Zurück zur Startseite
21. Januar 2009

Kundgebung für "Emmily"

Zur bevorstehenden Verhandlung der Kündigungsschutzklage der Kassiererin Barbara E., auch als „Emmily“ bekannt, gegen die Kaisers-Tengelmann AG, erklärt Gesine Lötzsch, stellvertretende Fraktionsvorsitzende Die Linke im Bundestag und Bezirksvorsitzende Die Linke in Berlin-Lichtenberg:

Der Fall „Emmily“ wird am 27.1.2009 vor dem Landesarbeitsgericht verhandelt. Die Gewerkschafterin Barbara E. aus meinem Wahlkreis Berlin- Lichtenberg beteiligte sich Ende 2007 aktiv am Einzelhandelsstreik und wurde zwei Wochen später gekündigt. Sie soll Flaschenpfand in Höhe von 1,30 Euro hinterzogen haben, worauf hin sich die Kaisers-Tengelmann AG der Verdachtskündigung bediente. Infolge der Kündigung verlor die Mutter dreier Kinder nach 31 Jahren nicht nur ihren Arbeitsplatz, sondern musste aufgrund der Hartz –IV-Gesetzgebung bereits in eine kleinere Wohnung umziehen.

Ich wollte von der Bundesregierung wissen, ob die sogenannte „Verdachtskündigung“ nicht elementaren Grundsätzen des Rechtsstaates widerspricht. Leider sieht sie keinen Handlungsbedarf und stellt sich damit eindeutig an die Seite des Arbeitgebers auf Kosten des Arbeitnehmers. Der darf auch weiterhin ohne Beweise und vorherige Abmahnung entlassen werden.

Alle, die „Emmily“ unterstützen und gegen die unsoziale Rechtssprechung protestieren wollen, sind aufgerufen, sich am Freitag, den 23.1. um 16.30 Uhr an der Kundgebung am Kottbusser Tor vor dem Kaiser Supermarkt zu beteiligen.