
Am Dienstag besuchte ich gemeinsam mit Klaus und Kai den Berliner
Standort der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
in der Lichtenberger Nöldnerstraße. Die BAuA hat die Aufgabe, als wissenschaftliche Fachbehörde die Bundesregierung in allen Fragen von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit sowie der menschengerechten Gestaltung der Arbeitsbedingungen zu beraten. In Zeiten von Wirtschafts- und Finanzkrise und steigender Arbeitslosigkeit ist das aus meiner Sicht eine besonders wichtige Aufgabe, die nicht in den Hintergrund gedrängt
werden darf. Schnell hört man den Spruch: "Hauptsache Arbeit, egal welche!" Eine solche Haltung finde ich verhängnisvoll, denn die Gesundheit muss geschützt werden, das ist die Hauptsache. Wer zum Beispiel noch nie eine Müllsortieranlage von innen gesehen hat oder noch nie in einem Geflügelzuchtbetrieb war, macht sich wahrscheinlich wenig Gedanken über die Mikroben oder Bakterien, die dort durch die Luft fliegen. Aber auch psychische Erkrankungen können die Möglichkeit eines Menschen, sich am Arbeitsprozess zu beteiligen, einschränken. Diesen Bereich will die BAuA in Zukunft stärker bearbeiten. Fragen wie "Was bedeuten prekäre Arbeitsverhältnisse?" werden dabei eine wichtige Rolle spielen. - Für mich war der Besuch in der BAuA auch ein kleiner Ausflug in die eigene Geschichte. In der Bibliothek einer der Vorgängereinrichtungen, dem Zentralinstitut für Arbeitsmedizin, hatte ich meinen ersten Ferienjob als Schülerin. Auch als Versuchsperson aber ich der Arbeitsphysiologie bereits gedient. (Gesine)
Die Künstleragentur Con Takt hatte im Konzerthaus am Gendarmenmarkt ein wunderbares Konzert zugunsten des Bündnisses für Kinder Marzahn-Hellersdorf organisiert. Einmal abgesehen davon, dass ich viele Bekannte aus Lichtenberg, aber auch Christa Luft, zu meiner Freude im Publikum traf, wirkten auch Lichtenberger in den beteiligten Chören mit. Der Clara-Schumann-Chor hatte sich auch an unserem Lichtenberger Chorsommer im Kulturhaus Karlshorst beteiligt und durfte jetzt auf dem Chorbalkon des Konzerthauses singen. Den größten Teil des Konzertes bestritt allerdings die beliebte Sängerin Katja Ebstein. Besonders beeindruckend interpretierte sie die Friedenslieder "Inchalah" und "Sag mir, wo die Blumen sind". Das Publikum dankte mit "standing ovations". - Das wunderbar restaurierte Konzerthaus ist übrigens vor 25 Jahren - im Jahr 1984 - wieder der Öffentlichkeit übergeben worden. (Gesine)
Wie jeden Monat hatte Bürgermeisterin Christina Emmrich (DIE LINKE.) zum Spaziergang eingeladen. Diesmal sollte die Gegend rund um die Großbaustelle Ostkreuz erkundet werden. Im Jahr 2016 soll der neue Bahnhof fertig sein. Der zuständige Projektleiter für dieses Jahrhundertprojekt der Bahn versuchte, alle Fragen so genau wie möglich zu beantworten. Das war eine anspruchsvolle Aufgabe, hatten sich doch 240 Menschen eingefunden. Für mich sind diese Spaziergänge aus verschiedenen Gründen immer sehr aufschlussreich: Ich sehe, was sich im Bezirk ändert, wofür sich die Leute interessieren. Zum anderen komme ich auf unkomplizierte Art mit vielen Bürgern ins Gespräch. Eine der meist gestellten Fragen war, ob es noch Sinn hat, sich für den Frauentag anzumelden. Wir haben bereits sehr viele Anmeldungen, versuchen aber - wie in jedem Jahr - für alle eine Lösung zu finden. (Gesine)

Mehrere hundert Einsendungen haben uns in den letzten Wochen erreicht. Grund dafür war unser Gewinnspiel, das die Beantwortung einer kleinen, aber durchaus kniffligen, Literaturfrage verlangte.
„Welcher deutsche Dichter lässt in seinem Werk die Lemuren zu Wort kommen?“
a) J.W.v.Goethe
b) H. Heine
c) B. Brecht
Die richtige Antwort war natürlich Johann Wolfgang von Goethe, der den Lemuren in seinem Faust Stimme verleiht.
Nachdem meine Kollegin Antje bereits Glücksfee spielen durfte, wurde mir nun die ehrenhafte Aufgabe zuteil, zweien der drei glücklichen Gewinnerinnen ihren Preis zu überreichen: Beide können nun ein Jahr lang kostenlos in Europas größten Landschaftstiergarten, den 160 Hektar großen Berliner Tierpark, gehen.
Katja Lange kam mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern. Die 36-jährige ist eine richtige Lichtenbergerin, die seit einiger Zeit mit ihrer Familie in Karlshorst lebt. Sie verbindet mit dem Tierpark vor allem viele schöne Kindheitserinnerungen und freut sich, dass sie, dank Jahreskarte, nun auch mal wieder öfter mit ihren Kindern hierherkommen kann. Ihre Tochter Helen verriet mir, dass sie am liebsten die Lamas im Tierpark besucht.
Ebenfalls Lichtenbergerin, mehrfache Mutter und bereits Großmutter, ist die 77-jährige Hiltrud R. Sie ist die zweite Gewinnerin einer Jahreskarte für den Tierpark. „Ich habe noch nie in meinem Leben etwas gewonnen.“, sagte sie, als ich ihr den Preis überreichte. Sie erzählte mir vieles aus ihrer Vergangenheit und ihrem leider schwerkranken Ehemann, mit dem sie bis vor wenigen Jahren noch regelmäßig im Tierpark zu Besuch war. Solche Besuche haben in ihrer Familie fast Tradition. Seit seiner Eröffnung im Sommer 1955, kennt Hiltrud R. den Tierpark in Friedrichsfelde. Seit 30 Jahren wohnt sie sogar direkt gegenüber.
Es hat mich sehr gefreut, den glücklichen Gewinnerinnen zu begegnen, und ich wünsche ihnen und ihren Familien, auch im Namen von Gesine Lötzsch und ihrem Team, alles Gute und viel Spaß für das kommende Jahr, in dem es nun für sie über 7500 verschiedene Tiere zu bestaunen geben wird. (anja)
Es ist eine schöne Tradition, dass das Frauenzentrum am Mühlengrund in Hohenschönhausen seinen Geburtstag in jedem Jahr mit vielen Gästen feiert. Das Frauenzentrum bietet praktische Lebenshilfe und ist aus dem Leben des Bezirks nicht mehr wegzudenken. Sei es zum 1. Mai, sei es zum Lichtermarkt - immer sind die Frauen vom Mühlengrund dabei. Bei meinem kurzen Geburtstagsbesuch traf ich viele Bekannte. Besonders freute ich mich darüber, dass auch Frauen, die aus Berlin weggezogen sind, extra zum Geburtstag gratulieren kommen. Das spricht doch für eine gute, nachhaltige Arbeit. Da ich weiß, dass im Frauenzentrum auch immer politisch diskutiert wird, habe ich als Geburtstagsgeschenk das Buch "Der gekaufte Staat" für die, Vereinsbibliothek mitgebracht. (Gesine)

Bundestagspräsident Lammert zeichnete gestern Abend Dirk Kurbjuweit und Christoph Schwennicke vom Spiegel mit dem Medienpreis des Deutschen Bundestages aus. Ihr Beitrag mit dem Titel „Gefährliche Trägheit“ war in der Spiegel-Ausgabe Nr. 20 vom 10. Mai 2008 erschienen. Der Medienpreis Politik des Bundestages wird jährlich verliehen und ist mit 5.000 Euro dotiert. Mit dem Preis werden herausragende publizistische Arbeiten ausgezeichnet, die zur Beschäftigung mit Fragen des Parlamentarismus anregen.
Für den Medienpreis 2009 sind 50 Bewerbungen eingegangen, wie der Vorsitzende der Jury, Dr. Peter Frey, Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios, berichtete. Im Vorjahr seien es noch 25 Bewerbungen gewesen. Der Jury gehören ausschließlich Journalisten an, neben Frey Tissy Bruns vom Berliner „Tagesspiegel“, Ulrich Deppendorf, Leiter des ARD-Hauptstadtstudios, Stephan Detjen vom Deutschlandfunk, Thomas Kröter von der „Frankfurter Rundschau“, Peter Limbourg vom Fernsehsender N 24 und Dr. Klaus Rost, Chefredakteur der Märkischen Allgemeinen. Gesine fragte nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung Peter Frey, warum es in die engere Auswahl keine einzige Journalistin geschafft habe? Ihm sei das auch erst jetzt aufgefallen, meinte Frey, aber letztendlich wäre die Qualität entscheidend gewesen. Ich fand auffällig, dass in der Jury nur Vertreter der „alten Medien“ zu finden waren. Das Internet spielte gar keine Rolle. Das ist schon etwas rückwärts gewandt oder vielleicht ist es auch Ausdruck einer gefährlichen Trägheit. (Klaus)

Am Dienstagabend wurden in der Cafeteria des Tierparks in Friedrichsfelde viele Stuhlreihen eng zusammengestellt. Groß war der Andrang zur jährlichen Mitgliederversammlung der Förderer von Tierpark und Zoo. Nach dem Bericht des Vorstandes konnten die Mitglieder wirklich stolz auf sich sein, was ich auch in einem kurzen Redebeitrag unterstrich. Spenden zum Umbau der Elefantenanlage waren übergeben worden. Gemeinsam mit der "Aktion Mensch" initiiert die Gemeinschaft der Förderer einen Begleitservice, um einen Besuch von Tierpark oder Zoo auch für ältere Menschen zu ermöglichen. Mitglieder der Fördergemeinschaft stellen bei zahlreichen interessanten Führungen anderen Menschen ihr Wissen zur Verfügung. Eine neue anspruchsvolle Aufgabe ist die Übernahme der Verantwortung für die Konzertreihe im Schloss Friedrichsfelde. Der Vorsitzende der Fördergemeinschaft erinnerte daran, dass es der legendäre Professor Dathe war, der sich seinerzeit für Erhalt und Wiederaufbau des Schlosses eingesetzt hatte. Auch im Jahr 2009 will die Fördergemeinschaft dem Tierpark und Zoo mindestens 100 000 Euro zur Verfügung stellen, u. a. für den Umbau der Bärenschlucht im Tierpark. Übrigens: Ich lächle allen Besuchern des Tierpark von einer Uhr aus freundlich zu, wenn sie den Eingang Bärenschaufenster benutzen. (Gesine)
Am Montag besuchte ich gemeinsam mit unserer Bürgermeisterin Christina Emmrich sowie Christina Zühlke und Kerstin Zimmer aus der Kommunalfraktion die "Grundschule im Grünen" in Malchow, einem der drei Dörfer, die zu meinem Wahlkreis gehören. Es war nicht mein erster Besuch dort. Jedes Mal konnte ich erleben, wie gut es den Kindern gefällt, direkt in und, mit der Natur zu lernen. Ein "Forscherteam" ist in dieser Woche damit beschäftigt, eine Eisbahn entstehen zu lassen. Zu einer Schule im Grünen gehören natürlich auch Tiere, Im Direktorenbüro trafen wir auf einen frisch operierten Legüan, der Gallensteine losgeworden war, und auf Vogelspinnen. Die Fraktion der LINKEN in der BVV hat eine Patenschaft für zwei Schafe - für Paul und Paula - übernommem. Anlass dazu war die Verleihung des Schulpreises an die "Grundschule im Grünen".(Gesine)