands wiederherzustellen.
Das bewegte Leben der Klarsfeld, ihr beherztes Eintreten für Gerechtigkeit und die Hartnäckigkeit, mit der sie Nazis auf der ganzen Welt verfolgte, zeigt eindrucksvoll der Film „Die Hetzjagd“. Die Weltkinopremiere fand gestern im Kino Babylon statt, Beate und Serge Klarsfeld saßen im Publikum. Fast 500 Menschen sahen zu. In dem Film wird der für Beate Klarsfeld wohl größte Erfolg beim Aufspüren von Nazis, die Gefangennahme von Klaus Barbie, nachgezeichnet. Der Schlächter von Lyon schickte mit seiner Unterschrift mehr als 800 Menschen in den Tod, darunter 44 jüdische Kinder. 12 Jahre brauchten die Klarsfelds, um Barbie seiner gerechten Strafe zuzuführen.Der Schlächter wurde zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Er starb im Gefängnis in Lyon.
Beate Klarsfeld, über deren Leben schon in den achtziger Jahren der Hollywood-Film „The nazi hunter“ gedreht wurde, stellte sich nach der Filmvorführung im Kino Babylon den Fragen der Zuschauer. Immer wieder kam die Frage auf, ob sie keine Angst gehabt habe. „Wenn man auf seine Aufgabe konzentriert ist, ist kein Platz für Angst“, antwortete sie. Zum Abschluss ihres Aufenthalts nahm Beate Klarsfeld heute am 8.Mai, dem Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus, an der Veranstaltung „Lesen gegen das Vergessen“ auf dem Bebelplatz teil. Schüler aus Berlin und den USA lasen aus Büchern von Autoren vor, deren Werke am 10.Mai von den Nazis verbrannt wurden – aus Werken von Erich Kästner, Thomas Mann, oder Kafka. So tragen die Vorlesenden auch heute noch dazu bei, dass die Schandtaten der Nazis nicht in Vergessenheit geraten – wie einst Beate Klarsfeld. (Norman)




Am 1. Mai haben über 2000 Menschen in Köpenick gegen eine NPD-Kundgebung demonstriert. Dadurch wurden die etwa 100 NPD-Mitglieder gezwungen, ihre als „Maifest“ betitelte Veranstaltung auf den Hinterhof ihrer Parteizentrale zu verlegen.
Am Morgen kam es auf dem S-Bahnhof Köpenick zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den NPD-Gegnern, die durch Gleisbesetzungen versucht hatten, die Anreise der Neonazis zu verhindern. Die anschließende Demonstration, auf der auch Gregor Gysi anwesend war, verlief weitgehend friedlich.
Politiker, Autonome, aber auch Familien und Berliner jeden Alters waren unter den Demonstranten. Unter dem Motto „Ob im Dezember oder Mai – Treptow-Köpenick bleibt nazifrei!“ veranstaltete der Köpenicker Jugendclub „Das Café“ ein Fest mit verschiedenen Bands für alle Gegendemonstranten. „Das Café“ ist seit über 20 Jahren bekannt für seine vielfältigen Aktionen gegen Rechtsextremismus. Das ist nicht immer leicht, wenn die Bundeszentrale der NPD sich nur wenige Meter weiter befindet. Wer sich über den Club und seine Aktionen informieren will, kann dies unter http://www.cafe-hdjk.de tun.
(anja)
Das schöne Wetter lockte zahlreiche Besucher zum Maifest am Warnitzer Bogen in Hohenschönhausen. DIE LINKE präsentierte sich mit ihrem Stand auf dem Festplatz mit vielen roten Luftballons, jede Menge Info-Material und sehr zentral - so kamen die Bürger schnell ins Gespräch, u.a.mit Gesine Lötzsch, der Bürgermeisterin Christina Emmrich, den Stadträten Michael Räßler-Wolff und Andreas Prüfer.Auf dem Maifest wurde dann auch noch die erste Wahlkampfrunde für die Bundestagswahl im September eingeläutet. Die Direktkandidaten aller demokratischen Parteien erhielten die Möglichkeit, sich und ihre Ziele vorzustellen. Gesine erklärte am Beispiel Kindergelderhöhung, wie ungerecht es in dieser Republik zugeht. Denn Kindern von ALG II Empfängern haben keinen Anspruch auf das erhöhte Kindergeld in Höhe von 10 Euro . Das will DIE LINKE natürlich ändern. (Norman)