Zurück zur Startseite
31.01.2009, Karnevalsorden erhalten
Session 2006-2007, Homepage des CCL

Am Sonnabend besuchte ich eine Festsitzung mit viel Tanz des CCL, des Carneval Club Lichtenberg. Der Club ist traditonsreich. Gegründet wurde er 1987 im VEB Elektrokohle Lichtenberg. Das Werk gibt es nicht mehr, auch nicht das dazu gehörige Kulturhaus - den Club aber immer noch. Als Ehrengast erhielt ich den Orden der diesjährigen Saison und war von den Darbietungen beeindruckt. Natürlich durfte eine Büttenrede nicht fehlen, aber großen Beifall erhielten die beiden Funkenmariechen und das Ballett. Es war den Mädchen und jungen Frauen anzumerken, dass sie intensiv trainiert hatten. Alles klappte prima. Mitstreiterinnen sind sicher willkommen. (Gesine)

Mehr Infos unter www.carneval-club-lichtenberg.de

30.1.2009, Neue KITA in Berlin-Rummelsburg eröffnet
Stadtrat Michael-Rässler Wolff, Christina Emmrich und Gesine Lötzsch bei der Eröffnung der Kita Waschbär.

Ein altes Backsteingebäude mit wechselhafter Geschichte, wird zu neuem Leben erweckt. Hier im ehemaligen Arbeitslager in der Rummelsburger Bucht wurde heute die KITA „Waschbär“ eröffnet. Knapp 80 Kinder werden hier fortan betreut. Ein Bild von den neuen Räumlichkeiten, machte sich auch Gesine, die sich von dem Konzept begeistert zeigte. Die Kinder haben hier jede Menge Platz zum Spielen, Musizieren, Lesen und Essen, das übrigens vorwiegend aus ökologischem Anbau stammt.

Neben der Kinderbetreuung, ist es den Mitarbeitern der KITA auch wichtig, eine klima- und umweltfreundliche Strategie zu fahren. Wärme wird ausschließlich durch Holzpellets erzeugt. So können die Hälfte der Heizkosten eingespart werden. Der Geschäftsführer hofft darauf, andere Menschen zur Nachahmung zu ermutigen.

Bis zum Sommer wird auch der großzügige Außenbereich in vollem Umfang für die Kinder und Familien nutzbar gemacht.

Die KITA "Waschbär" befindet sich im ehemaligen Gefängnis Rummelsburg, in der Georg-Löwenstein-Straße 20-22, 10317 Berlin.

 

29.01.2009, Antifaschistische Gala

Am Donnerstagabend hatten VVN-BdA, also die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und der Bund der Antifaschisten, zu einer Gala in die "Wabe" in Prenzlauer Berg eingeladen. Im gut gefüllten Theater trafen sich Antifaschisten, um neue Kraft im Kampf für ein NPD-Verbot zu sammeln. Das Programm wurde von Musikern, Schriftstellern und Aktivisten aus Politik und Zivilgesellschaft gestaltet. Selbstverständlich war auch die Lichtenberger Bürgermeisterin Christina Emmrich dabei, die sich seit vielen Jahren entschlossen der rechten Szene entgegenstellt. Besonders beeindruckt haben mich die Worte von Petra Rosenberg, die als Vertreterin der Sinti und Roma sprach. Viele Menschen kennen die Rosenbergs, insbesondere die Sängerin Marianne Rosenberg. Aber viel zu wenige Menschen kennen die schwere Lebensgeschichte der Familie. - Musikalisch war der Abend von vielen Höhepunkten geprägt, insbesondere durch die hervorragende Brecht-Interpretin Gina Pietsch. - Die Botschaft des Abends: Es lohnt sich, weiter für ein Verbot der NPD zu kämpfen. (Gesine)

28.1.2009, Kindertanz
Beim Kindertanz kamen die kleinen Tänzerinnen mächtig in Schwung.

Gestern Nachmittag war es nun endlich soweit. Wie versprochen durfte meine Tochter Elli mich im Wahlkreisbüro in der Ahrenshooper Str. besuchen und beim Kreativen Kindertanz mitmachen.

Schon eine viertel Stunde vor Beginn herrschen reger Trubel und aufgeregtes Geschnatter aus den Mündern von letztendlich zehn Drei- und Vierjährigen. Diesmal sind ausschließlich Mädchen dabei, doch das ist nicht immer so.

Aus unförmigen Schneemännern in frostresistenten Wintersachen und dicken Schneeanzügen, die eben durch die Tür hereinkamen, werden kurzerhand grazile Ballerinas. Unmengen von rosa und lila Tüll quellen hervor und behindern in ihrer Fülle fast schon die Sicht. Einige Eltern haben Kuchen mitgebracht. Mit dem in der Hand flitzen die Tänzerinnen aufgekratzt durch den Raum. Endlich geht es los. Tatjana, die Musikpädagogin, begrüßt alle Kinder mit Namen und schafft es unglaublicher Weise tatsächlich, diesen Sack Flöhe zur Ruhe und zum Zuhören zu bringen.

Zu klassischer Musik vermittelt sie in kindgerechter Art und Weise grundlegende Ballettpositionen und -figuren, die sie immer wieder durch fröhliche Bewegungsspiele auflockert. Der ständige Wechsel von Anspannung und Lockerung, Konzentration und quirligem Austoben schafft eine ausgesprochen angenehme und anregende Atmosphäre für die nun auch noch gekrönten, kleinen Prinzessinnen. Spaß und Ehrgeiz gehen bei den Mädchen Hand in Hand und sind in ihren Gesichtern gleichermaßen abzulesen. Nach einer Stunde strömen sie rotwangig und glücklich zu ihren Eltern in den Nebenraum. Jetzt noch ein Stück Kuchen und einen Saft, dann geht’s auch schon nach Hause. Das war ein wirklich gelungener aktiver Nachmittag! (AK)

27.1.2009, Kostas, Zeus und Europa
Kostas Papanastasiou, Damon Vassilliadis, Gesine Lötzsch und Ehemann (v.l.n.r.)

Kostas Papanastasiou, der legendäre Lindenstraßenwirt und Chef des Berliner Restaurants Terzo Mondo, lud gestern Damianos und Gesine in sein Restaurant nach Charlottenburg ein. Kostas ist ein wunderbarer Geschichtenerzähler! Dabei ging es nicht nur um die Lindenstraße, die Linke in Deutschland und Griechenland, sondern auch um die Entführung Europas durch Zeus. Ein Besuch im Terzo Mondo lohnt sich auf jeden Fall. Wer Kostas als Geschichtenerzähler und Sänger erleben will, der sollte am 1. Mai in die Philharmonie gehen. (Klaus)

25.1.2009, Ernst Busch zum Geburtstag

Traditionell lädt der Ernst-Busch-Chor im Januar zu einem festlichen Geburtstagskonzert für seinen Namenspatron. Die Karten sind bereits Monate vorher ausverkauft. Denn bei den Konzerten handelt es sich auch um ein großes Familientreffen der heutigen Mitglieder des Chores, ehemaliger Mitglieder und ihrer Angehörigen und Freunde. Neben mir saß eine 94jährige Dame, die Gründungsmitglied des Chores war und auch jetzt noch alle Melodien und Texte kannte. - Zum Geburtstagskonzert werden immer auch musikalische Gäste eingeladen. Diesmal war es die Gruppe "Klezmer chidesch" aus Berlin. Chef der Gruppe ist Jossif Gofenberg, der auch das Klezmerzentrum der Musikschule Berlin-Mitte leitet. Der Termin für die nächsten Geburtstagskonzerte steht übrigens auch schon fest: 23. und 24. Januar 2010. (Gesine)

25.1.2009, Oranje boven!

Unsere Fraktion hat bereits zum zweiten Mal einen Stand auf der Internationalen Grünen Woche in den Messehallen unter dem Funkturm. Der rote Porsche-Traktor aus den 50er Jahren ist das, was man neudeutsch "Eyecatcher" oder auch simpel Anziehungspunkt nennt. Viele interessante Gespräche begannen mit: Ach, was hat denn DIE LINKE mit Landwirtschaft zu tun...? Da hatten wir eine Menge Anknüpfungspunkte. Wir merkten zum Beispiel, dass unsere Position für eine gentechnikfreie Landwirtschaft auch bei bayerischen Familienbetrieben besonders gut ankommt. - Ein wichtiger Termin war für mich das Treffen mit den Kleingärtnern, die die Oasen der Großstadt vorstellten. - Abschließend besuchte ich die Halle des diesjährigen Partnerlandes, der Niederlande. Da ich meinen Mann (mal wieder) am Sonntag seinem Schicksal überlassen hatte, nahm ich noch eine Flasche alten Genever als kleine Entschädigung für ihn mit. Die orangefarbene Tüte quittierte ich mit einem zünftigen "Oranje boven!". So wurden nebenbei auch die deutsch-niederländischen Beziehungen gefestigt. (Gesine)

23.1.2009, Kundgebung für "Emmely"

Am Kottbuser Tor demonstrierten heute 200 Menschen gegen die Kündigung von Emmely. Gesine forderte in ihrer Rede die Rücknahme der Kündigung durch den Tengelmann-  Konzern. Zur Vorgeschichte: Die Kassiererin "Emmely" wurde nach 31 jahren im Betrieb fristlos unter dem Vorwand des Verdachts gekündigt, Pfandbons für 1,30 € falsch abgerechnet zu haben. Der wahre Kündigungsgrund ist ein anderer: Sie hatte den
Einzelhandeslstreik in ihrer Kaisers-Filiale organisiert. Die Geschäftsleitung hat einen Grund gesucht, um sie kündigen zu können. Mehr Informationen unter:www.emmely.org. (Klaus)

23.1.2009, Gedenkstele am Fennpfuhl

Das Bezirksamt Lichtenberg hatte zur Enthüllung einer Stele zur Erinnerung an ein ehemaliges Zwangsarbeiterlager eingeladen. Es ist unfassbar: Auf dem Gebiet des heutigen Fennpfuhlparks und in dessen näheren Umfeld befanden sich zwischen 1939 und 1945 drei große Zwangsarbeiterlager. Mit der Aufstellung der Gedenkstele wird an all jene Menschen erinnert, die von den Nazis aus allen Teilen Europas auch nach Lichtenberg verschleppt wurden. Nahezu alle Unternehmen - darunter die Konzerne Siemens-Plania, Knorrbremse, IG Farben, aber auch Handwerks- und Landwirtschaftsbetriebe sowie kommunale und staatliche Unternehmen beuteten Zwangsarbeiter aus. - Die Gedenkstele wurde aus Mitteln des Lichtenberger Fonds für Erinnerungskultur finanziert. - Die Lager waren umgeben von Wohngebieten. Hat wirklich niemand etwas gewusst? (Gesine)

23.1.2009, Gewonnen
Carsten Baumann freute sich in der "Kultschule" über seinen Käfer-Gutschein.

Gesine Lötzsch übergab gestern einen 50-Euro-Gutschein für das Käfer-Restaurant im Bundestag an Carsten Baumann. Der Lichtenberger wusste die richtige Antwort auf unsere Frage nach dem Verfasser des folgenden Textes:
„Jede Wirtschaft beruht auf dem Kreditsystem, das heißt auf der irrtümlichen Annahme, der andere werde gepumptes Geld zurückzahlen. Tut er das nicht, so erfolgt eine sogenannte ‚Stützungsaktion’, bei der alle, bis auf den Staat, gut verdienen. Solche Pleite erkennt man daran, dass die Bevölkerung aufgefordert wird, Vertrauen zu haben. Weiter hat sie ja dann auch meist nichts mehr.“(Kurt Tucholsky)

21.1.2009, Zuschauerreaktion von Horst Wilfried Kersten

Sehr geehrte Genossinnen und Genossen,

ich habe mir die Sendung "Fakt ist" auf MDR angesehen und bin stolz auf die Aussage von der Genossin Frau Gesine Lötzsch. Ich habe sie bewundert, wie sie der Moderatorin den Fragen nach geantwortet hat. Hut ab Frau Lötzsch! Sie haben mich mit Ihrer Aussage überzeugt und ich bewundere Sie, dass Sie einen zwist zwischen Ost und West nicht zugelassen haben. Ich bin auch Ihrer Meinung, dass dieses 50 Milliarden Konjunkturpaket nicht reicht und anders gestaltet werden müsste. Sie haben Recht, dass die Rentnerinnen und Rentner mehr an Rente bekommen sollten. So auch eine Anhebung der Hartz-4 Sätze auf 435,-Euro. Wir sollten den Menschen auch erklären, wie wir diese Milliarden-Summe aufbringen würden. Dass die Kommunen mehr Geld benötigen, ist allen klar. Hier sollte die große Koalition noch viel nachbessern. Denn Gemeinden und Kommunen müssen viel mehr Geld bekommen, um ihre Schulen, Kindergärten, Feuerwehren und anderen Gebäuden sanieren zu können. Mit besten Dank im Voraus. Mit einen herzlichen Gruß, Grischa.

21.01.2009, Der Spaß darf nicht fehlen

Mein Name ist Lea-Hannah Düren. Mit meinen jungen 16 Jahren war ich von Anfang an aufgeschlossen, bei meinem ersten Praktikum viel Neues zu erfahren und möglichst viel dazu zu lernen. Aber der Spaß darf natürlich auch nicht fehlen.
Ich besuche die 10. Klasse eines Gymnasiums in Nauen. Geboren wurde ich jedoch nicht in Brandenburg, sondern in Berlin-Spandau. Dort wohne ich seit meiner Geburt.
Mein momentan wohl schwerstes, größtes aber sehr wichtiges Ziel ist es, mein Abitur mit einem sehr guten Durchschnitt zu absolvieren. Dafür muss ich vorerst in der 10.Klasse meinen mittleren Schulabschluss erlangen. Auch wenn dies viel Druck bedeutet, bin ich guter Hoffnung es zu meistern.
Mein Praktikum bei der Linken wird mir viele politische Fragen lösen helfen, mich selbstständiger und erwachsener werden lassen. Davon war ich schon vorher überzeugt.
Auf die Idee gekommen, bei der Linken mein Praktikum durchzuführen, bin ich durch meine politisch engagierten Eltern, die mich auf meinen Wegen immer ermutigen. Aber auch, weil ich der Meinung bin, dass vieles an den politischen Zuständen geändert werden muss. Auch weil ich meinen politischen Horizont in die Richtung, die ich für am besten halte, erweitern kann, würde ich jedem und vor allem Schülern/innen meines Alters dieses Praktikum empfehlen.

19.1.2009, Nacht der Politik in Lichtenberg
Festlich angestrahlt war das Rathaus Lichtenberg zur Nacht der Politik.

Freitagabend strömten nicht nur Lichtenberger in das 100jährige Rathaus. Bürgermeisterin Christina Emmrich stand am Portal, um möglichst alle persönlich zu begrüßen. - Alle Türen von Fraktionen, Stadträten, Jugendvertretung, Seniorenvertretung, Ratskeller mit neuer Heiner-Müller-Ausstellung und natürlich vom Ratssaal waren geöffnet. Ich diskutierte mit Gesundheitsstadtrat Michael Räßler-Wolff und dem Ausschussvorsitzenden Michael Grunst über Möglichkeiten zur Verbesserung der Facharztversorgung in Lichtenberg. - Der große Andrang im Rathaus zeigt, dass die Bürger keineswegs politikverdrossen sind, sondern ihre Erwartungen an die Politik formulieren. Eine wichtige Botschaft des Abends: In Lichtenberg wird Bürgerbeteiligung jeden Tag groß geschrieben. (Gesine)

16.01.2009, Ich nehm die Linke

Auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) gibt es immer vieles zu verköstigen und zu entdecken. Dabei sollte das Thema Verbraucherschutz dennoch nicht zu kurz kommen.
Deswegen ist die  Bundestagsfraktion der Linken auch in diesem Jahr wieder mit ihrem eigenen Messestand auf der IGW vertreten. Gesine Lötzsch und die Berliner Umwelt- und Verbraucherschutzsenatorin Katrin Lompscher (Foto rechts) waren heute bei der Eröffnung dabei und unternahmen bereits erste Probefahrten mit den roten Modelltraktoren. Die Linke bietet den Besuchern jede Menge Informationsmaterial zum Thema Verbraucherschutz und lädt täglich zu Diskussionsrunden mit verschiedenen Abgeordneten ein. Dabei sollen vor allem Themen wie Lohndumping, Gentechnik und Umweltverschmutzung kritisch unter die Lupe genommen werden. Vormittags wird ein spezielles Programm für Schülergruppen angeboten. Außerdem können sich Besucher kostenlos auf dem schicken roten Trecker fotografieren lassen und selbst eine Probefahrt mit den kleinen Traktoren unternehmen. Natürlich gibt es auch etwas zu gewinnen. Vorbeischauen lohnt sich in jedem Fall! Zu finden ist der rote Messestand noch bis zum 25. Januar zwischen den Hallen 6.2a (Bio-Halle) und 6.2b (Verbraucherschutzhalle).Anja Räßler

12.01.2009, Gedenken Karl und Rosa

In diesem Januar jährte sich zum 90. Mal der Tag der Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg. Nicht zuletzt dieses Jubiläum war wohl der Grund, warum in diesem Jahr besonders viele Menschen zum traditionellen Gedenken kamen. Am Vorabend hatte - auch das nicht zum ersten Mal - der Vorstand der Europäischen Linkspartei getagt. So kamen auch viele Interessierte aus anderen europäischen Ländern. Wir Lichtenberger hatten wieder pünktlich um 9 Uhr unser Gebinde niedergelegt, nachdem die Bürgermeisterin die Friedhofstür aufgeschlossen hatte.- Die Gründe, Luxemburg und Liebknecht zu ehren, mögen sehr unterschiedlich sein. Wie in jedem Jahr fiel mir auf, wie viele Menschen sich freuten, einander wiederzusehen und über Erlebtes zu diskutieren. (Gesine)


Aus der Presse:

Gedenken an Luxemburg und Liebknecht (rbb online)

12.1.2009, "Auf gepackten Koffern"

Ich bin Anja Räßler und seit dieser Woche Praktikantin hier im Büro der Bundestagsabgeordneten Gesine Lötzsch. Ich wurde vor 23 Jahren in Berlin geboren und studiere derzeit Humangeographie und Germanistik an der Universität Potsdam. Dass Politik spannender sein kann, als bloßes Debattieren und Abstimmen, will ich mir hier einmal mehr beweisen lassen und freue mich schon auf die Blicke hinter die Kulissen, vor allem im „Superwahljahr 2009“. An einem meiner ersten Tage war ich als Reporterin unterwegs und besuchte die Ausstellung "Auf gepackten Koffern".
So leben die inhaftierten Menschen des Abschiebungsgewahrsams in Berlin-Köpenick. Oftmals wissen sie nicht ob sie überhaupt, und wenn ja wie lange noch, in Deutschland bleiben dürfen. Die Ausstellung des Flüchtlingsrates Berlin zeigt, wie sich die Menschen angesichts ihrer ungewissen Zukunft fühlen, welche Sorgen und Ängste sie haben.

Acht Interviews mit Menschen unterschiedlicher Herkunft geben Aufschluss über die einzelnen Ursachen der Inhaftierung, die Probleme aber auch den Alltag im Gefängnis. Einige von ihnen sind in Berlin geboren und aufgewachsen oder leben schon seit vielen Jahren in Deutschland und drohen nun in ein ihnen völlig fremdes Land abgeschoben zu werden. Fünf der Befragten ereilte mittlerweile dieses Schicksal.

Die Ausstellung „Auf gepackten Koffern – Leben in der Abschiebehaft“ ist noch bis zum 23. Januar montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr im Evangelischen Zentrum in der Georgenkirchstraße 69 (Berlin-Friedrichshain) zu sehen.

7.1.2009, Griechischer Abend mit Überraschungsgast

Unsere antifaschistische Studienreise nach Griechenland liegt nun schon einige Monate zurück. Am Mittwochabend berichteten wir in der Kiezspinne über unsere Erlebnisse, unterstützt vom Historiker Dr. Martin Seckendorf. Aber nicht nur die Geschichte interessiert, sondern auch die Gegenwart. In Griechenland wurde ein 15jähriger Schüler von der Polizei erschossen. Seitdem reißen die Proteste nicht ab. In vielen europäischen Städten fanden Solidaritätskundgebungen für die griechischen Jugendlichen statt. Einer derjenigen, die sich in Berlin solidarisch erklärte, war Kostas Papanastasiou, der Chef des Berliner Restaurants Terzo Mondo. Die meisten kennen ihn sicher unter dem Namen Panaiotis Sarikakis und als Wirt der Taverne in der "Lindenstraße", der bekannten Fernsehserie. Evelin Pakosta vom Vorstand der Kiezspinne hatte ihn spontan eingeladen. - Im Mittelpunkt des Abends stand der bewegende Film "Ein Lied für Argyris". Bezeichnend ist, dass kein Cent Filmfördermittel aus Deutschland gekommen ist, sondern nur Förderung aus der Schweiz. - Ende Januar wird Manolis Glezos - der legendäre Widerstandskämpfer, der die Hakenkreuzfahne von der Akropolis geholt hat - Gast der Fraktion DIE LINKE. sein. Viele, die gestern dabei waren, wollen ihn unbedingt treffen, natürlich auch Kostas Papanastasiou. (Gesine)

7.1.2009, Solidarität mit Emmely

Dienstagabend fand im Roten Salon der Volksbühne eine Solidaritätsveranstaltung für Emmely, die eigentlich Barbara E. heißt, statt. Ihr Schicksal ist schon von in einigen Zeitungen beschrieben worden. Sie hatte sich an Streiks im Einzelhandel beteiligt und ist dann wegen eines angeblich falsch abgerechneten Pfandbons über 1,30 Euro nach 31jähriger Berufstätigkeit von Kaiser's gekündigt worden. Genutzt wurde dabei das Instrument der sogenannten Verdachtskündigung. Eine Anwältin erläuterte anhand haarstäubender Beispiele, wie die Verdachtskündigung angewandt wird. Emmely selbst durfte sich auf der Veranstaltung nicht äußern, denn sonst könnte sie sich Nachteile im laufenden Verfahren einhandeln. Der Berufungsprozess findet am 27. Januar statt. Unterstützer von Emmely sind aufgerufen, um 9.30 Uhr an einer Kundgebung vor dem Arbeitsgericht, Magdeburger Platz 1, teilzunehmen. Ich habe zugesagt, für diese Kundgebung zu werben. (Gesine)

5.1.2009, Im Praktikum

Mein Name ist Antje und ich habe vor kurzem im Rahmen meines Germanistikstudiums ein sechswöchiges Praktikum hier im Bundestagsbüro von Gesine Lötzsch angetreten. Ich bin 28 Jahre alt, stehe kurz vor der Beendigung meines Studiums und wohne seit 1991 immer wieder wechselnd in Friedrichsfelde und Karlshorst. Ursprünglich komme ich aus dem Lausitzer Raum, habe aber auch schon mehrere Jahre (1986  - 1991) in Leipzig gewohnt. Da ich eine vierjährige Tochter habe, mit der ich demnächst an dem von Gesine initiierten kreativen Kindertanz teilnehmen werde, bewegen mich momentan naturgemäß familienpolitisch-soziale Themen besonders.

Da ich mich neben der aktuellen Bundespolitik auch für das lokalpolitische Geschehen interessiere, war es für mich naheliegend und wünschenswert, ein Praktikum bei meiner Wahlkreisabgeordneten zu absolvieren. Dass sich das Ganze mit tieferen Einblicken in die Bundespolitik kombinieren ließ, hat mich dabei besonders gereizt.

5.1.2009, Besuch im Bundesarchiv

Das neue Jahr begannen wir mit Weiterbildung, einem Besuch in der Berliner Dienststelle des Bundesarchivs. Die Vizepräsidentin Prof. Menne-Haritz und die Öffentlichkeitschefin, Frau Fischer, hatten unseren Besuch sehr sorgfältig vorbereitet. Im Vortragssaal lagen bereits Materialien, die mit unserer Arbeit zu tun hatten, zum Beispiel Hinweise an Fraktionen zur Überarbeitung der Geschäftsordnung, ein Brief des Ministerpräsidenten Oskar Lafontaine aus dem Jahr 1987 und Akten des Kulturbundes zum Thema Esperanto. Nach einem Überblick über die Aufgaben und Möglichkeiten des Bundesarchives im Vortrag konnten wir auch in direkter Anschauung vieles über die Arbeit mit den Archivalien lernen. Die erste Station war die Abteilung R - Deutsches Reich -, in der u. a. die Mitgliederkartei der NSDAP zu finden ist. Unter anderem konnten wir die Mitgliedskarte von Filbinger, der von Ministerpräsident Oettinger (Baden-Württemberg) nachträglich zum Nazigegner stilisiert werden sollte, ansehen. - Vieles lernten wir auch über die Technik, z. B. dass nasse Akten durch Einfrieren und Vakuumtrocknen gerettet werden können. Das Bundesarchiv verfügt auch über eine sehr schöne Bibliothek mit Lesesaal. Ein Besuch lohnt sich. (Gesine)